Der besondere Tag im November bietet Ihnen eine kleine Auswahl wichtiger Jahrestage, Aktionstage, Thementage aber auch mehr oder weniger ungewöhnliche „Feiertage“. Es geschah am …
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Aufgrund der zahlreichen Anlässe des Totengedenkens trägt der November auch die Bezeichnung Trauermonat. Im Kirchenjahr gilt der November als ein Monat der Besinnung und des Gedenkens.

Allerheiligen gedenkt die römisch-katholische Kirche aller ihrer Heiligen, dieser Gedenktag wird immer am 1. November begangen.

Darauf folgt am 2. November Allerseelen, an dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt.

Der 11. November ist der sog. Martinstag, ein Festtag der römisch-katholischen Kirche zu Ehren ihres Heiligen Martin von Tours. Die Kinder feiern mit Martinsumzügen, bei denen sie singend mit Laternen durch die Straßen ziehen.

In den Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen wird der 11. November als Elfter im Elften um 11:11 Uhr als Beginn der Karnevalssession oder -Kampagne gefeiert. Mainz stellt hier eine Ausnahme dar, dort wird am 11.11. die Narrenzahl 11 gefeiert und das närrische Grundgesetz an diesem Tag verlesen.

Im Gegensatz dazu finden in den meisten Orten des schwäbisch-alemannischen Raumes die ersten Fastnachtsveranstaltungen erst am Dreikönigstag (6. Januar) statt. Während der Karneval im 18. Jahrhundert eine neue Form der Fastnacht entwickelte und auch die schwäbisch-alemannische Fastnachtslandschaft darauf einschwenkte, besann sie sich im 20. Jahrhundert auf ihre Traditionen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fastnacht.

Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ oder auch „Schemen“ (Masken), die meist aus Holz, in Ausnahmefällen auch aus Stoff, Papier, Ton, Blech oder Draht (sog. Drahtgaze) bestehen. Die Kostümträger (in schwäbisch-alemannischen Gebieten Narrenhästräger) wechseln ihre Verkleidung (Häs) nicht von Jahr zu Jahr, sondern behalten sie immer bei. In manchen Gegenden ist es sogar üblich, sie über Generationen zu vererben.

Die schwäbisch-alemannische Fastnacht wurde im Dezember 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Sinne des Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Neben dem Martinstag sind der Hubertustag am 3. November und der Leonhardstag (Leonhardsritt) am 6. November zwei weitere Heiligenfeste im November die mit besonderem Brauchtum verbunden sind welches bis heute noch zelebriert wird.

Der Volkstrauertag wird immer zwei Sonntage vor dem 1. Advent begangen und ist der Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten der beiden Weltkriege.

1918 endeten an diesem Tag die Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs mit der Unterzeichnung der Waffenstillstandserklärung. In vielen Ländern wird der 11. November daher in Erinnerung an die Gefallenen als Gedenk- oder Feiertag begangen. In Großbritannien und den Ländern des Commonwealth wird er als Remembrance Day (auch „Armistice Day“ oder „Poppy Day“) bezeichnet, in Frankreich und Belgien nennt man ihn „Jour de l’Armistice“.

Da der 9. November auf eine Reihe von Ereignissen fällt, die in der Geschichte Deutschlands Wendepunkte markierten, wird dieses Datum auch als „Schicksalstag der Deutschen“ bezeichnet. Als gravierend für die zeitgenössische öffentliche Diskussion in der rückwirkenden Betrachtung gelten – beginnend in der jüngeren Vergangenheit – die Jahrestage des Mauerfalls 1989 in Berlin, des Beginns der Novemberpogrome 1938, des Hitlerputsches 1923 in München und 1918 die Ausrufung der Republik in Deutschland als Datum der Novemberrevolution in Berlin.

Diese historischen „Schlaglichter“ bilden in je unterschiedlichem Kontext in der Zusammenschau und der Rezeption im Verhältnis zueinander inhaltlich und ideologisch gegensätzliche und polarisierende Höhepunkte der historisch-politischen Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands, insbesondere derjenigen des 20. Jahrhunderts.

In mahnender Erinnerung an die Novemberpogrome des NS-Regimes gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus – zusätzlich zum offiziellen nationalen Holocaust-Gedenktag 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (1945). Der 27. Januar ist auch der von der Generalversammlung der UNO international proklamierte Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Am Mittwoch zwischen Volkstrauertag und Totensonntag liegt der Buß- und Bettag, ein Feiertag der evangelischen Kirche, an welchem man sich wieder mehr Gott zuwenden soll.

Einen Sonntag vor dem 1. Advent liegt der Totensonntag, an dem die evangelische Kirche der Verstorbenen gedenkt.

Die katholische Kirche feiert an diesem Tag den Christkönigssonntag. Das Motiv des „sozialen Königtums Christi“ war aus der im 19. Jahrhundert stark propagierten Herz-Jesu-Verehrung erwachsen. Der französische Jesuit Henri Ramière gründete 1882 die Gesellschaft von der sozialen Herrschaft Jesu Christi, die 1920 in Bruderschaft des Christkönigs umbenannt wurde.

Mit dem 1. Advent beginnt die Adventszeit und das Warten auf Weihnachten. Seit dem Mittelalter beginnt die Adventsfastenzeit 40 Tage vor Weihnachten an dem darauffolgenden Tag.

Alte deutsche Namen für die lateinische Bezeichnung November sind beispielsweise Wintermonat und Nebelung. In den Niederlanden wurde der Monat auch Schlachtmond oder Schlachtemonat genannt, da zu dieser Zeit das Einschlachten der Schweine üblich war.

Der kälteste November wurde 1858 verzeichnet; er hatte eine Mitteltemperatur von −0,8 Grad. Die kälteste in einem November in Deutschland erreichte Temperatur war −25,9 Grad (am 28. November 1915 über der Zugspitze). Der zweitkälteste Wert wurde am 23. November 1858 über der Sternwarte in Jena registriert (−24,4 Grad).

In Asien und immer mehr Regionen der Welt wird der 11. November als „Tag der Singles“ gefeiert. Auf Grund seiner Beliebtheit ist es in China der inzwischen größte Onlineshopping-Tag der Welt.

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1. November 451: Das Konzil von Chalcedon endet. Es erhebt die Dreifaltigkeit zum Dogma und entscheidet damit den Streit um das Verhältnis zwischen der göttlichen und der menschlichen Natur Jesus Christus gegen die Lehren des Monophysitismus und des Nestorianismus. Daraufhin spalten sich die altorientalischen Kirchen von der byzantinischen Reichskirche ab. Die Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit oder Trinität werden „Vater“ (Gott der Vater, Gott Vater oder Gottvater), „Sohn“ (Jesus Christus, Sohn Gottes oder Gott Sohn) und „Heiliger Geist“ (Geist Gottes) genannt.

1. November 610: Das Pantheon in Rom wird von Papst Bonifatius IV. in eine Kirche umgewandelt und der Königin der Märtyrer geweiht. Die vor den Toren Roms in den Katakomben befindlichen Märtyrergräber werden den anstürmenden germanischen Stämmen preisgegeben. Die Erinnerung an die Weihe des Pantheons wird später zum Allerheiligenfest und bewahrt das antike Baudenkmal vor dem Verfall.

1. November 1007: Das Bistum Bamberg wird von einer heute beginnenden Reichssynode in Frankfurt am Main errichtet.

1. November 1304: Die Allerheiligenflut unterbricht die Landverbindung zwischen der Halbinsel Mönchgut auf Rügen und dem Ruden vor Usedom. Zwei Dörfer gehen in der Ostsee unter, Opferzahlen liegen nicht vor.

1. November 1436: Die Allerheiligenflut richtet schwere Schäden an der Nordseeküste an. Allein im Ort Tetenbüll sterben 180 Menschen.

1. November 1478: Papst Sixtus IV. genehmigt das Errichten der Inquisition im Königreich Kastilien. Seine päpstliche Bulle Exigit sincerae devotionis wird Ausgangsbasis für die spanische Inquisition.

1. November 1501: Amerigo Vespucci segelt in eine Bucht der neuen Welt ein und gibt ihr den Namen Allerheiligenbucht. An ihr entsteht Jahre später die Stadt Salvador da Bahia. Vespucci (* 9. März 1451 in Florenz; † 22. Februar 1512 in Sevilla) war ein Kaufmann, Seefahrer, Navigator und Entdecker. Während seiner Fahrten erforschte er weite Teile der Ostküste Südamerikas. Der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller benannte 1507 den Doppelkontinent Amerika nach ihm.

1. November 1512: In der Sixtinischen Kapelle in Rom werden die Deckenfresken von Michelangelo enthüllt. Michelangelo Buonarroti (vollständiger Name Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni; * 6. März 1475 in Caprese, Toskana; † 18. Februar 1564 in Rom), oft nur Michelangelo genannt, war ein italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister (Architekt) und Dichter. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance und weit darüber hinaus.

1. November 1520: Ein Sturm vor der heutigen Región de Magallanes y de la Antártica Chilena treibt Ferdinand Magellan und zwei seiner Schiffe während seiner Weltumsegelung in eine vermeintliche Bucht, die sich im weiteren Verlauf als Durchfahrt vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean erweisen wird. Magellan gibt diesem Kanal zunächst den Namen Estreito de Todos los Santos. Der Allerheiligenkanal wird später in Magellanstraße umbenannt werden. Magellan (* vor 1485 vermutlich in Vila Nova de Gaia, Königreich Portugal; † 27. April 1521 auf Mactan, Philippinen) war ein portugiesischer Seefahrer. Er sollte im Auftrag der spanischen Krone eine Westroute zu den Gewürzinseln finden und wurde dabei zum Initiator der ersten historisch belegten Weltumsegelung. Diese erbrachte den letzten, praktischen Beweis für die schon allgemein bekannte Kugelgestalt der Erde.

1. November 1555: Der französische Vizeadmiral Nicolas Durand de Villegagnon besetzt mit 600 Soldaten und hugenottischen Siedlern die kleine Insel Sergipe in der Guanabara-Bucht, an der heute Rio de Janeiro liegt. Dort gründet er die nur 12 Jahre bestehende Kolonie France Antarctique. Nicolas Durand de Villegagnon (* 1510 in Provins in Brie; † 9. Januar 1571 in Beauvais-en-Gâtinais) war Vizeadmiral der Bretagne im Dienst der französischen Krone und Gründer einer kurzlebigen Kolonie in Brasilien: das antarktische Frankreich (France Antarctique).

1. November 1570: Eine Sturmflut zu Allerheiligen überschwemmt die Nordseeküste von Flandern bis nach Nordwestdeutschland. Etwa 20.000 Menschen kommen zu Tode.

1. November 1604: In London wird William Shakespeares Tragödie Othello uraufgeführt. Othello, der Mohr von Venedig (frühneuenglisch The Tragœdy of Othello, The Moore of Venice) ist ein Schauspiel von William Shakespeare. Es handelt von dem dunkelhäutigen Feldherren Othello, der aus übertriebener und durch den Intriganten Iago beförderter Eifersucht seine geliebte Ehefrau Desdemona und daraufhin sich selbst tötet. Shakespeares Quelle war eine Erzählung aus der Sammlung Hecatommithi des Italieners Giraldo Cinthio. William Shakespeare (getauft am 26. April 1564 jul. in Stratford-upon-Avon; † 23. April jul. / 3. Mai 1616 greg. ebenda) war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur und sind die am häufigsten aufgeführten und verfilmten.

1. November 1611: Das Theaterstück Der Sturm von William Shakespeare wird in London uraufgeführt. Der Sturm (engl. The Tempest) ist ein Schauspiel von William Shakespeare. Das Werk handelt vom Schicksal Prosperos und seiner Tochter. Dieser wurde als Herzog von Mailand von seinem Bruder vertrieben, ist auf eine Insel geflüchtet, überwindet mittels Magie seine dort gestrandeten Feinde und kehrt, nachdem seine Ehre wiederhergestellt ist, in seine Heimat zurück.

1. November 1745: In der Enzyklika Vix pervenit geißelt Papst Benedikt XIV. das Laster des Darlehenszinsnehmens. Das Zinsverbot begründet er mit den Heiligen Schriften.

1. November 1755: Die portugiesische Hauptstadt Lissabon wird durch ein Erdbeben und einen darauf folgenden Tsunami zu zwei Dritteln zerstört. Dabei kommen etwa 60.000 Menschen allein in Lissabon ums Leben. Der Wiederaufbau Lissabons wird in der Folge von Sebastião José de Carvalho e Mello organisiert.

1. November 1756: Dem Schriftsteller und Abenteurer Giacomo Casanova gelingt in den frühen Morgenstunden die Flucht aus den Bleikammern des Dogenpalastes in Venedig. Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 auf Schloss Dux im Königreich Böhmen) war ein venezianischer Schriftsteller und Abenteurer, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften, vor allem aber durch seinen Ausbruch aus den Bleikammern Venedigs. Das Pseudonym des Sohnes zweier Schauspieler lautete Chevalier de Seingalt.

1. November 1770: Das Berg- und hüttenmännische Lehrinstitut (Vorgänger der Technischen Universität) wird in Berlin gegründet.

1. November 1772: Antoine Laurent de Lavoisier revolutioniert mit seiner Beobachtung, dass Phosphor und Schwefel nach Verbrennung schwerer werden, die wissenschaftliche Phlogistontheorie. Antoine Laurent de Lavoisier (* 26. August 1743 in Paris; † 8. Mai 1794 ebenda) war ein französischer Chemiker und Naturwissenschaftler, Rechtsanwalt, Hauptzollpächter, Ökonom und Leiter der französischen Pulververwaltung. Er führte quantitative Messmethoden in die Chemie ein, erkannte die Rolle des Sauerstoffs bei der Verbrennung sowie beim Oxidationsprozess bei der Atmung und widerlegte damit die damals vorherrschende Phlogistontheorie. Lavoisier schuf viele Grundlagen der modernen Chemie. Er gilt als deren Begründer und als Vater der ersten chemischen Revolution. Trotz seines hohen wissenschaftlichen Ansehens und seines Engagements für Reformen wurde er wegen seiner Rolle im Ancien Régime ein Opfer der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution.

1. November 1781: Mit dem Untertanenpatent von Joseph II. wird die Leibeigenschaft in den habsburgischen Ländern aufgehoben. Joseph II. (* 13. März 1741 in Schloss Schönbrunn; † 20. Februar 1790 in Wien) war von 1765 bis 1790 als erster Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

1. November 1794: Heinrich Anton Christoph Seeliger eröffnet in Wolfenbüttel ein Handelsgeschäft, aus dem in den 1880er Jahren das Bankhaus C. L. Seeliger hervorgeht.

1. November 1809: Andreas Hofer unterliegt mit 8.500 Tirolern in der Vierten Schlacht am Bergisel gegen 20.000 mit den Franzosen verbündete Bayern. Hofer (* 22. November 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier, Grafschaft Tirol; † 20. Februar 1810 in Mantua, Königreich Italien) war Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809 und gilt als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat. Als Wirt im Gasthaus „Am Sand“ war Hofer auch als der Sandwirt bekannt und darüber hinaus auch als Pferde- und Weinhändler tätig. Insbesondere von der deutschsprachigen Bevölkerung in Tirol wird Hofer oft mit zahlreichen Denkmälern als Volksheld und auf verklärende Weise auch als Nationalheld geehrt.

1. November 1844: Die Brennerstraße zwischen Innsbruck und Schönberg im Stubaital wird nach achtjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben.

1. November 1849: Das Königreich Bayern gibt mit dem Schwarzen Einser die erste Briefmarke des Königreichs Bayern und die erste in Deutschland herausgegebene Briefmarke. Nachdem in England bereits 1840 Briefmarken eingeführt waren, kam in Bayern der erste Vorschlag im Februar 1845 für Briefmarken vom Oberpostamt München. Noch bevor die Entscheidung auf das Ziffernmotiv fiel, war außerdem ein Laubblatt-Essay in der Diskussion.

1. November 1854: Nach einer Ausstellungsdauer von über einem Jahr schließt die Exhibition of the Industry of All Nations in New York City mit einem Verlust von 300.000 Dollar ihre Pforten.

1. November 1857: Das Kulturmagazin The Atlantic Monthly erscheint erstmals. Sie kommentierte ursprünglich vor allem literarische und kulturelle Themen und enthält heute auch Artikel und Kommentare zur Politik und Außenpolitik sowie Rezensionen.

1. November 1860: Das von Karl Treumann nach Plänen des Architekten Ferdinand Fellner erbaute Theater am Franz-Josefs-Kai in Wien wird eröffnet.

1. November 1863: In Wien wird die Anglo-Österreichische Bank als eine der ersten sogenannten Foreign Banks gegründet.

1. November 1870: Papst Pius IX. protestiert in der Enzyklika Respicientes gegen die Einnahme Roms durch italienische Truppen und verhängt über Urheber und Teilnehmer die sofortige Exkommunikation.

1. November 1874: Auf dem Wiener Zentralfriedhof finden erstmals Bestattungen statt. Der Wiener Zentralfriedhof wurde 1874 eröffnet und zählt mit einer Fläche von fast zweieinhalb Quadratkilometern und rund 330.000 Grabstellen mit rund drei Millionen Verstorbenen zu den größten Friedhofsanlagen Europas. Er wurde im Laufe seiner Geschichte insgesamt siebenmal erweitert, zuletzt 1921. Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung galt er als größter Europas.

1. November 1876: Der Freundschaftsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Tonga wird unterzeichnet (1977 erneuert).

1. November 1876: Der Nordseekanal in den Niederlanden wird von König Wilhelm III. feierlich eröffnet.

1. November 1885: In seiner Enzyklika Immortale Dei fasst Papst Leo XIII. die Lehre vom „Wahren Staat“ komprimiert zusammen. Darin verdammt er die Religionsfreiheit und nennt die Kirche als Societas perfecta.

1. November 1895: In Berlin im Varieté Wintergarten findet durch die Gebrüder Max und Emil Skladanowsky erstmals auf der Welt eine kinematographische Vorführung statt. Der Wintergarten war ein Varietétheater südlich des Bahnhofs Friedrichstraße in Berlin-Mitte, das nach Vorbild der Wiener Theater um 1887 entstand. Die Spielstätte, der Wintergarten des Central-Hotels, fungierte gleichzeitig als Namensgeber. Trotz anfänglich bescheidener Varietéveranstaltungen entwickelte sich das Theater zu einer Bühne mit Weltruf. Im Jahr 1895 wurde es weltweit das erste kommerzielle Filmtheater mit den Bioskop-Vorführungen der Brüder Skladanowsky. Die Entwicklung als Varietétheater und als Bühne für zahlreiche andere Veranstaltungen endete jedoch nach einem Bombenangriff im Jahr 1944.

1. November 1897: In China werden zwei deutsche Missionare der Steyler Mission ermordet. Das führt zwei Wochen später zur Besetzung der Kiautschou-Bucht durch das Deutsche Reich.

1. November 1902: Italien und Frankreich einigen sich in einem Geheimvertrag über die Abgrenzung ihrer Interessensphären in Nordafrika (Libyen, Tunesien).

1. November 1914: Das deutsche Ostasiengeschwader siegt während des Ersten Weltkriegs im Seegefecht bei Coronel über ein britisches Geschwader.

1. November 1916: Im deutschen Heer wird die Judenzählung angeordnet. Sie war eine staatlich angeordnete statistische Erhebung zum Anteil der Juden an allen Soldaten des deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg. Sie sollte auch die Zahlen der kriegstauglichen, an der Front dienenden, verlegten, unabkömmlich gemeldeten, zurückgestellten und gefallenen jüdischen Wehrpflichtigen ermitteln.

1. November 1920: In der Tschechoslowakei wird das Frauenwahlrecht eingeführt.

1. November 1922: Die türkische Nationalversammlung hebt das Sultanat auf. Das Herrschaftsgebiet eines Sultans wird als Sultanat bezeichnet.

1. November 1925: Bernhard Ernst kommentiert die erste Liveübertragung eines Fußballspiels im deutschen Hörfunk. Auf dem Platz spielen Preußen Münster und Arminia Bielefeld.

1. November 1929: Eberhard Koebel gründet die Deutsche Autonome Jungenschaft vom 1. November 1929 (dj. 1.11). Eberhard Koebel (vor 1934 Köbel), in der Jugendbewegung unter seinem Fahrtennamen tusk („der Deutsche“) bekannt (* 22. Juni 1907 in Stuttgart; † 31. August 1955 in Berlin), war ein deutscher Autor und Gründer der Deutschen Jungenschaft. Er dichtete mehrere Fahrtenlieder, unter anderem Über meiner Heimat Frühling. Er entwickelte die Kohte und die Jungenschaftsjacke. Durch seinen Einfluss setzte sich die Jungenschaft intensiv mit asiatischer Philosophie (Zen-Buddhismus) auseinander, was in der Publikation Die Heldenfibel und den monatlich erscheinenden Heften Die Kiefer deutlich wurde. Durch diese Ideen wurden nach 1933 Jungenschaftsgruppen in der Illegalität angeregt.

1. November 1936: In einer Rede spricht der italienische Diktator Benito Mussolini erstmals von der „Achse Berlin-Rom“. Daraus entwickelt sich im Zweiten Weltkrieg der Begriff Achsenmächte. Benito Amilcare Andrea Mussolini (* 29. Juli 1883 in Dovia di Predappio, Provinz Forlì; † 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra, Provinz Como) war ein italienischer Politiker. Er war von 1922 bis 1943 Ministerpräsident des Königreiches Italien. Als Duce del Fascismo („Führer des Faschismus“) und Capo del Governo („Chef der Regierung“) stand er ab 1925 als Diktator an der Spitze des faschistischen Regimes in Italien.

1. November 1937: In Genf beginnt eine Konferenz, die sich – unter Beteiligung von 35 Staaten – gegen den internationalen Terrorismus richtet.

1. November 1943: Die zweitägige Seeschlacht bei der Kaiserin-Augusta-Bucht nahe Bougainville zwischen Kriegsschiffen der USA und Japans beginnt. Sie ist Teil der Schlacht um die Nördlichen Salomonen im Pazifikkrieg.

1. November 1946: Das Land Hannover wird durch die Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung gegründet.

1. November 1949: Die erste Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheint.

1. November 1950: Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel wird von Papst Pius XII. als Dogma der römisch-katholischen Kirche verkündet.

1. November 1952: US-amerikanische Kernphysiker zünden auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifischen Ozean die erste Wasserstoffbombe. Der Test unter dem Codenamen Ivy Mike führt nebenbei zur Entdeckung der chemischen Elemente Fermium und Einsteinium.

1. November 1954: Die algerische Nationale Befreiungsfront (FLN) beginnt den Algerienkrieg. Er war ein bewaffneter Konflikt um die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich in den Jahren 1954 bis 1962. Er wurde planvoll von der marxistisch-nationalistischen FLN begonnen, die dafür zu Mitteln des Terrorismus griff. Dem französischen Militär gelang es – anders als im vorhergegangenen Indochinakrieg –, militärisch die Oberhand zu behalten. Kriegsverluste und Menschenrechtsverletzungen inklusive Folter durch französische Truppen machten die Auseinandersetzung in Frankreich jedoch sehr unpopulär. Charles de Gaulle wurde wieder mit der Regierung betraut, man verhandelte mit den algerischen Anführern, was zur Unabhängigkeit Algeriens führte. In der Folge kam es in Frankreich zum erfolglosen Putschversuch hoher Militärs und zur Bildung der Terrororganisation OAS.

1. November 1956: Ungarn erklärt seine Neutralität und den Austritt aus dem Warschauer Pakt. Daraufhin beginnen sowjetische Truppen mit der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstandes. Die Revolution begann am 23. Oktober 1956 mit einer friedlichen Großdemonstration der Studenten der Universitäten in Budapest, die demokratische Veränderungen forderten. Die Regierung ließ am Abend in die schnell wachsende Menge schießen, woraufhin der bewaffnete Kampf ausbrach. Binnen weniger Tage wurde die Einparteidiktatur durch eine Regierung unter der Leitung von Imre Nagy abgelöst, in der auch die Bauernpartei und die Kleinlandwirtepartei Ministerien erhielten. Diese Regierung bildete sich innerhalb von acht Tagen noch zweimal um und beteiligte auch noch die sozialdemokratische Partei. Ungarn trat aus dem Warschauer Pakt aus, erklärte seine Neutralität und rief die Sowjetarmee zum Verlassen des Landes auf.

1. November 1957: Die über acht Kilometer lange Mackinac Bridge im US-Bundesstaat Michigan wird eingeweiht.

1. November 1961: In Deutschland wird mit vierstelligen Postleitzahlen das weltweit erste vollständige Postleitzahlensystem eingeführt.

1. November 1962: Die beiden sowjetischen Luftwaffenoffiziere Jewgeni Andrejew und Pjotr Dolgow springen aus einem Stratosphärenballon mit dem Fallschirm ab. Andrejew stellt einen Freifall-Streckenrekord auf, der erst von Felix Baumgartner am 14. Oktober 2012 gebrochen wird, Dolgow kommt durch einen Defekt im Druckanzug ums Leben.

1. November 1963: Das Arecibo-Observatorium auf Puerto Rico wird eingeweiht. Das zweitgrößte Radioteleskop dient auch der Suche nach außerirdischer Intelligenz.

1. November 1970: Mit „Christoph 1“ wird der erste Rettungshubschrauber Deutschlands in Dienst gestellt.

1. November 1973: Der jahrzehntelang erfolgreiche Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel hat in der ČSSR Premiere. Der als Kultfilm geltende Streifen ist seit langem fester Bestandteil im Weihnachtsprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender. Im November 2021 erschien eine norwegische Neuverfilmung von Cecilie Mosli. Die Titelrolle hat die Popsängerin Astrid Smeplass inne. Die originalen Spielstätten in Moritzburg gelten, auch im Sommer, als Touristenziel. Die Treppe, auf der Aschenbrödel ihren Schuh verlor, gilt als beliebter Ort für Heiratsanträge.

1. November 1975: In der Nacht zum 2. November brechen im Kölner Dom drei Einbrecher mittels Bergsteigerausrüstung in die alte Domschatzkammer im nördlichen Querhaus ein und stehlen wertvolle Monstranzen und Kreuze. Die Täter können später mit Hilfe der Kölner Unterwelt gefasst und zu höheren Freiheitsstrafen verurteilt werden. Einen Teil der Beute haben sie einschmelzen lassen.

1. November 1981: Antigua und Barbuda erhält seine endgültige Unabhängigkeit von Großbritannien.

1. November 1986: In Afghanistan verliert Babrak Karmal auch das Amt des Präsidenten des Revolutionsrates und damit seine Funktion als Staatsoberhaupt. Babrak Karmal (* 6. Januar 1929 in Kamari, einem Dorf östlich von Kabul; † 1. Dezember 1996 in Moskau) war ein afghanischer Politiker, der nach der sowjetischen Besetzung Afghanistans von der sowjetischen Besatzungsmacht als Staatsoberhaupt eingesetzt wurde und zwischen 1979 und 1986 dritter Präsident der Demokratischen Republik Afghanistan war.

1. November 1986: Nach einem Großbrand beim Chemiekonzern Sandoz in Schweizerhalle bei Basel verseucht verunreinigtes Löschwasser den Rhein und vernichtet dort einen Großteil des tierischen und pflanzlichen Lebens.

1. November 1993: Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Maastricht wird die Europäische Union basierend auf „drei Säulen“ gegründet.

1. November 1996: Nach dem Gesetz über Europäische Betriebsräte können nunmehr in EU-weit tätigen Unternehmen mit mindestens tausend Beschäftigten länderübergreifend Arbeitnehmervertretungen gebildet werden.

1. November 1996: Der neue arabische Nachrichtensender Al Jazeera beginnt mit den Sendungen aus Doha in Katar über Satellit. Al Jazeera, im deutschsprachigen Raum zuweilen auch Al Dschasira (übersetzt „Die Insel“ oder „Die Arabische Halbinsel“), ist ein arabischer Nachrichtensender mit Sitz in Doha, Katar, der am 1. November 1996 den Sendebetrieb aufnahm. 2006 ging der Schwestersender in englischer Sprache, Al Jazeera English, auf Sendung.

1. November 1998: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wird als ständig tagendes Gericht in Straßburg eingerichtet.

1. November 1999: Ein 16-jähriger tötet bei einem Amoklauf in Bad Reichenhall vier Menschen.

1. November 2005: Der Kontakt zum europäischen Mikrosatelliten SSETI Express geht nach vier Tagen im All verloren.

1. November 2006: In Wien wird der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) gegründet.

1. November 2017: Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon tritt wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung einer Journalistin zurück. Sir Michael Cathel Fallon MP, KCB (* 14. Mai 1952 in Perth, Schottland) ist ein britischer Politiker der Conservative Party. Er war von Juli 2014 bis November 2017 Verteidigungsminister des Vereinigten Königreiches. Im Oktober 2017 wurden Berichte über sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch durch britische Politiker veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wurde Fallon vorgeworfen, 2002 die Journalistin Julia Hartley-Brewer am Rande eines Parteitages belästigt zu haben, indem er wiederholt seine Hand auf ihr Knie gelegt habe. Fallon bestätigte den Vorwurf und erklärte, sich direkt nach dem Vorfall bei Hartley-Brewer entschuldigt zu haben. Dessen ungeachtet reichte er am 1. November 2017 seinen Rücktritt als Verteidigungsminister ein. Er habe nicht die hohen Standards erfüllt, die sonst an die Streitkräfte angelegt werden. Die betroffene Journalistin äußerte sich erstaunt bis belustigt und veröffentlichte ein Foto ihres Knies mit der Unterschrift, das es „immer noch intakt“ sei. Sie finde es „bizarr“, dass sie wegen dieses Vorfalls vor 15 Jahren plötzlich auf den Titelseiten der Zeitungen lande. Sie bestritt, dass es ein sexueller Missbrauch oder ein Machtmissbrauch gewesen sei, nannte die ganze Aufregung eine „Hexenjagd in Westminster“ und äußerte die Vermutung, Fallon sei in Wirklichkeit aus anderen Gründen zurückgetreten. Zwei Tage später wurde bekannt, dass sich Fallons Kabinettskollegin Andrea Leadsom kurz vor seinem Rücktritt bei Premierministerin May über ihn beschwert hatte, nachdem er Leadsom gegenüber anzügliche Bemerkungen gemacht hatte.

https://de.wikipedia.org/wiki/1. November

2. November 1502: Christoph Kolumbus erreicht bei seiner vierten Reise eine Bucht im heutigen Panama, der er Qualitäten als „schöner Hafen“ attestiert. Dort entsteht später die Stadt Portobelo. Christoph Kolumbus (* um 1451 in der Republik Genua; † 20. Mai 1506 in Valladolid, Königreich Kastilien) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika wiederentdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte.

2. November 1570: Nach dem Hereinbrechen der Allerheiligenflut in den Niederlanden am Vortag setzt sich das Desaster fort. Bei einem Orkan an der Nordseeküste brechen die Deiche von Holland bis Jütland. In den Wassermassen sollen mehr als 20.000 Küstenbewohner ums Leben gekommen sein.

2. November 1772: Mit einer Auflage von 350 Exemplaren startet die konservative Tageszeitung Morning Post in London.

2. November 1782: Kaiser Joseph II. erlässt im Rahmen des Josephinismus das Toleranzpatent für die Juden, das ihnen bessere wirtschaftliche Betätigung eröffnet und Beschränkungen in der Religionsausübung aufhebt. Joseph II. (* 13. März 1741 in Schloss Schönbrunn; † 20. Februar 1790 in Wien) war von 1765 bis 1790 als erster Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

2. November 1789: Der Kirchenbesitz in Frankreich wird im Zuge der Französischen Revolution von der Nationalversammlung säkularisiert.

2. November 1810: Im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen wird die Gewerbefreiheit im Königreich Preußen eingeführt.

2. November 1856: Der französische Passagierdampfer Lyonnais kollidiert bei Nantucket mit einer Bark und sinkt am darauf folgenden Tag. 130 der 146 Menschen an Bord sterben.

2. November 1879: Die peruanische Stadt Pisagua, ein Hauptausfuhrhafen für Salpeter, wird im Salpeterkrieg von den Truppen Chiles erobert.

2. November 1886: Das Kaiserliche Patentamt in Deutschland erteilt Carl Benz für das von ihm gebaute Automobil das Patent. Carl Friedrich Benz (* 25. November 1844 in Mühlburg als Karl Friedrich Michael Vaillant; † 4. April 1929 in Ladenburg) war ein deutscher Ingenieur und Automobilpionier. Sein Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1885 gilt als erstes praxistaugliches Automobil. Am 29. Januar 1886 meldete er seinen Motorwagen zum Patent an. Aus seinem 1883 gegründeten Maschinenbau- und Automobilunternehmen Benz & Cie. entstand 1926 durch Fusion mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft die Daimler-Benz AG (heute Mercedes-Benz Group AG).

2. November 1896: Die britische General Accident Co. in London bietet ihren Mitgliedern für zwei Pfund Beitrag die erste Kraftwagenversicherung der Welt an.

2. November 1897: Der letzte Abschnitt der schottischen Kyle of Lochalsh Line zwischen Inverness und Kyle of Lochalsh wird für den öffentlichen Bahnverkehr eröffnet.

2. November 1898: Bei einem Endspiel der American-Football-Teams der University of Minnesota und der Northwestern University wird das Cheerleading geboren. Cheerleading (von englisch cheer ‚Beifall‘ und to lead ‚(an)führen‘, also sinngemäß „den Beifall anführen“) ist eine Sportart, die aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes sowie aus Anfeuerungsrufen besteht. Betreiber dieser Sportart werden als Cheerleader bezeichnet. Heute wird Cheerleading überwiegend als selbstständiger Wettkampfsport betrieben.

2. November 1903: Am New Yorker Broadway öffnet das Lyceum-Theater, das als erstes Gebäude eine komplette elektrische Beleuchtung aufweist und bis in die Gegenwart ständig bespielt wird.

2. November 1907: Die Uraufführung der Operette Die Dollarprinzessin von Leo Fall findet am Carltheater in Wien statt. Das Libretto der zur „silbernen Operettenära“ zählenden Stückes stammt vom Autorengespann Alfred Maria Willner und Fritz Grünbaum. Leo Fall (* 2. Februar 1873 in Olmütz, Österreich-Ungarn; † 16. September 1925 in Wien) war ein österreichischer Komponist und Kapellmeister und einer der bedeutendsten Vertreter der Silbernen Operettenära.

2. November 1914: Nach der Versenkung mehrerer britischer Kreuzer erklärt Großbritannien die Nordsee zum Sperrgebiet.

2. November 1917: In der Balfour-Deklaration sagt der britische Außenminister Lord Balfour dem Vertreter der zionistischen Bewegung, Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild, Land in Palästina zur Gründung einer zionistischen nationalen Heimstätte zu. Arthur James Balfour, 1. Earl of Balfour (* 25. Juli 1848 in Whittingehame, East Lothian, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland; † 19. März 1930 im Fisher’s Hill House, Hook Heath, Woking, Surrey, Großbritannien) war ein britischer Politiker und Premierminister. Als Abkömmling einer bedeutenden politischen Dynastie – den Cecils – geboren, war Balfours frühe Lebensphase vorgegeben.

2. November 1918: In Bayern beschließen Landtag und Staatsregierung mit Zustimmung König Ludwigs III. eine weitreichende Wahlrechts- und Verfassungsreform hin zur parlamentarischen Monarchie mit allgemeinem (Frauen-)Wahlrecht und weitgehend nur noch repräsentativen Aufgaben des Königs. Diese von allen Verfassungsorganen legitimierte Demokratisierung unter Beibehaltung der Monarchie wird jedoch durch Kurt Eisners Umsturz verhindert. Ludwig III., König von Bayern (* 7. Januar 1845 in München; † 18. Oktober 1921 auf Schloss Nádasdy in Sárvár, Ungarn), war ab 1912 Prinzregent und von 1913 bis 1918 der letzte König von Bayern.

2. November 1919: In Bautzen wird die Lausitzer Volkspartei als politische Interessenvertretung des sorbischen Volkes gegründet.

2. November 1920: In Philadelphia (Pennsylvania) startet das erste regelmäßige private Radioprogramm der Welt. Der kommerzielle Sender KDKA präsentiert Nachrichten, Musik und Unterhaltung.

2. November 1924: Als ein Standardinstrument der politischen Meinungsbildung geht in Berlin der Sozialdemokratische Pressedienst an den Start.

2. November 1929: Die Pilotinnen-Vereinigung Ninety Nines wird in den Vereinigten Staaten gegründet.

2. November 1930: Haile Selassie wird zum Negus Negeste (König der Könige = Kaiser) von Äthiopien gekrönt. Haile Selassie I. (* 23. Juli 1892 als Tafari Makonnen in Edjersso, Äthiopien; † 27. August 1975 in Addis Abeba, Äthiopien) war zunächst Regent (1916–1930) und danach der letzte Kaiser von Abessinien (1930–1936 und 1941–1974). Von der Glaubensrichtung der Rastafari wird Haile Selassie aufgrund der Prophezeiung Marcus Garveys bezüglich der Krönung eines schwarzen Königs in Afrika, der die Befreiung der Schwarzen bringen würde, als der wiedergekehrte Messias verehrt.

2. November 1931: Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth wird unter der Regie von Heinz Hilpert am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt. Mitwirkende sind unter anderem Carola Neher, Peter Lorre, Hans Moser, Paul Hörbiger und Paul Dahlke. Trotz massiver Kritik aus konservativen und rechtsradikalen Kreisen ist dem Stück ein großer Erfolg beschieden. Edmund (Ödön) Josef von Horváth (* 9. Dezember 1901 in Sušak, Österreich-Ungarn; † 1. Juni 1938 in Paris) war ein auf Deutsch schreibender Schriftsteller ungarischer Staatsbürgerschaft: „Meine Muttersprache ist die deutsche.“ Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube Liebe Hoffnung und Kasimir und Karoline sowie durch seine zeitkritischen Romane Der ewige Spießer, Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit. Heinz Hilpert (* 1. März 1890 in Berlin als Heinrich Otto Gustav Hilpert; † 25. November 1967 in Göttingen) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur und Intendant. Er gilt als einer der großen Theaterregisseure der 1920er und 1930er Jahre.

2. November 1935: Die Uraufführung der komischen Oper Ero der Schelm (Ero s onoga svijeta) von Jakov Gotovac findet mit dem Komponisten am Dirigentenpult am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb statt. Das Libretto stammt von Milan Begović basierend auf einem Stück von Hans Sachs. Das Singspiel wird zum größten Erfolg des Komponisten. Jakov Gotovac (* 11. Oktober 1895 in Split, Österreich-Ungarn; † 16. Oktober 1982 in Zagreb, SFR Jugoslawien) war ein kroatischer Komponist und Dirigent. Hans Sachs (* 5. November 1494 in Nürnberg; † 19. Januar 1576 ebenda) war ein deutscher Schuhmacher, Spruchdichter, Meistersinger und Dramatiker.

2. November 1936: Mit dem BBC Television Service nimmt der erste regelmäßige, hochauflösende Fernsehsender den Betrieb auf.

2. November 1942: Bei der Versenkung des niederländischen Passagier- und Frachtschiffs Zaandam der Holland-America Line durch das deutsche U-Boot U 174 sterben 134 der 299 an Bord befindlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder.

2. November 1945: Im in Kraft getretenen Kontrollratsgesetz Nr. 4 stellen die Alliierten das deutsche Gerichtswesen wieder auf die vor der NS-Zeit üblichen Gliederung in Amts-, Land- und Oberlandesgerichte um. NSDAP-Mitglieder sind als Richter oder Staatsanwalt ausgeschlossen.

2. November 1947: Howard Hughes fliegt vor Journalisten aus aller Welt die von ihm konstruierte Hercules. Es bleibt der einzige Flug dieses gigantischen Flugbootes. Howard Robard Hughes, Jr. (* 24. Dezember 1905 in Humble oder Houston, beides Texas; † 5. April 1976 in einem Flugzeug über Texas) war ein US-amerikanischer Unternehmer, Filmproduzent, Regisseur und Luftfahrtpionier. Als Filmproduzent drehte er 1930 mit Höllenflieger den damals teuersten Film der Welt und brachte kontroverse Stoffe wie Scarface (1932) ins Kino.

2. November 1950: Im Koreakrieg kommt es in der Nacht vom 1. zum 2. November erstmals zu Kampfhandlungen zwischen US-Truppen und regulären Einheiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee nahe dem Grenzfluss Yalu.

2. November 1956: Sueskrise: Die UN-Generalversammlung nimmt eine Resolution an, die Großbritannien, Frankreich und Israel zum sofortigen Truppenrückzug aus Ägypten auffordert.

2. November 1959: Nach einer vorangegangenen Gesichtsverletzung durch einen Puck tritt Jacques Plante als erster Eishockey-Torhüter der Welt mit einer Schutzmaske aus Kunststoff zu einem Spiel an. Joseph Jacques Omer Plante (* 17. Januar 1929 in Notre-Dame-du-Mont-Carmel, Québec; † 27. Februar 1986 in Sierre, Schweiz) war ein kanadischer Eishockeytorwart, der von 1953 bis 1974 für die Canadiens de Montréal, New York Rangers, St. Louis Blues, Toronto Maple Leafs und Boston Bruins in der National Hockey League sowie die Edmonton Oilers in der World Hockey Association spielte.

2. November 1960: Der Verlag Penguin Books wird in Großbritannien von der Anklage freigesprochen, mit D. H. Lawrence’ Roman Lady Chatterley’s Lover Obszönitäten veröffentlicht zu haben. Lady Chatterley’s Lover (Lady Chatterleys Liebhaber, häufig einfach verkürzt zu Lady Chatterley) ist der Titel eines Romans von D. H. Lawrence aus dem Jahre 1928. Der Ehebruch- und Liebesroman gilt als eines der ersten seriösen Werke der Weltliteratur, in denen menschliche Sexualität detailliert und ausdrücklich dargestellt wird. Die dritte und letzte Romanfassung aus dem Jahr 1928 ist die bekannteste. Sie wurde insbesondere 1960 nach Klageerhebung in einem in den Medien vielbeachteten „Obszönitätsprozess“ in Großbritannien weithin bekannt. Damit wurde ein Publikationsverbot des angeblich aufrührerischen, skandalösen, vulgären und pornographischen Buches zu erreichen versucht.

2. November 1961: Das Stück Andorra von Max Frisch hat am Schauspielhaus Zürich seine Uraufführung. Max Rudolf Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie Biedermann und die Brandstifter oder Andorra sowie mit seinen drei großen Romanen Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und kleinere Prosatexte sowie zwei literarische Tagebücher über die Zeiträume 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971.

2. November 1964: Eine Passierscheinregelung ermöglicht Rentnern aus der DDR den Besuch von Verwandten in Westdeutschland.

2. November 1975: Der offenbar mehrfach von einem Auto überfahrene Filmregisseur Pier Paolo Pasolini wird in der Nähe des Strandes von Ostia aufgefunden. Der Mord konnte bis heute trotz eines Geständnisses von Pino Pelosi nicht vollständig aufgeklärt werden. Er wurde in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ermordet. Abends war er mit einem Freund zum Essen verabredet, seine Leiche wurde am Strand von Ostia, nicht weit von Rom entfernt, gefunden. Die kriminalistischen Untersuchungen ergaben, dass Pasolini mehrfach mit seinem eigenen Wagen überfahren wurde, einem Alfa Romeo 2000 GT Veloce, mit dem er in der Nacht verschwunden war. Der arte-Dokumentation Die Akte Pasolini (2013) zufolge wurden allerdings keine Reifenspuren an der Leiche festgestellt. Vielmehr wiesen die Verletzungen auf einen stumpfen Metallgegenstand als Waffe hin. Viele Tatortspuren wurden durch unsachgemäße Ermittlungsarbeit vernichtet. 1979 wurde der zum Zeitpunkt des Mordes siebzehnjährige Stricher Pino Pelosi wegen dieses Mordes zu neun Jahren und sieben Monaten verurteilt. Er gestand die Tat und verbüßte seine Strafe bis 1982. Pasolini wurde im Friaul, auf dem Friedhof von Casarsa della Delizia, beigesetzt. Pier Paolo Pasolini (* 5. März 1922 in Bologna; † 2. November 1975 in Ostia) war ein italienischer Filmregisseur, Dichter und Publizist.

2. November 1979: Das später von Miloš Forman verfilmte Theaterstück Amadeus von Peter Shaffer wird in London uraufgeführt. Sir Peter Levin Shaffer (* 15. Mai 1926 in Liverpool, England; † 6. Juni 2016 im County Cork, Irland) war ein britischer Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Miloš Forman (bürgerlich Jan Tomáš Forman; * 18. Februar 1932 in Čáslav, Tschechoslowakei; † 13. April 2018 in Danbury, Connecticut) war ein tschechoslowakisch-US-amerikanischer Filmregisseur. In den 1960er Jahren erreichte er als Teil der Tschechoslowakischen Neuen Welle erstmals internationale Aufmerksamkeit. Nach Auseinandersetzungen mit dem kommunistischen Regime musste Forman in die Vereinigten Staaten emigrieren. Dort wurde er für seine Arbeit an den Filmen Einer flog über das Kuckucksnest und Amadeus mit zwei Oscars ausgezeichnet.

2. November 1979: Der französische Gewaltverbrecher Jacques Mesrine wird von der französischen Polizei nach langer Flucht auf offener Straße mit 19 Schüssen getötet. Jacques René Mesrine (* 28. Dezember 1936 in Clichy; † 2. November 1979 in Paris) war ein französischer Gewaltverbrecher. Aufgrund der Morde und seiner Gewalttätigkeit war Mesrine bis zu seinem Tod in Frankreich Staatsfeind Nummer 1 („ennemi public n° 1“). In der Öffentlichkeit war er aufgrund seiner Fähigkeit, mittels Verkleidung unerkannt zu bleiben, auch als „Mann mit den tausend Masken“ bekannt und wurde als moderner Robin Hood stilisiert. 1980 dient Mesrine als Vorbild für die Figur Morzini im Spielfilm Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst mit Gérard Depardieu.

2. November 1981: Am Flughafen Frankfurt Main beginnen unter heftigen Protesten die Bauarbeiten für die Startbahn West.

2. November 1981: Die Rockband Queen veröffentlicht ihre Greatest Hits. Diese Compilation wird ihr erfolgreichstes Album und verbleibt über zehn Jahre in den Charts. Sie ist eine 1970 gegründete britische Rockband. Ihre Besetzung mit Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon blieb zwei Jahrzehnte lang unverändert. Die Musik der Gruppe ist durch große stilistische Vielfalt gekennzeichnet, und alle Bandmitglieder waren wesentlich am Songwriting beteiligt. Zu Queens bekanntesten Songs zählen das von Freddie Mercury komponierte We Are the Champions, Brian Mays We Will Rock You, John Deacons Another One Bites the Dust und Roger Taylors Radio Ga Ga. Die Mercury-Komposition Bohemian Rhapsody belegte sowohl 1975 als auch 1991 viele Wochen lang die Spitze der britischen Singlecharts. Für diesen Titel, der Ballade und operettenhaft überzeichnete Gesangskapriolen sowie Hardrock in einem Song vereint, produzierte die Band eines der frühesten und stilprägenden Musikvideos.

2. November 1982: Der Prozess gegen die Gastwirtin Marianne Bachmeier beginnt, die am 6. März 1981 den Mörder ihrer Tochter Anna im Gerichtssaal erschossen hat. Bachmeier (* 3. Juni 1950 in Sarstedt; † 17. September 1996 in Lübeck) erschoss im Jahr 1981 in einem Saal des Landgerichtes Lübeck den wegen Mordes an ihrer Tochter angeklagten Klaus Grabowski. Sie wurde wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.

2. November 1983: In einem Referendum stimmen die ausschließlich weißen Wähler Südafrikas für eine Verfassungsreform, die sogenannte Reformapartheid, und eröffnen damit den Weg zu einem Dreikammerparlament ohne Beteiligung der schwarzen Mehrheitsbevölkerung.

2. November 1987: Anlässlich einer sog. Begehung (Demonstration) der Startbahn West am Flughafen Frankfurt Main zum Jahrestag der Räumung des Hüttendorfs werden zwei Polizeibeamte mit einer zuvor geraubten Polizeidienstwaffe erschossen.

2. November 1988: Der Informatiker Robert Tappan Morris setzt den ersten Computerwurm für das Internet, den „Morris Worm“, frei.

2. November 1992: Das Großraumflugzeug Airbus A330 startet zu seinem Erstflug.

2. November 1992: Galileo Galilei wird von der römisch-katholischen Kirche formell rehabilitiert. Galilei (* 15. Februar 1564 in Pisa; † 29. Dezember 1641 jul. / 8. Januar 1642 greg. in Arcetri bei Florenz) war ein italienischer Universalgelehrter. Er war Philosoph, Physiker, Mathematiker, Ingenieur, Astronom und Kosmologe. Viele seiner Entdeckungen – vor allem in der Mechanik und der Astronomie – gelten als bahnbrechend. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Berühmt wurde er auch dadurch, dass die katholische Kirche ihn verurteilte, weil einige seiner Theorien der damaligen Weltsicht widersprachen.

2. November 2000: Die drei Mitglieder der ISS-Expedition 1, William McMichael Shepherd, Sergei Konstantinowitsch Krikaljow und Juri Pawlowitsch Gidsenko, treffen als erste Langzeitbesatzung auf der Internationalen Raumstation ein.

2. November 2004: In Amsterdam wird der Filmregisseur Theo van Gogh auf offener Straße von einem islamischen Fundamentalisten ermordet. Theodoor „Theo“ van Gogh (* 23. Juli 1957 in Den Haag; † 2. November 2004 in Amsterdam) war ein niederländischer Filmregisseur, Publizist und Satiriker. Er wurde vom islamischen Fundamentalisten Mohammed Bouyeri ermordet. Der Regisseur war ein Urenkel von Theo van Gogh, dem Bruder Vincent van Goghs.

2. November 2006: Durch einen Navigationsfehler bricht der Funkkontakt zur NASA-Raumsonde Mars Global Surveyor endgültig ab.

2. November 2008: Die NASA-Raumsonde Phoenix sendet zum letzten Mal Telemetrie-Daten zur Erde, danach bricht der Funkkontakt ab.

2. November 2010: Oberstaufen ist der erste deutsche Ort, der im unter Datenschutzaspekten umstrittenen Zusatzdienst Google Street View straßenweise im Internet betrachtet werden kann.

2. November 2020: Am Vorabend des zweiten landesweiten Lockdowns ereignete sich ein Terroranschlag in der Wiener Innenstadt.

https://de.wikipedia.org/wiki/2. November

3. November 1493: Christoph Kolumbus entdeckt auf seiner zweiten Reise eine Karibikinsel, die er nach dem Tag ihrer Entdeckung Dominica nennt. Am gleichen Tag entdeckt Kolumbus auch die Insel La Désirade (Die Ersehnte). Christoph Kolumbus (italienisch Cristoforo Colombo, spanisch Cristóbal Colón, portugiesisch Cristóvão Colombo, latinisiert Christophorus Columbus; * um 1451 in der Republik Genua; † 20. Mai 1506 in Valladolid, Königreich Kastilien) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika wiederentdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte.

3. November 1706: In den Abruzzen ereignet sich im Raum Sulmona ein Erdbeben, das neben Sachschäden mehr als tausend Tote verursacht.

3. November 1783: Der Straßenräuber John Austin wird als letzter Verurteilter öffentlich am Tyburn-Galgen gehenkt.

3. November 1783: Die Kontinentalarmee der Vereinigten Staaten wird nach dem Frieden von Paris aufgelöst.

3. November 1810: Die Uraufführung der Oper La cambiale di matrimonio von Gioacchino Rossini findet am Teatro San Moisè in Venedig statt. Rossini, (* 29. Februar 1792 in Pesaro, Kirchenstaat, heute Marken; † 13. November 1868 in Passy, Paris) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto; seine Opern Il barbiere di Siviglia („Der Barbier von Sevilla“), L’italiana in Algeri („Die Italienerin in Algier“) und La Cenerentola („Aschenputtel“) gehören weltweit zum Standardrepertoire der Opernhäuser.

3. November 1815: Fast drei Jahrhunderte nach ihrem Entstehen endet mit dem Duldungsedikt die Verfolgung der Schweizer Täufer wegen ihres Glaubens.

3. November 1817: Die älteste Bank Kanadas, die Bank of Montreal, eröffnet ihre erste Filiale in Montreal, Quebec.

3. November 1838: Als The Bombay Times and Journal of Commerce wird in Britisch-Indien die heutige Tageszeitung The Times of India gegründet.

3. November 1839: Nach einem Warnschuss beginnen in Hongkong die Kampfhandlungen im Ersten Opiumkrieg, als das britische Handelsschiff Royal Saxon die britische Blockade auf dem Perlfluss durchbrechen und nach Guangzhou segeln will.

3. November 1844: Am Teatro Argentina in Rom hat Giuseppe Verdis Oper I due Foscari ihre Uraufführung. Das Libretto stammt von Francesco Maria Piave nach dem Theaterstück The Two Foscari von Lord Byron. Giuseppe Fortunino Francesco Verdi (* 9. Oktober oder 10. Oktober 1813 in Le Roncole, Département Taro, Französisches Kaiserreich; † 27. Januar 1901 in Mailand) war ein italienischer Komponist der Romantik, der vor allem durch seine Opern, darunter Rigoletto, Otello und Falstaff, berühmt wurde.

3. November 1854: Die Katholische Universität von Irland beginnt mit ihren ersten Vorlesungen.

3. November 1867: Giuseppe Garibaldis zweiter Versuch nach 1862, den restlichen Kirchenstaat mit seinen Freischärlern einzunehmen und die Einigung Italiens damit zu vollenden, wird von französischen und päpstlichen Truppen vereitelt. Garibaldi (* 4. Juli 1807 in Nizza; † 2. Juni 1882 auf Caprera) war ein italienischer Freiheitskämpfer und einer der populärsten Protagonisten des Risorgimento, der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870.

3. November 1870: Deutsche Truppen schließen die Stadt Belfort ein. Das ist der Auftakt zur Belagerung von Belfort, der letzten kämpfenden Festung in Ostfrankreich im Deutsch-Französischen Krieg.

3. November 1871: In Hamburg wird unter Mitwirkung namhafter hanseatischer Kaufleute die Anglo-Deutsche Bank gegründet.

3. November 1875: Am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris wird Jacques Offenbachs Operette (opéra comique) La Créole uraufgeführt. Offenbach (* 20. Juni 1819 in Köln; † 5. Oktober 1880 in Paris) war ein deutsch-französischer Komponist und Cellist. Er gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges und anerkanntes Genre des Musiktheaters. Seine bekanntesten Stücke sind die Tanznummer Cancan aus Orpheus in der Unterwelt sowie die Barcarole aus der Oper Hoffmanns Erzählungen.

3. November 1879: Bei Ausgrabungen in Olympia wird das Fragment des zur Statue der Nike des Paionios gehörenden Kopfes gefunden. Die Statue entstand um das Jahr 420 v. Chr.

3. November 1883: Während des Mahdi-Aufstands im Sudan beginnt die entscheidende Schlacht von Scheikan zwischen den Mahdisten unter Abdallahi ibn Muhammad und einer britisch-ägyptische Armee unter William Hicks, die bis zum 5. November dauern wird. William Hicks (* 1830; † November 1883 bei El Obeid im Sudan), auch Hicks Pascha genannt, war ein britischer Offizier und ägyptischer Divisionsgeneral (farik). Er war Befehlshaber der ägyptischen Truppen in der Schlacht von Scheikan.

3. November 1890: Die Uraufführung der Oper Fürst Igor von Alexander Porfirjewitsch Borodin findet an der Hofoper Sankt Petersburg statt. Borodin (* 31. Oktober jul. / 12. November 1833 greg. in Sankt Petersburg; † 15. jul. / 27. Februar 1887 greg. ebenda) war ein russischer Komponist, der auch Professor für organische Chemie sowie promovierter Mediziner war. Die Polowetzer Tänze aus seiner Oper Fürst Igor gingen in den Kanon der klassischen Musik ein.

3. November 1893: Im Hafen von Santander explodiert der Frachter Cabo Machichaco, der auch Dynamit geladen hat, nach einem an Bord ausgebrochenen Brand. Die Explosion löst ein Erdbeben aus, welches noch in acht Kilometer Entfernung erfasst werden kann. 590 Menschen sterben, 525 werden verletzt.

3. November 1897: Das erste Starrluftschiff des ein paar Monate zuvor verstorbenen Konstrukteurs David Schwarz erhebt sich auf dem Tempelhofer Feld in die Lüfte. Die Fahrt endet nach dem Ausfall der Steuerung mit einer Bruchlandung des ersten auch mit Aluminiumteilen gefertigten Luftschiffs. Der unter den Zuschauern weilende Graf Zeppelin erwirbt wenig später die Rechte.

3. November 1900: Die Uraufführung der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan (Skaska o zarje Saltanje) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow findet an der Solodownikow-Privatoper in Moskau statt. Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow (* 6. März jul. / 18. März 1844greg. in Tichwin, Gouvernement Nowgorod; † 8. Juni jul. / 21. Juni 1908 greg. auf Gut Ljubensk bei Luga, Gouvernement Sankt Petersburg) war ein russischer Komponist.

3. November 1903: „Big Stick“-Politik Theodore Roosevelts: Panama erlangt mit Hilfe der USA die Unabhängigkeit von Kolumbien, um den von Kolumbien blockierten Kanalbau zu ermöglichen. Theodore Roosevelt, Jr. (* 27. Oktober 1858 in New York City, New York; † 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York) war ein US-amerikanischer Politiker, der von 1901 bis 1909 als 26. Präsident der Vereinigten Staaten amtierte. Auf internationaler Ebene war Roosevelt im Jahr 1906 als erstem Amerikaner der Friedensnobelpreis zuerkannt worden, nachdem er im Vorjahr mit seiner diplomatischen Initiative maßgeblich zum Ende des Russisch-Japanischen Krieges beigetragen hatte.

3. November 1906: Alois Alzheimer stellt in einem Vortrag vor Psychiatern und Nervenärzten in Tübingen das Krankheitsbild der später nach ihm benannten Alzheimer-Krankheit vor. Alzheimer (* 14. Juni 1864 in Marktbreit; † 19. Dezember 1915 in Breslau) war ein deutscher Psychiater und Neuropathologe. Er beschrieb eine Demenz, die heute als Alzheimer-Krankheit bezeichnet wird.

3. November 1911: In den USA wird Chevrolet gegründet, vor allem um gegen das Ford Modell T anzutreten.

3. November 1914: Der Büstenhalter wird in den USA von Mary Phelps Jacob patentiert. Nach kurzer Zeit verkauft sie ihr Patent für 1.500 Dollar an die Warner Brothers Corset Company.

3. November 1916: Katar wird mittels Vertrag als Protektorat unter britische Schirmherrschaft gestellt.

3. November 1918: Der Kieler Matrosenaufstand greift auf die Arbeiter über und löst damit die Novemberrevolution in Deutschland aus.

3. November 1925: In München hat der erste fertiggestellte (Stumm-)Film des jungen Regisseurs Alfred Hitchcock Weltpremiere. Die deutsch-britische Koproduktion The Pleasure Garden (Irrgarten der Leidenschaft) mit Virginia Valli erntet durchwegs positive Kritiken. Sir Alfred Joseph Hitchcock KBE (* 13. August 1899 in Leytonstone, England; † 29. April 1980 in Los Angeles) war ein britischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Filmeditor. Er siedelte 1939 in die USA über und nahm am 20. April 1955 zusätzlich die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.

3. November 1943: Die 8. Sinfonie von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch wird vom Leningrader Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Jewgeni Alexandrowitsch Mrawinski uraufgeführt. Wegen der mit seiner 7. Sinfonie kontrastierenden düsteren Stimmung des Werks wird dem Komponisten mangelnder Patriotismus vorgeworfen. Die Sinfonie wird ein Jahr später mit Aufführungsverbot belegt, und erst 1956 wieder aufgeführt. Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch (* 12. September jul. / 25. September 1906 greg. in Sankt Petersburg; † 9. August 1975 in Moskau) war ein russischer Komponist, Pianist und Pädagoge der Sowjetzeit. Neben 15 Sinfonien, Instrumentalkonzerten, Bühnenwerken und Filmmusik komponierte er 15 Streichquartette, die zu den Hauptwerken des Kammermusikrepertoires aus dem 20. Jahrhundert zählen.

3. November 1946: Die neue japanische Verfassung nach einer Ausarbeitung der alliierten Besatzungsregierung wird verkündet – am 3. Mai 1947 tritt sie in Kraft.

3. November 1949: In der Hauptstadtfrage der Bundesrepublik Deutschland entscheiden sich die Abgeordneten des ersten Deutschen Bundestages zu Gunsten von Bonn statt Frankfurt am Main.

3. November 1954: Der erste einer Reihe von bisher 28 Godzilla-Filmen wird in Japan uraufgeführt. Godzilla ist ein japanisches Filmmonster. Das 50–118,5 Meter hohe Monster ist bisher in 32 japanischen und vier amerikanischen Filmen aufgetreten und hat andere Monsterfilmreihen wie Mothra und Gamera inspiriert, die sich bei Fans des Genres ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen, die ihn auch als König der Monster bezeichnen. Das Godzilla-Franchise ist das am längsten laufende Film-Franchise; es ist seit 1954 in Produktion, wobei es seitdem mehrere Pausen unterschiedlicher Länge gab.

3. November 1956: In der Sendung Zwischen halb und acht des Bayerischen Rundfunks wird erstmals in der deutschen Fernsehgeschichte Werbung ausgestrahlt. Für eine Waschmittelmarke werben die Schauspieler Beppo Brem und Liesl Karlstadt.

3. November 1957: Sputnik 2 bringt mit der Hündin Laika das erste Lebewesen in der Geschichte der Raumfahrt in eine Erdumlaufbahn.

3. November 1960: Das Musical The Unsinkable Molly Brown über das Leben der Frauenrechtlerin und Titanic-Überlebenden Molly Brown wird am Broadway uraufgeführt. Musik und Liedtexte stammen von Meredith Willson, das Buch von Richard Morris, das Stück erlebt über 530 Vorstellungen. Margaret „Molly“ Brown (* 18. Juli 1867 in Hannibal, Missouri; † 26. Oktober 1932 in New York City; geb. Margaret Tobin), auch bekannt als „die unsinkbare Molly Brown“ (The Unsinkable Molly Brown), war eine US-amerikanische Frauenrechtsaktivistin, die als Überlebende des Untergangs der Titanic berühmt wurde. Meredith Willson (* 18. Mai 1902 in Mason City, Iowa; † 15. Juni 1984 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Musical- und Schlagerkomponist. Besondere Bekanntheit erlangte er durch sein Musical Music Man aus dem Jahre 1957, zu dem er nicht nur die Musik, sondern auch Buch und Liedtexte schrieb. Weniger bekannt ist, dass der Beatles-Titel „Till There Was You“ von 1963 aus diesem Musical stammt. Zwei spätere Musicals The Unsinkable Molly Brown von 1960 und Here’s Love von 1963 konnten an den Erfolg des Music Man nicht anknüpfen.

3. November 1963: Zehn Tage nach dem Grubenunglück von Lengede im niedersächsischen Lengede bei Peine gibt es von den verschütteten Bergleuten neue Lebenszeichen.

3. November 1966: Wirbelstürme im Golf von Bengalen fordern mehr als 1.000 Menschenleben.

3. November 1971: Das „UNIX Programmers Manual“ wird erstmals veröffentlicht.

3. November 1973: Der deutsche Außenminister Walter Scheel erreicht in Moskau eine Einigung über die Frage der Vertretung von West-Berlin durch die Bundesrepublik Deutschland. Walter Scheel (* 8. Juli 1919 in Höhscheid, Landkreis Solingen; † 24. August 2016 in Bad Krozingen) war ein deutscher Politiker der FDP. Er war von 1974 bis 1979 der vierte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

3. November 1973: Die NASA startet im Rahmen ihres Mariner-Programms die Raumsonde Mariner 10 Richtung Merkur, um diesen am 29. März 1974 zu erreichen.

3. November 1978: Am Jahrestag seiner Entdeckung durch Christoph Kolumbus wird Dominica von Großbritannien unabhängig. Gleichzeitig wird eine neue Flagge in dem Karibikstaat eingeführt.

3. November 1982: Der Zusammenstoß eines Tanklastwagens mit einem im Konvoi fahrenden sowjetischen Militärlastwagen führt im 2,7 km langen Salang-Tunnel nördlich von Kabul in Afghanistan zu einer Explosion und zum Tod von möglicherweise mehr als 2.000 Menschen.

3. November 1986: Die libanesische Zeitschrift ash-Schiraa berichtet von geheimen Waffenverkäufen der USA an den Iran und löst so die Iran-Contra-Affäre aus.

3. November 1989: Die DDR gestattet ihren dortigen Bürgern die direkte Ausreise aus der ČSSR in die Bundesrepublik Deutschland, nachdem erneut etwa 5.000 Menschen in die westdeutsche Botschaft in Prag gelangt sind.

3. November 1994: Red Hat Linux 1.0 wird veröffentlicht. Es war für mehrere Jahre eine der bekanntesten Linux-Distributionen. Sie wurde von der Firma Red Hat zusammengestellt. Im September 2003 wurde sie eingestellt und ging im Fedora-Projekt und in Red Hat Enterprise Linux auf. Als direkter Nachfolger ist Fedora anzusehen, welches seine erste Version auf der Basis von Red Hat Linux 9 entwickelte.

3. November 2000: Die Sängerin Enya veröffentlicht das Lied Only Time, das rund ein Jahr später als musikalische Untermalung der Fernsehübertragungen zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 größere Bekanntheit erreicht. Enya (* 17. Mai 1961 als Eithne Pádraigín Ní Bhraonáin in Gaoth Dobhair, County Donegal) ist eine irische New-Age-Musikerin, Sängerin und Songwriterin. Only Time (englisch etwa für „Nur (die) Zeit“) ist ein Lied der irischen New-Age-Sängerin Enya. Der Song ist die erste Singleauskopplung ihres fünften Studioalbums A Day Without Rain.

https://de.wikipedia.org/wiki/3. November

4. November 1493: Christoph Kolumbus landet bei seiner zweiten Fahrt als erster Europäer auf der Karibikinsel Guadeloupe. Ihm und seiner Crew werden als Willkommensgeschenk ihnen unbekannte Ananasfrüchte angeboten. Er (* um 1451 in der Republik Genua; † 20. Mai 1506 in Valladolid, Königreich Kastilien) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika wiederentdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte und wurde der erste Vizekönig der las Indias genannten Gebiete.

4. November 1520: Nach seinem Sieg über den schwedischen Reichsverweser Sten Sture den Jüngeren wird der dänische König Christian II. zum König von Schweden gekrönt. Obwohl er den Anhängern Sten Stures eine Generalamnestie verspricht, lässt er wenige Tage später etwa hundert Oppositionelle beim Stockholmer Blutbad hinrichten. Christian II. (* 1. Juli 1481 in Nyborg; † 25. Januar 1559 in Kalundborg) war von 1513 bis 1523 König von Dänemark und Norwegen sowie von 1520 bis 1523 König von Schweden. Sten Sture der Jüngere (Sten Svantesson Sture; * 1493; † 3. Februar 1520) war ein schwedischer Ritter und von 1512 bis zu seinem Tod Reichsverweser des Schwedischen Reiches.

4. November 1576: Längere Zeit nicht entlohnte Söldner in Diensten des spanischen Königs Philipp II. beginnen im Achtzigjährigen Krieg in Antwerpen mit Gewaltakten gegen die Bevölkerung, um Geld herauszupressen. Die Spanische Furie wütet drei Tage und zerstört die Stadt erheblich. Antwerpen hatte vor dem Massaker etwa 80.000 bis 125.000 Einwohner. Nach den drei schrecklichen Tagen lag mehr als ein Drittel ihrer Behausungen in Schutt und Asche.

4. November 1706: Das schottische Parlament stimmt mehrheitlich der Verschmelzung Schottlands mit dem Königreich England zu. Der Act of Union tritt am 1. Mai 1707 in Kraft.

4. November 1717: Am Theater am Gänsemarkt in Hamburg erfolgt die Uraufführung der Oper Trajanus von Reinhard Keiser. Er (getauft 12. Januar jul. / 22. Januar 1674 greg. in Teuchern; † 12. September 1739 in Hamburg) war ein deutscher Komponist und Opernproduzent.

4. November 1737: In Neapel wird mit Domenico Sarros Oper Achille in Sciro das Teatro San Carlo eröffnet, das zu diesem Zeitpunkt größte Opernhaus der Welt. Domenico Natale Sarro (auch Sarri bzw. Sarra, * 24. Dezember 1679 in Trani; † 26. April 1744 in Neapel) war ein italienischer Komponist der neapolitanischen Schule. Sein Intermezzo Dorina e Nibbio wurde im Staatstheater Stuttgart, von den Bochumer Symphonikern und in der Semperoper Dresden gespielt.

4. November 1783: Wolfgang Amadeus Mozarts 36. Sinfonie (Linzer Sinfonie) wird uraufgeführt. Wolfgang Amadeus Mozart (* 27. Jänner 1756 in Salzburg, Erzstift Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien), der überwiegend mit Wolfgang Amadé Mozart unterschrieb, war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik.

4. November 1786: Der französische Entdecker Jean-François de La Pérouse entdeckt als erster Europäer eine der Nordwestlichen Hawaii-Inseln und tauft sie – nach dem französischen Finanzminister Jacques Necker – Île Necker. Er (Lapérouse; * 23. August 1741 in La Gua bei Albi; † 1788 bei Vanikoro, Salomonen) war ein französischer Seefahrer, Weltumsegler und Geograf im Zeitalter der Aufklärung.

4. November 1788: In München findet die erste Gemäldeausstellung statt. Diese etabliert sich als wiederkehrende Veranstaltung mit internationaler Beteiligung.

4. November 1791: In der Schlacht am Wabash River erleidet die US-Armee ihre größte Niederlage im Kampf mit Indianern. Eine von General Arthur St. Clair, einem Veteranen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, geführte US-Streitmacht erlitt dabei eine verheerende Niederlage gegen ein Bündnis von Indianerstämmen, dessen Anführer u. a. die Häuptlinge Little Turtle und Blue Jacket waren. Sie war eine ihrer blutigsten militärischen Niederlagen gegen Indianer. In der Schlacht fielen rund 620 Soldaten und 60 Indianer.

4. November 1792: Am Teatro San Carlo in Neapel erfolgt die Uraufführung der Oper Elfrida von Giovanni Pacini.

4. November 1825: Wilhelm Hauffs Märchen-Almanach auf das Jahr 1826 erscheint. Hauff (* 29. November 1802 in Stuttgart, Herzogtum Württemberg; † 18. November 1827 in Stuttgart, Königreich Württemberg) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule.

4. November 1848: Nach der Februarrevolution verabschiedet die französische Nationalversammlung die Verfassung der Zweiten Republik, welche die Wahl eines Präsidenten vorsieht.

4. November 1852: Camillo Benso Graf von Cavour wird Premierminister von Sardinien-Piemont und treibt in der Folge die Einigung Italiens zum Nationalstaat voran.

4. November 1856: In Galatz beginnt die erste Donaukonferenz der europäischen Mächte, welche über Fragen des Schiffsverkehrs auf der Donau berät und die Kommission der Donau-Uferstaaten ins Leben ruft.

4. November 1861: In Seattle nimmt die University of Washington ihren Lehrbetrieb auf.

4. November 1869: Die erste Ausgabe der britischen Wissenschaftszeitschrift Nature wird veröffentlicht.

4. November 1871: Die Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft wird von elf Handelshäusern gegründet.

4. November 1875: Der Raddampfer Pacific kollidiert südwestlich von Cape Flattery an der Küste des US-Bundesstaats Washington mit dem Segelschiff Orpheus und sinkt. 273 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben, darunter alle Frauen und Kinder.

4. November 1877: Die Maria-Pia-Brücke in Porto wird feierlich eingeweiht. Das Eisenbahn-Bauwerk Gustave Eiffels überspannt den Fluss Duero zwischen Porto und Vila Nova de Gaia in Portugal.

4. November 1879: James Ritty, ein Saloonbesitzer aus Dayton, Ohio, meldet die von ihm erfundene Registrierkasse zum Patent an, um sich so seiner diebischen Bediensteten erwehren zu können. Das Patent erhielt er zusammen mit John Birch am 30. Januar 1883. Schon damals vorhanden war das typische Klingelzeichen, das um die Welt ging und auch von der Musikgruppe Pink Floyd als Einleitung für Money verwendet wurde. Als „Dealer in Pure Whiskies, Fine Wines, and Cigars“ eröffnete er seinen ersten Saloon 1871, sein Pony House 1882 und zog sich 1895 aus dem Geschäftsleben zurück.

4. November 1889: Auf der Vennbahn zwischen Aachen und Luxemburg wird der Betrieb vollständig aufgenommen. Ursprünglich verband die Vennbahn die Industriezentren von Aachen-Rothe Erde auf dem kürzesten Wege mit Luxemburg. Der Gleiskörper ist größtenteils entfernt und auf dem Bahndamm wurde ein Fernradweg gebaut.

4. November 1890: Die City and South London Railway wird eröffnet, eine Vorgängerin der heutigen London Underground.

4. November 1890: Drei Jahre nach dem Tod Alexander Porfirjewitsch Borodins wird seine Oper Fürst Igor in Sankt Petersburg uraufgeführt. Borodin (* 31. Oktober jul. / 12. November 1833 greg. in Sankt Petersburg; † 15. jul. / 27. Februar 1887 greg. ebenda) war ein russischer Komponist, der auch Professor für organische Chemie sowie promovierter Mediziner war. Die Polowetzer Tänze aus seiner Oper Fürst Igor gingen in den Kanon der klassischen Musik ein.

4. November 1899: Sigmund Freuds frühes Hauptwerk Die Traumdeutung erscheint – vom Autor auf das Jahr 1900 vordatiert. Sigmund Freud (geboren am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren als Sigismund Schlomo Freud; gestorben am 23. September 1939 in London) war ein österreichischer Arzt, Neurophysiologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Er ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien und therapeutischen Methoden werden bis heute angewandt, diskutiert und kritisiert.

4. November 1900: In Kassel wird der Deutsche Rugby-Verband gegründet.

4. November 1901: Den Idealen der Romantik folgend, wird der deutsche Wandervogel als bürgerliche Jugendbewegung durch Karl Fischer in Steglitz bei Berlin gegründet. Fischer, in den 1890er Jahren Schüler am Gymnasium Steglitz, nahm ab 1896 an Wanderungen teil, die der junge Stenographie-Lehrer Hermann Hoffmann für seine Klasse organisierte. Dadurch wurde er so motiviert, dass er beschloss, eine Wanderbewegung für Jugendliche ins Leben zu rufen. 1901 gründete er im Ratskeller des Steglitzer Rathauses den Wandervogel – Ausschuß für Schülerfahrten e.V. Die Bewegung fand schnell zahlreiche Anhänger, die darin ein Mittel sahen, der bürgerlichen Enge des wilhelminischen Zeitalters zu entkommen und sich romantische Wünsche nach echten Naturerlebnissen zu erfüllen.

4. November 1905: Die Gründung des Deutschen Skiverbands wird in München beschlossen.

4. November 1911: Mit dem Marokko-Kongo-Vertrag, der die Zweite Marokkokrise beendet, erkennt das Deutsche Kaiserreich Frankreichs Vorherrschaft in Marokko an und erhält im Gegenzug Neukamerun als Teil der Deutschen Kolonien in Afrika.

4. November 1911: In Kopenhagen findet der Stapellauf der Selandia statt, des ersten mit zwei Dieselmotoren und elektrischen Ladewinden ausgestatteten, hochseetüchtigen Frachtmotorschiffs.

4. November 1915: Die Dritte Isonzoschlacht im Gebirgskrieg des Ersten Weltkrieges zwischen Italien und Österreich-Ungarn endet ohne militärischen Sieger.

4. November 1917: 22. Oktober nach russischem Kalender Im Vorfeld der Oktoberrevolution übernimmt das Militärrevolutionäre Komitee des Petrograder Sowjets unter Führung Leo Trotzkis die Befehlsgewalt über die Garnisonen der russischen Hauptstadt. Trotzki (* 26. Oktoberjul. / 7. November 1879 greg. † 21. August 1940 in Coyoacán, Mexiko) war ein russischer Revolutionär, kommunistischer Politiker und marxistischer Theoretiker.

4. November 1918: Die Bildung eines ersten Arbeiter- und Soldatenrats in Kiel im Zuge des Matrosenaufstands markiert den Beginn der Novemberrevolution.

4. November 1918: Erster Weltkrieg: Der Waffenstillstand von Villa Giusti zwischen Österreich-Ungarn und Italien/der Entente tritt in Kraft; dies beendet auch die Schlacht von Vittorio Veneto.

4. November 1921: Der Deutsche Tanzsportverband entsteht als Reichsverband für Tanzsport durch Eintrag im Berliner Vereinsregister.

4. November 1922: Howard Carter entdeckt im Tal der Könige das Grab (KV62) des Pharaos Tutanchamun. Carter (* 9. Mai 1874 in Kensington; † 2. März 1939 in London) war ein britischer Ägyptologe. Bekannt wurde Howard Carter 1922 durch die Entdeckung des nahezu unberaubten Grabes des Tutanchamun (KV62) im Tal der Könige in West-Theben.

4. November 1921: Der von Ernst Röhm gegründete „NSDAP-Versammlungsschutz“ erhält den offiziellen Namen Sturmabteilung (SA). Ernst Julius Günther Röhm (* 28. November 1887 in München; † 1. Juli 1934 in München-Stadelheim) war ein deutscher Offizier, Politiker (NSDAP) und Kampfbundführer. Röhm war langjähriger Führer der Sturmabteilung (SA) und kurze Zeit im Kabinett Hitler Reichsminister ohne Portefeuille. Unter dem Vorwand, einem von Röhm angezettelten Putsch zuvorgekommen zu sein, ließ ihn Hitler ermorden.

4. November 1921: Ein fanatisierter Marineoffizier ersticht den japanischen Ministerpräsidenten Hara Takashi im Hauptbahnhof von Tokio.

4. November 1932: Benito Mussolini übergibt im Forum Mussolini bei Rom den Mussolini-Obelisken der Öffentlichkeit, nachdem er zuvor in Rom eine Feier zur 10-jährigen faschistischen Machtübernahme in Italien abgehalten hat. Es ist der größte Monolith, der im 20. Jahrhundert von Menschenhand hergestellt worden ist. Benito Mussolini (* 29. Juli 1883 in Dovia di Predappio, Provinz Forlì; † 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra, Provinz Como) war ein italienischer Politiker. Er war von 1922 bis 1943 Ministerpräsident des Königreiches Italien. Als Duce del Fascismo („Führer des Faschismus“) und Capo del Governo („Chef der Regierung“) stand er ab 1925 als Diktator an der Spitze des faschistischen Regimes in Italien.

4. November 1942: Da der Druck der Alliierten in der zweiten Schlacht von El Alamein zu groß wird, zieht sich Generalfeldmarschall Erwin Rommel aus El Alamein zurück. Er widersetzt sich damit einem ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers. Johannes Erwin Eugen Rommel (* 15. November 1891 in Heidenheim an der Brenz; † 14. Oktober 1944 in Herrlingen) war ein deutscher Berufsoffizier, ab 1942 im Rang eines Generalfeldmarschalls. Im Jahr 1937 erschien sein Buch Infanterie greift an, in dem er seine Kriegserlebnisse und Militärstrategien verarbeitete. Während des Zweiten Weltkriegs diente er seit Februar 1940 als Kommandeur der 7. Panzerdivision in Frankreich. Sein Einsatz als Befehlshaber des Deutschen Afrikakorps und der Panzerarmee Afrika in Nordafrika, mit deren Truppen er im Juli 1942 bis El-Alamein vorstieß, brachte ihm große Popularität in der Heimat und offenen Respekt im Ausland ein. Später diente er als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B erneut in Frankreich, wo er am 17. Juli 1944 bei einem Luftangriff verwundet wurde.

4. November 1950: In Rom wird im Rahmen des Europarats die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet.

4. November 1952: Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst National Security Agency wird offiziell gegründet.

4. November 1954: Am Majestic Theatre in New York City wird das Musical Fanny von Harold Rome uraufgeführt. Das Libretto stammt von Samuel Nathaniel Behrman und Joshua Logan nach einer Dramentrilogie von Marcel Pagnol. Rome (* 27. Mai 1908 in Hartford, Connecticut; † 26. Oktober 1993 in New York City) war ein amerikanischer Komponist, der vor allem mit Revuen und Musicals Erfolg hatte. Fanny basiert auf der Dramen-Trilogie „Marius, César et Fanny“ von Marcel Pagnol.

4. November 1956: Mit dem Einmarsch der Sowjetarmee beginnt die bis zum 15. November andauernde gewaltsame Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands.

4. November 1964: In Frankreich hat der erste Film über Fantomas Premiere. Er ist eine französisch-italienische Kriminalkomödie des Regisseurs André Hunebelle aus dem Jahr 1964. Der Film verwendet Motive aus dem gleichnamigen Roman der französischen Autoren Pierre Souvestre und Marcel Allain. Weil der Film sehr erfolgreich war, folgten 1965 Fantomas gegen Interpol und 1967 Fantomas bedroht die Welt.

4. November 1966: Der Arno tritt über die Ufer und überflutet große Teile von Florenz. Dabei kommen zahlreiche Menschen ums Leben, Kunstwerke im Wert von mehreren Millionen werden beschädigt oder zerstört.

4. November 1968: Die Schlacht am Tegeler Weg wird ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte der APO der 68er-Bewegung.

4. November 1970: In Los Angeles wird durch eine aufmerksame Sozialarbeiterin das dreizehnjährige Wolfskind Genie entdeckt. Die Mutter hat es beim Behördenbesuch dabei. Es verbrachte die meiste Zeit bis dahin gefesselt zu Hause.

4. November 1977: Die UNO verhängt ein Waffenembargo gegen das Apartheidsregime in Südafrika.

4. November 1978: Im Großen Haus der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart wird das abendfüllende Handlungsballett Kameliendame von John Neumeier (Choreografie und Libretto) mit Musik von Frédéric Chopin vom Stuttgarter Ballett uraufgeführt. John Neumeier (* 24. Februar 1939 in Milwaukee, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor. Er ist zudem Direktor der von ihm begründeten Ballettschule in Hamburg.

4. November 1983: Die von Horst-Dieter Esch gegründete IBH-Holding, ein in Mainz ansässiger Baumaschinenkonzern, bricht unter einer Schuldenlast von umgerechnet etwa 500 Millionen Euro zusammen.

4. November 1984: Der französische Pay-TV-Sender Canal+ beginnt mit der Ausstrahlung seines landesweit zu empfangenden Programms.

4. November 1988: Die Uraufführung von Thomas Bernhards Drama Heldenplatz am Wiener Burgtheater löst einen Skandal aus. Bernhard (* 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande; † 12. Februar 1989 in Gmunden, Oberösterreich) war ein österreichischer Schriftsteller. 1970 erhielt er den Georg-Büchner-Preis; seit den 1980er-Jahren wird er international zu den bedeutendsten österreichischen und deutschsprachigen Autoren gerechnet. Heldenplatz ist ein Drama von Thomas Bernhard und löste einen der größten Theaterskandale in der Geschichte Österreichs aus. Die Uraufführung war in dem Jahr, in dem auch des 50. Jahrestages des „Anschlusses“ Österreichs gedacht wurde (seinerzeit „Bedenkjahr“ genannt).

4. November 1986: Mit dem 4. Rundfunk-Urteil untermauert das Bundesverfassungsgericht das duale Rundfunksystem in Deutschland.

4. November 1989: Zur Alexanderplatz-Demonstration als größte nicht staatliche Demonstration in der DDR-Geschichte versammeln sich während der friedlichen Revolution in Ost-Berlin rund eine Million Menschen, fordern Meinungs- und Versammlungsfreiheit und eine reformierte DDR.

4. November 1995: Friedensprozess im Nahen Osten: In Tel Aviv wird Israels Premier Jitzchak Rabin von Jigal Amir ermordet. Jigal Amir (* 23. Mai 1970 in Herzlia, Israel) ermordete am 4. November 1995 in Tel Aviv den israelischen Premierminister Jitzchak Rabin. Amir studierte zu diesem Zeitpunkt Rechtswissenschaften an der religiösen Bar-Ilan-Universität.

4. November 1999: Mit einem Haftbefehl gegen Walther Leisler Kiep beginnt die CDU-Spendenaffäre. Walther Gottlieb Louis Leisler Kiep (* 5. Januar 1926 in Hamburg; † 9. Mai 2016 in Kronberg im Taunus) war ein deutscher Versicherungsmanager und Politiker (CDU). Er war von 1965 bis 1976 und erneut von 1980 bis 1982 Mitglied des Bundestages; dazwischen Finanzminister von Niedersachsen. Als langjähriger Bundesschatzmeister der CDU (1971–1992) war er in die Spendenaffäre seiner Partei verwickelt. Von 1984 bis 2000 war Kiep Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke, ab 2004 Ehrenvorsitzender. Spenden großer Unternehmen wurden mittels der angeblich gemeinnützigen Staatsbürgerlichen Vereinigung an die CDU weitergeleitet. Die Unternehmen konnten den Betrag in voller Höhe – anders als bei direkten Parteispenden – von der Steuer absetzen. Bereits für das Jahr 1972 ging es um illegale Parteispenden von ca. 30 Millionen DM.

4. November 2001: In Nordirland löst der Police Service of Northern Ireland die Royal Ulster Constabulary als Polizei ab.

4. November 2003: Die größte beobachtete Sonneneruption aller Zeiten hat ein Ausmaß von X45, wie Physiker der University of Otago in Dunedin, Neuseeland zeigen, indem sie die obere Erdatmosphäre als riesigen Röntgenstrahlungsdetektor benutzen.

4. November 2006: Westeuropa erfährt einen Stromausfall, den größten seit 30 Jahren: Ca. 10 Millionen Menschen in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Österreich und Spanien sind bis zu zwei Stunden ohne Strom.

4. November 2008: Barack Obama wird als erster Afroamerikaner mit einem komfortablen Vorsprung zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Barack Hussein Obama II (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

4. November 2011: Die rechtsextremistischen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, Mitglieder des Kerntrios des Nationalsozialistischen Untergrund werden nach einem Banküberfall in Eisenach (Thüringen) durch die Polizei aufgespürt und tot in ihrem Wohnmobil vorgefunden. Uwe Mundlos (* 11. August 1973 in Jena; † 4. November 2011 in Eisenach) war ein deutscher Neonazi, Rechtsterrorist und Serienmörder. Zusammen mit Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe formte er von 1998 bis 2011 den Kern der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), der für zehn Morde, 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und fünfzehn Raubüberfälle in Deutschland verantwortlich war. Mundlos starb nach einem Banküberfall und anschließender Entdeckung durch die Polizei mutmaßlich durch Suizid. Uwe Böhnhardt (* 1. Oktober 1977 in Jena; † 4. November 2011 in Eisenach) war ein deutscher Neonazi, Terrorist und Serienmörder. Nach einem Banküberfall und der Entdeckung durch Polizisten wurde Böhnhardt mutmaßlich von Mundlos erschossen, bevor dieser Suizid beging.

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5. November 1439: Als Papst Eugen IV. 1437 das Konzil von Basel nach Ferrara verlegt, spaltet sich das Konzil. Der in Basel verbliebene Teil setzt Eugen ab und wählte in einem nur wenige Stunden dauernden Konklave den Savoyer Herzog Amadeus VIII. zum Papst. Unter dem Namen Felix V. geht er als letzter Gegenpapst in die Geschichte ein.

5. November 1499: Das Catholicon erscheint als erstes Wörterbuch der bretonischen und der französischen Sprache. Die Inkunabel ist in Tréguier von Jehan Calvez gedruckt.

5. November 1530: Bei der Sankt-Felix-Flut an der Niederländischen Nordseeküste im Westerschelde-Stromgebiet kommen mehr als 100.000 Menschen ums Leben. Sie überspült die gesamte Insel Noord-Beveland. Das Gebiet östlich von Yerseke mit 18 Dörfern und der Stadt Reimerswaal wird ebenfalls vollständig überflutet.

5. November 1605: Gunpowder Plot: Guy Fawkes, ein englischer Katholik, und seine Mitverschwörer werden beim Versuch verhaftet, das englische Parlament in die Luft zu sprengen, um den protestantischen König Jakob I., seine Familie, die Regierung und alle Parlamentarier zu töten. Guy Fawkes (* 13. April 1570 in York; † 31. Januar 1606 in London, auch Guido sowie Faux und Faukes) war ein katholischer Offizier des Königreichs England, der in London ein Sprengstoff-Attentat auf dessen König Jakob I. und das englische Parlament versuchte. Im Gedenken an das Scheitern des sogenannten Gunpowder Plot („Schießpulververschwörung“) wird alljährlich vielerorts in England (v. a. von Anglikanern) die Bonfire Night mit traditionellen Feuerwerken und Fackelzügen veranstaltet. Guy Fawkes wurde auch 2005 noch in der Liste der „100 wichtigsten Briten“ auf Platz 30 geführt und ist auch in der Popkultur lebendig geblieben: Der britische Autor Alan Moore und der Zeichner David Lloyd griffen die Figur literarisch wieder auf, indem sie den Protagonisten ihrer erfolgreichen dystopischen Graphic Novel V wie Vendetta (1982, verfilmt 2005) als Guy Fawkes verkleidet agieren ließen. Die von Lloyd entworfene Guy-Fawkes-Maske wurde zuerst 2007 von den Anhängern des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Ron Paul getragen und in die Öffentlichkeit gebracht. Später wurde die Maske auch ein Symbol des Internetkollektivs Anonymous und der Occupy-Wall-Street-Bewegung. Auch Ken Follett nutzte die Verschwörung einschließlich der Festnahme Guy Fawkes durch Edmund Doubleday für seinen historischen Geheimdienstroman Das Fundament der Ewigkeit.

5. November 1718: Am Hoftheater in Wien findet die Uraufführung der Oper Ifigenia in Aulide von Antonio Caldara statt. Antonio Caldara (* 1670 in Venedig; † 28. Dezember 1736 in Wien) war ein italienischer Cellist und Komponist. Er gehört zu den Komponisten des venezianischen Spätbarocks.

5. November 1757: In Mannheim erfolgt die Uraufführung der Oper La clemenza di Tito von Ignaz Holzbauer. Ignaz Jacob Holzbauer (getauft 18. September 1711 in Wien; † 7. April 1783 in Mannheim) war ein österreichischer Komponist, Hofkapellmeister, Musikpädagoge und wichtiger Vertreter der Mannheimer Schule.

5. November 1772: In Mannheim findet die Uraufführung der Oper Temistocle von Johann Christian Bach statt. Johann Christian Bach (Rufname Christian Bach, * 5. September 1735 in Leipzig; † 1. Januar 1782 in London) war ein deutscher Komponist der Vorklassik aus der Familie Bach, der als Mailänder Bach oder Londoner Bach bezeichnet wird. Er wurde als verkanntes Genie und als „Vater und Erfinder“ der Wiener Klassik bezeichnet. Er hatte insbesondere auf den Stil des jungen Mozart großen Einfluss.

5. November 1816: Im Palais Thurn und Taxis in Frankfurt am Main wird der Bundestag des Deutschen Bundes eröffnet.

5. November 1832: Im Covent Garden in London erfolgt die Uraufführung des historischen Melodrams The Dark Diamond von Adolphe Adam. Adolphe Charles Adam (* 24. Juli 1803 in Paris; † 3. Mai 1856 ebenda) war ein französischer Opern- und Ballettkomponist. Zu seinen Werken zählt auch der Narrhallamarsch.

5. November 1879: Die sozialdemokratische Satirezeitschrift Der Wahre Jacob erscheint mit ihrer Erstausgabe in Hamburg. Der Titel leitet sich von einer Redensart ab: Wenn etwas „(nicht) der wahre Jakob“ ist, trifft es genau den Kern der Sache (oder eben nicht).

5. November 1885: Der Ort Finschhafen auf Neuguinea wird als Verwaltungszentrum der deutschen Kolonie Kaiser-Wilhelms-Land gegründet. Zusammen mit dem Bismarck-Archipel, den nördlichen Salomonen, den Karolinen, Palau, Nauru, den Marshallinseln und den Marianen bildete es das kaiserliche Gouvernement und die deutsche Kolonie Deutsch-Neuguinea.

5. November 1892: Da das Publikum sich von den ausgestellten Bildern schockiert zeigt, wird nach nur einwöchiger Dauer eine Ausstellung mit Bildern von Edvard Munch in Berlin vorzeitig abgebrochen. Munch (* 12. Dezember 1863 in Løten, Hedmark, Norwegen; † 23. Januar 1944 auf Ekely in Oslo) war ein norwegischer Maler und Grafiker. Munch gilt als Bahnbrecher für die expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne. Seine erste Ausstellung in Deutschland sorgte für einen Skandal („Fall Munch“). Munchs Bilder stellen den Menschen und seine wesentlichen emotionalen Erfahrungen von der Liebe bis zu Trauer und Tod in den Mittelpunkt. In ihnen verarbeitete Munch vor allem autobiografische Erfahrungen und Erlebnisse. Wichtige Motive malte der Künstler immer wieder neu in unterschiedlichen Versionen, so auch viele seiner im so genannten Lebensfries zusammengefassten Hauptwerke, darunter Der Schrei, Madonna, Vampir, Melancholie, Der Tod im Krankenzimmer oder Der Tanz des Lebens.

5. November 1895: Die Symphonische Dichtung Till Eulenspiegels lustige Streiche für Orchester, op. 28 von Richard Strauss wird im Gürzenich zu Köln mit dem Städtischen Gürzenich-Orchester unter Leitung von Franz Wüllner uraufgeführt. Er (* 11. Juni 1864 in München; † 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Komponist des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern bekannt wurde. Christoph Adolph Franz Maria Wüllner (* 28. Januar 1832 in Münster; † 7. September 1902 in Braunfels) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Professor.

5. November 1898: Fuhrmann Henschel, ein Schauspiel in fünf Akten von Gerhart Hauptmann, wird im Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt. Gerhart Johann Robert Hauptmann (* 15. November 1862 in Ober Salzbrunn in Schlesien; † 6. Juni 1946 in Agnieszków, deutsch: Agnetendorf in Niederschlesien) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

5. November 1902: Das erste Schwimmdock des Hafens Daressalam wird als gebrauchsfähig in die Flottille Deutsch-Ostafrikas übernommen.

5. November 1911: Italien annektiert im Italienisch-Türkischen Krieg die zum Osmanischen Reich gehörenden nordafrikanischen Provinzen Tripolitanien und Kyrenaika.

5. November 1913: Ludwig III. wird nach einer Verfassungsänderung zum König von Bayern ausgerufen. Das Land hat vorübergehend zwei Könige, denn sein geisteskranker Vorgänger Otto I. von Bayern bleibt ebenfalls nominell bis zu seinem Tod Herrscher. Ludwig III., König von Bayern (* 7. Januar 1845 in München; † 18. Oktober 1921 auf Schloss Nádasdy in Sárvár, Ungarn), war ab 1912 Prinzregent und von 1913 bis 1918 der letzte König von Bayern. Auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Agrarpolitik war er interessiert und kenntnisreich. Mit seiner durch die Novemberrevolution unmittelbar vor dem Ende des Weltkriegs erfolgten Absetzung endete am 7. November 1918 die 738 Jahre währende Herrschaft der Wittelsbacher-Dynastie über Bayern.

5. November 1914: Großbritannien annektiert im Ersten Weltkrieg die bis dahin zum Osmanischen Reich zählende Insel Zypern und erklärt der Mittelmacht am selben Tag den Krieg.

5. November 1929: Der Arzt Werner Forßmann veröffentlicht sein Werk Über die Sondierung des rechten Herzens, in dem er über die ersten Herzkatheterversuche berichtet. Werner Theodor Otto Forßmann (* 29. August 1904 in Berlin; † 1. Juni 1979 in Schopfheim) war ein deutscher Mediziner und Nobelpreisträger. Er führte 1929 an sich selbst die erste publizierte und über ein Röntgenbild dokumentierte Herzkatheterisierung beim Menschen durch. Wenige Jahre später zeigte er, dass Kontrastmittel im Herzen des Menschen gefahrlos angewendet werden können. Vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg griffen André Frédéric Cournand und andere Mediziner seine Arbeiten auf; sie bilden die Basis der modernen Herzdiagnostik.

5. November 1930: Die Dornier Do X, das zu seiner Zeit größte Flugzeug der Welt, startet vom Bodensee zu ihrem ersten Repräsentationsflug nach Amsterdam.

5. November 1934: Das unter der Anleitung von Umberto Nobile erbaute sowjetische Luftschiff CCCP-B6 (UdSSR-W6) führt seine Jungfernfahrt durch. Es gilt als das erfolgreichste Luftschiff der Sowjetunion.

5. November 1935: Die Firma Parker Brothers erwirbt die Rechte am Brettspiel Monopoly von Charles Darrow. Es ist ein bekanntes US-amerikanisches Brettspiel. Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Dazu erwirbt man möglichst viele Besitzrechte, um von den Mitspielern Mieten zu erhalten, wenn diese durch Würfeln auf gewissen Feldern landen. Als Vorlage für das Spiel diente The Landlord’s Game, ein 1904 von Elizabeth Magie patentiertes Brettspiel, das die Gefahren des monopolistischen Landbesitzes aufzeigen sollte. Als Vorbild für das mit einem Zylinder ausgestattete Monopoly-Maskottchen diente der aus Mannheim stammende deutsch-amerikanische Bankier Otto Hermann Kahn. Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele. 2015 feierte das Unternehmen Hasbro das Datum des Verkaufs des U.S. Patents 748626 von Elizabeth Magie an Parker Brothers am 19. März 1935 als „Geburtstag“ des Spiels.

5. November 1937: Adolf Hitler legt in einem mehrstündigen Monolog den wichtigsten Vertretern der deutschen Wehrmacht die Grundzüge seiner auf gewaltsame Expansion ausgerichteten Außenpolitik dar. Die Hoßbach-Niederschrift, eine von Oberst Friedrich Hoßbach ohne Auftrag angefertigte Niederschrift über die „Besprechung“, dient der Anklagevertretung in den Nürnberger Prozessen später als Beweismittel. Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn;[1] † 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft, der das sog. Dritte Reich nach dem Führerprinzip beherrschte.

5. November 1938: Die Reichsautobahn Berlin–München wird fertiggestellt. Mit der Planung und dem Aufbau wurde zur Zeit der Weimarer Republik begonnen; nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurde der Ausbau beschleunigt. Er wurde von ihnen als Maßnahme gegen die seit der Weltwirtschaftskrise 1930/31 herrschende Massenarbeitslosigkeit propagiert. Des Weiteren versprach die NS-Propaganda die Mobilität der angestrebten Volksgemeinschaft (siehe auch KdF-Wagen). Die Reichsautobahnen und ihre umfangreichen Planungen bildeten später einen Grundstein für das Bundesautobahnnetz in der Bundesrepublik Deutschland und das Autobahnnetz in Österreich.

5. November 1949: Der Ministerrat der DDR entscheidet sich für den Text Auferstanden aus Ruinen von Johannes R. Becher mit der Melodie von Hanns Eisler als Nationalhymne. Johannes Robert Becher (* 22. Mai 1891 in München; † 11. Oktober 1958 in Ost-Berlin) war ein deutscher expressionistischer Dichter und SED-Politiker, Minister für Kultur sowie erster Präsident des Kulturbundes der DDR. Bekannt ist er auch als Verfasser des Textes der Nationalhymne der DDR.

5. November 1954: In Taiwan wird die Formosa Company gegründet, heute unter dem Namen Formosa Plastics Group einer der weltgrößten Kunststoffhersteller.

5. November 1955: Die im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstörte Wiener Staatsoper wird mit Beethovens Oper Fidelio wiedereröffnet.

5. November 1956: Britische und französische Fallschirmjäger landen auf dem Flughafen Gamil in Ägypten und errichten eine Basis zur Luftunterstützung der Invasion Ägyptens in der Sueskrise.

5. November 1957: Das Allgemeine Kriegsfolgengesetz regelt ab sofort Rechts- und Entschädigungsprobleme, die durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse sowie die Niederlage des Deutschen Reiches entstanden sind.

5. November 1964: Die NASA-Raumsonde Mariner 3 startet mit dem Ziel Mars, doch auf Grund von Problemen beim Start muss sie im Erdorbit verbleiben.

5. November 1967: In der Antarktis werden vom Flugzeug aus die bis dahin unbekannte eisbedeckte Lyddan-Insel sowie der Stancomb-Wills- und der Hayes-Gletscher entdeckt.

5. November 1978: In Österreich ergibt die Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des betriebsbereiten Kernkraftwerk Zwentendorf im niederösterreichischen Tullnerfeld eine hauchdünne Mehrheit von 50,5 % gegen die Inbetriebnahme.

5. November 1980: Der Berliner Zoo erhält mit Bao Bao und Tjen Tjen als erster und bisher einziger Zoologischer Garten in Deutschland zwei Große Pandabären.

5. November 1982: An der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay wird in Itaipú das größte Wasserkraftwerk der Welt eröffnet. Es ist der Name eines Wasserkraftwerkes und der dazugehörigen Itaipu-Staumauer sowie des Itaipu-Stausees am Paraná an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien. Nach über 10-jähriger Bauzeit wurde das Kraftwerk 1984 in Betrieb genommen.

5. November 1986: Die DENIC lässt den Datensatz .de für die Internet-Kennung in der IANA-Datenbank anlegen.

5. November 1987: Govan Mbeki, Führer der Anti-Apartheidsbewegung in Südafrika und einer der Gründer des African National Congress wird nach 23 Jahren aus der Haft auf Robben Island entlassen. Govan Archibald Mvuyelwa Mbeki (* 9. Juli 1910 im Nqamakwe District, Transkei, Südafrika; † 30. August 2001 in Port Elizabeth, Südafrika; genannt Oom Gov ‚Onkel Gov‘) war ein Führer der Anti-Apartheid-Bewegung, hochrangiger Politiker des African National Congress (ANC) und Kanzler der Universität Fort Hare. Er war der Vater des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki.

5. November 1996: Birgit Hogefeld, 1993 beim GSG-9-Einsatz in Bad Kleinen festgenommenes Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF). Birgit Elisabeth Hogefeld (* 27. Juli 1956 in Wiesbaden) ist eine ehemalige Terroristin. Sie war Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF) und gilt als eine der Leitfiguren ihrer dritten Generation. Ab 1985 war sie an verschiedenen Anschlägen beteiligt, wurde 1993 verhaftet und 1996 unter anderem wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, aus der sie im Juni 2011 – als letztes inhaftiertes RAF-Mitglied – auf Bewährung entlassen wurde.

5. November 2006: Der frühere irakische Diktator Saddam Hussein wird in erster Instanz zum Tod durch den Strang verurteilt. Hussein (* 28. April 1937 in al-Audscha bei Tikrit; † 30. Dezember 2006 in al-Kazimiyya bei Bagdad) war von 1979 bis 2003 Staatspräsident und gleichzeitig von 1979 bis 1991 sowie 1994 bis 2003 Premierminister des Irak. Er regierte das Land diktatorisch und wurde später wegen des Massakers an Schiiten und Kurden zum Tode verurteilt und hingerichtet.

5. November 2007: Die erste chinesische Raumsonde Chang’e-1 erreicht ihre Umlaufbahn um den Mond. Im Mondprogramm der Volksrepublik China hat sie die Aufgabe, zunächst Mondoberfläche und Mondgestein zu erkunden.

5. November 2009: In den USA werden beim Amoklauf in Fort Hood 13 Menschen getötet und 30 weitere verletzt.

5. November 2018: Die Raumsonde Voyager 2 erreicht nach Angaben der NASA die Heliopause des Sonnensystems und stößt in den interstellaren Raum vor.

https://de.wikipedia.org/wiki/5. November

6. November 1388: Pfalzgraf Ruprecht I. schlägt mit seinem Reichsheer die rheinischen Städte des Schwäbischen Städtebundes bei Worms. Ruprecht I., der Rote, von der Pfalz (* 9. Juni 1309 in Wolfratshausen; † 16. Februar 1390 in Neustadt an der Weinstraße) war Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz (1329–1390) und Gründer der Universität Heidelberg.

6. November 1429: Heinrich VI. wird als knapp Achtjähriger in der Westminster Abbey zum englischen König gekrönt. Heinrich VI., englisch Henry VI, (* 6. Dezember 1421 bei Windsor; † 21. Mai 1471 in London) war der letzte König von England aus dem Haus Lancaster (von 1422 bis 1461 und von 1470 bis 1471).

6. November 1494: Der Peterhof in Nowgorod, ein Kontor der Hanse, wird auf Anordnung von Zar Iwan III. geschlossen, die Kaufleute verhaftet. Die Gefangenen kommen erst nach dem Ende des Russisch-Schwedischen Kriegs im Jahr 1497 frei. Iwan (Ioann) III. Wassiljewitsch, genannt Iwan III. der Große (* 22. Januar 1440 in Moskau; † 27. Oktober 1505 ebenda), war von 1462 bis 1505 Großfürst von Moskau. Während seiner Herrschaft entstand durch Erwerbungen und Eroberungen ein einheitliches Russisches Reich, das die jahrhundertelange mongolische Herrschaft abschütteln konnte und zur osteuropäischen Großmacht aufstieg. Neben Reformen der Gesetzgebung und des Heeres schuf er neue ideologische Grundlagen für den Staat. In die Herrschaftszeit Iwans III. fällt die Errichtung des heutigen Moskauer Kreml und seiner wichtigsten Sakralbauten.

6. November 1528: Der spanische Conquistador Álvar Núñez Cabeza de Vaca erreicht schiffbrüchig als erster Europäer texanischen Boden. Álvar Núñez Cabeza de Vaca (* um 1490 in Jerez de la Frontera (Andalusien); † vielleicht 27. Mai 1559 in Valladolid) war ein spanischer Seefahrer und Entdecker. Er war der Sohn von Francisco Núñez de Vera und Teresa Cabeza de Vaca y de Zurita, einer eher bescheiden lebenden Hidalgo-Familie.

6. November 1667: In München erfolgt die Uraufführung des musikalischen Dramas Le pretensioni del sole von Johann Caspar Kerll. Er (* 9. April 1627 in Adorf; † 13. Februar 1693 in München) war ein deutscher Organist, Cembalist und Komponist. Obwohl zu seiner Zeit einer der bekanntesten Komponisten und besten Lehrer, ist Kerll heute fast vergessen.

6. November 1730: Hans Hermann von Katte wird auf Befehl des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I., angeblich vor den Augen seines Freundes Kronprinz Friedrich, wegen seiner Beteiligung am Fluchtversuch Friedrichs am 5. August, hingerichtet. Hans Hermann von Katte (* 28. Februar 1704 in Berlin; † 6. November 1730 in Küstrin) war ein Leutnant der preußischen Armee und Jugendfreund Friedrichs II. Katte wurde auf Anordnung von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen hingerichtet.

6. November 1789: Baltimore wird zum ersten Bistum in den USA erhoben und John Carroll von Papst Pius VI. zu dessen ersten Bischof bestimmt. John Carroll (SJ) (* 8. Januar 1735 in Upper Marlboro, Province of Maryland; † 3. Dezember 1815 in Baltimore, Maryland) war bis zur Aufhebung des Jesuitenordens Jesuit und später der erste Bischof und Erzbischof der Diözese Baltimore und als solcher der erste katholische Bischof in den Vereinigten Staaten. Er war außerdem Begründer der katholischen Hierarchie in den Vereinigten Staaten und Gründer der Georgetown University, der heute ältesten katholischen Universität in den USA.

6. November 1806: Nachdem tags zuvor preußische Truppen das neutrale Lübeck besetzt haben, kommt es gegen napoleonische Truppen zur Schlacht von Lübeck. Nach ihrem Sieg besetzen und plündern die Franzosen die Stadt.

6. November 1815: In Österreichs Hauptstadt wird das k.k. Polytechnische Institut, die heutige Technische Universität Wien, eröffnet.

6. November 1837: Im Drury Lane Theatre in London findet die Uraufführung der Oper Caractacus von Michael William Balfe statt. Michael William Balfe, eigentlich Balph (* 15. Mai 1808 in Dublin; † 20. Oktober 1870 in Ware, Hertfordshire) war ein irischer Komponist, Violinist, Opernsänger (Bariton) und Dirigent.

6. November 1848: In der Schweiz tritt die erste Bundesversammlung zusammen und wählt den ersten Bundesrat.

6. November 1869: Die fertiggestellte Blackfriars Bridge wird in London von Königin Victoria offiziell eröffnet. Victoria (* 24. Mai 1819 als Princess Alexandrina Victoria of Kent im Kensington Palace, London; † 22. Januar 1901 in Osborne House, Isle of Wight) war von 1837 bis 1901 Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland. Seit Mai 1876 trug sie als erste britische Monarchin zusätzlich den Titel Kaiserin von Indien (Empress of India).

6. November 1874: In Adelaide wird die dritte australische Universität gegründet, die University of Adelaide.

6. November 1880: Der französische Militärarzt Charles Louis Alphonse Laveran entdeckt in einer Blutprobe den Malariaerreger Plasmodium falciparum. Charles Louis Alphonse Laveran (* 18. Juni 1845 in Paris; † 18. Mai 1922 ebenda) war ein französischer Mediziner und Bakteriologe, vor allem auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten. Er entdeckte 1880 die Malariaplasmodien und erhielt 1907 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

6. November 1902: Das Drama Adriana Lecouvreur von Francesco Cilea wird am Teatro Lirico in Mailand uraufgeführt. Francesco Cilea (* 23. Juli 1866 in Palmi, Provinz Reggio Calabria; † 20. November 1950 in Varazze, Provinz Savona) war ein italienischer Komponist, Musikpädagoge und Leiter musikalischer Ausbildungsstätten.

6. November 1902: In den Friedhofsanlagen in Grimmen wird ein Standbild für den Reichseiniger und ehemaligen deutschen Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck feierlich enthüllt. Das Denkmal wurde nach einem Entwurf des Bildhauers Cuno von Uechtritz-Steinkirch in der Kunstgießerei der Lauchhammerwerke in Bronze gegossen. Das Standbild fiel im Zweiten Weltkrieg der Metallspende zum Opfer.

6. November 1906: Ole Olsen gründet in Kopenhagen mit Nordisk Film A/S die älteste noch bestehende Filmgesellschaft der Welt. Ole Olsen (* 5. Mai 1863 in Tangemose bei Starreklinte in Vallekilde Sogn; † 5. Oktober 1943 im Kopenhagener Stadtteil Hellerup) war ein dänischer Filmproduzent.

6. November 1913: Zabern-Affäre: Nach dem Bekanntwerden diskriminierender Äußerungen deutscher Offiziere gegenüber der Bevölkerung in der elsässischen Garnisonsstadt Zabern kommt es zu öffentlichen Protesten.

6. November 1913: Der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi protestiert in Südafrika mit mehr als 2.200 Anhängern gegen die Rassendiskriminierungspolitik gegenüber den indischen Einwanderern. Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma Gandhi (* 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat; † 30. Januar 1948 in Neu-Delhi, Delhi) war ein indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist, der zum geistigen und politischen Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung wurde. Bereits an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert setzte sich Gandhi in Südafrika für die Gleichberechtigung der Inder ein und entwickelte dabei Methoden des gewaltlosen, politischen Kampfes.

6. November 1919: Der niederländische Ingenieur Hanso Schotanus à Steringa Idzerda sendet aus seiner Privatwohnung die erste Hörfunksendung. Hans Henricus „Hanso“ Schotanus à Steringa Idzerda (* 26. September 1885 in Weidum; † 3. November 1944 in Den Haag) war ein niederländischer Ingenieur und Radiopionier. Dies war der Beginn der ersten regelmäßig und mit Vorankündigung ausgestrahlten Rundfunksendung der Welt. Er sendete regelmäßig musikalische Abende aus seinem Haus in Den Haag. Am Ende fehlten Idzerda die Mittel, um die Sendungen weiterhin zu betreiben. Während des Zweiten Weltkrieges schloss sich Idzerda dem Widerstand an. Ende 1944 wurde er von den Deutschen erschossen.

6. November 1931: In der deutschen Bankenkrise werden durch eine Notverordnung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die Sparkassen mit der Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts ausgestaltet. Ihr Vermögen ist vom – zumeist kommunalen – Gewährträger zu trennen, das Institut darf ihm nur begrenzt Kommunalkredit gewähren. Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Ostpreußen) war ein deutscher General (zuletzt im Range eines Generalfeldmarschalls) und Politiker. Im Ersten Weltkrieg übte die von ihm geführte Oberste Heeresleitung von 1916 bis 1918 de facto diktatorisch die Regierungsgewalt aus. Hindenburg wurde 1925 zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Er wurde bei der Reichspräsidentenwahl 1932 wiedergewählt und blieb bis zu seinem Tod im Amt. Nachdem er den Nationalsozialisten Adolf Hitler mehrmals als Regierungschef abgelehnt hatte, ernannte er ihn am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. In der Folge ermöglichte Hindenburg der NSDAP, eine Diktatur zu errichten.

6. November 1932: Die NSDAP verliert bei den vorgezogenen Reichstagswahlen in der Weimarer Republik Stimmen und Mandate, bleibt aber weiterhin stärkste Partei vor der SPD. Wahlgewinner sind die KPD und die DNVP unter Alfred Hugenberg. Alfred Ernst Christian Alexander Hugenberg (* 19. Juni 1865 in Hannover; † 12. März 1951 in Kükenbruch) war ein deutscher Montan-, Rüstungs- und Medienunternehmer, Politiker (DNVP) und während der ersten Monate nach Hitlers Machtergreifung 1933 Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung in dessen erstem Kabinett. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Alldeutschen Verbandes, der zeitweise einer der größten und bekanntesten Agitationsverbände war. Mit seinem Hugenberg-Konzern, einem Medienkonzern, der die Hälfte der deutschen Presse kontrollierte, trug er mit nationalistischer und antidemokratischer Propaganda maßgeblich zur Zerstörung der Weimarer Republik bei.

6. November 1936: Das Londoner U-Boot-Protokoll regelt international, dass U-Boote gegenüber Handelsschiffen völkerrechtlich den Bestimmungen für Überwasserschiffe gleichgestellt sind.

6. November 1939: Bei der Sonderaktion Krakau werden 183 Professoren und Universitätsmitarbeiter in Krakau von den Nationalsozialisten verhaftet und in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau verschleppt.

6. November 1942: Das deutsche U-Boot U 68 versenkt das britische Passagierschiff City of Cairo. Die Rettungsboote verlieren sich im Atlantik, das letzte wird erst 51 Tage später gefunden. 104 Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

6. November 1943: In der Schlacht am Dnepr während des Zweiten Weltkriegs gelingt der Roten Armee die Rückeroberung des im September 1941 von den Deutschen eingenommenen Kiew.

6. November 1944: Der schwerste Luftangriff der Royal Air Force in einer Reihe von Luftangriffen auf Koblenz führt zur weitgehenden Zerstörung der Stadt.

6. November 1944: Der britische Nahost-Minister Lord Moyne wird mit seinem Fahrer in Kairo von zwei Aktivisten der zionistischen Untergrundgruppe Lechi getötet. Der Minister lehnte einen jüdischen Staat in Palästina ab. Walter Edward Guinness, 1. Baron Moyne DSO und Spange QSAM PC (* 29. März 1880 in Dublin, Irland; † 6. November 1944 in Kairo, Ägypten) war ein britisch-irischer Politiker und Brauereiunternehmer.

6. November 1956: Mehrere Kommandos der Royal Marines landen in der Sueskrise mit amphibischen Fahrzeugen und Feuerunterstützung von Schlachtschiffen an den Stränden Ägyptens und beginnen mit der Invasion des Landes. Port Said wird durch verheerende Brände fast vollständig zerstört.

6. November 1956: Am Sambesi wird mit dem Bau der Bogenstaumauer für die Kariba-Talsperre begonnen.

6. November 1961: Heinz Felfe, der Leiter der Spionageabwehr Sowjetunion beim Bundesnachrichtendienst, erweist sich als sowjetischer Doppelagent und wird festgenommen. Johannes Paul Heinz Felfe (* 18. März 1918 in Dresden; † 8. Mai 2008 in Berlin) war ein deutscher Doppelagent. Er war Angehöriger des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS (SD), der Organisation Gehlen und des Bundesnachrichtendienstes (BND). Nach zehnjähriger Agenten-Tätigkeit für den KGB wurde er 1961 verhaftet, 1963 zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt und 1969 in die DDR ausgetauscht. Dort wurde er Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und veröffentlichte seine Memoiren. Felfe war der erste bedeutende Verratsfall im BND.

6. November 1962: Die UNO verabschiedet die Resolution 1761 der UN-Generalversammlung, in der aufgrund der Apartheid ein Embargo gegen Südafrika verabschiedet wird.

6. November 1975: 350.000 großteils unbewaffnete Menschen folgen dem Aufruf des marokkanischen Königs Hassan II., die von Spanien aufgegebene Kolonie Westsahara zu besetzen. Aus dem Grünen Marsch entwickelt sich in der Folge der Westsaharakonflikt. Hassan II. (* 9. Juli 1929 in Rabat, Französisch-Marokko als Moulay Hassan; † 23. Juli 1999 ebenda) war von 1961 bis 1999 König von Marokko.

6. November 1982: In Nairobi wird der Internationale Fernmeldevertrag unterzeichnet, die Grundlage für die Internationale Fernmeldeunion, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

6. November 1982: In Portland erfolgt die Uraufführung der Oper Wuthering Heights von Bernard Herrmann. Bernard Herrmann (* 29. Juni 1911 in New York City; † 24. Dezember 1975 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Dirigent und Komponist, der durch seine Filmkompositionen bekannt wurde. Besondere Berühmtheit erlangte Herrmann durch seine Zusammenarbeit mit Regisseur Alfred Hitchcock, für den er unter anderem die Musik zum Filmklassiker Psycho komponierte.

6. November 1984: Bei den US-Präsidentschaftswahlen erringt der republikanische Amtsinhaber Ronald Reagan gegen den demokratischen Herausforderer Walter Mondale den deutlichsten Sieg seit der Präsidentschaftswahl 1936. Mondale kann mit Minnesota nur einen einzigen Staat für sich entscheiden. Ronald Wilson Reagan (* 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; † 5. Juni 2004 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und republikanischer Politiker. Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien; von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten. Walter Frederick „Fritz“ Mondale (* 5. Januar 1928 in Ceylon, Minnesota; † 19. April 2021 in Minneapolis, Minnesota) war ein US-amerikanischer Politiker (DFL bzw. Demokratische Partei). Er war von 1977 bis 1981 der 42. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.

6. November 1989: Hit Radio FFH erhält als erstes Privatradio in Hessen eine Sendelizenz.

6. November 1990: Das 9. Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention, das jedem Bürger ermöglicht, sich mittels Individualbeschwerde persönlich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden, wird in Rom zur Unterzeichnung aufgelegt. Es wird am 1. Oktober 1994 in Kraft treten.

6. November 1991: Wegen seiner Verwicklung in den Augustputsch in Moskau wird der sowjetische Geheimdienst KGB aufgelöst. Seine Aufgaben werden den neuen Behörden FSB und Sluschba wneschnei raswedki übertragen.

6. November 1999: In Berlin errichtet der US-Amerikaner Bryan Berg ein 7,71 Meter hohes Kartenhaus aus 91.800 Spielkarten mit 131 Stockwerken.

6. November 2001: Die belgische staatliche Fluggesellschaft Sabena erklärt ihre Insolvenz.

6. November 2001: In den USA beginnt die Erstausstrahlung der Fernsehserie 24. 24, auch 24 – Twenty Four, ist eine US-amerikanische Actionthriller-Fernsehserie, deren Ausstrahlung 2001 begann. Sie thematisiert Versuche der amerikanischen Regierung, terroristische Angriffe zu verhindern, Attentäter aufzuspüren und bis in Regierungskreise reichende Verschwörungen aufzudecken, wobei die handelnden Figuren wiederholt mit moralischen Dilemmata konfrontiert werden. Charakteristisch für die Serie, deren Staffeln 1 bis 8 je einen 24-stündigen, ununterbrochenen Zeitraum erzählen, sind die in Echtzeit ablaufende Handlung und Splitscreens.

6. November 2008: Auf Taiwan entsteht anlässlich eines Besuchs des Unterhändlers der Volksrepublik China Chen Yunlin die Wilde-Erdbeeren-Studentenbewegung. Sie war eine von Studenten getragene Protestbewegung in der Republik China auf Taiwan. Sie richtete sich gegen die Annäherungspolitik des 2008 gewählten Präsidenten Ma Ying-jeou an die Volksrepublik China sowie das harte Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten.

6. November 2012: Amtsinhaber Barack Obama wird bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten als US-Präsident bestätigt. Barack Hussein Obama II (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Am 10. Dezember 2009 erhielt Obama den Friedensnobelpreis.

6. November 2017: In Bonn beginnt die Weltklimakonferenz, um die Umsetzung der Beschlüsse des Pariser Klimavertrags von 2015 zu erörtern.

https://de.wikipedia.org/wiki/6. November

7. November 1455: Mehr als 24 Jahre nach ihrer Verbrennung wird in der Kathedrale Notre-Dame de Paris der Prozess gegen Jeanne d’Arc neu aufgerollt. Sie ist eine französische Nationalheldin. Sie wird in der römisch-katholischen Kirche als Jungfrau und Heilige verehrt. Nach der Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Compiègne wurde Jeanne d’Arc am 23. Mai 1430 durch Johann II. von Luxemburg gefangen genommen, später an die Engländer ausgeliefert und schließlich in einem kirchlichen Verfahren des Bischofs von Beauvais, Pierre Cauchon, der pro-englisch eingestellt war, aufgrund verschiedener Anklagen verurteilt. Am 30. Mai 1431 wurde Jeanne d’Arc im Alter von 19 Jahren auf dem Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

7. November 1492: Der als Meteorit von Ensisheim bekannt gewordene Meteorit stürzt in ein Weizenfeld zwischen Ensisheim und Battenheim im Elsass.

7. November 1638: Der Freisinger Bischof Veit Adam von Gepeckh weiht die Münchner Mariensäule auf dem Marienplatz ein. Veit Adam von Gepeckh (* 10. April oder 15. Juni 1584 auf Schloss Arnbach bei Dachau; † 8. Dezember 1651 in Freising) war von 1618 bis zu seinem Tod Fürstbischof von Freising.

7. November 1659: Der auf der Fasaneninsel im Bidasoa geschlossene Pyrenäenfriede zwischen Frankreich unter König Ludwig XIV. und Spanien unter König Philipp IV. beendet Auseinandersetzungen der beiden Staaten nach dem Dreißigjährigen Krieg, legt den Pyrenäen-Hochkamm als Grenze fest, bringt Frankreich einige Gebietsgewinne und begünstigt seinen Aufstieg zur kontinentalen Vormacht.

7. November 1665: Die London Gazette, die älteste noch bestehende englische Tageszeitung und offizielles Verlautbarungsorgan des Vereinigten Königreichs, erscheint.

7. November 1750: In den österreichischen Ländern löst der Konventionstaler den bisher geltenden Reichstaler ab.

7. November 1775: Johann Wolfgang von Goethe trifft auf Einladung des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach, Carl August, in Weimar ein. Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung. Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (mit Taufnamen), auch Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (* 3. September 1757 in Weimar; † 14. Juni 1828 auf Schloss Graditz bei Torgau), war ein deutscher Fürst, ab 1758 Herzog und ab 1815 Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, stand jedoch bis 1775 unter Vormundschaft seiner Mutter Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel. Er entstammte dem Haus Wettin.

7. November 1785: In Wien wird die von Kaiser Joseph II. gestiftete Medizinisch-Chirurgische Akademie Josephinum im heutigen Gemeindebezirk Alsergrund ihrer Bestimmung übergeben.

7. November 1801: Alessandro Volta stellt die erste Batterie der Öffentlichkeit vor. Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta, ab 1810 Graf von Volta (* 18. Februar 1745 in Como; † 5. März 1827 ebenda) war ein italienischer Physiker. Er gilt als Erfinder der Volta’schen Säule, heute bekannt als elektrische Batterie, und als einer der Begründer der Elektrizitätslehre. Nach ihm wurde die SI-Einheit für die elektrische Spannung benannt.

7. November 1806: Gebhard Leberecht von Blücher kapituliert nach der Schlacht bei Lübeck im Vierten Koalitionskrieg mit seinen preußischen Einheiten in Ratekau gegenüber den Franzosen unter Marschall Bernadotte. Gebhard Leberecht von Blücher, ab 1814 Fürst Blücher von Wahlstatt (* 16. Dezember 1742 in Rostock; † 12. September 1819 in Krieblowitz), war ein preußischer Generalfeldmarschall, der durch den Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo berühmt wurde. Volkstümlich „Marschall Vorwärts“ genannt, gehörte er zu den populärsten Helden der Befreiungskriege in Europa.

7. November 1811: Aufgrund einer Prophezeiung von Tecumsehs Bruder Tenskwatawa greift die indianische Föderation in der Morgendämmerung US-amerikanische Truppen unter William H. Harrison an, die diese Attacke in der Schlacht bei Tippecanoe jedoch abwehren können. Er war ein Häuptling und Schamane der Shawnee-Indianer und ist der Bruder des bekannten Indianerführers Tecumseh (1768–1813), der versucht hatte, eine indianische Allianz aufzubauen und im Britisch-Amerikanischen Krieg getötet wurde. Tenskwatawa wurde bekannt als „Der Prophet“ bzw. der „Shawnee-Prophet“.

7. November 1825: Der junge Rechtsanwalt Jereboam O. Beauchamp ermordet den Politiker Solomon P. Sharp, nach eigener Aussage, um die Ehre seiner Frau Anne Cooke-Beauchamp zu verteidigen. Er wurde verhaftet und am 7. Juli 1826 hingerichtet. Die sogenannte Beauchamp-Sharp-Tragödie wird von der Presse und in zahlreichen literarischen Bearbeitungen aufgegriffen.

7. November 1829: An der Opéra-Comique in Paris findet die Uraufführung der komischen Oper Le dilettante d’Avignon von Jacques Fromental Halévy statt. Jacques François Élie Fromental Halévy (* 27. Mai 1799 in Paris; † 17. März 1862 in Nizza) war ein französischer Komponist und Musikpädagoge. Bekannt wurde er weithin durch seine Oper La Juive (Die Jüdin).

7. November 1844: Die Erstausgabe der Fliegenden Blätter erscheint in München.

7. November 1869: Auf der Strecke Paris-Rouen findet das erste internationale Straßenradrennen der Welt statt. Es siegt James Moore. James Moore (* 14. Januar 1849 in Bury St Edmunds; † 17. Juli 1935 ebenda) war ein britischer Radsportler. Ihm wird fälschlicherweise zugeschrieben, das erste Radrennen der Geschichte gewonnen zu haben. Im März 2019 wurde in James Moores Heimatort Bury St Edmund in Anwesenheit seines Enkels John ein Denkmal zur Erinnerung an ihn enthüllt.

7. November 1871: Der französische Politiker Léon Gambetta gründet die Tageszeitung La République française.

7. November 1876: Die Oper Der Kuß von Bedřich Smetana wird in Prag uraufgeführt. Bedřich Smetana (* 2. März 1824 als Friedrich Smetana in Litomyšl; † 12. Mai 1884 in Prag) war ein tschechischer Komponist der Romantik. Sein bekanntestes Werk ist Die Moldau (Vltava) aus dem sinfonischen Zyklus Mein Vaterland (Má vlast).

7. November 1885: Mit dem Setzen des letzten Nagels durch Donald Smith in Craigellachie ist der Bau der transkanadischen Eisenbahnstrecke Canadian Pacific Railway beendet.

7. November 1889: Die deutsche Plankton-Expedition kehrt nach Kiel zurück. Die beendete ozeanographische Forschungsreise im Atlantik war die weltweit erste, die sich dem Plankton widmete.

7. November 1891: Anton Bruckner wird als erstem Komponisten von der Universität Wien die Ehrendoktorwürde verliehen. Joseph Anton Bruckner (* 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich; † 11. Oktober 1896 in Wien) war ein österreichischer Komponist der Romantik sowie Organist und Musikpädagoge. Erst spät im Leben von den Zeitgenossen als Komponist gewürdigt, gehörte er doch zu den wichtigsten und innovativsten Tonschöpfern seiner Zeit und hat durch seine Werke bis weit ins 20. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Musikgeschichte ausgeübt. Seine bedeutendsten und wohl auch bekanntesten Kompositionen sind seine groß angelegten Sinfonien. Auch die Kirchenmusik hat er um wichtige Werke bereichert – unter anderem drei große Messen und das Te Deum. Als Organist wurde er vor allem für seine Improvisationen bewundert.

7. November 1892: In Kiew erfolgt die öffentliche Uraufführung der Oper Chowanschtschina von Modest Petrowitsch Mussorgski. Modest Petrowitsch Mussorgski (* 9.jul. / 21. März 1839 greg. in Karewo, Ujesd Toropez, Gouvernement Pskow, Russisches Kaiserreich; † 16.jul. / 28. März 1881 greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Komponist. Er wurde hauptsächlich durch seine Opern sowie den Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung bekannt und gilt als einer der eigenständigsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er starb im Alter von 42 Jahren an den Folgen einer jahrelangen Alkoholabhängigkeit. Viele begonnene Werke blieben unvollendet.

7. November 1893: Als Reaktion auf die Hinrichtung des Attentäters von General Arsenio Martínez-Campos verüben Anarchisten einen Bombenanschlag im Gran Teatre del Liceu in Barcelona, der 23 Menschenleben kostet.

7. November 1896: In Helsinki wird die Oper Jungfruburen (Mädchenkammer) von Jean Sibelius uraufgeführt. Johan Julius Christian („Jean“) Sibelius (* 8. Dezember 1865 in Hämeenlinna; † 20. September 1957 in Järvenpää bei Helsinki), auch genannt Janne Sibelius, war ein finnischer Komponist am Übergang von der Spätromantik zur Moderne.

7. November 1902: Die Herkulesbahn in Kassel nimmt mit Gütertransporten ihren Betrieb auf.

7. November 1908: In Brünn findet die Uraufführung der Operette Die lustigen Weiber von Robert Stolz statt. Robert Elisabeth Stolz (* 25. August 1880 in Graz; † 27. Juni 1975 in Berlin) war ein österreichischer Komponist und Dirigent. 1896 absolvierte er die Staatsprüfung für Musik. 1897 wurde er Opernkorrepetitor am Städtischen Theater Graz, danach Kapellmeister in Marburg an der Drau und 1902 am Stadttheater Salzburg. Dort debütierte er am 3. März 1903 mit der Operette Schön Lorchen als Komponist. Nach einem Engagement am Deutschen Stadttheater in Brünn – seine Abschiedsvorstellung leitete er am 29. Mai 1907 – war er von 1907 bis 1917 musikalischer Leiter am Theater an der Wien. Er schrieb über 60 Operetten sowie zahlreiche Filmmusiken, Schlager u. a. und gilt als letzter Meister der Wiener Operette. Viele Stücke aus seinen Werken sind bis heute bekannt und beliebt, z. B. Im Prater blüh’n wieder die Bäume, Salome, Auf der Heide blüh’n die letzten Rosen, Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde, Die ganze Welt ist himmelblau, Mein Liebeslied muß ein Walzer sein, Adieu, mein kleiner Gardeoffizier, Wien wird schön erst bei Nacht etc. Seine Ausflüge in die E-Musik blieben die einaktige Oper Die Rosen der Madonna und sein Liederzyklus 20 Blumenlieder (op. 500).

7. November 1910: Ein Flugzeug der Wright Company befördert die erste Luftfracht im Auftrag eines Warenhauses von Dayton (Ohio) nach Columbus (Ohio).

7. November 1912: Das durch Heinrich Seeling erbaute Deutsche Opernhaus in Berlin wird mit Beethovens Oper Fidelio eröffnet.

7. November 1914: Gouverneur Alfred Meyer-Waldeck kapituliert im Ersten Weltkrieg im Namen der deutschen Kolonie Kiautschou und übergibt die belagerte Festung Tsingtau an Japan. Alfred Wilhelm Moritz Meyer, seit April 1903 Meyer-Waldeck (* 27. November 1864 in Sankt Petersburg, Russisches Reich; † 25. August 1928 in Bad Kissingen), war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral sowie Gouverneur des deutschen Schutzgebietes Kiautschou (1911–1914).

7. November 1917: (25. Oktober nach Julianischem Kalender) In Petrograd beginnt mit einem Signalschuss des Kreuzers Aurora die Oktoberrevolution. Der Winterpalast, der Sitz der provisorischen Regierung, wird gestürmt, alle Regierungsmitglieder außer Ministerpräsident Alexander Fjodorowitsch Kerenski werden festgenommen.

7. November 1918: In München führen Revolutionäre um Kurt Eisner das Ende der bayerischen Monarchie herbei. König Ludwig III. flieht aus der Stadt. Die bereits beschlossene Verfassungsreform (Parlamentisierung) vom 2. November wird dadurch obsolet. Bekannt ist Eisner vor allem als Anführer der Novemberrevolution von 1918 in München. Vom 8. November 1918 bis zu seiner Ermordung war er der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern.

7. November 1921: Das Lustspiel Der Schwierige von Hugo von Hofmannsthal wird im Residenztheater in München uraufgeführt. Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal (genannt Hugo von Hofmannsthal; * 1. Februar 1874 in Wien; † 15. Juli 1929 in Rodaun bei Wien) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Librettist sowie Mitbegründer der Salzburger Festspiele. Er gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de Siècle und der Wiener Moderne.

7. November 1921: In Versailles beginnt der Prozess gegen den Frauenmörder Henri Désiré Landru. Henri Désiré Landru (* 12. April 1869 in Paris; † 25. Februar 1922 in Versailles) war ein französischer Serienmörder. Er tötete mutmaßlich elf Menschen, davon zehn Frauen, während des Ersten Weltkriegs. In der Presse erhielt er den Namen der Blaubart von Gambais (le Barbe Bleue de Gambais).

7. November 1929: In Casablanca nimmt die errichtete marokkanische Börse ihre Geschäfte auf.

7. November 1929: In New York City öffnet das Museum of Modern Art seine Türen für die Öffentlichkeit.

7. November 1932: Buck Rogers in the 25th Century wird in den USA zum ersten Mal über Radio gesendet. Er ist ein Science-Fiction-Held des 20. Jahrhunderts.

7. November 1934: Die Rhapsodie über ein Thema von Paganini von Sergei Rachmaninow wird in Baltimore mit dem Komponisten selbst am Flügel und dem Philadelphia Orchestra unter Leopold Stokowski uraufgeführt. Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (russisch Сергей Васильевич Рахманинов, wissenschaftliche Transliteration Sergej Vasil’evič Rachmaninov; er selbst benutzte als Umschrift seines Namens Sergei Rachmaninoff; * 20. März jul. / 1. April 1873 greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien) war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent.

7. November 1938: Der siebzehnjährige Jude Herschel Grynszpan schießt auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Dieses Attentat nehmen die Nationalsozialisten zum Anlass, während der Novemberpogrome hunderte Menschen zu ermorden und Synagogen, jüdische Friedhöfe und Geschäfte gezielt zu zerstören.

7. November 1938: Nach dem Mord an einem Taxifahrer findet in Berlin die erste Öffentlichkeitsfahndung mit Hilfe des Fernsehens statt. Sie wird von dem legendären Kriminalbeamten Ernst Gennat gemeinsam mit Theo Saevecke organisiert. Die zahlreichen Hinweise führen tatsächlich zur Ergreifung des Täters. Mehr als 30 Jahre lang arbeitete Gennat unter drei politischen Systemen als einer der begabtesten und erfolgreichsten Kriminalisten Deutschlands. Schon zu Lebzeiten Legende und Original gleichermaßen, entsprach er nicht dem klassischen Klischee des engstirnigen preußischen Beamten. Hinter seinem Rücken wurde er von seinen Kollegen freundlich oder hämisch „Buddha der Kriminalisten“ oder „Der volle Ernst“ genannt. Bei der Gegenseite wurde er oft als „Der Dicke vom Alexanderplatz“ bezeichnet, weil sich seine Dienststelle dort befand. Diese Spitznamen spielten auf seine imposante Körperfülle an.

7. November 1940: Vier Monate nach ihrer Eröffnung stürzt die Tacoma-Narrows-Brücke im US-Bundesstaat Washington durch selbsterregte Schwingungen ein. Seit dieser Havarie werden vor dem Bau großer Brücken Modelle der Konstruktion im Windkanal getestet.

7. November 1941: Das sowjetische Hospitalschiff Armenija wird mit 4700 bis 4800 Menschen an Bord bei einem Luftangriff im Schwarzen Meer von einer deutschen Heinkel He 111 versenkt.

7. November 1944: Der Demokrat Franklin D. Roosevelt wird mit seinem Sieg bei den US-Präsidentschaftswahlen über den republikanischen Herausforderer Thomas E. Dewey neuerlich als US-Präsident gewählt und wird damit als einziger eine vierte Amtszeit antreten.

7. November 1944: Der sowjetische Kommunist Richard Sorge wird in Tokio hingerichtet. Kurz vor seiner Verhaftung 1941 verfasste er den bekannten und – aus historischer Sicht – kriegsentscheidenden Funkspruch, dass das durch den Dreimächtepakt mit der NS-Diktatur militärisch verbündete Japan nicht die Sowjetunion angreifen wird.

7. November 1945: Im Wiesbadener Manifest wenden sich US-amerikanische Kunstschutzoffiziere gegen den Abtransport von Kunstschätzen aus deutschen Museen in die Vereinigten Staaten. Anlass des Wiesbadener Manifestes war der am 6. November 1945 an Walter Farmer, den Direktor des Central Collecting Point (Zentrale Sammelstelle) für Kunstwerke in Wiesbaden, per Telegramm ergangene Befehl, einen Transport von 200 Gemälden aus der Berliner Gemäldegalerie sowie zwei Gemälden aus der Nationalgalerie Berlin in die USA vorzubereiten. Unter den ausgewählten hochwertigen Gemälden befanden sich unter anderem Werke von Tizian, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Peter Paul Rubens und Lucas Cranach.

7. November 1946: John Fords Western My Darling Clementine (Faustrecht der Prärie) mit Henry Fonda in der Hauptrolle hat in den Vereinigten Staaten Premiere. John Ford (* 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth, Maine als John Martin Feeney; † 31. August 1973 in Palm Desert, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent, der über Jahrzehnte zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods gehörte und filmhistorische Bedeutung erlangte. Er gewann vier Oscars in der Kategorie Beste Regie und ist damit Rekordpreisträger unter den Regisseuren der Oscar-Geschichte. Er wurde insbesondere als führender Regisseur des amerikanischen Westerns berühmt und drehte wegweisende Filme des Genres wie Ringo, Faustrecht der Prärie, Der Schwarze Falke und Der Mann, der Liberty Valance erschoß. Aber auch außerhalb des Westernfilmes drehte er Klassiker wie Früchte des Zorns, Schlagende Wetter und Der Sieger. Insgesamt umspannte Fords Filmkarriere über 140 Filme in fast 50 Jahren.

7. November 1948: Im Rahmen eines Schulwettbewerbs aus Anlass des Goethe-Jahres erhält Friedhelm Deis, Kirchenliedkomponist der Neuapostolischen Kirche, den Preis des Kulturministers des Landes Nordrhein-Westfalen für eine Klaviersonate, fünf Präludien und Fugen. Friedhelm Deis (* 1. Juni 1930 in Bochum; † 25. August 2008 in Hattingen) war Leiter der Musikschule der Stadt Hattingen sowie Musiker und Komponist. Außerdem war er Lehrer an mehreren Oberschulen Nordrhein-Westfalens, wie auch Dirigent, Dichter und Komponist in der Neuapostolischen Kirche.

7. November 1957: Mit Beginn der Nullserie rollt im VEB Automobilwerk Zwickau der erste Trabant P 50 vom Band.

7. November 1963: In Lengede (Niedersachsen) werden zwei Wochen nach einem Grubenunglück noch 11 Bergleute lebend geborgen. Dieses Ereignis geht als das „Wunder von Lengede“ in die Geschichte ein.

7. November 1968: Nachdem Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geohrfeigt und als „Nazi“ beschimpft hat, wird sie noch selbigen Tages zu 12 Monaten Gefängnis verurteilt. Bekannt wurde sie durch ihr Engagement bei der Aufklärung und Verfolgung von NS-Verbrechen. Zusammen mit ihrem französischen Mann Serge Klarsfeld hat sie mit detaillierten Dokumentationen auf zahlreiche unbehelligt lebende nationalsozialistische Täter hingewiesen: Kurt Lischka, Alois Brunner, Klaus Barbie, Ernst Ehlers, Kurt Asche u. a.

7. November 1989: Douglas Wilder gewinnt die Gouverneurswahlen in Virginia und wird damit der erste schwarze Gouverneur in den USA.

7. November 1989: In New York City entscheiden sich die Wähler für David Dinkins als ihren künftigen Bürgermeister. Er ist in der Millionenstadt das erste afroamerikanische Stadtoberhaupt.

7. November 1995: Alain Juppé gibt als französischer Premierminister wegen eines Finanzskandals den Rücktritt der gesamten Regierung bekannt, wird von Präsident Jacques Chirac allerdings sofort wieder mit der Regierungsbildung beauftragt.

7. November 1996: Die NASA startet die Raumsonde Mars Global Surveyor zur Erforschung des Mars aus dem Orbit.

7. November 2000: Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA besiegt der republikanische Kandidat George W. Bush laut ersten Meldungen den demokratischen Kandidaten Al Gore. Der Sieg wird allerdings erst einen Monat später per Gerichtsentscheid bestätigt werden und doch umstritten bleiben. George Walker Bush, meist abgekürzt George W. Bush (* 6. Juli 1946 in New Haven, Connecticut), ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und war von 2001 bis 2009 der 43. Präsident der Vereinigten Staaten. Als Reaktion auf die Terroranschläge am 11. September 2001 begann Bush 2001 den Krieg in Afghanistan und 2003 den völkerrechtlich umstrittenen Irakkrieg. Im Rahmen eines umfassend konzipierten „Krieges gegen den Terror“ ließ er zusätzlich – unter weltweiter Kritik – Bürgerrechte im USA PATRIOT Act einschränken und rechtsstaatliche Grundsätze in Ermittlungsverfahren, wie die Ächtung von Folter aussetzen. Im Sinne einer neokonservativen Außenpolitik identifizierte Bush eine „Achse des Bösen“ von „Schurkenstaaten“, gegen die die Vereinigten Staaten als hegemoniale Weltmacht das westliche, wirtschaftlich und politisch liberale Modell ausbreiten sollten bis hin zu einem militärischen Interventionsrecht (Bush-Doktrin).

7. November 2000: Hillary Clinton wird für den Staat New York in den US-Senat gewählt. Sie ist damit die erste ehemalige First Lady der USA, die in ein öffentliches Amt gewählt wird. Hillary Diane Rodham Clinton (* 26. Oktober 1947 in Chicago, Illinois, als Hillary Diane Rodham) ist eine US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei. Sie war als Ehefrau Bill Clintons, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist, von 1993 bis 2001 First Lady der Vereinigten Staaten. Im November 2000 wurde sie in den Senat gewählt, dem sie von 2001 bis 2009 für den Bundesstaat New York angehörte. Im Anschluss war Clinton bis 2013 Außenministerin der Vereinigten Staaten in der Regierung von Präsident Barack Obama.

7. November 2000: Die spanische Wüste Bardenas Reales in Navarra wird von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.

7. November 2001: Nach einer Unterbrechung aufgrund des Absturzes am 25. Juli 2000 wird der Linienflug der Concorde zwischen Paris/London und New York wieder aufgenommen.

7. November 2002: Den Leipziger Bergsteigern Olaf Rieck, Lydia Schubert und Carsten Schmidt gelingt die Erstbesteigung des Num Ri. Rieck hat bislang drei Achttausender – Cho Oyu (1999), Gasherbrum II (2001) und Hidden Peak (2019) – bestiegen. Außerdem gelangen ihm zwei Erstbesteigungen – Num Ri (2002) und Amphu Middle (2008) – sowie eine Zweitbesteigung – Cho Polu (1999) – in der Khumbu-Region in Nepal. 2005 scheiterte er wegen schlechten Wetters beim Versuch, den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen. Neben alpinen Projekten unternimmt Rieck auch Extremtrekkingtouren, wie beispielsweise die Süd-Nord-Durchquerung von Spitzbergen 2004 oder die Überquerung des patagonischen Inlandeises 2009. Mehrere seiner Expeditionen wurden durch Filme dokumentiert, die in verschiedenen Dritten Programmen und in 3sat gezeigt wurden.

7. November 2003: In Deutschland konstituiert sich die Föderalismuskommission als gemeinsames Gremium von Bundesrat und Bundestag, um die bundesstaatliche Ordnung zu modernisieren.

7. November 2006: Bei den midterm-elections zum Kongress der Vereinigten Staaten müssen die regierenden Republikaner eine verheerende Wahlniederlage einstecken. Die Demokraten gewinnen die Mehrheit sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus.

https://de.wikipedia.org/wiki/7. November

8. November 1307: In seinem Chronicon Helveticum setzt der Schweizer Historiker Aegidius Tschudi das Datum des Rütlischwurs mit diesem Tag fest. Er ist ein Element einer Geschichtserzählung des ausgehenden 15. Jahrhunderts, die während der Frühmoderne als Gründungslegende der Alten Eidgenossenschaft eine wichtige Rolle spielte und seit dem 19. Jahrhundert als Nationalmythos der Schweiz ausgebaut wurde.

8. November 1329: Im Heiligen Römischen Reich wird in Breslau erstmals ein Arbeitskampf in einer Urkunde dokumentiert. Die Gürtlergesellen streiken dort ein Jahr lang. Die Meister einigen sich, bei Geldbuße keinen der Streikenden bei sich zu beschäftigen.

8. November 1494: Mit Piero de’ Medicis Verlassen der Stadt endet zum ersten Mal die Herrschaft der Medici in Florenz. Piero di Lorenzo de’ Medici (genannt il Fatuo oder lo Sfortunato („der Unglückliche“); * 15. Februar 1472 in Florenz; † 28. oder 29. Dezember 1503 bei Gaeta) war der älteste Sohn Lorenzos des Prächtigen und regierte als dessen Nachfolger von 1492 bis 1494 Florenz. Sein Beiname bezieht sich auf sein politisches Scheitern, das der Herrschaft des Dominikaners Girolamo Savonarola den Weg ebnete.

8. November 1519: Spanische Eroberung Mexikos. Der spanische Konquistador Hernán Cortés erreicht die aztekische Hauptstadt Tenochtitlán und wird von Moctezuma II. mit großem Aufwand Willkommen geheißen.

8. November 1520: Der vier Tage zuvor zum schwedischen König gekrönte dänische König Christian II. bricht sein Versprechen einer Amnestie und lässt zahlreiche schwedische Adelige im Stockholmer Blutbad hinrichten, um die Anhänger Sten Stures des Jüngeren zu schwächen und die Kalmarer Union durchzusetzen.

8. November 1605: Im Holbeche House, Staffordshire, werden zwei von sechs Verschwörern des Gunpowder Plots vom 5. November bei ihrer Verhaftung erschossen. Unter den Getöteten befindet sich der Anführer Robert Catesby. Er war der Anführer einer Gruppe oppositioneller katholischer Landadeliger und plante 1605 den gescheiterten Gunpowder Plot.

8. November 1685: Im Edikt von Potsdam gewährt der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den französischen Hugenotten Privilegien und eine sichere Heimstatt in Brandenburg.

8. November 1798: Der britische Kapitän John Fearn landet als erster Europäer auf der Insel Nauru und nennt diese wegen der großen Freundlichkeit der Bewohner Pleasant Island.

8. November 1811: Schlacht bei Tippecanoe: Nach dem Angriff der indianischen Föderation am Vortag sendet Gouverneur William H. Harrison Kundschafter in das indianische Lager, findet es nach eigenen Angaben verlassen vor und lässt das Dorf niederbrennen. Nach anderen Quellen kommt es dabei zu einem Massaker an Frauen und Kindern.

8. November 1859: Im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus wird der erste Tag des dreitägigen Schillerfestes begangen.

8. November 1861: Admiral Charles Wilkes stoppt das britische Postschiff Trent im Bahamakanal und löst damit die Trent-Affäre aus, die beinahe zum Kriegseintritt Großbritanniens auf Seiten der Konföderierten im Amerikanischen Bürgerkrieg führt.

8. November 1861: In Leipzig wird die neue Sternwarte im Johannistal eröffnet.

8. November 1864: Mit einem überwältigenden Votum wird der republikanische Amtsinhaber Abraham Lincoln bei den US-Präsidentschaftswahlen während des Amerikanischen Sezessionskriegs wiedergewählt. Sein demokratischer Herausforderer George B. McClellan, der für eine Verhandlungslösung mit den Konföderierten eingetreten ist, kann nur drei US-Bundesstaaten zu seinen Gunsten entscheiden.

8. November 1867: Im walisischen Steinkohlenbergwerk Ferndale Colliery ereignen sich zwei Explosionen, die den Tod von 178 Männern und Jungen zur Folge haben.

8. November 1887: Emil Berliner erhält das Reichspatent auf sein Tonwiedergabegerät mit drehbarer Schallplatte. Das Grammophon ersetzt nach der Jahrhundertwende mehr und mehr den Walzenphonographen von Thomas Alva Edison. Emil Berliner (in den USA nannte er sich Emile Berliner; * 20. Mai 1851 in Hannover; † 3. August 1929 in Washington, D.C.) gilt als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons. Er erhielt auch Patente auf andere Erfindungen. 1881 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

8. November 1895: Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die Röntgenstrahlen. Wilhelm Conrad Röntgen (* 27. März 1845 in Lennep, heute Stadtteil von Remscheid; † 10. Februar 1923 in München) war ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Er entdeckte im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die „X-Strahlen“ (die nach ihm benannten Röntgenstrahlen). Hierfür erhielt er 1901 bei der Vergabe der ersten Nobelpreise den Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität.

8. November 1907: Die Pariser Zeitung L’Illustration startet die erste öffentliche Bildübertragung per Faksimiletelegraf und Unterseekabel. Zwölf Minuten später ist die Fotografie von König Eduard VII. beim Londoner Daily Mirror angekommen. Die beiden Zeitungen erwerben die Rechte an dem von Arthur Korn entwickelten Gerät.

8. November 1917: In der Iswestija wird das von Lenin ausgearbeitete Dekret über Grund und Boden veröffentlicht. Die entschädigungslose Konfiszierung der Ländereien von Gutsherren, Kirchen und Staatsdomänen gewinnt die Landbevölkerung für die Bolschewiki. Er war ein russischer Politiker und kommunistischer Revolutionär sowie marxistischer Theoretiker, Vorsitzender der Bolschewiki (1903–1924), Regierungschef der Russischen SFSR (1917–1924) und der Sowjetunion (1922–1924), als deren Begründer er gilt.

8. November 1923: Hitler-Ludendorff-Putsch: Adolf Hitler besetzt mit Erich Ludendorff, Hermann Göring und anderen Nationalsozialisten den Bürgerbräukeller in München und verkündet, die „nationale Revolution“ sei ausgebrochen und die Reichsregierung der Weimarer Republik abgesetzt. Er war ein gescheiterter Putschversuch der NSDAP unter Adolf Hitler und Erich Ludendorff. Mit erwarteter Hilfe aus der rechtskonservativen bayerischen Landesregierung und Verwaltung sollte nach dem Vorbild Mussolinis die Reichsregierung in Berlin gestürzt werden. Das Ziel des Umsturzversuchs war die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung einer nationalsozialistischen Diktatur.

8. November 1925: Otto Feick erhält ein Patent auf das Rhönrad. Er wurde 1890 als Sohn eines Schmieds geboren. Er war Schlosser und Eisenbahner. Schon als Kind rollte er gerne in zwei Eisenreifen, die durch Querstäbe verbunden waren, den Berg hinunter. Den Prototyp des Rhönrades erfand Feick in Ludwigshafen am Rhein. Ein Foto, aufgenommen in der Badeanlage des VSK Niederfeld, diente als Vorlage zum Patent, das er von Schönau an der Brend aus anmeldete.

8. November 1926: Am Imperial Theatre in New York City erfolgt die Uraufführung des Musicals Oh, Kay! von George Gershwin.

8. November 1929: In Köln wird unter der Regie von Alfred Braun das Hörspiel SOS … rao rao … Foyn uraufgeführt. Das Stück über die Rettung des italienischen Polarforschers Umberto Nobile und seines Luftschiffes Italia durch den sowjetischen Eisbrecher Krassin ist das älteste, komplett erhaltene Hörspieldokument in deutscher Sprache.

8. November 1930: Im Großen Schauspielhaus in Berlin findet die Uraufführung des Singspiels Im weißen Rößl von Ralph Benatzky statt.

8. November 1932: Bei den US-Präsidentschaftswahlen während der Großen Depression gelingt dem demokratischen Herausforderer Franklin D. Roosevelt ein Erdrutschsieg gegen den republikanischen Amtsinhaber Herbert C. Hoover. Franklin Delano Roosevelt (* 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York; † 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia), oft mit seinen Initialen FDR abgekürzt, war vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod am 12. April 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten.

8. November 1936: Im Spanischen Bürgerkrieg gelingt es den republikanischen Regierungstruppen und den Internationalen Brigaden, den Vormarsch der Putschisten unter Francisco Franco auf Madrid zu stoppen. Die Schlacht um Madrid dauert jedoch noch den ganzen November über an.

8. November 1937: Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in der Bibliothek des Deutschen Museums in München die Schau Der ewige Jude. Die Wanderausstellung soll die Bevölkerung im Rahmen der antisemitischen Rassismusideologie der Nationalsozialisten gegen ihre jüdischen Mitbürger aufhetzen.

8. November 1939: Bei Georg Elsers Attentat auf Adolf Hitler und die Führung der NSDAP im Münchener Bürgerbräukeller kommen acht Menschen ums Leben. Hitler selbst hat das Lokal jedoch bereits 13 Minuten früher verlassen. Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau, Bayern) war ein deutscher Kunstschreiner und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Im Münchner Bürgerbräukeller führte er ein Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp scheiterte.

8. November 1942: Im Zweiten Weltkrieg landen im Rahmen der Operation Torch Briten und US-Amerikaner in Nordafrika und eröffnen damit einen Zweifrontenkrieg im Afrikafeldzug.

8. November 1944: Die am 2. Oktober im Zweiten Weltkrieg eingeleitete Schlacht an der Scheldemündung ist zu Gunsten der kanadischen Streitkräfte entschieden. Die deutsche Wehrmacht muss das Gebiet von Antwerpen bis zur Maas den Alliierten überlassen.

8. November 1949: Kambodscha erhält die formelle Unabhängigkeit von Frankreich als Mitglied der Französischen Union.

8. November 1954: Der äthiopische Kaiser Haile Selassie I. trifft zum ersten offiziellen Staatsbesuch der Bundesrepublik Deutschland ein. Er war zunächst Regent (1916–1930) und danach der letzte Kaiser von Abessinien (1930–1936 und 1941–1974). Von der Glaubensrichtung der Rastafari wird Haile Selassie aufgrund der Prophezeiung Marcus Garveys bezüglich der Krönung eines schwarzen Königs in Afrika, der die Befreiung der Schwarzen bringen würde, als der wiedergekehrte Messias verehrt.

8. November 1960: Der Demokrat John F. Kennedy besiegt bei den US-Präsidentschaftswahlen den Republikaner Richard M. Nixon knapp und wird damit zum bislang jüngsten US-Präsidenten gewählt. John Fitzgerald Kennedy, meist kurz John F. Kennedy (* 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts; † 22. November 1963 in Dallas, Texas), privat „Jack“ genannt, später häufig nur bei seinen Initialen JFK. In seine Amtszeit während der Hochphase des Kalten Krieges fielen historische Ereignisse wie die Invasion in der Schweinebucht, die Kubakrise, der Bau der Berliner Mauer, der Beginn der bemannten Raumfahrt, die Eskalation des Vietnamkriegs sowie die Zeit des zivilen Ungehorsams der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

8. November 1960: In seinem Tabakbeschluss fällt das deutsche Bundesverfassungsgericht eine wichtige Entscheidung zum Schutzbereich der Religionsfreiheit. Der Tabakbeschluss ist eine frühe Entscheidung zu der auch heute noch kontrovers beurteilten Frage, welches Verhalten das Grundrecht der Religionsfreiheit schützt (so genannter sachlicher Schutzbereich). Dabei zeichnet sich bereits ein weites Verständnis der Religionsfreiheit ab, indem auch die Abwerbung ohne Werbung für einen anderen Glauben geschützt sein soll. Diese Tendenz setzte sich insbesondere in der späteren Entscheidung zur Aktion Rumpelkammer („Lumpensammlerfall“) fort.

8. November 1966: Der Kandidat der Republikanischen Partei, der frühere Schauspieler Ronald Reagan, wird zum Gouverneur von Kalifornien gewählt. Ronald Wilson Reagan (* 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; † 5. Juni 2004 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und republikanischer Politiker. Er erarbeitete sich Anfang der 1950er Jahre mit Hauptrollen in einigen kleineren Western einen Ruf als „James Stewart für Arme“. Daneben arbeitete er ebenfalls regelmäßig als Sprecher und Erzähler von Filmen, etwa beim oscarprämierten Kurzfilm Beyond the Line of Duty. Nancy und Ronald Reagan standen auch gemeinsam vor der Kamera, so in den Hauptrollen des Kriegsfilmes Hellcats of the Navy (1957) von Nathan Juran. Als Reagans engster Freund galt der Schauspieler Robert Taylor, für den er 1969 die Grabrede hielt. Reagan hat verschiedene Spitznamen erhalten und gepflegt: „The Gipper“ bezieht sich auf eine Filmrolle aus dem Jahr 1940, in der er den Football-Star George Gipp spielte. Der Spitzname „The Great Communicator“ bezog sich auf eine ihm zugeschriebene Fähigkeit, eine persönliche Beziehung zu den Bürgern aufzubauen und über sie seine politischen Anliegen zu kommunizieren.

8. November 1966: Der vormalige Generalstaatsanwalt von Massachusetts, Edward Brooke, wird der erste Afroamerikaner, der durch Volkswahl in den Senat der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird. Von 1967 bis 1979 saß er für den US-Bundesstaat Massachusetts im US-Senat.

8. November 1968: In Wien endet eine UN-Konferenz mit internationalen Übereinkommen über Regelungen für den Straßenverkehr und über Straßenverkehrszeichen.

8. November 1968: Als Letzter der britischen Postzugräuber wird Bruce Reynolds in Torquay festgenommen – nach über fünfjähriger Flucht vor der Polizei. Bruce Richard Reynolds (* 7. September 1931 in London; † 28. Februar 2013 ebenda) war Anführer der Räuberbande, die 1963 den Großen Postzugraub beging. Am 8. August 1963 überfiel Reynolds zusammen mit Ronald Biggs, Ronald Buster Edwards, Charlie Wilson („Der Schweiger“), Roy James („Das Wiesel“), Thomas Wisbey, Robert Welch, Gordon Goody, James Hussey, Rodger Cordrey, James White und einigen Unbekannten um 3:10 Uhr morgens den königlichen Postzug von Glasgow nach London. Der Zug wurde bei Sears Crossing in Ledburn, nahe Mentmore in der Grafschaft Buckinghamshire, durch ein manipuliertes Zugsignal zum Stehen gebracht und 1,5 km weiter bis zur Bridego-Brücke gefahren. Einer der Posträuber (angeblich Edwards) schlug den Lokführer Jack Mills nieder, der eine Gehirnerschütterung und ein bleibendes Trauma davontrug. Mills starb sieben Jahre später an Leukämie. Die Beute bestand aus 120 Geldsäcken mit £ 2.631.684 (nach heutigem Wert etwa 56 Millionen Pfund Sterling bzw. 63 Millionen Euro). Während die meisten Beteiligten schnell gefasst und 1964 zu Haftstrafen von bis zu 30 Jahren verurteilt wurden, tauchte Reynolds nach dem Raub erfolgreich unter und floh über Frankreich nach Mexiko, wo er mit seiner Familie und zum Teil auch Buster Edwards einige Jahre unter falschem Namen lebte

8. November 1969: Der erste deutsche Satellit namens Azur wird von der kalifornischen Vandenberg Air Force Base in eine Erdumlaufbahn gestartet. Er dient dem Einstieg in die bundesdeutsche Weltraumforschung.

8. November 1971: Die britische Rockband Led Zeppelin veröffentlicht ihr viertes Studioalbum, in der Regel schlicht Led Zeppelin IV genannt. Darauf enthalten ist mit Stairway to Heaven ihr bekanntestes Lied.

8. November 1973: Die Überreste des Arbre du Ténéré, des „isoliertesten Baums der Welt“, werden ins nigrische Nationalmuseum nach Niamey gebracht.

8. November 1977: Der griechische Archäologe Manolis Andronikos findet ungeplünderte Königsgräber beim Ort Vergina. Nach eigenen Angaben will er das Grab Philipps II. von Makedonien entdeckt haben, was nicht gesichert ist.

8. November 1983: Nähe Lubango, Angola, Afrika. Eine Boeing 737 der TAAG Angola Airlines stürzt kurz nach dem Start ab und explodiert. Alle 130 Menschen an Bord sterben.

8. November 1989: Wende in der DDR: Der Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik unter Willi Stoph tritt geschlossen zurück.

8. November 1989: Die Bewohner von Rüterberg rufen als Zeichen gegen die jahrelange Demütigung durch die DDR die Dorfrepublik Rüterberg aus.

8. November 1991: Auf den Philippinen fordern ein Wirbelsturm und die folgende Sturmflut das Leben von 7.000 Menschen.

8. November 1994: Nach 40 Jahren hat die Republikanische Partei in den USA wieder die Mehrheit in beiden Häusern (Senat und Repräsentantenhaus), was den Handlungsfreiraum für den demokratischen Präsidenten Bill Clinton deutlich einengt.

8. November 2002: Im Irak-Konflikt beschließt der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1441, mit der der Irak aufgefordert wird, den UN-Sicherheitsinspekteuren und der IAEO unbeschränkten Zugang zu den Produktionsanlagen von Waffen zu gewähren.

8. November 2003: Der fünfte Harry-Potter-Band Harry Potter und der Orden des Phönix erscheint in deutscher Übersetzung.

8. November 2004: In der Folge des Irakkriegs beginnen US-amerikanische Truppen im Irak mit der Operation Phantom Fury gegen sunnitische Aufständische in Falludscha.

8. November 2006: Nach der verheerenden Wahlniederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten am Vortag tritt Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zurück. Sein Nachfolger wird Robert Gates.

8. November 2011: Beate Zschäpe, Rechtsterroristin des Nationalsozialistischen Untergrunds, stellt sich nach viertägiger Flucht in Jena der Polizei. Beate Zschäpe (* 2. Januar 1975 in Jena als Beate Apel; Aliasnamen: Susann Dienelt, Mandy Pohl, Bärbel Bucilowski und weitere) ist eine deutsche Rechtsextremistin und ein Mitglied der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Als Hauptangeklagte im NSU-Prozess wurde sie am 11. Juli 2018 als Mittäterin bei der Ermordung von zehn Menschen und wegen anderer Taten vom Oberlandesgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt.

8. November 2011: Die russische Raumsonde Phobos-Grunt, zur Erforschung des Marsmondes Phobos, wird gestartet. Durch eine fehlerhafte Ausrichtung der Sonde erreicht sie allerdings nicht die vorgesehene Flugbahn Richtung Mars, sondern verbleibt im Erdorbit. Am 15. Januar 2012 tritt Phobos-Grunt in die Erdatmosphäre ein und verglüht über dem Pazifik.

8. November 2016: Donald Trump, Kandidat der Republikanischen Partei, gewinnt die US-Präsidentschaftswahl. Die Republikaner erreichen zudem wieder die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in Queens, New York City, New York) ist ein US-amerikanischer Unternehmer, Entertainer und Politiker der Republikanischen Partei. Er war von 2017 bis 2021 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Nachdem er 2020 seine Wiederwahl verloren hatte, erklärte er am 15. November 2022 seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2024. Trump ist Inhaber des Mischkonzerns The Trump Organization und leitete diesen von 1971 bis 2017 als CEO. Trotz mehrerer Unternehmenskonkurse in der Immobilienbranche gelang es ihm ab 1990, seinen Namen zur Marke und einem Synonym für den wahrgewordenen American Dream zu machen.

8. November 2016: Demonetisierung in Indien 2016: Indiens Premierminister Narendra Modi verkündet die Entwertung aller 500- und 1000-Rupien-Banknoten, was etwa 86 % der zirkulierenden Geldmenge betrifft.

https://de.wikipedia.org/wiki/8. November

9. November 1620: Der böhmische König Friedrich I. flieht einen Tag nach der Niederlage seiner Truppen in der Schlacht am Weißen Berg aus Prag nach Breslau.

9. November 1729: Mit dem Vertrag von Sevilla wird der Englisch-Spanische Krieg beendet.

9. November 1732: Am Wiener Hoftheater findet die Uraufführung der Oper Adriano in Siria von Antonio Caldara statt.

9. November 1749: In der Schlacht von Penfui auf der Insel Timor bezwingen niederländische Soldaten und ihre Verbündeten eine portugiesische Streitmacht samt den verbündeten Topasse. In der Folge übernehmen die Niederländer die Herrschaft auf dem Westteil der Insel, was die Teilung Timors begründet.

9. November 1799: Am 18. Brumaire VIII führt Napoleon Bonaparte mit Unterstützung seines Bruders Lucien einen Staatsstreich durch und beendet damit offiziell die Französische Revolution. Die Mitglieder des Direktoriums treten entweder zurück oder werden abgesetzt und verhaftet.

9. November 1802: Alexander von Humboldt beobachtet in der peruanischen Hafenstadt Callao einen Merkurtransit.

9. November 1831: In Prag erfolgt die Uraufführung von Conradin Kreutzers Oper Die Jungfrau.

9. November 1843: Das Thalia Theater, Hamburgs ältestes Theater, wird gegründet. Das Große Haus am Alstertor in der Hamburger Altstadt fasst rund 1000 Zuschauer. Das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es etwa neun Premieren im Großen Haus, dazu kommen etwa sechs Premieren im Thalia in der Gaußstraße in Altona.

9. November 1848: Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich: Robert Blum, demokratischer Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen.

9. November 1859: Im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus wird der zweite Tag des dreitägigen Schillerfestes begangen. Es fand anlässlich von Friedrich Schillers 100. Geburtstag vom 8. bis 10. November 1859 und der 10-jährigen Wiederkehr der 1848/49er Revolution statt. An allen deutschen Hochschulen und Universitäten wurde des Tages gedacht. In über 440 deutschen und 50 nichtdeutschen Städten fanden Schillerfeiern mit Aufmärschen und Fackelzügen statt. Es war das größte Fest, das in Deutschland jemals zu Ehren eines Dichters gefeiert wurde.

9. November 1867: Tokugawa Yoshinobu, der 15. und letzte Shōgun des Tokugawa-Shogunats in Japan, dankt ab.

9. November 1872: In Boston bricht ein Großbrand aus, der im Laufe der Nacht nahezu die gesamte Bostoner Innenstadt zerstört. Mindestens 20 Menschen kommen ums Leben, der Schaden beträgt rund 73 Millionen US-Dollar.

9. November 1881: Das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms, eines der längsten bis dahin komponierten Konzerte, wird in Budapest uraufgeführt.

9. November 1888: Jack the Ripper ermordet in Whitechapel mit Mary Jane Kelly sein fünftes und wahrscheinlich letztes Opfer. Die Ereignisse um Jack the Ripper entwickelten sich zu einem Durcheinander von naturwissenschaftlicher und historischer Forschung, Verschwörungstheorien und volkstümlichen Erzählungen. Die zur Zeit der Morde besonders auflagenstarken Zeitungen aus aller Welt widmeten dem mutmaßlichen Täter, den Morden sowie den Ermittlungen und den Fehlschlägen der Polizei fortlaufend ausgedehnte Reportagen.

9. November 1896: In Helsinki erfolgt die Uraufführung von Jean Sibelius’ Oper Jungfru i Tornet (Die Jungfrau im Turm).

9. November 1897: In Köln gründet Lorenz Werthmann den Charitasverband für das katholische Deutschland.

9. November 1906: Theodore Roosevelt unternimmt als erster amtierender US-Präsident eine Auslandsreise, die ihn zum im Bau befindlichen Panamakanal führt. Der Präsident wird von seiner Frau Edith begleitet.

9. November 1907: Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung der Kolonie Transvaal in Südafrika, der kurz zuvor die innere Selbstverwaltung zugestanden worden ist, wird dem britischen König Eduard VII. anlässlich seines 66. Geburtstags der 3106 Karat schwere Rohdiamant Cullinan überreicht.

9. November 1911: An der Wiener Hofburg wird Julius Bittners Oper Der Bergsee uraufgeführt.

9. November 1913: Die als Great Lakes Storm of 1913 bezeichnete folgenschwerste Naturkatastrophe im Gebiet der Großen Seen erreicht ihre intensivste Phase. Ein Blizzard mit hohen Windgeschwindigkeiten richtet schwere Schäden an, verursacht mehrere Schiffsuntergänge und kostet eine Vielzahl von Menschenleben. Er strich mit Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke über das Gebiet der Großen Seen im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten und der kanadischen Provinz Ontario. Am intensivsten war der Sturm am 9. November, an dem er Schiffe auf vier der fünf Großen Seen, insbesondere auf dem Huronsee in Seenot und zum Kentern brachte. Trügerische Schwachwindphasen während des Sturms und die Langsamkeit bei der Übermittlung von Wetterberichten trugen zu den zerstörerischen Auswirkungen des Sturms bei.

9. November 1914: Am Johann Strauß-Theater in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Rund um die Liebe von Oscar Straus.

9. November 1914: Der seit Monaten im Kreuzerkrieg im Indischen Ozean äußerst erfolgreich operierende Kleine Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine SMS Emden wird im Seegefecht bei den Kokosinseln kampfunfähig gemacht.

9. November 1918: Novemberrevolution: Reichskanzler Max von Baden verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft gegen 14 Uhr vom Reichstagsgebäude die „deutsche Republik“ aus. Zwei Stunden später verkündet der Spartakist Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die „deutsche Räterepublik“.

9. November 1918: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründen in Berlin die Zeitung Die Rote Fahne als Organ des Spartakusbundes. Karl Paul August Friedrich Liebknecht (* 13. August 1871 in Leipzig; † 15. Januar 1919 in Berlin) war ein prominenter Sozialist und Antimilitarist zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches. Seit 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. Ab 1915 bestimmte er zusammen mit Rosa Luxemburg wesentlich die Linie der Gruppe Internationale. 1916 wurde er aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und wenig später wegen „Kriegsverrats“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach etwa zwei Jahren Haft wurde er knapp drei Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkrieges freigelassen. Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 als Rozalia Luxenburg in Zamość, Kongresspolen, Russisches Kaiserreich; † 15. Januar 1919 in Berlin) war eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und proletarischen Internationalismus. Nachdem der Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet. Diese Morde vertieften die Spaltung zwischen SPD und KPD.

9. November 1923: Der Hitler-Ludendorff-Putsch wird von der Bayerischen Landespolizei vor der Feldherrnhalle in München blutig niedergeschlagen, nachdem der Bayerische Ministerpräsident Gustav Ritter von Kahr über den Rundfunk seine Unterstützung für den Putsch zurückgenommen und die Auflösung der NSDAP erklärt hat.

9. November 1925: Hitler ordnet auf dem NSDAP-Parteitag die Umbenennung des im April gegründeten Sturmkommandos in Schutzstaffel (SS) an.

9. November 1926: An der Dresdner Staatsoper findet die Uraufführung von Paul Hindemiths Oper Cardillac unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch statt. Die Oper mit dem Libretto von Ferdinand Lion nach der Novelle Das Fräulein von Scuderi von E. T. A. Hoffmann mit Robert Burg in der Hauptrolle wird von der Kritik verrissen.

9. November 1930: In Düsseldorf wird Manfred Gurlitts Oper Soldaten uraufgeführt.

9. November 1936: In der Nacht vom 9. zum 10. November entfernen die Nationalsozialisten das Denkmal des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor dem Leipziger Gewandhaus. Der Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Auslandsreise befindet, erklärt daraufhin unter Protest seinen Rücktritt. Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Pianist und Organist. Er zählt zu den bedeutendsten Musikern der Romantik und setzte als Dirigent Maßstäbe, die das Dirigieren bis heute prägen. Daneben setzte sich Mendelssohn Bartholdy für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein.

9. November 1937: Die japanischen Invasionstruppen gewinnen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg die Schlacht um Shanghai und erlangen damit die Kontrolle über die eroberte chinesische Hafenstadt.

9. November 1938: Pogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen.

9. November 1939: Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs werden zwei Offiziere des britischen Secret Intelligence Service, Richard Henry Stevens und Sigismund Payne Best, im niederländischen Venlo von einem SS-Sonderkommando unter Alfred Naujocks entführt, nachdem sich deutsche Geheimagenten unter Walter Schellenberg für Widerstandskämpfer ausgegeben haben. Der Venlo-Zwischenfall macht große Teile des britischen Spionagenetzes in Europa praktisch wertlos und liefert Hitler eine Rechtfertigung für den Einmarsch in die Niederlande im Mai 1940.

9. November 1944: Otto Hahn wird der Nobelpreis für Chemie zuerkannt. Otto Emil Hahn, OBE (* 8. März 1879 in Frankfurt am Main; † 28. Juli 1968 in Göttingen) war ein deutscher Chemiker und ein Pionier der Radiochemie. Zwischen 1905 und 1921 entdeckte er zahlreiche Isotope (heute Nuklide genannt), 1909 den radioaktiven Rückstoß, 1917 das Element Protactinium und 1921 die Kernisomerie beim „Uran Z“.

9. November 1949: Die Außenminister der USA, Großbritanniens und Frankreichs beschließen die Aufnahme von Verhandlungen mit der Bundesrepublik Deutschland, die schließlich zum Petersberger Abkommen führen.

9. November 1953: Durch den Austritt aus der Union française erlangt Kambodscha die vollständige Unabhängigkeit von Frankreich. Mit der Gründung der Fünften Republik wurde die Union française am 4. Oktober 1958 in die Communauté française (Französische Gemeinschaft) umgewandelt. Vorsitzender der Union war der Präsident der Französischen Republik. Frankreich sollte nur noch die gemeinsame Außen-, Verteidigungs-, Justiz- und Währungspolitik der Mitgliedstaaten kontrollieren. Die Union sollte „hundert Millionen Franzosen“ umfassen.

9. November 1953: In der Treppenstraße in Kassel wird die erste Fußgängerzone Deutschlands eröffnet. Sie verbindet als Achse den Kasseler Hauptbahnhof mit dem Friedrichsplatz von der Kurfürstenstraße zur Königsstraße. Aufgrund der weitgehenden Zerstörung der Kasseler Innenstadt im Zweiten Weltkrieg konnte relativ frei unabhängig von ehemaligen städtebaulichen Strukturen geplant werden.

9. November 1955: Das deutsche Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft bekamen, diese mit der Souveränität Österreichs wieder verloren haben.

9. November 1956: In Bangkok wird dem Hindu-Gott Brahma der Erawan-Schrein geweiht, um eine Serie von Unglücksfällen beim Bau eines Hotels zu beenden.

9. November 1963: Eine Kohlenstaubexplosion im Mitsui Miiki-Bergwerk in Ōmuta kostet 458 Menschen das Leben, 555 werden in der schwersten Bergwerkskatastrophe nach dem Krieg in Japan verletzt.

9. November 1965: Ein großflächiger Stromausfall legt das Leben im Nordosten der Vereinigten Staaten und auch in Teilen Kanadas über Stunden hinweg lahm. Der Blackout beeinflusst den Tagesablauf von etwa 30 Millionen Menschen.

9. November 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren, der zum Symbol der 68er-Bewegung werden wird.

9. November 1967: In den USA erscheint die erste Ausgabe der Musikzeitschrift Rolling Stone.

9. November 1967: In dem französischen Comicmagazin Pilote erscheint die erste Folge der ersten Valérian-Geschichte. Sie ist eine Science-Fiction-Comic-Serie über zwei Agenten des Raum-Zeit-Service, der von Galaxity – der Hauptstadt der Zukunft – aus agiert.

9. November 1967: Beim ersten Start einer Saturn V-Rakete wird unter anderem der Hitzeschutzschild von Apollo 4 getestet.

9. November 1969: Die linksterroristische Organisation Tupamaros West-Berlin platziert eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Die Bombe explodiert jedoch nicht.

9. November 1971: John List ermordet seine gesamte Familie bestehend aus seiner Frau, seiner Mutter und seinen drei Kindern. John Emil List (* 17. September 1925 in Bay City, Michigan; † 21. März 2008 in Trenton, New Jersey) war ein US-amerikanischer Massenmörder. Er brachte im Jahr 1971 seine gesamte Familie um und konnte knapp 18 Jahre lang vor einer Verurteilung fliehen. Er wurde durch einen Beitrag in der Kriminalserie America’s Most Wanted ausfindig gemacht. Nach seiner Auslieferung in den Bundesstaat New Jersey wurde er wegen fünffachen Mordes jeweils zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit der Bewährung verurteilt.

9. November 1974: Nach 58 Tagen Hungerstreik stirbt RAF-Mitglied Holger Meins in der Justizvollzugsanstalt Wittlich.

9. November 1975: Auf der sowjetischen Fregatte Storoschewoi kommt es zu einer Meuterei, die nach einigen Tagen mit Androhung von Waffengewalt durch andere Einheiten der Baltischen Flotte unterdrückt wird.

9. November 1977: Mitglieder der Bewegung 2. Juni unter der Führung von Thomas Gratt entführen in Wien den Industriellen Walter Michael Palmers, Leiter der Palmers Textil AG, um Geld für die Stadtguerilla zu beschaffen.

9. November 1983: In Amsterdam werden der Vorstandschef der Brauerei Heineken, Alfred Heineken, und sein Fahrer entführt. Die Täter erpressen umgerechnet fast 16 Millionen D-Mark Lösegeld. Nach dreiwöchiger Gefangenschaft kann die Polizei die beiden Männer befreien.

9. November 1985: Der Russe Garri Kasparow wird der dreizehnte und bis dahin jüngste Weltmeister der Schachgeschichte, in Moskau besiegt er in einem Wettkampf über 24 Partien mit 5:3 Siegen bei 16 Remisen Titelverteidiger Anatoli Karpow.

9. November 1989: Fall der Berliner Mauer: Nachdem SED-Politbüromitglied Schabowski auf einer im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die Gewährung von Reisefreiheit bekanntgegeben und die Nachfrage nach dem Beginn dieser Regelung um 18:57 Uhr mit „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich“ beantwortet hatte, strömen Tausende zu den Grenzübergangsstellen: Beginnend mit dem Übergang Bornholmer Straße öffnen sich für die DDR-Bürger damit die Berliner Mauer und die anderen innerdeutschen Grenzen.

9. November 1991: In der Forschungsanlage Joint European Torus (JET) wird der erste nennenswerte Erfolg bei der Energieerzeugung mittels Kernfusion erzielt. Für zwei Sekunden wird ein energielieferndes Plasma hergestellt.

9. November 1992: Der 1990 von den Mitgliedstaaten der NATO und des Warschauer Paktes unterzeichnete Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) tritt in Kraft.

9. November 1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.: Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein.

9. November 1994: Der Gesellschaft für Schwerionenforschung gelingt es erstmals, das später Darmstadtium genannte Element 110 durch Verschmelzung eines Blei- und eines Nickel-Atomkerns zu erzeugen.

9. November 1997: In Großbritannien geht BBC News 24 auf Sendung. Er ist ein 24/7-Fernseh-Nachrichtensender der BBC und sendet so gut wie rund um die Uhr Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich, dem Ausland, Wirtschaft, Sport sowie zu weiteren Themen. Größter Konkurrent ist der kommerzielle Sender Sky News, der seit 1989 auf Sendung ist und von BSkyB betrieben wird.

9. November 1999: Der Fernwehpark Hof Signs of Fame, eine Sammlung von Schildern aus aller Welt in der deutschen Stadt Hof an der Saale, wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

9. November 1999: Das Landgericht Essen verurteilt vier deutsche Hooligans wegen des brutalen Überfalls auf den französischen Gendarmen Daniel Nivel während der Fußballweltmeisterschaft 1998 zu Haftstrafen von dreieinhalb bis zehn Jahren.

9. November 2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschließt der Deutsche Bundestag das Anti-Terror-Gesetz, in dem unter anderem das Religionsprivileg im Vereinsrecht abgeschafft wird, um das Verbot radikaler, vor allem islamistischer Gemeinschaften zu ermöglichen.

9. November 2005: Die ESA-Raumsonde Venus Express startet vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur zur Venus. Sie trat nach 153 Tagen Reisezeit am 11. April 2006 in eine Umlaufbahn um den Planeten Venus ein und sendete Daten bis zum Ende der Mission Ende 2014 und ihrem erwarteten Verglühen in der Venusatmosphäre.

9. November 2006: Drei Jahre nach der Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern wird Münchens neue Hauptsynagoge feierlich eröffnet.

9. November 2007: Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit 366 zu 156 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.

9. November 2012: David Petraeus, Chef des Geheimdienstes CIA, tritt nach Bekanntwerden einer außerehelichen Liebesbeziehung von seinem Amt zurück.

https://de.wikipedia.org/wiki/9. November

10. November 1430: Friesische Freiheit: Die Ostfriesischen Häuptlinge schließen einen Bund der Freiheit gegen Focko Ukena und wählen Edzard aus dem Geschlecht der Cirksena zu dessen Anführer.

10. November 1692: Die vom schwedischen König Karl XI. genehmigte Stiftung St. Petri Waisenhaus wird ins Leben gerufen.

10. November 1754: In Mannheim erfolgt die Uraufführung des musikalischen Dramas L’Issipile von Ignaz Holzbauer.

10. November 1766: Die Rutgers University in New Brunswick (New Jersey) wird als Queen’s College gegründet.

10. November 1775: Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wird durch Beschluss des 2. Kontinentalkongresses mit den Continental Marines der Vorgänger des United States Marine Corps gegründet.

10. November 1797: An der Opéra-Comique in Paris findet die Uraufführung der Oper Le Dénouement inattendu von Henri Montan Berton statt.

10. November 1799: Die Französische Revolution endet: Am Tag nach dem Staatsstreich des 18. Brumaire VIII und der Absetzung des Direktoriums wird Napoleon Bonaparte zum ersten Konsul ernannt. Die beiden anderen Mitglieder des Konsulats sind Emmanuel Joseph Sieyès und Roger Ducos.

10. November 1804: Am Theater an der Wien findet die Uraufführung der zweiaktigen Oper Die Neger von Antonio Salieri statt.

10. November 1813: Britische Truppen besiegen während des Britisch-Amerikanischen Krieges in der Schlacht bei Chrysler’s Farm eine zehnfach überlegene US-amerikanische Armee und wehren damit eine Invasion Kanadas ab.

10. November 1834: In der ehemaligen Kirche des Barfüsserklosters wird mit dem Aktientheater das erste Theater der Stadt Zürich eröffnet.

10. November 1846: Am Teatro San Carlo in Neapel erfolgt die erfolgreiche Uraufführung der Oper Orazi e Curiazi von Saverio Mercadante. Das Libretto stammt von Salvadore Cammarano und basiert auf der Tragödie Horace von Pierre Corneille.

10. November 1848: Mit dem Einmarsch preußischer Truppen unter Generalfeldmarschall Friedrich von Wrangel beginnt das Ende der Revolution in Berlin.

10. November 1855: Der Florentiner Giovanni Caselli erhält ein Patent auf den Pantelegraphen, ein elektromechanisches Fax-Gerät, das in der Folge besonders in Frankreich genutzt wird.

10. November 1859: Im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus wird der letzte Tag des dreitägigen Schillerfestes begangen.

10. November 1859: Italienische Unabhängigkeitskriege: Der Frieden von Zürich beendet den Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und den Verbündeten Königreich Sardinien-Piemont und Frankreich. Österreich verzichtet auf die Lombardei, behält aber das oberitalienische Festungsviereck.

10. November 1862: Der britische Biologe und Bildungsorganisator Thomas Henry Huxley hält am Geologischen Museum in der Londoner Jermyn Street den ersten Vortrag seiner zehnteiligen Vortragsreihe Über unsere Kenntnis von den Ursachen der Erscheinungen in der organischen Natur, um die Ideen von Charles Darwins Ende 1859 erschienenem Werk The Origin of Species zu popularisieren. Unter den Zuhörern befinden sich auch Karl Marx und Wilhelm Liebknecht.

10. November 1862: In Sankt Petersburg wird die Oper La forza del destino von Giuseppe Verdi mit dem Libretto von Francesco Maria Piave nach der Vorlage Don Álvaro o la fuerza del sino des spanischen Herzogs Ángel de Saavedra uraufgeführt und vom Publikum mit überschäumender Begeisterung aufgenommen.

10. November 1865: Henry Wirz wird nach einem Gerichtsurteil als ehemaliger konföderierter Lagerkommandant des Camp Sumter hingerichtet. Er ist der einzige Südstaatler, der wegen Kriegsverbrechen im Amerikanischen Bürgerkrieg zur Rechenschaft gezogen wird.

10. November 1867: Der Leipziger Verleger Anton Philipp Reclam bringt nach der Neuregelung des Urheberrechts durch den Deutschen Bund den ersten Band der Reclam Universal-Bibliothek auf den Markt: Johann Wolfgang von Goethes Faust, 1. Teil.

10. November 1871: In Udschidschi am Tanganjikasee trifft Henry Morton Stanley, von der New York Herald ausgesandt, auf den als verschollen geltenden Missionar und Afrikaforscher David Livingstone.

10. November 1884: Der Kaufmann und Kolonialist Carl Peters kommt auf Sansibar an und beginnt „Schutzverträge“ zu schließen, aus denen später Deutsch-Ostafrika entsteht.

10. November 1885: Zwischen Cannstatt und Untertürkheim findet eine erste Probefahrt mit dem von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach konstruierten Reitwagen, einem Vorläufer des Motorrads, statt.

10. November 1890: Das britische Royal-Navy-Schiff HMS Serpent strandet in der Nähe des spanischen Cabo Vilán und geht in stürmischer See unter. 172 Seeleute sterben bei dieser Katastrophe, drei können sich an Land retten.

10. November 1903: Mary Anderson erhält das Patent auf die erste funktionierende Scheibenwischanlage der Welt.

10. November 1909: Die weltweit erste Freiluftkunsteisbahn wird in Österreich als Eislaufplatz Engelmann im Wiener Stadtteil Hernals eröffnet. Das Eishockey in Wien erhält damit einen starken Aufschwung. Die Anlage hat der sportlich aktive Ingenieur Eduard Engelmann junior konstruiert. Sie wird später Spielstätte des EK Engelmann Wien.

10. November 1912: Das Deutsche Sportabzeichen wird von der Hauptversammlung des Deutschen Reichsausschusses für Olympische Spiele unter dem Namen Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen geschaffen.

10. November 1914: In der Ersten Flandernschlacht des Ersten Weltkriegs kommt es bei Langemark zu besonders verlustreichen Kämpfen durch den Einsatz von schlecht ausgebildeten freiwilligen Jugendlichen durch die deutsche Heeresleitung. Daraus entwickelt sich der Mythos von Langemarck.

10. November 1917: Die erste von drei Piaveschlachten im Ersten Weltkrieg beginnt. Österreich-Ungarn versucht, den Krieg gegen Italien zu seinen Gunsten zu entscheiden.

10. November 1918: Novemberrevolution: Kaiser Wilhelm II. geht ins niederländische Exil. Die Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin bestätigen den von SPD und USPD gebildeten Rat der Volksbeauftragten als neue Regierung des Deutschen Reichs.

10. November 1918: General Wilhelm Groener als Vertreter der Obersten Heeresleitung und Friedrich Ebert als Mitglied des Rates der Volksbeauftragten schließen telefonisch den Ebert-Groener-Pakt. Das Offizierskorps sichert die Unterstützung der Regierung gegen linksradikale Revolutionäre zu und erhält dafür die Zusicherung der alleinigen militärischen Befehlsgewalt.

10. November 1924: Im Chicago der Prohibitionszeit wird Dean O’Banion, der Anführer der North Side Gang, nach Interessenkonflikten mit der Genna-Familie und Johnny Torrio, dem Chef der Chicago-Outfit-Gruppe, in seinem Blumenladen von einem Killertrio ermordet. Der einsetzende Bandenkrieg erstreckt sich über mehrere Jahre.

10. November 1928: Die Vossische Zeitung in Berlin beginnt mit dem Vorabdruck des Romans Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque. Ihre Auflage steigt rapid, die Zeitung kommt aus den roten Zahlen.

10. November 1928: Shōwa-Zeit: Hirohito wird zum Tennō gekrönt, nachdem er bereits am 25. Dezember 1926 den japanischen Kaiserthron bestiegen hat. Er war entsprechend der traditionellen Thronfolge der 124. Tennō des Japanischen Kaiserreichs und der dritte der modernen Periode. Er regierte von 1926 bis zu seinem Tod 1989 und ist seitdem offiziell als Shōwa-tennō bekannt – d. h. „Tenno der Ära des erleuchteten Friedens“. Außerhalb Japans wird er weiter als Kaiser Hirohito bezeichnet.

10. November 1933: Anlässlich des 450. Jahrestags von Luthers Geburtstag erhält die Universität Halle-Wittenberg den Namenszusatz „Martin Luther“.

10. November 1934: Anlässlich des 175. Geburtstages von Friedrich Schiller erhält die Universität Jena den Namenszusatz „Friedrich Schiller“.

10. November 1940: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Rumänien fordert etwa 1.000 Tote.

10. November 1943: In Hamburg werden die Lübecker Märtyrer, das sind die katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink, hingerichtet.

10. November 1944: Gestapo und SS hängen wegen Widerstandes 13 Mitglieder der Ehrenfelder Gruppe in Köln-Ehrenfeld ohne Gerichtsurteil, darunter auch Edelweißpiraten. In ihr hatten sich um Hans Steinbrück, einen aus dem KZ-Außenlager Köln-Messe geflohenen Häftling, Edelweißpiraten aus dem Arbeiterstadtteil Ehrenfeld, Jugendliche, geflohene Häftlinge und Zwangsarbeiter, Juden und Deserteure zusammengeschlossen.

10. November 1944: Die Explosion des Munitionstransporters Mount Hood der US-Marine im Marinestützpunkt Manus auf dem Bismarck-Archipel führt zu etwa 1.000 Toten und Verletzten sowie über 30 beschädigten Schiffen.

10. November 1946: Nach einem Erdbeben der Stärke 7,3 in Ancash, Peru, sind etwa 1.400 Tote zu beklagen.

10. November 1953: Der Leichnam Mustafa Kemal Atatürks wird in das Mausoleum Anıtkabir in Ankara überführt. Kemal Atatürk (bis 1934: Mustafa Kemal Pascha, von 1935 bis 1937: Kamâl Atatürk; * 1881 in Selânik, Osmanisches Reich; † 10. November 1938 in Istanbul, Türkei), auch als Mustafa Kemal Atatürk bezeichnet, war der Begründer der Republik Türkei und von 1923 bis 1938 erster Präsident der nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen modernen Republik.

10. November 1956: Im Théatre Gramont in Paris wird das Musical Irma la Douce von Marguerite Monnot uraufgeführt.

10. November 1958: In einer Rede im Moskauer Sportpalast verlangt der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow eine Änderung des Potsdamer Abkommens. Er deutet das Übertragen sowjetischer Befugnisse aus alliierter Zeit auf die DDR an. Die Berlin-Krise zieht herauf.

10. November 1958: Das Theaterstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht wird 17 Jahre nach seiner Entstehung im finnischen Exil in Stuttgart uraufgeführt.

10. November 1959: Die Uraufführung der Rundfunkoper Przygoda Króla Artura (Die Abenteuer König Arturs) von Grażyna Bacewicz erfolgt durch den Sender Radio Warschau.

10. November 1967: Sidney Lumets Spielfilm Der Pfandleiher, über das Leben eines jüdischen Deutschen und KZ-Über­lebenden in New York, kommt in die deutschen Kinos.

10. November 1969: In den USA wird zum ersten Mal die Sesamstraße ausgestrahlt. Die halbstündigen Folgen setzen sich aus sechs bis zehn kleineren, meist thematisch voneinander unabhängigen Einzelbeiträgen zusammen, die eine inhaltlich zusammenhängende Rahmenhandlung unterbrechen. Neben sketchartigen oder lehrreichen Puppendialogen („Ein Kreis ist rund“, „jetzt bin ich hier, jetzt bin ich dort“), Trickfilmen und Kinderliedern gibt es oft auch Realfilmbeiträge über einfache Situationen aus dem Kinderalltag oder über die Herstellung eines Produkts.

10. November 1974: In Berlin wird Kammergerichtspräsident Günter von Drenkmann nach einem Handgemenge mit in sein Haus eingedrungenen Tätern durch Schüsse schwer verletzt und stirbt im Krankenhaus. Zur Tat bekannte sich die Terrororganisation Bewegung 2. Juni. Die Täter bleiben unidentifiziert.

10. November 1975: Mit ihrer Resolution 3379 beschließt die UN-Generalversammlung, dass Zionismus eine Form des Rassismus und der Rassendiskriminierung sei. Am 16. Dezember 1991 wird diese Resolution wieder zurückgenommen.

10. November 1977: Die RAF-Terroristen Christof Wackernagel und Gert Richard Schneider werden nach einer Schießerei festgenommen. Christof Michael Wackernagel (* 27. August 1951 in Ulm) ist ein deutscher Schauspieler und Schriftsteller. Er ist ein ehemaliger Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF) und wurde 1980 wegen Mordversuchs und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, von der er zwei Drittel verbüßte. 1983 distanzierte er sich von der RAF. Gert Richard Schneider (* 10. Dezember 1948 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF). Er wurde am 10. November 1977 gemeinsam mit Christof Wackernagel in Amsterdam festgenommen. 1980 wurde er in Düsseldorf wegen der Schießerei bei der Festnahme zu 15 Jahren Freiheitsentzug wegen versuchten Mordes verurteilt. 1983 distanzierte er sich von der RAF und wurde 1987 vorzeitig aus der Haft entlassen.

10. November 1979: Das erste Endspiel in der American-Football-Geschichte in Deutschland findet statt. Die Frankfurter Löwen besiegen in der German Football League die Ansbach Grizzlies mit 14:8.

10. November 1983: Der Student Fred Cohen präsentiert an der University of Southern California den weltweit ersten Computervirus auf einem Unix-System.

10. November 2004: Der Wert des Euro übersteigt erstmals 1,30 US-Dollar und notiert mit 1,3005 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit seiner Einführung 1999.

10. November 2005: Das Southern African Large Telescope (SALT), das größte optische Teleskop der Südhalbkugel und nach dem Hobby-Eberly-Teleskop (HET) das zweite seiner Art, wird feierlich von Südafrikas Präsident Thabo Mbeki in Betrieb gesetzt.

10. November 2005: Bei Anschlägen in der jordanischen Hauptstadt Amman durch Sprengsätze in drei internationalen Hotels kommen mindestens 53 Menschen ums Leben.

10. November 2020: Der Krieg um Bergkarabach wird beendet. Aserbaidschan erhält die Kontrolle über zwei Drittel seiner armenisch besetzten Gebiete zurück.

10. November 2020: Die Microsoft-Spielkonsolen XBox Series werden weltweit veröffentlicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/10. November

11. November 1493: Christoph Kolumbus entdeckt auf seiner zweiten Reise die Antilleninsel St. Martin.

11. November 1500: Im Vertrag von Granada einigen sich Frankreichs König Ludwig XII. und Spaniens König Ferdinand der Katholische darauf, das Königreich Neapel zu erobern und untereinander aufzuteilen.

11. November 1572: Tycho Brahe entdeckt im Sternbild Kassiopeia einen „neuen Stern“, der sich später als die Supernova (SN1572) herausstellt.

11. November 1630: Am Journée des Dupes wird die religiöse Partei in Frankreich unter Königinmutter Maria de’ Medici und Jean-Baptiste Gaston de Bourbon, duc d’Orléans von König Ludwig XIII. entmachtet. Kardinal Richelieu, der sich mit diesem Erfolg am Gipfel seiner Macht befindet, geht in der Folge gnadenlos gegen seine Gegner im Staat vor und bereitet damit die Hochblüte des Absolutismus vor.

11. November 1675: Gottfried Wilhelm Leibniz formuliert erstmals in einem Aufsatz über inverse Tangenten einen seiner Fundamentalsätze unter Verwendung des modernen Integralzeichens.

11. November 1675: Nach der Hinrichtung von Tegh Bahadur in Delhi wird Gobind Singh der zehnte und letzte menschliche Guru der Sikhs.

11. November 1752: Am Teatro San Samuele in Venedig erfolgt die Uraufführung der Oper I portentosi effetti della madre Natura von Giuseppe Scarlatti.

11. November 1839: Voortrekker gründen den Burenstaat Natalia im Osten Südafrikas, weil sie von England unabhängig sein wollen.

11. November 1842: In drei Gasthöfen Pilsens wird erstmals in der Geschichte des Bieres Bier nach Pilsner Brauart ausgeschenkt, basierend auf dem von Josef Groll erfundenen Sud.

11. November 1843: In Dänemark wird Hans Christian Andersens Märchen Das hässliche Entlein veröffentlicht. Hans Christian Andersen (* 2. April 1805 in Odense; † 4. August 1875 in Kopenhagen), der sich als Künstler zeitlebens nur H. C. Andersen nannte, ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Weltberühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen, unter anderem Des Kaisers neue Kleider, Die kleine Meerjungfrau, Der standhafte Zinnsoldat oder Die Prinzessin auf der Erbse.

11. November 1848: An der Opéra-Comique in Paris findet die Uraufführung der Opéra-comique Le val d’Andorre von Jacques Fromental Halévy statt.

11. November 1855: Beim Ansei-Edo-Erdbeben in Japan bei Edo (heute: Tokio) sterben mehr als 6000 Menschen.

11. November 1875: In Buenos Aires wird der öffentliche Parque Tres de Febrero eingeweiht. Das Gelände gehörte dem früheren Diktator Juan Manuel de Rosas und wurde ihm enteignet.

11. November 1952: Mehrere Wetterdienste werden zum Deutschen Wetterdienst (DWD) zusammengeschlossen.

11. November 1864: Im Amerikanischen Bürgerkrieg lässt Generalmajor William T. Sherman die Stadt Atlanta in Georgia niederbrennen.

11. November 1966: Mit Gemini 12 startet der letzte Raumflug im Rahmen des Gemini-Programms der NASA. An Bord befinden sich Buzz Aldrin und James A. Lovell.

11. November 1871: Kaiser Wilhelm I. erlässt das Gesetz über das Bilden eines Reichskriegsschatzes aus den französischen Kontributionen, die der Friede von Frankfurt dem Verlierer des Deutsch-Französischen Kriegs abverlangt.

11. November 1880: Der verurteilte australische Straßenräuber Ned Kelly stirbt im Gefängnis Old Melbourne Gaol am Galgen.

11. November 1887: In Chicago werden die Anarchisten August Spies, Albert Parsons, George Engel und Adolph Fischer, die im Vorjahr den mehrtägigen Streik mitorganisiert haben, bei dem am 4. Mai eine Bombe Richtung Polizei geworfen wurde, trotz internationaler Proteste gehängt. Eine Verbindung zum Bombenanschlag konnte den Angeklagten zuvor jedoch nicht nachgewiesen werden.

11. November 1896: Ernest Monnington Bowden beantragt in Großbritannien Patentschutz für den von ihm erfundenen Seilzug. Das Patent wird ihm am 25. September 1897 gewährt.

11. November 1914: Im Ersten Weltkrieg beginnt die Schlacht um Łódź mit einer Offensive deutscher Truppen gegenüber russischen Einheiten.

11. November 1918: Der Waffenstillstand von Compiègne – auf deutscher Seite im Auftrag der neuen Regierung von Erzberger unterzeichnet – beendet die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg.

11. November 1918: Elsass und Lothringen erklären ihre Unabhängigkeit als Republik Elsaß-Lothringen, die aber wegen des Einmarsches französischer Truppen nur wenige Tage Bestand hat.

11. November 1921: In Berlin wird ein Vertrag zur Gründung der deutsch-sowjetrussischen Luftfahrtgesellschaft Deruluft unterzeichnet.

11. November 1930: Albert Einstein und Leó Szilárd erhalten in den USA das Patent Nummer 1.781.541 auf einen von ihnen erfundenen Kühlschrank.

11. November 1933: In Österreich führt das austrofaschistische Regime die 1920 abgeschaffte Todesstrafe für Mord, Brandstiftung und öffentliche Gewalttätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigentums wieder ein.

11. November 1934: In Melbourne wird sechzehn Jahre nach Beendigung des Ersten Weltkrieges (und sieben Jahre nach der Grundsteinlegung) das Kriegerdenkmal Shrine of Remembrance eingeweiht.

11. November 1940: Zweiter Weltkrieg: In der Nacht auf den 12. November versenken britische Torpedobomber einen erheblichen Teil der italienischen Regia Marina im Hafen von Tarent.

11. November 1940: Der deutsche Hilfskreuzer Atlantis unter Kapitän zur See Bernhard Rogge versenkt das britische Frachtschiff Automedon und erbeutet dabei kriegswichtige Geheimdokumente und Code-Tabellen. Die so gewonnenen Informationen spielen vermutlich auch beim Kriegseintritt Japans eine entscheidende Rolle.

11. November 1942: Als Reaktion auf die Landung der Alliierten in Algerien im Zweiten Weltkrieg besetzen deutsche Truppen auch Vichy-Frankreich (Unternehmen Anton).

11. November 1945: Das Sowjetische Ehrenmal wird in Berlin-Tiergarten mit einer Parade der Alliierten eingeweiht. Es ist die erste von drei solcher Gedenkstätten in der Stadt.

11. November 1954: In Großbritannien erscheint mit The Two Towers der zweite Teil von Tolkiens The Lord of the Rings.

11. November 1960: Ein Militärputsch gegen den südvietnamesischen Präsidenten Ngô Đình Diệm misslingt.

11. November 1960: In Schwedt/Oder wird der Grundstein für die Raffinerie Erdölverarbeitungswerk Schwedt gelegt, die 1970 Stammbetrieb des VEB Petrolchemischen Kombinats wurde.

11. November 1961: In der Enzyklika Aeterna Dei sapientia lobt Papst Johannes XXIII. den Kirchenlehrer Leo I. als weisen Hirten. Rom sei ferner das geistliche Zentrum für christliche Einheit. Jeder Bischof von Rom verkörpere die Einheit sichtbar.

11. November 1965: Eine weiße Minderheit unter Ian Smith erklärt Südrhodesien, das spätere Simbabwe, einseitig für unabhängig von Großbritannien, schließt jedoch die schwarze Bevölkerungsmehrheit von der Regierung aus.

11. November 1973: Der Sechs-Punkte-Plan zwischen Israel und Ägypten über Verhandlungen zu den Folgen des Jom-Kippur-Krieges wird vereinbart.

11. November 1974: Die Forschergruppen um Burton Richter und Samuel Chao Chung Ting stellen gemeinsam ihren unabhängig voneinander gelungenen Nachweis des J/ψ-Elementarteilchens vor.

11. November 1975: Als Folge der Nelkenrevolution erlangt Angola die Unabhängigkeit von Portugal, erster Staatspräsident wird MPLA-Führer Agostinho Neto.

11. November 1977: In Spanien hebt die Regierung knapp zwei Jahre nach dem Tod Francos die Filmzensur auf.

11. November 1978: In der Cafetería Galaxia treffen sich mehrere Offiziere der spanischen Streitkräfte und der Guardia Civil, unter ihnen Antonio Tejero, um zu beraten, wie der Demokratisierungsprozess in Spanien aufzuhalten sei. Der geplante Putschversuch findet jedoch nie statt, die Verschwörer werden zu Freiheitsstrafen verurteilt.

11. November 1982: Bei einem von der Polizei observierten RAF-Erddepot in einem Waldstück nahe dem südhessischen Heusenstamm werden die gesuchten Brigitte Mohnhaupt und Adelheid Schulz verhaftet.

11. November 1987: Der bis dahin höchste Preis für ein Kunstwerk wird auf einer Auktion in New York City mit 53,9 Millionen Dollar für die Schwertlilien von Vincent van Gogh erzielt.

11. November 1992: Die Generalsynode der Church of England beschließt die Zulassung von Frauen zum Priesteramt. Die Church of England ist die mitgliederstärkste aller anglikanischen Kirchen weltweit. Sie erstreckt sich heute über das Gebiet Englands, der Kanalinseln und der Isle of Man und ist noch immer eine Landeskirche im klassischen Sinne, da an ihrer Spitze der britische Monarch mit dem Titel Supreme Governor of the Church of England steht.

11. November 1993: Die Version 1.0 des Webbrowsers NCSA Mosaic, für Microsoft Windows, wird veröffentlicht. Die Entwicklung des NCSA Mosaic war zu Beginn ein Projekt der Software Group am National Center for Supercomputing Applications (NCSA) an der Universität von Illinois. Das Entwicklungsteam wurde von Eric Bina und Marc Andreessen angeführt.

11. November 1994: Der Codex Leicester (auch als Codex Hammer bekannt), eine gebundene Sammlung von Blättern mit wissenschaftlichen Schriften, Notizen, Skizzen und Zeichnungen Leonardo da Vincis, wird vom Auktionshaus Christie’s für 30,8 Millionen US-Dollar an den Unternehmer Bill Gates versteigert. Damit ist der Kodex die teuerste jemals verkaufte Handschrift der Welt.

11. November 2000: Bei einer Brandkatastrophe im Tunnel der Gletscherbahn Kaprun 2 zum Kitzsteinhorn in Kaprun im Land Salzburg sterben 155 Menschen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche.

11. November 2008: Das Passagierschiff Queen Elizabeth 2 tritt seine letzte Fahrt nach Dubai an, wo es als künftiges schwimmendes Hotel ankern wird.

11. November 2008: Das German Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS) nimmt den Testbetrieb auf. Es soll eine mögliche Tsunami-Gefahr erkennen, um die Bevölkerung an der indonesischen Küste zu warnen. Es wurde in Folge des Erdbebens im Indischen Ozean 2004 unter der Führung des Geoforschungszentrums Potsdam zusammen mit 20 nationalen und internationalen Partnerorganisationen errichtet.

11. November 2017: Nach zehnjähriger Planungs- und Bauphase wird in Kooperation zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Frankreich auf der Insel Saadiyat der Louvre Abu Dhabi eröffnet, ein von dem französischen Architekten Jean Nouvel gestaltetes Museumsensemble mit besonders markanter Stahlkuppel.

https://de.wikipedia.org/wiki/11. November

12. November 1323: Mit der Päpstlichen Bulle Cum inter nonnullos greift Papst Johannes XXII. drastisch in den Armutsstreit der Franziskaner ein. Der Papst verurteilt die von den Spiritualen aufgestellte Behauptung, Christus und die Apostel hätten nichts Eigenes besessen, als Ketzerei und stellt klar, dass diese Behauptungen eine Verunglimpfung der Heiligen Schrift seien.

12. November 1431: Papst Eugen IV. erklärt mit der Bulle Quoniam alto das am 29. Juli eröffnete Konzil von Basel für aufgelöst und beruft ein alternatives Konzil nach Bologna ein. Die in Basel anwesenden Kirchenvertreter lassen sich davon jedoch nicht beeindrucken und halten am 14. Dezember die erste Sitzung ab.

12. November 1638: Der Hortus Botanicus Amsterdam entsteht als städtische Einrichtung. Er ist einer der ältesten botanischen Gärten der Welt. Der als Hortus Medicus Amstelodamensis gegründete Garten befindet sich an der Plantage Middenlaan 2a, am Rand der Innenstadt von Amsterdam in der Nähe des Artis-Zoos in der Plantagebuurt. Der Garten ist ungefähr 1,2 ha groß und beinhaltet mehr als 6.000 tropische und einheimische Bäume und Pflanzen.

12. November 1673: Mit der Kapitulation des Festungskommandanten Dietrich von Landsberg zu Erwitte endet die Belagerung von Bonn im Holländischen Krieg. Die Franzosen büßen damit ihren Versorgungsweg über den Rhein in das Gebiet der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ein.

12. November 1780: In Wolfersdorf, einem Ort in der Hallertau, missachten vier Bauernburschen ein Tanzverbot. Der Volkstanz Zwiefacher wird deshalb im Gerichtsprotokoll erstmals dokumentiert.

12. November 1793: Jean-Sylvain Bailly, früher erster Bürgermeister von Paris und zeitweiliger Präsident der Nationalversammlung, wird auf der Guillotine hingerichtet. Der Astronom ist am Vortag als „Königsfreund und gewalttätiger Unterdrücker der Volksfreiheit“ zum Tod verurteilt worden.

12. November 1799: Alexander von Humboldt beobachtet und beschreibt in Cumaná, Venezuela, einen Meteorstrom der Leoniden – Grundlage für die spätere Erkenntnis, dass solche Himmelsereignisse periodisch auftreten.

12. November 1847: Der schottische Arzt James Young Simpson gibt in Edinburgh eine Schrift über die an sich selbst getestete Wirkung von Chloroform heraus. Er setzt in der Folge das Betäubungsmittel bei Gebärenden ein.

12. November 1848: Die Frankfurter Nationalversammlung verabschiedet das Gesetz betreffend einer deutschen Kriegs- und Handelsflagge, das erstmals die Farben Schwarz-Rot-Gold als nationales Symbol vorschreibt.

12. November 1856: Am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris erfolgt die Uraufführung der Operette Six Demoiselles à marier von Léo Delibes.

12. November 1857: Bei Drainierungsarbeiten auf dem Rittergut Lauersfort im Kreis Moers wird die Lauersforter phalera aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. gefunden, die sich heute in der Berliner Antikensammlung befindet.

12. November 1859: Jules Léotard führt im Pariser Cirque Napoléon als erster Mensch einen Salto vom Trapez vor. Der Luftseilakt Fliegendes Trapez ist geboren.

12. November 1860: In Wien wird der Dianabad-Saal, das in der Wintersaison als Konzert- und Ballsaal genutzte Dianabad, eröffnet.

12. November 1862: Christian Heinrich Friedrich Peters entdeckt den Asteroiden (77) Frigga.

12. November 1863: Mit dem Württembergischen Sanitätsverein wird die erste nationale Rotkreuz-Gesellschaft gegründet.

12. November 1877: Die erste deutsche Telegraphenlinie mit Fernsprechern wird bei Berlin zwischen Rummelsburg und Friedrichsberg eröffnet.

12. November 1893: Der Außenminister der Britisch-Indischen Verwaltung, Sir Henry Mortimer Durand legt eine neue Grenze zwischen Afghanistan und Britisch-Indien fest. Die Durand-Linie bildet bis heute weitgehend die Süd- und Ostgrenze Afghanistans.

12. November 1895: Mit dem Automobile Club de France entsteht in Paris der weltweit erste Verkehrsclub.

12. November 1900: Die Weltausstellung in Paris endet mit ca. 50 Millionen Besuchern (bei einer Gesamtbevölkerung Frankreichs von 39 Millionen).

12. November 1908: Bei einer Schlagwetter-Explosion in der Zeche Radbod in Hamm, Westfalen, sterben 348 Bergleute.

12. November 1909: Am Theater an der Wien in Wien findet die Uraufführung der Operette Der Graf von Luxemburg von Franz Lehár statt. Das Libretto stammt von Robert Bodanzky und Alfred Maria Willner. Die von Robert Stolz dirigierte Uraufführung wird mit stürmischem Beifall bedacht.

12. November 1918: Frauen erhalten durch den Rat der Volksbeauftragten das aktive und passive Wahlrecht in Deutschland.

12. November 1918: Die Bayerische Volkspartei (BVP) wird in Regensburg gegründet

12. November 1921: Die Washingtoner Flottenkonferenz der fünf führenden Seemächte tritt erstmals zusammen, um über Fragen der Rüstungskontrolle zu beraten.

12. November 1927: Leo Trotzki wird aus der KPdSU ausgeschlossen, was Josef Stalin zum uneingeschränkten Herrscher über die Sowjetunion macht. Leo Trotzki (* 26. Oktober jul. / 7. November 1879 greg. als Lew Dawidowitsch Bronstein, russisch Лев Давидович Бронштейн, Transliteration Lev Davidovič Bronštejn in Janowka, Gouvernement Cherson, Russisches Kaiserreich; † 21. August 1940 in Coyoacán, Mexiko) war ein russischer Revolutionär, kommunistischer Politiker und marxistischer Theoretiker.

12. November 1933: Die NSDAP führt eine Reichstagswahl durch, bei der nur sie wählbar ist, sowie eine Volksabstimmung über den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund.

12. November 1936: Die San Francisco-Oakland Bay Bridge über die Bucht von San Francisco zwischen San Francisco und Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien wird eröffnet.

12. November 1938: Mit der Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben finden die Arisierungen in der Zeit des Nationalsozialismus ihren Abschluss.

12. November 1942: Britische Soldaten besetzen kampflos das wenige Tage zuvor vom Deutschen Afrikakorps geräumte Fort Capuzzo. Dies ist der letzte von über einem Dutzend Besitzerwechseln der Festung, die wie kein anderer Ort als ein Symbol der charakteristischen Dynamik der Kämpfe in Nordafrika während des Zweiten Weltkriegs steht.

12. November 1943: In einem als Lex Krupp bekannten Führererlass verfügt Adolf Hitler die Umwandlung des Unternehmens Friedrich Krupp AG in eine Personengesellschaft mit besonders geregelter Nachfolge. Die Familie erspart sich dadurch Erbschaftsteuer.

12. November 1944: Das größte deutsche Schlachtschiff, die Tirpitz, wird im Zweiten Weltkrieg bei Tromsø (Nordnorwegen) von britischen viermotorigen Lancaster-Bombern mit 5,4-Tonnen-Bomben („Tallboys“) angegriffen und zum Kentern gebracht. Dabei kommen 1.204 Besatzungsmitglieder ums Leben.

12. November 1947: Der Vermeer-Fälscher Henricus Antonius van Meegeren wird von der vierten Kammer des Amsterdamer Landgerichtes wegen Fälschung und Betrugs zu der Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt.

12. November 1948: In den Tokioter Prozessen werden führende Personen der japanischen Armee wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Die sieben Todesurteile werden am 23. Dezember vollstreckt.

12. November 1948: Mit dem bislang einzigen Generalstreik in Westdeutschland demonstrieren mehrere Millionen Arbeitnehmer in der amerikanischen und der britischen Besatzungszone für Lohnerhöhungen und die Wiedereinführung der Preiskontrollen.

12. November 1953: Der Sender Freies Berlin wird gegründet.

12. November 1955: Aushändigung der Ernennungsurkunden an die ersten 101 Freiwilligen der Bundeswehr in Andernach: 2 Generalleutnante (Hans Speidel und Adolf Heusinger), 48 Stabsoffiziere, 40 Hauptleute, 5 Oberleutnante und 6 Unteroffiziere.

12. November 1958: Dem Bergsteiger und Kletterer Warren Harding gelingt es mit seinem Team, die schwierige The Nose genannte Felswand des Berges El Capitan im Yosemite-Nationalpark nach langen Versuchen zu durchsteigen.

12. November 1962: Die Radrennbahn in Gent, in der jährlich Sechstagerennen stattfinden, wird durch einen Großbrand zerstört.

12. November 1968: Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew verkündet auf dem fünften Parteitag der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei die so genannte Breschnew-Doktrin einer beschränkten Souveränität im sozialistischen Lager. Sie soll den Einmarsch von Truppen in die Tschechoslowakei im Prager Frühling rechtfertigen, weil eine Bedrohung des sozialistischen Systems bestanden habe.

12. November 1969: Die indische Premierministerin Indira Gandhi wird durch den Parteipräsidenten S. Nijalingappa wegen vermeintlich parteischädigenden Verhaltens aus der Kongresspartei ausgeschlossen. Infolgedessen kommt es nicht zur intendierten Abwahl Indira Gandhis, sondern zur Spaltung der Kongresspartei.

12. November 1970: Ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 km/h und meterhohen Flutwellen trifft Ostpakistan, das heutige Bangladesch. Mehr als 300.000 Menschen kommen bei diesem folgenschwersten bekannten Wirbelsturm ums Leben.

12. November 1971: US-Präsident Richard Nixon erklärt das National Monument Arches im US-Bundesstaat Utah zum Nationalpark.

12. November 1980: Die Raumsonde Voyager 1 passiert den Saturn und sendet detaillierte Aufnahmen des Ringsystems zur Erde.

12. November 1981: Nach 84 Stunden und 9.244 km landen der US-Amerikaner Ben Abruzzo und seine Besatzung mit ihrem Ballon Double Eagle V nach der ersten Überquerung des Pazifiks in einem Ballon im Mendocino National Forest in Kalifornien.

12. November 1982: Der ehemalige KGB-Vorsitzende Juri Wladimirowitsch Andropow wird als Nachfolger des verstorbenen Leonid Breschnew Generalsekretär der KPdSU.

12. November 1987: Das Frankfurter Opernhaus wird durch Brandstiftung zerstört. Der Wiederaufbau kostet 170 Millionen DM.

12. November 1989: Drei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer findet in der Westberliner Deutschlandhalle das Konzert für Berlin statt, mit dem Jugendliche aus Ost-Berlin und der DDR willkommen geheißen werden sollen. Um der Freude über den Fall der Mauer Ausdruck zu verleihen und mit Musik ein Zeichen zu setzen, entschloss sich der Sender Freies Berlin (SFB) am 10. November, ein Rockkonzert mit freiem Eintritt zu veranstalten. Das Konzert wurde innerhalb von nur zwei Tagen von Redakteuren der populären Radiosendung S-F-Beat – einer der ersten Jugendsendungen – organisiert.

12. November 1990: Kaiser Akihito wird zum 125. Tennō von Japan proklamiert.

12. November 1990: Die Räumung dreier besetzter Häuser in Berlin führt zu Solidaritätsaktionen im Umfeld der damals größtenteils besetzten Mainzer Straße. Die folgenden Auseinandersetzungen der Besetzer mit der Polizei kulminieren zwei Tage später in der Räumung der Mainzer Straße.

12. November 1991: In Dili, der Hauptstadt des heutigen Osttimor, kommt es zum Santa-Cruz-Massaker durch indonesische Sicherheitskräfte, bei dem rund 270 Menschen getötet werden.

12. November 1992: Gegen Erich Honecker und fünf andere SED-Größen beginnt ein Prozess wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze.

12. November 1995: Als erster Staat, der keine koloniale Beziehung zum Vereinigten Königreich hatte, tritt Mosambik dem Commonwealth of Nations bei.

12. November 1996: Bei der bislang folgenschwersten Flugzeugkollision in der Luft trifft eine Iljuschin Il-76 der Air Kazakhstan auf eine Boeing 747 der Saudi Arabian Airlines im Luftraum über Charkhi Dadri in Haryana, Indien. Alle 349 Menschen in beiden Flugzeugen sterben.

12. November 1999: Ein Erdbeben im Nordwesten der Türkei fordert ca. 370 Tote. Geologisch ist die Türkei ein Teil des Alpidischen Gebirgsgürtels. Sie liegt größtenteils auf der Anatolischen Platte, die im Norden und Osten an die Eurasische Platte, im Süden an die Arabische Platte und im Südwesten an die Afrikanische Platte grenzt. Durch die Nordanatolische Verwerfung, eine Transformstörung, gehört vor allem der Norden der Türkei zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Erde, die in den letzten Jahrzehnten mehrmals von Erdbeben erschüttert wurde. Da eine gewisse chronologische Ost-West-Abfolge der Erdbeben in der Nordtürkei festzustellen ist, vermuten Experten, dass in absehbarer Zeit auch Istanbul von einem großen Beben betroffen sein wird. Die letzten großen Beben in der Provinz Kocaeli wie das Erdbeben von Gölcük 1999 waren weniger als 100 km von Istanbul entfernt.

12. November 2001: Ein Airbus A300, American-Airlines-Flug 587 nach Santo Domingo, Dominikanische Republik, stürzt in New York City, USA, weniger als drei Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport in ein bewohntes Gebiet. Alle 260 Personen an Bord sowie fünf Anwohner sterben.

12. November 2004: Nach der Eröffnung als Konzertsaal am 14. Dezember des Vorjahres wird mit der seinerzeit modernsten Bühnenmaschinerie der Welt auch der Opernbetrieb im am 29. Januar 1996 abgebrannten Teatro La Fenice in Venedig wieder aufgenommen.

12. November 2011: Silvio Berlusconi beendet per offizieller Einreichung des Rücktritts seine bisher letzte Amtszeit als Ministerpräsident Italiens nach Kritik an den Folgen seines Regierungskurses angesichts der Eurokrise.

12. November 2014: Der Lander Philae der ESA-Raumsonde Rosetta landet erfolgreich auf dem Kometen 67/P Tschurjumov-Gerassimenko.

12. November 2017: An der Grenze zwischen dem Irak und dem Iran fordert ein Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Momenten-Magnituden-Skala ungefähr 540 Opfer.

https://de.wikipedia.org/wiki/12. November

13. November 1002: Der englische König Aethelred II. gibt den Befehl, alle Dänen im Königreich England zu töten, um einen angeblichen Volksaufstand zu verhindern. Das führt zum St.-Brice’s-Day-Massaker.

13. November 1239: Nahe Gaza tappt ein kleines Kreuzfahrerheer unter Amalrich VII. von Montfort und Heinrich II. von Bar in eine Falle des Ayyubidenheeres und verliert die folgende Schlacht.

13. November 1244: Durch ein von Erzbischof Siegfried III. von Eppstein verliehenes Stadtprivileg wird Mainz zur Freien Stadt.

13. November 1493: Christoph Kolumbus entdeckt auf seiner zweiten Reise die Antilleninsel Saba. Die genaue Bedeutung des Namens Saba ist nicht geklärt. Weit verbreitet ist die Annahme, dass sich der Name Saba aus dem karibischen Wort siba für „Felsen“ herleitet.

13. November 1742: Als Collegium Antiquitatum wird die heutige Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften gegründet.

13. November 1805: Napoléons Truppen ziehen im Dritten Koalitionskrieg kampflos in Wien ein, wo sie von der Bevölkerung neugierig empfangen werden.

13. November 1843: An der Grand Opéra Paris erfolgt die Uraufführung der Oper Dom Sébastien von Gaetano Donizetti.

13. November 1851: Die Familie Denny, die so genannte Denny Party, landet am Alki Point; dies wird als Geburtsstunde von Seattle angesehen. Die Stadt wurde benannt nach Noah Sealth, Häuptling der Duwamish und Suquamish, besser bekannt unter dem Namen Häuptling Seattle.

13. November 1872: Die Ostsee wird, soweit bekannt, von der bisher schwersten Ostseesturmflut heimgesucht. Meterhohe Wellen überraschen am Morgen die schlafenden Küstenbewohner. 271 Menschen verlieren ihr Leben, über 15.000 werden obdachlos.

13. November 1886: Heinrich Hertz gelingt in einem Experiment in Karlsruhe die Übertragung elektromagnetischer Wellen von einem Sender zu einem Empfänger.

13. November 1887: Über 20.000 Arbeiter folgen in Chicago dem Trauerzug für die vier zwei Tage zuvor hingerichteten Teilnehmer eines Streiks, die ein Gericht für den Haymarket Riot verantwortlich gemacht hat.

13. November 1891: In Rom beschließt die 3. Interparlamentarische Union die Einrichtung eines Ständigen Internationalen Friedensbüros mit Sitz in Bern. Es erhält 1910 den Friedensnobelpreis.

13. November 1894: Am Hoftheater in Karlsruhe findet die Uraufführung der Oper Ingwelde von Max von Schillings statt.

13. November 1894: Die Genealogische Gesellschaft von Utah in Salt Lake City wird von Angehörigen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gegründet.

13. November 1899: Die christliche Missionsgesellschaft Liebenzeller Mission wird als deutscher Zweig der China-Inland-Mission gegründet.

13. November 1906: Auf der Kohleninsel in München wird der Grundstein für das Deutsche Museum gelegt. Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (meist nur Deutsches Museum genannt) in München ist nach Ausstellungsfläche eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Erklärtes Ziel ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahezubringen. Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik sowie deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung anhand ausgewählter Beispiele.

13. November 1907: Dem Franzosen Paul Cornu glückt mit seinem „fliegenden Fahrrad“ der weltweit erste Flug eines Hubschraubers in einer Höhe von 30 cm über dem Boden und 20 Sekunden Flugdauer.

13. November 1911: Beim Carlton-Club-Treffen der britischen Conservative Party wird nach dem Rücktritt von Arthur Balfour der Kompromisskandidat Andrew Bonar Law zum neuen Vorsitzenden der konservativen Parteifraktion im House of Commons gewählt.

13. November 1918: Nach Aufhebung des Friedens von Brest-Litowsk startet Russland eine militärische Aktion zur Rückeroberung des Baltikums, die in den Estnischen Freiheitskrieg mündet.

13. November 1918: Konstantinopel wird von französischen und britischen Truppen besetzt. Der ursprüngliche griechische Name der Stadt Byzántion geht auf den legendären Gründer der Stadt, Byzas, zurück, der aus Megara in Mittelgriechenland stammte. Er war einem Orakelspruch der Pythia gefolgt. Im Jahr 324 machte der römischen Kaiser Constantinus die Stadt zu seiner Residenz und ließ Byzantion als „neues Rom“ (Nova Roma) zur Hauptstadt ausbauen. Ihm zu Ehren wurde für die Stadt der Namen Constantinopolis (griechisch Κωνσταντινούπολις Kōnstantinoúpolis „Stadt des Konstantin“) gebräuchlich.

13. November 1918: Nach Abdankung Herzogs Ernst II. entsteht auf dem Gebiet des früheren Herzogtums Sachsen-Altenburg der Freistaat Sachsen-Altenburg. Das kurzlebige Gebilde wird 1920 ein Teil des Landes Thüringen.

13. November 1925: Die erste Surrealismus-Ausstellung wird in Paris mit Werken von Pablo Picasso, Man Ray, Hans Arp, Paul Klee, Max Ernst, Giorgio de Chirico, André Masson, Joan Miró und Pierre Roy eröffnet.

13. November 1928: Der Regisseur Max Reinhardt gründet in Schönbrunn eine Schauspielschule, das Max-Reinhardt-Seminar.

13. November 1931: Die Oper Friedemann Bach von Paul Graener wird in Schwerin uraufgeführt.

13. November 1936: In Wien wird unter dem Titel Liebe, Pflicht und Hoffnung Ödön von Horváths Schauspiel Glaube Liebe Hoffnung uraufgeführt.

13. November 1940: Der gut zweistündige Zeichentrickfilm Fantasia von Walt Disney hat am Broadway in New York City Premiere.

13. November 1942: Die bis zum 15. November andauernde Seeschlacht von Guadalcanal während des Zweiten Weltkrieges beginnt. Sie fand nahe der Salomonen-Insel Guadalcanal im Pazifik statt. US-amerikanische und japanische Einheiten trafen dort während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg aufeinander.

13. November 1943: In Berlin wird die Operette Königin einer Nacht von Will Meisel mit dem Libretto von Just Scheu und Ernst Nebhut uraufgeführt.

13. November 1943: Der 25-jährige Leonard Bernstein leitet als Ersatz für den erkrankten Bruno Walter ein Konzert der New Yorker Philharmoniker und beginnt damit seine Weltkarriere.

13. November 1945: Charles de Gaulle wird von der französischen Nationalversammlung zum Ministerpräsidenten der Vierten Französischen Republik gewählt. Charles André Joseph Marie de Gaulle (* 22. November 1890 in Lille, Département Nord; † 9. November 1970 in Colombey-les-Deux-Églises, Département Haute-Marne) war ein französischer General und Staatsmann. Im Zweiten Weltkrieg führte er den Widerstand des Freien Frankreichs gegen die deutsche Besatzung an.

13. November 1945: Mit dem Bayerischen Tag in Bamberg erscheint letztmals im besetzten Deutschland eine US-amerikanische Armeegruppenzeitung.

13. November 1950: Mit Benny Goodmans Famous Carnegie Hall Concert erscheint die erste Doppel-LP der Welt. Benjamin David „Benny“ Goodman (* 30. Mai 1909 in Chicago, Illinois; † 13. Juni 1986 in New York City, New York) war ein amerikanischer Jazzmusiker (Klarinettist) und Bandleader. Vor allem in den 1930er Jahren feierte er mit seiner Big Band große Erfolge und gilt als einer der populärsten Protagonisten des Swing.

13. November 1951: Die Winzer des Beaujolais erstreiten sich eine Ausnahmegenehmigung vom französischen Weinrecht. Sie dürfen nun ihren Wein schon ab dem dritten Donnerstag im November vermarkten.

13. November 1951: Der Igel als Bräutigam, eine Oper für große und kleine Leute in fünf Bildern von Cesar Bresgen, wird in Nürnberg uraufgeführt. Das Libretto stammt von Ludwig Strecker dem Jüngeren nach Motiven des Märchens Hans mein Igel der Brüder Grimm.

13. November 1953: In Braunschweig wird das Musikalische Lustspiel Ein Engel namens Schmitt von Just Scheu uraufgeführt.

13. November 1956: Nach Klage der Bürgerrechtsbewegung im Zusammenhang mit dem Busboykott von Montgomery erklärt der Oberste Gerichtshof der USA Gesetze, mit denen eine Rassentrennung in öffentlichen Nahverkehrsmitteln angeordnet wird, für verfassungswidrig.

13. November 1960: In Karlstein am Main nimmt das erste deutsche Kernkraftwerk, das Versuchsatomkraftwerk Kahl, den Betrieb auf.

13. November 1960: In der Stadt Amude im syrischen Teil Kurdistans kommen 152 Kinder beim Brand eines Kinos ums Leben.

13. November 1961: In der DDR wird im Rahmen der Entstalinisierung im Anschluss an den XXII. Parteitag der KPdSU Stalinstadt mit Fürstenberg (Oder) (samt Schönfließ) zu Eisenhüttenstadt zusammengeschlossen.

13. November 1963: Das Theaterstück Einer flog über das Kuckucksnest, das auf Ken Keseys gleichnamigen Roman basiert, wird in New York am Broadway uraufgeführt.

13. November 1965: Der amerikanische Passagierdampfer Yarmouth Castle geht mitten in der Nacht vor Nassau (Bahamas) in Flammen auf und sinkt, 90 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben. Das Unglück führt zu neuen Regelungen zur Sicherheit auf See im Rahmen der International Convention for the Safety of Life at Sea.

13. November 1970: Ein Zyklon trifft in der Region Bhola, Pakistan, auf Land und tötet – vor allem durch die damit verbundene Flutwelle – über 500.000 Menschen.

13. November 1972: Der Orkan Quimburga zieht mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h über Belgien, die Niederlande und in Norddeutschland. Er fordert mindestens 73 Todesopfer und richtet Schäden in Milliardenhöhe an.

13. November 1973: Das Musical Gigi von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner wird im Uris Theatre in New York City uraufgeführt.

13. November 1973: In München wird Evelyn Jahn, die Tochter des Wienerwald-Gastronomen Friedrich Jahn, entführt. Die Kidnapper verlangen von ihm drei Millionen Mark Lösegeld. Das erste Wienerwald-Restaurant gründete Jahn 1955 in München, später machte er dann das Franchising in Deutschland populär. 1980 verfügte der Konzern über 1.536 Restaurants weltweit mit etwa 27.000 Mitarbeitern und etwa 2,3 Mrd. Schweizer Franken Umsatz.

13. November 1974: Der Chef der palästinensischen PLO, Jassir Arafat, spricht sich vor den Vereinten Nationen gegen den Zionismus aus.

13. November 1974: Das Deutsche Fernsehen zeigt Loriots Telecabinet. Sie war die erste komplett selbst konzipierte Fernsehsendung Loriots, der neben der Verantwortlichkeit für das Buch auch die Regie übernahm und in mehreren Rollen auftrat. Zu sehen ist die Parodie einer Talkshow, die von mehreren Sketchen unterbrochen wird. Teile des Telecabinets wurden in späteren Loriot-Sendungen wiederverwendet und sind auch in Textform erschienen. Eine 1972 von Südwest 3 gezeigte Spezialausgabe von Loriots erster Sendereihe Cartoon trug ebenfalls den Titel Loriots Telecabinet.

13. November 1976: Wolf Biermann übt bei einem Konzertauftritt in Köln offen Kritik an der DDR. Der Auftritt dient drei Tage später als Begründung für seine Ausbürgerung.

13. November 1979: Nach einem elf Monate und zwölf Tage währenden Streik erscheint die britische Tageszeitung The Times wieder.

13. November 1981: Auf Grund einer Wette bei Wetten, dass..? gründet der Schauspieler Karlheinz Böhm die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.

13. November 1982: Der Funkkontakt zum Lander der NASA-Raumsonde Viking 1 bricht, nach einem missglückten Aufspielen einer neuen Software, endgültig ab.

13. November 1985: Beim Ausbruch des Vulkans Nevado del Ruiz verwüstet ein Lahar die kolumbianische Stadt Armero und kostet mindestens 20.000 Menschen das Leben.

13. November 1989: Die Volkskammer der DDR wählt – erstmals in geheimer Abstimmung – Günther Maleuda zu ihrem Präsidenten und Hans Modrow zum Ministerpräsidenten. Bei Erich Mielkes Rechtfertigungsrede fallen die berühmt gewordenen Worte Ich liebe … ich liebe doch alle … alle Menschen.

13. November 1990: Einen Tag nach Tim Berners-Lees und Robert Cailliaus Konzept für ein weltweites Hypertext-Projekt wird die erste Webseite veröffentlicht.

13. November 1990: Der Amoklauf von Aramoana in Neuseeland entwickelt sich aus einem Streit zweier Nachbarn. Der Täter erschießt anschließend 13 Menschen und stirbt selbst am nächsten Morgen nach einem neuerlichen Schusswechsel mit Polizisten an seinen erlittenen Verletzungen.

13. November 1994: Die Schweden entscheiden sich in einer Volksabstimmung mit 52 % für den Beitritt zur EU.

13. November 1994: Michael Schumacher gewinnt seinen ersten Weltmeistertitel in der Formel-1 in Adelaide (Australien).

13. November 1998: Der Deutsche Bundestag beschließt den Bundeswehreinsatz zur NATO-Luftüberwachung im Kosovo-Krieg.

13. November 2001: Krieg in Afghanistan: Die Nordallianz nimmt während der Operation Enduring Freedom kampflos die afghanische Hauptstadt Kabul ein.

13. November 2002: Vor der galicischen Küste havariert der Öltanker Prestige. Aus einem Leck tritt Öl aus. Dies verursacht sechs Tage später eine Ölpest, von der große Teile der spanischen Atlantikküste betroffen sind.

13. November 2004: US-Außenminister Colin Powell, Landwirtschaftsministerin Ann Veneman, Energieminister Spencer Abraham und Bildungsminister Roderick Paige reichen ihre Rücktrittsschreiben ein und machen somit den Weg frei für eine erste Regierungsumbildung nach dem Wahlsieg von George W. Bush.

13. November 2005: Nach dem Chemieunfall von Jilin muss die Stadt Jilin teilweise evakuiert werden. Der Songhua Jiang, ein Fluss der die Region mit Trinkwasser versorgt, wird mit Benzol und Nitrobenzol verseucht.

13. November 2013: Der New Yorker Wolkenkratzer Four World Trade Center wird eröffnet. Das 297 Meter hohe Bürogebäude befindet sich an der südöstlichen Ecke des Ground Zero, des Areals des World-Trade-Center-Komplexes in Lower Manhattan.

13. November 2015: Bei islamistisch motivierten Terroranschlägen in Paris sterben 130 Menschen, 683 werden verletzt. Die Angriffsserie richtet sich gegen ein Fußballspiel im Stade de France, gegen ein Rockkonzert im Bataclan-Theater sowie gegen zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants.

13. November 2015: Das Action-Adventure-Videospiel Rise of the Tomb Raider wird in Europa veröffentlicht. Es handelt sich um die elfte Veröffentlichung der Videospielreihe.

https://de.wikipedia.org/wiki/13. November

14. November 1475: Georg der Reiche, der spätere Herzog von Bayern-Landshut, nimmt Jadwiga, die Tochter des polnischen Königs Kasimir IV., zur Frau. Das Hochzeitsfest in Landshut dauert acht Tage. Bis in die Gegenwart wird alle vier Jahre dieses Hochzeitsfestes gedacht. Das Fest wurde 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

14. November 1493: Christoph Kolumbus landet bei seiner zweiten Reise auf einer Insel der Kleinen Antillen, die er Santa Cruz nennt.

14. November 1495: In der Schlacht von Aguere gelingt den Truppen des Königreichs Kastilien ein Erfolg über die Guanchen, die Ureinwohner der Kanarischen Inseln.

14. November 1501: Die 15-jährige Katharina von Aragón wird in der St Paul’s Cathedral mit dem gleichaltrigen Prince of Wales, Arthur Tudor, getraut. Schon vier Monate später stirbt ihr Ehemann an schwerem Fieber. Die Witwe wird im Jahr 1509 von seinem jüngeren Bruder Heinrich geheiratet.

14. November 1633: Im Dreißigjährigen Krieg erobern schwedische Truppen unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar die Freie Reichsstadt Regensburg.

14. November 1770: Der schottische Reisende James Bruce erkundet die Quellen des Blauen Nils.

14. November 1795: Die Reichsarmee erobert den Ort Lambsheim in der Rheinebene zwischen Worms und Speyer, nachdem sie französische Revolutionstruppen im Gefecht bei Lambsheim besiegt hat.

14. November 1805: Einen Tag nach der kampflosen Einnahme Wiens durch seine Truppen im Dritten Koalitionskrieg bezieht Napoléon im Schloss Schönbrunn Quartier.

14. November 1825: In Dublin wird die Prokathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Hl. Jungfrau Maria eingeweiht. Der Sakralbau wird erster römisch-katholischer Bischofssitz im Vereinigten Königreich nach der Reformation.

14. November 1861: Die Korvette SMS Amazone der preußischen Marine geht mit ihrer gesamten Besatzung von über 100 Personen in einem Orkan vor der niederländischen Küste unter.

14. November 1889: Die Reporterin Nellie Bly startet im Auftrag der New York World den Versuch, Jules Vernes Reise um die Erde in 80 Tagen tatsächlich umzusetzen. Nach der Rekordzeit von 72 Tagen kehrt sie nach New York City zurück. Elizabeth Jane Cochran(e) (* 5. Mai 1864 in Cochran’s Mills, Armstrong County, Pennsylvania; † 27. Januar 1922 in New York, New York), besser bekannt unter ihrem Pseudonym Nellie Bly, war eine US-amerikanische Journalistin und Weltreisende. Sie war eine Pionierin des investigativen Journalismus und verkörperte mit ihren Reportagen und Erlebnisberichten den neuen Ton der damaligen Zeit.

14. November 1897: Nach der Ermordung zweier Missionare am 1. November in China besetzt die deutsche Marineinfanterie die Kiautschoubucht.

14. November 1899: Das Deutsche Kaiserreich und die USA teilen im Samoavertrag die Samoainseln untereinander auf und legen damit den Konflikt um Samoa bei.

14. November 1901: Der Wiener Arzt Karl Landsteiner gibt die Entdeckung der drei Blutgruppen A, B und 0 bekannt.

14. November 1903: Die Harvard University eröffnet mit ihrem Harvard Stadium eine Sportstätte in Hufeisenform, in der vorwiegend American Football gespielt wird.

14. November 1908: Am Theater an der Wien in Wien findet die Uraufführung der Operette Der tapfere Soldat von Oscar Straus statt.

14. November 1909: Beim Untergang des Passagierschiffs La Seyne der französischen Messageries Maritimes nach der Kollision mit einem britischen Dampfer kommen 101 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben.

14. November 1910: Dem Flugpionier Eugene Burton Ely gelingt als erstem Menschen der Start von einem Schiff, von einer Plattform auf dem leichten Kreuzer USS Birmingham.

14. November 1922: Die British Broadcasting Corporation beginnt aus einem Londoner Studio mit ihren Hörfunksendungen.

14. November 1926: Der erste Genfer Wellenplan, in dem der Betrieb der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich festgelegt wird, tritt in Kraft.

14. November 1927: Das Musical Funny Face von George Gershwin wird am Alvin Theatre in New York City uraufgeführt.

14. November 1934: Im Highbury in London besiegt die englische Fußballnationalmannschaft den amtierenden Weltmeister Italien mit 3:2. Die mit großer Härte geführte Schlacht von Highbury wird von vielen als „echtes“ Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 angesehen, an der England nicht teilgenommen hat.

14. November 1938: Im Rahmen der Novemberpogrome ordnet Reichserziehungsminister Bernhard Rust die sofortige Entlassung jüdischer Schüler aus staatlichen Schulen an. Die Teilnahme am Unterricht wird ihnen verboten.

14. November 1939: Im Dritten Reich ist von nun an der Einkauf von Textilien nur mehr über die Reichskleiderkarte möglich.

14. November 1940: Im Zweiten Weltkrieg zerstören schwere Flächenbombardements der deutschen Luftwaffe im Zuge der Luftschlacht um England die historische Altstadt von Coventry. Die NS-Propaganda prägt daraufhin den Begriff Coventrieren.

14. November 1941: Alfred Hitchcocks Psychothriller Verdacht mit Cary Grant und Joan Fontaine wird uraufgeführt.

14. November 1946: Hermann Hesse bekommt den Nobelpreis für Literatur zugesprochen. Hermann Karl Hesse, Pseudonym: Emil Sinclair (* 2. Juli 1877 in Calw; † 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz; heimatberechtigt in Basel und Bern), war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler. Bekanntheit erlangte er mit Prosawerken wie Siddhartha, Der Steppenwolf, Demian, Das Glasperlenspiel sowie Narziß und Goldmund und mit seinen Gedichten (z. B. Stufen). 1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, 1954 wurde er in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen. Die meisten seiner Werke haben die Suche eines Menschen nach Authentizität, Selbsterkenntnis und Spiritualität zum Thema.

14. November 1953: Die Bundesrepublik Deutschland verzichtet im Interzonenverkehr in Absprache mit den westlichen Alliierten auf die Durchführung von Grenzkontrollen.

14. November 1954: Der ägyptische Ministerpräsident Gamal Abdel Nasser stürzt Staatspräsident Muhammad Nagib, stellt diesen unter Hausarrest und übernimmt selbst dessen Amt.

14. November 1957: Durch den chaotischen Abbruch des Apalachin-Meeting wird der amerikanischen Öffentlichkeit erstmals ein Nachweis der Existenz eines nationalen Verbrecher-Syndikats geliefert.

14. November 1962: Kaiser Haile Selassie I. löst die Föderation mit Eritrea und annektiert es als 14. Provinz Äthiopiens.

14. November 1963: Südlich von Island erhebt sich die Insel Surtsey aus dem Meer.

14. November 1964: Mit dem Ruhr-Park eröffnet in Bochum-Harpen eines der größten Einkaufszentren in Deutschland.

14. November 1967: Das United States Patent Office erteilt Theodore Maiman ein Patent auf den von ihm entwickelten Rubinlaser.

14. November 1969: Apollo 12, der zweite bemannte Mondflug der NASA, startet mit den Astronauten Charles Conrad, Richard Gordon und Alan Bean an Bord. Obwohl die Rakete beim Start gleich zweimal vom Blitz getroffen wird, verläuft der Start plangemäß.

14. November 1971: Der Rundfunk der DDR beginnt das für westliche Hörer bestimmte Hörfunkprogramm Stimme der DDR auszustrahlen, das die Sendungen des Deutschlandsenders und der Berliner Welle ablöst.

14. November 1971: Die US-amerikanische Raumsonde Mariner 9 erreicht den Planeten Mars und schwenkt als erste irdische Sonde überhaupt in die Umlaufbahn eines anderen Planeten ein.

14. November 1972: Der Dow Jones Index schließt erstmals über der Marke von 1.000 Punkten.

14. November 1983: In der Innenstadt von Buxtehude wird als Modellversuch die erste Tempo-30-Zone in Deutschland eingerichtet.

14. November 1988: PLO-Chef Jassir Arafat ruft in der algerischen Hauptstadt Algier den Staat Palästina aus.

14. November 1990: In Warschau wird der die Oder-Neiße-Grenze bestätigende Deutsch-Polnische Grenzvertrag unterzeichnet.

14. November 1990: Nach Protesten über die Räumung dreier besetzter Häuser erfolgt die vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, ohne Rücksprache mit dem Koalitionspartner angeordnete Räumung der Mainzer Straße. Die Alternative Liste kündigt daraufhin die Koalition mit der SPD in Berlin auf.

14. November 1993: In Berlin wird die Neue Wache als zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eingeweiht.

14. November 1994: Der Eurotunnel zwischen Calais in Frankreich und Folkestone in England wird für den Personenverkehr freigegeben und der Zugverkehr aufgenommen.

14. November 1994: In der etwa 98 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernten Galaxie NGC 3370 im Sternbild Löwe bemerkt der Astronom S. Van Dyk eine entstandene Supernova.

14. November 2003: Mike Brown, Chad Trujillo und David Lincoln Rabinowitz entdecken den Asteroiden Sedna, ein transneptunisches Objekt, bei dem es sich möglicherweise um einen Zwergplaneten handelt.

14. November 2010: Mit dem Sieg beim Großen Preis von Abu Dhabi schließt der 23-jährige Sebastian Vettel als neuer Formel-1-Weltmeister die Rennsaison ab.

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15. November 1532: Spanische Eroberung Perus: Francisco Pizarro trifft mit 150 spanischen Conquistadoren in der Inka-Stadt Cajamarca ein und beginnt über den Unterhändler Hernando de Soto Verhandlungen mit dem Inka-Häuptling Atahualpa.

15. November 1533: Francisco Pizarro erobert die Inka-Hauptstadt Cuzco, plündert sie und steckt sie in Brand. Francisco Pizarro González (* 1476 oder 1478 in Trujillo, Extremadura, Spanien; † 26. Juni 1541 in Ciudad de los Reyes, dem heutigen Lima, Peru) war ein spanischer Conquistador, der zusammen mit seinen drei Halbbrüdern und seinem Partner Diego de Almagro das Reich der Inka eroberte.

15. November 1553: Beim Bau von Festungen nahe dem italienischen Arezzo wird die Chimäre von Arezzo, ein Beispiel etruskischer Kunst, gefunden.

15. November 1666: Nach fast einjähriger vergeblicher Belagerung der Stadt schließt Schweden mit Bremen den Frieden zu Habenhausen. Schweden unter General Carl Gustaf Wrangel beendet die Belagerung, während sich Bremen verpflichtet, bis zum Ende des Jahrhunderts auf die Reichsunmittelbarkeit zu verzichten.

15. November 1679: Dem Unterhaus in London wird die Exclusion Bill zur Beschlussfassung vorgelegt. Damit soll der Bruder König Karls II., der spätere König Jakob II., wegen seines römisch-katholischen Glaubens von der Thronfolge ausgeschlossen werden.

15. November 1703: In der Schlacht am Speyerbach setzen sich während des Spanischen Erbfolgekriegs die Franzosen unter ihrem Feldherrn Tallard gegenüber einem hessisch-holländischen Entsatzheer des Reichs für die belagerte Festung Landau durch. Ihr Sieg führt umgehend zur Kapitulation der Festung.

15. November 1777: Der Kontinentalkongress beschließt während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die von der Philadelphia Convention erarbeiteten Konföderationsartikel, die erste Verfassung der Vereinigten Staaten.

15. November 1818: Durch die Aufnahme Frankreichs entsteht aus der Heiligen Allianz die Pentarchie der europäischen Großmächte Russland, Großbritannien, Österreich, Preußen und Frankreich. Sie wird auf dem Aachener Kongress deklariert.

15. November 1838: Am Théâtre de la Renaissance in Paris erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Lady Melvil von Friedrich von Flotow.

15. November 1847: An der Opéra-Comique in Paris findet die Uraufführung der komischen Oper Les Premiers Pas ou Les Deux Génies von Jacques Fromental Halévy statt.

15. November 1848: In Preußen löst das von König Friedrich Wilhelm IV. beorderte Militär Beratungen der preußischen Nationalversammlung auf, die sich gegen die angeordnete Sitzverlegung vom revolutionären Berlin in die Stadt Brandenburg sträubt. Der König lehnt zudem – wie auch verschiedene konservative Abgeordnete – den Verfassungsentwurf, die Charte Waldeck, ab.

15. November 1849: Die kaiserlich-königlich Geologische Reichsanstalt, die heutige Geologische Bundesanstalt, wird durch den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in Wien gegründet.

15. November 1859: In Athen finden die ersten Olympien statt. Vorbild der vom Kaufmann Evangelos Zappas organisierten Veranstaltung sind die Olympischen Spiele der Antike. Evangelos Zappas (* 23. August 1800 in Labovë e Madhe, heute Albanien; † 19. Juni 1865 in Broşteni (Ialomiţa), heute Rumänien) war ein griechischer Kaufmann und Mäzen. Während der Griechischen Revolution nahm er an mehreren Schlachten teil und stieg zum Major auf. Nach der Unabhängigkeit Griechenlands ließ er sich in der Walachei nieder, wo er Vermögen anhäufte und zu einem der reichsten Männer Osteuropas wurde. 1859 finanzierte er die Durchführung der Olympien, die als Vorläufer der modernen Olympischen Spiele gelten. Darüber hinaus finanzierte er zahlreiche Institutionen und Schulen, aber auch Sporthallen und Ausstellungsgebäude.

15. November 1870: In Athen finden die zweiten Olympien statt, diesmal im Panathinaikon-Stadion, das ein Jahr zuvor im Auftrag der griechischen Regierung vom deutschen Archäologen und Bauforscher Ernst Ziller ausgegraben worden ist und das Anastasios Metaxas für die Spiele provisorisch hergerichtet hat.

15. November 1884: Die Berliner Kongokonferenz, an deren Ende die Aufteilung Afrikas in Kolonialgebiete steht, beginnt auf Einladung Otto von Bismarcks.

15. November 1892: Die Ausstellung von Bildern des norwegischen Malers Edvard Munch im Berliner „Architektenhaus“ wird nach nur einer Woche geschlossen, nachdem die gezeigten Bildern einen großen Skandal ausgelöst haben.

15. November 1903: Am Neuen Deutschen Theater in Prag wird die Oper Tiefland von Eugen d’Albert mit dem Libretto von Rudolf Lothar unter der Leitung von Leo Blech uraufgeführt.

15. November 1908: Leopold II., der König der Belgier, verkauft nach internationalem Druck infolge der Kongogräuel seinen Privatbesitz Kongo-Freistaat dem belgischen Staat, der ihn in die Kolonie Belgisch-Kongo umwandelt.

15. November 1918: Das Stinnes-Legien-Abkommen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in Deutschland wird unterzeichnet, worin diese unbürokratisch und in Abgrenzung zu den revolutionären Bewegungen eine Zentralarbeitsgemeinschaft bilden und sich unter Wahrung der bestehenden Machtverhältnisse und privatwirtschaftlicher Eigentumsrechte auf einen Achtstundentag einigen.

15. November 1920: Die erste Sitzung des Völkerbundes findet in Genf statt. Als Ergebnis der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg entstanden, nahm er am 10. Januar 1920 seine Arbeit auf. Sein Ziel, den Frieden durch schiedsgerichtliche Beilegung internationaler Konflikte, internationale Abrüstung und Rüstungskontrolle und ein System der kollektiven Sicherheit dauerhaft zu sichern, konnte er nicht erfüllen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung der Vereinten Nationen (UNO) beschlossen die verbliebenen 34 Mitglieder am 18. April 1946 einstimmig, den Völkerbund mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

15. November 1920: Dem Versailler Vertrag folgend konstituiert sich die Freie Stadt Danzig, ein Freistaat unter dem Schutz des Völkerbundes.

15. November 1923: Mit der Einführung der Rentenmark in Deutschland wird die Inflation beendet. Da die Rentenmark kein gesetzliches Zahlungsmittel war, bestand kein rechtlicher Zwang, sie als Zahlungsmittel anzunehmen (wohl aber mussten alle öffentlichen Kassen sie annehmen). Trotzdem wurde sie von der Bevölkerung sofort akzeptiert. Die Inflation stoppte deshalb schlagartig; man sprach vom Wunder der Rentenmark. Zur Akzeptanz trug stark die „Deckung“ der provisorischen Rentenmark durch Grund und Boden bei. Dies war aber eine reine Fiktion; die Rentenmark blieb ausschließlich deshalb wertstabil, weil sie knappgehalten wurde.

15. November 1923: Am Nationaltheater Prag wird die Oper Srdce (Das Herz) von Josef Bohuslav Foerster uraufgeführt.

15. November 1924: An der Staatsoper München erfolgt die Uraufführung der Komödie Don Gil von den grünen Hosen von Walter Braunfels.

15. November 1936: In Düsseldorf findet die Uraufführung der Oper Enoch Arden oder der Möwenschrei von Ottmar Gerster statt.

15. November 1950: Am Theater der Stadt Heidelberg wird die Operette Liebe im Dreiklang von Walter Wilhelm Goetze uraufgeführt.

15. November 1953: In Deutschland wird auf den Zuckerstreuer ein Patent erteilt.

15. November 1956: Die seit 4. November andauernden Kämpfe zwischen sowjetischen Truppen und aufständischen Ungarn enden mit der Niederschlagung des Widerstandes.

15. November 1956: In den USA hat der erste Spielfilm Elvis Presleys unter dem Titel Love me Tender Premiere.

15. November 1957: Der Spion Rudolf Iwanowitsch Abel wird in den USA vor Gericht in allen drei Anklagepunkten – Ausspähen beziehungsweise Übermitteln von Verteidigungsinformationen an die UdSSR sowie ungenehmigter Agententätigkeit – für schuldig befunden und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

15. November 1959: In Kansas ermorden Perry Smith und Dick Hickock vier Mitglieder einer Farmerfamilie. Truman Capote verarbeitet die Tat später in seinem Tatsachenroman Kaltblütig.

15. November 1959: Die SPD beschließt auf einem Parteitag das Godesberger Programm, in dem soziale Marktwirtschaft und die freie Entfaltung des Menschen eingefordert werden.

15. November 1961: Der Herr Karl, eine schonungslose Darstellung opportunistischer Kleinbürgerlichkeit von Carl Merz und Helmut Qualtinger, wird erstmals im Fernsehen gezeigt.

15. November 1966: Das US-amerikanische Gemini-Programm geht mit der erfolgreichen Wasserung der Gemini-12-Kapsel mit James Arthur Lovell und Edwin Aldrin an Bord zu Ende.

15. November 1966: Die Uraufführung der Oper Puntila von Paul Dessau findet an der Deutschen Staatsoper Berlin statt.

15. November 1966: Der Vatikan gibt in einer zweiten Verlautbarung die offizielle Abschaffung des Index Librorum Prohibitorum bekannt. Dieser listete Bücher auf, die Katholiken nicht lesen durften. Eine erste Verlautbarung zur Abschaffung erschien am 14. Juni 1966.

15. November 1969: Das sowjetische Atom-U-Boot K-19 kollidiert in der Barentssee mit dem US-amerikanischen U-Boot USS Gato (SSN-615). Während letzteres keine ernsthaften Schäden davonträgt, muss die K-19 schwer beschädigt auftauchen.

15. November 1970: In den Niederlanden wird der Haringvlietdam von Königin Juliana eröffnet. Er ist ein Teil der Deltawerke, die vor Überflutungen schützen sollen. Er schließt mit einer Reihe großer Siele das Haringvliet, ein Ästuar des Rheins, ab und liegt zwischen Voorne-Putten im Norden und Goeree-Overflakkee im Süden.

15. November 1971: Mit dem 4004 bringt Intel den ersten in Serie produzierten und auf dem freien Markt erhältlichen Ein-Chip-Mikroprozessor in den Handel.

15. November 1974: Der Rat der OECD beschließt nach den Erfahrungen der Ölkrise die Errichtung der Internationalen Energieagentur, die von 16 Gründungsmitgliedern gestützt wird.

15. November 1975: Die Staats- und Regierungschefs der sechs wichtigsten Industrieländer halten in Rambouillet einen Gipfel über die Weltwirtschaftslage ab, an dessen Ende das Wirtschaftssystem von Bretton Woods formell aufgekündigt wird.

15. November 1978: Eine Douglas DC-8 auf dem Rückflug von Mekka gerät während des Landeanflugs auf den Flughafen Bandaranaike, Colombo, Sri Lanka, in einen Wirbelsturm. 183 Menschen sterben, 66 werden gerettet.

15. November 1978: In Frankfurt am Main findet mit dem Länderspiel gegen Ungarn das Abschiedsspiel von Helmut Schön als Bundestrainer statt. Die Partie muss aber bereits nach 60 Minuten Spielzeit wegen Nebels abgebrochen werden.

15. November 1980: Papst Johannes Paul II. besucht die Bundesrepublik Deutschland. 198 Jahre vorher war zuletzt ein römisch-katholisches Kirchenoberhaupt vor ihm in Deutschland.

15. November 1983: Das zypern-türkische Bundesparlament stimmt einstimmig für die Gründung der Türkischen Republik Nordzypern. Der Weltsicherheitsrat verurteilt die Proklamation und bekräftigt den Anspruch der Republik Zypern auf das von der Türkischen Republik Nordzypern kontrollierte Gebiet.

15. November 1988: In Algier wird durch den Palästinensischen Nationalrat, einem Organ der PLO, eine Unabhängigkeitserklärung verkündet. Jerusalem wird als Hauptstadt eines bisher nicht bestehenden Staates Palästina festgelegt.

15. November 15. November 1988: Der wiederverwertbare sowjetische Raumgleiter Buran 1.01 startet zum ersten und bislang einzigen Mal vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan und beendet seine Mission nach zwei Erdumkreisungen planmäßig.

15. November 1996: Die erste Version zum Download des Instant-Messaging-Dienstes ICQ wird weltweit veröffentlicht.

15. November 2003: Bei zwei Sprengstoffanschlägen auf Synagogen in Istanbul werden insgesamt 24 Menschen getötet.

15. November 2004: Irans Chefunterhändler Hassan Rohani gibt nach Gesprächen mit Deutschland und Frankreich bekannt, der Iran wolle mit dem 22. November auf eine weitere Uran-Anreicherung verzichten. Dennoch schließt die Internationale Atomenergiebehörde in Wien ein geheimes Atomprogramm Teherans nicht aus.

15. November 2005: Um Mitternacht fällt die Sperrstunde in britischen Pubs, sofern sie eine spezielle Lizenz beantragt haben.

15. November 2007: Zyklon Sidr trifft Bangladesch mit einer Windgeschwindigkeit von 215 km/h. Mindestens 3.447 Menschen kommen ums Leben.

15. November 2007: Die deutsche Premiere des Musicals Wicked – Die Hexen von Oz findet im Palladium-Theater des SI-Centrums in Stuttgart statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/15. November

16. November 1532: Im Zuge der spanischen Eroberung Perus kommt es zur Schlacht von Cajamarca, bei der 4000 Inkas von Francisco Pizarro und rund 170 Conquistadoren überfallen und niedergemetzelt werden; der Inkaherrscher Atahualpa und dessen Gefolgsleute geraten in Gefangenschaft.

16. November 1542: Eine Expedition der spanischen Marine unter Juan Rodríguez Cabrillo erreicht die Monterey Bay im Pazifik.

16. November 1802: Der deutsche Dichter Friedrich Schiller erhält sein Adelsdiplom. Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar), war ein Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. Friedrich Schiller war der einzige Sohn eines auch als Wundarzt tätigen württembergischen Offiziers und wuchs mit seinen fünf Schwestern in Schwäbisch Gmünd, Lorch und später in Ludwigsburg auf. Dort besuchte er die Lateinschule und begann nach viermaligem Bestehen des Evangelischen Landesexamens am 16. Januar 1773 das Studium der Rechtswissenschaften auf der Karlsschule. Drei Jahre später wechselte er zur Medizin und wurde 1780 darin promoviert. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel Die Räuber, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur.

16. November 1808: Kaiser Napoleon Bonaparte erlässt den Code d’instruction criminelle, die französische Strafprozessordnung. Das Vorbild dieser Regelung führt in der Folge in den deutschen Staaten zum Ende der Inquisitionsverfahren. Das Inquisitionsverfahren (lateinisch inquisitio ‚Befragung, Untersuchung‘) ist eine unter Papst Innozenz III. (1161–1216) entwickelte Form des Ermittlungs- und Strafprozesses.

16. November 1846: In Hamburg findet die Uraufführung der romantischen Oper Die Hochländerin am Kaukasus von Conradin Kreutzer statt.

16. November 1850: Die Oper Stiffelio von Giuseppe Verdi auf ein Libretto von Francesco Maria Piave hat ihre Uraufführung am Teatro Grande in Triest. Nach Problemen mit der Zensurbehörde und verfälschenden Eingriffen arbeiten Piave und Verdi die Oper sieben Jahre später zu dem in Rimini uraufgeführten Aroldo um.

16. November 1855: David Livingstone erreicht als erster Europäer die Victoriafälle. David Livingstone (* 19. März 1813 in Blantyre bei Glasgow; † 1. Mai 1873 in Chitambo am Bangweulusee) war ein schottischer Missionar und ein Afrikaforscher. Er gilt als Entdecker der Viktoriafälle.

16. November 1866: In Frankfurt erscheint die Frankfurter Zeitung und Handelsblatt. Die Zeitungsherausgabe war dem Verleger von der preußischen Besatzungsmacht drei Monate lang untersagt.

16. November 1869: Der Schiffsverkehr im Sueskanal wird freigegeben, die offizielle Eröffnung folgt einen Tag später.

16. November 1872: Im Château d’Eau in Paris findet die Uraufführung der Operette Sol-si-ré-pif-pan von Georges Bizet statt.

16. November 1873: König Chulalongkorn stiftet den Orden von Chula Chom Klao des Königreichs Siam.

16. November 1900: Die vom französischen Bauingenieur François Hennebique entworfene Straßenbrücke Pont de la Manufacture über den Fluss Vienne wird als weltweit erste Stahlbetonbrücke in Châtellerault eröffnet.

16. November 1904: Der eingebürgerte Brite Carl Anton Larsen gründet Grytviken, die Hauptstadt Südgeorgiens, mit einem Team von sechzig Norwegern. Die Kolonie soll dem Walfang dienen.

16. November 1904: John Ambrose Fleming meldet ein Patent auf ein Oscillation Valve an. Die Vakuum-Diode wurde vom englischen Physiker John Ambrose Fleming patentiert. Auf der Suche nach einem verbesserten Detektor für Radiowellen entdeckte Fleming, dass der Edison-Richardson-Effekt zur Detektion beziehungsweise Gleichrichtung genutzt werden konnte.

16. November 1907: Das Oklahoma-Territorium wird mit dem Indianerterritorium vereinigt und unter dem Namen Oklahoma als 46. Staat in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen.

16. November 1908: Arturo Toscanini debütiert mit Giuseppe Verdis Aida in New York.

16. November 1909: In Deutschland wird die erste Fluggesellschaft der Welt gegründet: die DELAG betreibt die von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH gebauten Verkehrsluftschiffe.

16. November 1911: Die Philosophen Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein begegnen einander zum ersten Mal. Russell notiert in seinem Tagebuch: „Nach der Vorlesung kam ein hitziger Deutscher, um mit mir zu streiten […] Eigentlich ist es reine Zeitverschwendung, mit ihm zu reden.“

16. November 1911: Eines der historisch stärkeren Erdbeben in Deutschland richtete in Ebingen große Zerstörungen an. Dem Hohenzollerngraben wird oft fälschlicherweise ein Zusammenhang nachgesagt.

16. November 1914: Der pazifistische Bund Neues Vaterland wird in Berlin gegründet. Dem Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf ein möglichst schnelles Ende des Ersten Weltkriegs hinzuwirken, gehören unter anderem Albert Einstein, Stefan Zweig und Clara Zetkin an.

16. November 1914: Die Banken im Federal Reserve System der Vereinigten Staaten, darunter die Federal Reserve Bank of New York, nehmen ihre Geschäftstätigkeit auf.

16. November 1915: Auf die charakteristische Coca-Cola-Flasche wird ein US-Patent erteilt. Die Coca-Cola-Konturflasche, auch Humpelrock-Flasche oder, nach der gleichnamigen Schauspielerin, Mae West, ist das Ergebnis eines von der Coca-Cola Company im Jahr 1915 ausgeschriebenen Wettbewerbs. Die Konturflasche ist ein international eingetragenes Markenzeichen der Coca-Cola Company mit hohem Wiedererkennungswert. Coca-Cola ist außerdem Inhaberin der dreidimensionalen europäischen Gemeinschaftsmarke „Konturflasche“.

16. November 1924: Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte wird gegründet.

16. November 1928: Sir Hubert Wilkins und Carl Ben Eielson führen den ersten Motorflug in der Antarktis durch.

16. November 1933: Der Buschpilot Jimmie Angel wird zum Wiederentdecker des Salto Ángel, des höchsten frei fallenden Wasserfalls der Erde in Venezuela. Jimmie Angel (* 1. August 1899 in Springfield, Missouri, USA; † 8. Dezember 1956 in Panama-Stadt, Panama; geb. als James Crawford Angel Marshall) war ein in Südamerika bekannter US-amerikanischer Buschpilot, nach dem die Angel-Wasserfälle (Salto Ángel) in Venezuela benannt sind.

16. November 1937: Flugunfall von Ostende – Aus Frankfurt am Main kommend, streifte bei einer außerplanmäßigen Landung nahe Ostende ein Passagierflugzeug der Sabena des Typs Junkers Ju 52/3m einen Fabrikschornstein. Beim Absturz kamen alle elf Insassen ums Leben, darunter fast die gesamte Familie des früheren Erbgroßherzogs Georg Donatus von Hessen und bei Rhein sowie der deutsche Segelflugpionier Arthur Martens.

16. November 1938: Im Rahmen seiner Forschungen zum Mutterkorn stellt der Schweizer Chemiker Albert Hofmann erstmals Lysergsäurediethylamid (LSD) her. LSD ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene und gehört zu deren Teilgruppe der Psychedelika, welche auf das Serotonin-System des Körpers wirken. Dadurch ruft es schon in sehr geringen Dosen im unteren Mikrogrammbereich lang andauernde Wirkungen hervor. Zu diesen gehören veränderte Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle sowie ein veränderter Bewusstseinszustand.

16. November 1940: Ein Luftangriff der britischen Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg auf Hamburg als Antwort auf die Bombardierung von Coventry zwei Tage zuvor fordert 233 Tote.

16. November 1944: An der Westfront des Zweiten Weltkriegs beginnen die Alliierten die letztlich erfolglose Operation Queen. Die Städte Jülich und Düren werden im Zusammenhang mit der Offensive durch Bombenangriffe vollständig zerstört, Heinsberg schwer verwüstet.

16. November 1944: Die schwedische Boulevardzeitung Expressen wird gegründet.

16. November 1945: Die Verfassung der UNESCO wird von 37 Staaten in London beschlossen, in der als Aufgabe der UN-Spezialorganisation die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur festgelegt wird.

16. November 1951: In Ljouwert wird eine friesische Demonstration niedergeschlagen, das Ereignis geht als „Kneppelfreed“ (Westfriesisch für „Knüppelfreitag“) in die friesische Geschichte ein. Er fand in der friesischen Provinzhauptstadt Leeuwarden statt. Vor dem örtlichen Gerichtsgebäude wurde eine Menschenmenge, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt hatte, um dem Prozess gegen den Journalisten Fedde Schurer beizuwohnen, von der Polizei mit Gummiknüppeln und einem Wasserwerfer auseinander getrieben.

16. November 1959: Das Musical The Sound of Music von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein hat seine Broadway-Premiere im Lunt-Fontanne Theatre.

16. November 1965: Die sowjetische Raumsonde Venera 3 startet ihren Flug zum Planeten Venus

16. November 1970: Hafiz al-Assad übernimmt durch einen Putsch die Macht in Syrien. Hafiz al-Assad, auch Hafis el Assad (* 6. Oktober 1930 in Kardaha; † 10. Juni 2000 in Damaskus), war ein syrischer Politiker, der als Generalsekretär der Baath-Partei, Ministerpräsident (1970–1971) und Staatspräsident (1971–2000) von 1970 bis 2000 das Land diktatorisch regierte. Sein linker Nationalismus orientierte sich zumeist an der Sowjetunion. Nach seinem Tod im Jahr 2000 wurde sein Sohn Baschar al-Assad der neue Präsident in Syrien.

16. November 1973: Skylab 4, die letzte Mission zur Weltraumstation Skylab, mit den Astronauten Gerald Carr, William Pogue und Edward Gibson an Bord, startet von Cape Canaveral.

16. November 1974: Die Arecibo-Botschaft an mögliche Außerirdische wird in Form eines Radiowellen-Signals vom Arecibo-Observatorium aus ins All gesendet.

16. November 1976: Der Liedermacher Wolf Biermann wird nach kritischen Bemerkungen bei einem Konzert in Köln aus der DDR ausgebürgert. Karl Wolf Biermann (* 15. November 1936 in Hamburg) ist ein deutscher Liedermacher und Lyriker. Seine Gedichtbände zählen zu den meistverkauften der deutschen Nachkriegsliteratur. Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

16. November 1977: Der Tübinger Lehrer Hartmut Gründler verbrennt sich auf der Hamburger Mönckebergstraße vor der Petrikirche aus Protest gegen die Atompolitik und insbesondere die Endlagerung.

16. November 1977: Klaus Fischer erzielt beim Länderspiel Deutschland–Schweiz im Stuttgarter Neckarstadion per Fallrückzieher das Tor zum 4:1-Endstand. Der Treffer wird später in der ARD-Sportschau zunächst zum Tor des Jahres, dann des Jahrzehnts und schließlich des Jahrhunderts gewählt.

16. November 1981: Die seit Dezember 1977 in Nordrhein-Westfalen schwelende Poullain-Affäre findet mit dem Freispruch des angeklagten früheren WestLB-Chefs Ludwig Poullain ihr Ende.

16. November 1982: Die schwedische Popgruppe ABBA drehte zu Under Attack ihr letztes Musikvideo.

16. November 1992: Nahe der englischen Ortschaft Hoxne wird der bislang größte dokumentierte Hortfund auf den britischen Inseln aus spätrömischer Zeit gemacht.

16. November 1992: Das Erlanger Baby stirbt bei einer Fehlgeburt. Über das Austragen des Kindes einer hirntoten Schwangeren hat es eine wochenlange öffentliche Debatte gegeben. Als Erlanger Baby bezeichnet man einen Vorgang im Universitätsklinikum Erlangen, bei dem 1992 eine hirntote Schwangere wochenlang intensivmedizinisch weiterbehandelt wurde, um ihrem ungeborenen Kind das Überleben zu ermöglichen. Trotz aller Bemühungen starb der Fötus. Der Fall führte zu zahlreichen Diskussionen über die rechtlichen und ethischen Aspekte dieser Vorgehensweise.

16. November 1992: Die Neonaziorganisation Nationalistische Front wird vom deutschen Bundesinnenminister Rudolf Seiters verboten. Sie war eine 1985 gegründete deutsche rechtsextreme Partei, die 1992 als verfassungswidrige Organisation verboten wurde. Ziel war dabei nie der Erfolg bei Wahlen, sondern das Eindringen in die Jugendkultur und die Rekrutierung von aktiven Kadern für den Aufbau eines Nationalen Sozialismus. Die Nationalistische Front war eine der ersten rechtsextremen Organisationen der Bundesrepublik, die seit Mitte der 1980er versuchten, Kontakte in die Skinhead-Szene der DDR aufzubauen und diese im Sinne des Nationalsozialismus zu politisieren.

16. November 1997: Die Volksrepublik China lässt den Dissidenten Wei Jingsheng aus der Haft frei und schiebt ihn in die USA ab.

16. November 2001: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder gewinnt im Bundestag die mit dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan verknüpfte Vertrauensfrage. Gerhard Fritz Kurt „Gerd“ Schröder (* 7. April 1944 in Mossenberg) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD) und heutiger Lobbyist. Während seiner Zeit als Bundeskanzler brachte er die umstrittene Agenda 2010 und die Hartz-Reformen auf den Weg. Infolgedessen spalteten sich Teile der SPD ab und gingen in der neu gegründeten Linkspartei auf. Nach verlorener Vertrauensfrage kam es 2005 zu vorgezogenen Bundestagswahlen, bei der die rot-grüne Bundesregierung ihre Mehrheit verlor, was Schröder das Amt kostete. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Wirtschaftsanwalt sowie in verschiedenen Positionen als Interessenvertreter des mit ihm befreundeten russischen Präsidenten Wladimir Putin und als Wirtschaftslobbyist tätig, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender des Ostsee-Pipeline-Betreibers Nord Stream AG. Weiterhin war er bis Ende 2021 Ehrenvorsitzender des Nah- und Mittelost-Vereins. Spätestens nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 geriet Schröder wegen seiner russlandfreundlichen Position in die Kritik.

16. November 2002: Das Escher-Museum wird in Den Haag eröffnet, das sich dem Œuvre des niederländischen Künstlers und Grafikers M. C. Escher widmet. Maurits Cornelis Escher (* 17. Juni 1898 in Leeuwarden, Provinz Friesland; † 27. März 1972 in Hilversum, Provinz Nordholland) war ein niederländischer Künstler und Grafiker, der vor allem durch seine Darstellung unmöglicher Figuren bekannt wurde.

16. November 2004: Die Boeing X-43A, ein Überschall-Forschungsmodell mit einem sogenannten Scramjet-Antrieb, fliegt mit einer Geschwindigkeit von Mach 9,6 einen neuen Weltrekord.

16. November 2005: Auf dem Weltgipfel der Informationsgesellschaft wird der 100-Dollar-Laptop vorgestellt. Der Leitgedanke ist, den Computer zu einer freien Wissensdatenbank und zu einem kindgerechten und vielseitigen Lernwerkzeug für die Schule umzugestalten und zusätzlich den Zugang zu modernem Wissen über digitalisierte, vielfältige Medien aller Art zu ermöglichen. Die Verwendung von freier Software wird angestrebt.

16. November 2005: Die Fußballnationalmannschaft der Schweiz qualifiziert sich in Istanbul im Play-off gegen die Türkei für die WM 2006. Nach dem Spiel kommt es zwischen den Spielern und Fans beider Mannschaften zu Handgreiflichkeiten; daraufhin werden Spieler und Betreuer beider Mannschaften von der UEFA für mehrere Spiele gesperrt.

16. November 2022: Die NASA-Mission Artemis 1 startet, mit dem Raumschiff Orion, erfolgreich den zweiten unbemannten Flug zum Mond.

https://de.wikipedia.org/wiki/16. November

17. November 1558: Mit dem Tod Maria Tudors endet der Versuch einer katholischen Restauration in England. Das Elisabethanische Zeitalter beginnt.

17. November 1796: Am Todestag seiner Mutter Katharina der Großen erklärt sich ihr Sohn Paul zum neuen russischen Kaiser.

17. November 1800: In Washington, D.C. tagt erstmals der US-Kongress im Kapitol, das noch nicht ganz fertiggestellt ist.

17. November 1804: Durch einen Erlass des Zaren Alexander I. entsteht die Staatliche Universität Kasan im tatarischen Kasan.

17. November 1810: Schweden erklärt auf Druck Napoleon Bonapartes Großbritannien den Krieg.

17. November 1816: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen bestimmt durch Kabinettsorder den Sonntag vor dem 1. Advent zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“.

17. November 1820: Der US-amerikanische Robbenjäger Nathaniel Palmer sichtet auf der Suche nach neuen Jagdgründen als dritter Mensch die Antarktis. Das Palmerland auf der antarktischen Halbinsel ist nach ihm benannt.

17. November 1839: Oberto, Conte di San Bonifacio, Giuseppe Verdis erste Oper, wird am Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt. Obwohl die Oper nach einem Libretto von Antonio Piazza und Temistocle Solera bei der Uraufführung ein Erfolg ist, kann sie sich in den Folgejahren nicht im Opernrepertoire durchsetzen.

17. November 1840: Das Lustspiel Das Glas Wasser von Eugène Scribe hat seine Uraufführung in Paris.

17. November 1846: Carl Zeiss eröffnet in Jena eine feinmechanisch-optische Werkstätte, aus der das gleichnamige Unternehmen erwächst.

17. November 1856: Um die im Gadsden-Kauf erworbenen Gebiete zu sichern, errichten die USA am Sonoita Creek in Arizona das Fort Buchanan. Mit dem Gadsden-Kauf (englisch Gadsden Purchase, spanisch Venta de La Mesilla) erwarben die Vereinigten Staaten 1853 von Mexiko ein Gebiet von 77.700 km² südlich des Gila River, das heute im Süden von Arizona und New Mexico liegt. Dort war eine bessere Route für eine Eisenbahnlinie nach Kalifornien geplant, die in dieser Form nicht gebaut wurde. Erst 1881–1883 baute die Southern Pacific Railroad eine Bahnlinie durch das Gebiet. Auch für die Errichtung eines Kanals am Isthmus von Tehuantepec diente den Amerikanern der Vertrag als Grundlage.

17. November 1866: Die Oper Mignon von Ambroise Thomas wird an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt. Das Libretto von Jules Barbier und Michel Carré hat als Vorlage einen kleinen Teil aus dem Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre von Johann Wolfgang von Goethe.

17. November 1869: Die feierliche Eröffnung des Sueskanals wird vom ägyptischen Vizekönig Ismail Pascha im Beisein zahlreicher europäischer Fürsten vorgenommen.

17. November 1874: Bei dem durch ein Feuer an Bord ausgelösten Untergang des britischen Segelschiffs Cospatrick im Südatlantik sterben 467 Menschen. Fünf Überlebende, von denen zwei nach der Rettung sterben, werden nach zehn Tagen gerettet, nachdem sie sich durch Kannibalismus am Leben erhalten haben.

17. November 1875: Mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft in der Mott Memorial Hall, 64 Madison Avenue, in New York City durch Helena Petrovna Blavatsky, Henry Steel Olcott und William Quan Judge und andere beginnt die Geschichte der anglo-indischen Theosophie.

17. November 1878: Der Koch Giovanni Passannante verübt in Neapel ein Attentat auf Italiens König Umberto I., bei dem dieser leicht verletzt wird.

17. November 1881: Reichskanzler Bismarck verliest zur Eröffnung des 5. Reichstages eine Kaiserliche Botschaft, welche die deutsche Sozialgesetzgebung einleitet.

17. November 1903: In Moskau erfolgt die Uraufführung der Oper Mademoiselle Fifi von César Cui.

17. November 1906: Mit einem Artikel, in dem der Journalist Maximilian Harden dem Liebenberger Kreis schlechte Einflüsse auf deutschen Kaiser Wilhelm II. vorwirft und auf homoerotische Beziehungen zwischen dessen Mitgliedern anspielt, beginnt die Harden-Eulenburg-Affäre, die sich in den folgenden Jahren zum größten Skandal des deutschen Kaiserreiches auswächst.

17. November 1908: Der Stummfilm Die Ermordung des Herzogs von Guise nach dem Drehbuch von Henri Lavedan hat seine Uraufführung in Frankreich. Er wird als Meilenstein der Filmgeschichte betrachtet, weil erkennbar wird, dass ein Film an Inszenierung und Schauspiel neue Anforderungen stellt und weil er als erster Film mit einer Originalmusik, komponiert von Camille Saint-Saëns, aufwartet.

17. November 1915: Am Johann Strauß-Theater in Wien wird die Operette Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán mit dem Libretto von Leo Stein und Bela Jenbach uraufgeführt. Sie wird Kálmáns erfolgreichste Operette.

17. November 1917: Das zweite Seegefecht bei Helgoland zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Großbritannien während des Ersten Weltkriegs endet unentschieden.

17. November 1923: Am Theater an der Wien in Wien wird die Operette Die Perlen der Cleopatra von Oscar Straus nach einem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald uraufgeführt. Fritzi Massary, Richard Tauber und Max Pallenberg spielen die Hauptrollen.

17. November 1939: In der Sonderaktion Prag schließen die Nationalsozialisten alle Einrichtungen des tschechischen Hochschulwesens im Protektorat Böhmen und Mähren. Die Polizei erschießt neun der Rädelsführerschaft bei Demonstrationen verdächtigte Studenten.

17. November 1941: Deutsche und sowjetische Truppen beginnen im Deutsch-Sowjetischen Krieg Offensiven in der Schlacht um Rostow.

17. November 1957: Bei der Durchsuchung des Farmhauses von Ed Gein im US-Bundesstaat Wisconsin findet die Polizei Leichenteile von mindestens 15 Frauen.

17. November 1959: Radio Luxemburg veranstaltet – orientiert am Sanremo-Festival – erstmals ein Deutsches Schlager-Festival in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen. Am Start waren 22 Titel, die von insgesamt 30 Interpreten vorgestellt wurden. Sie alle wurden vom Orchester Max Greger begleitet. Die Sieger wurden durch das Saalpublikum, die Hörer von Radio Luxemburg und durch die Leser diverser Radiozeitschriften ermittelt. Vorbild der Veranstaltung war das in Italien seit 1951 stattfindende Sanremo-Festival. Die Reaktion auf die Veranstaltung vom November 1959 war jedoch sehr verhalten. Auch waren die Titel des Wettbewerbs kaum in den Hitparaden zu finden. Lediglich Laurie London erreichte mit seinem Lied Bum-Ladda-Bum-Bum Platz 10 der Charts.

17. November 1962: In Washington wird der Dulles International Airport vom US-Präsidenten John F. Kennedy eröffnet.

17. November 1963: Die welthöchste Pfeilerbrücke (785 m lang, 180 m hoch) wird südlich von Innsbruck in Tirol im Zuge der Freigabe der Brennerautobahn eröffnet und bekommt den Namen Europabrücke.

17. November 1969: In Helsinki beginnen die SALT-I-Verhandlungen zwischen der Sowjetunion und den USA.

17. November 1970: Der US-amerikanische Erfinder Douglas C. Engelbart erhält ein Patent auf die erste EDV-Maus.

17. November 1970: Mit dem Aussetzen von Lunochod 1 durch die Sowjetunion im Mare Imbrium im Rahmen des Luna-Programms beginnt der erste Einsatz eines Mondfahrzeugs.

17. November 1970: Die britische Boulevardzeitung The Sun veröffentlicht erstmals das Bild eines „Page Three girls“. Die sodann täglich erscheinende Aufnahme einer leicht oder nicht bekleideten Frau führt in der Folge zu einer Auflagensteigerung des Blattes um 40 Prozent.

17. November 1973: Frankreich und Großbritannien unterzeichnen ein Abkommen über Bau und Betrieb eines Tunnels unter dem Ärmelkanal.

17. November 1973: In Griechenland wird der Aufstand der Studenten des Athener Polytechnikums gegen die herrschende Militärdiktatur blutig niedergeschlagen.

17. November 1976: Ein offener Brief leitet die Protestwelle von DDR-Kulturschaffenden gegen die Biermann-Ausbürgerung ein.

17. November 1978: Auf CBS wird das erste und einzige Mal das Star Wars Holiday Special ausgestrahlt.

17. November 1980: Dem FBI gelingt die Festnahme von Gerald und Charlene Gallego, die für den Serienmord an insgesamt zehn Menschen in den vergangenen Monaten aus sexuellen Motiven verantwortlich sind.

17. November 1983: In Chiapas, Mexiko, wird die indigene Guerillaorganisation Ejército Zapatista de Liberación Nacional (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) gegründet.

17. November 1985: Die erste Ausgabe des Hacker-Magazins Phrack erscheint. Es ist ein seit dem 17. November 1985 bestehendes Untergrund-Magazin, das kostenlos über das Internet verbreitet wird. Es war das erste lediglich elektronisch verbreitete Magazin und behandelt vor allem Themen der IT-Sicherheit, des Hackens, Phreaking, Anarchismus und zählt, ähnlich wie das 2600-Magazin, zu den bedeutendsten Magazinen der Hacker-Szene.

17. November 1986: Die französische Stadtguerillagruppe Action Directe (Kommando Pierre Overney) tötet den Renault-Direktor Georges Besse. Sie sieht in ihm den Hauptverantwortlichen für Massenkündigungen des Automobilherstellers.

17. November 1989: In der Tschechoslowakei beginnt die Samtene Revolution mit einer Studentendemonstration in Prag gegen die Politik des Ministerpräsidenten Ladislav Adamec.

17. November 1989: Das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR wird in Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) umbenannt. Dessen Leiter wird der bisherige Stellvertreter von Erich Mielke, Wolfgang Schwanitz.

17. November 1993: Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewinnt in Köln mit 2:1 gegen Brasilien. Es ist das 104. Länderspiel von Lothar Matthäus, der damit Franz Beckenbauer als Rekord-Nationalspieler des DFB ablöst.

17. November 1993: Durch ein Tor von Davide Gualtieri geht die san-marinesische Fußballnationalmannschaft nach nur 8 Sekunden in einem WM-Qualifikationsspiel in Bologna gegen England mit 1:0 in Führung. Es handelt sich um das schnellste Tor der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Match geht dennoch mit 1:7 für San Marino verloren.

17. November 1997: Bei einem Terroranschlag auf Touristen vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor (Ägypten) kommen 58 Menschen ums Leben.

17. November 1999: Es wird bekannt, dass in zwei Urinproben des deutschen Langstreckenläufers Dieter Baumann Nandrolon gefunden wurde. Die Zahnpastaaffäre setzt ein, denn der Doping bestreitende Sportler belegt das Vorhandensein des Anabolikums in seinen Zahnpastatuben.

17. November 2000: Niki de Saint Phalle wird zur Ehrenbürgerin der Stadt Hannover ernannt und vermacht aus diesem Anlass 300 ihrer Werke dem dortigen Sprengel-Museum. Niki de Saint Phalle, eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle * 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine bei Paris; † 21. Mai 2002 in San Diego) war eine französisch-schweizerische Malerin und international bekannte Bildhauerin der Moderne. In Deutschland wurde sie als Künstlerin vor allem durch ihre „Nana“-Figuren bekannt, die 1974 in Hannover am Leibnizufer, heute Teil der Skulpturenmeile, aufgestellt wurden. Ihre Schenkung von Werken ihres Ehemannes Jean Tinguely ermöglichte nach seinem Tod den Bau des Museums Tinguely in Basel.

17. November 2002: Italiens Ex-Ministerpräsident Giulio Andreotti wird wegen Mordbeteiligung in Abwesenheit zu 24 Jahren Haft verurteilt. Er (* 14. Januar 1919 in Rom; † 6. Mai 2013 ebenda) war ein italienischer Politiker und einer der wichtigsten Vertreter der Democrazia Cristiana (DC). Er war außerdem als Schriftsteller und Journalist tätig.

17. November 2004: In den Vereinigten Staaten wird bekanntgegeben, dass die Handelsunternehmen Kmart und Sears, Roebuck & Company zur neuen Sears Holdings Corporation fusionieren wollen.

17. November 2015: Die Europäische Union stellt wegen der Terroranschläge am 13. November in Paris den Bündnisfall fest.

17. November 2017: Die irakische Armee meldet die Rückeroberung der Stadt Rawa. Diese war die letzte noch vom IS kontrollierte Stadt im Irak.

https://de.wikipedia.org/wiki/17. November

18. November 1095: Die Synode von Clermont beginnt, die Papst Urban II. einberufen hat, um für eine striktere Einhaltung moralischer Werte, aber auch einen Kreuzzug zur Befreiung des Heiligen Landes zu werben.

18. November 1282: Wegen seiner Unterstützung der Sizilianischen Vesper und der anschließenden Inbesitznahme von Sizilien wird König Peter III. von Aragón von Papst Martin IV. exkommuniziert.

18. November 1302: Die nicht zuletzt aufgrund des Streits mit Philipp dem Schönen von Frankreich entstandene Bulle Unam Sanctam von Papst Bonifatius VIII., die den absoluten Autoritätsanspruch des Papstes in allen Glaubens- und weltlichen Fragen zu belegen versucht, wird datiert, möglicherweise aber erst im darauf folgenden Jahr veröffentlicht.

18. November 1421: Die Elisabethflut richtet große Schäden in der Gegend um Dordrecht und Rotterdam an. Tausende von Menschen – die Schätzungen reichen bis 10.000 – ertrinken. Das spätere Naturgebiet Biesbosch entsteht durch die Flut.

18. November 1626: Der Petersdom in Rom wird von Papst Urban VIII. nach einer Bauzeit von 120 Jahren eingeweiht.

18. November 1659: Im Anschluss an die Tragödie Cinna von Pierre Corneille wird die Komödie Les Précieuses ridicules (Die lächerlichen Preziösen) von Molière mit großem Erfolg am Théâtre du Petit-Bourbon in Paris uraufgeführt.

18. November 1662: An der Hofburg in Wien erfolgt die Uraufführung des Dramas La Zenobia di Radamisto von Antonio Bertali.

18. November 1705: Im Großen Nordischen Krieg wird der Warschauer Friede geschlossen. König August II. lehnt den Vertrag als nur zwischen Schweden und Polen-Litauen geltend jedoch ab, so dass sich das Kurfürstentum Sachsen weiterhin im Kriegszustand befindet.

18. November 1803: Nach der Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien durch Napoleon Bonaparte besiegen die aufständischen Schwarzen im französischen Teil Hispaniolas unter Jean-Jacques Dessalines die Franzosen in der Schlacht von Vertières entscheidend und erkämpfen damit endgültig die Unabhängigkeit Haitis.

18. November 1837: Die Göttinger Sieben, sieben Professoren der Universität Göttingen, reichen schriftlich Protest ein gegen die Rücknahme der liberalen Verfassung durch ihren Landesherrn, König Ernst August I. von Hannover.

18. November 1849: Das Königreich Kroatien und Slawonien wird von Ungarn abgetrennt und separates Kronland in der Habsburgermonarchie. Die Treue der Illyrischen Bewegung zur Habsburger Regierung in den Revolutionswirren wird damit honoriert. Sie war eine kulturelle, ethnische und politische Nationalbewegung von etwa 1830 bis 1848. Sie übertrug die panslawistische Idee auf den Raum der Südslawen im Habsburgerreich.

18. November 1865: Die erste Linie der Berliner Pneumatischen Depeschenbeförderung wird in Betrieb genommen.

18. November 1867: Die Oper Helden (Orig.: Bogatyri) von Alexander Porfirjewitsch Borodin wird am Bolschoi-Theater in Moskau uraufgeführt.

18. November 1876: Frankreich und Großbritannien übernehmen die Schuldenverwaltung von Ägypten, das seinen Staatsbankrott bekannt gibt.

18. November 1892: William Heffelfinger ist beim Spiel für die Allegheny Athletic Association gegen die rivalisierende Mannschaft der Pittsburg Athletic Association der erste American-Football-Spieler, der für die Teilnahme an einem Spiel ein Gehalt bezieht. Er erhält 500 Dollar und Reisespesen und gilt damit als erster Profi des American Football.

18. November 1893: In der veröffentlichten Enzyklika Providentissimus Deus bezieht mit Leo XIII. erstmals ein Papst zur Bibelwissenschaft Stellung.

18. November 1898: In Berlin findet die Uraufführung der musikalischen Tragödie Don Quixote von Wilhelm Kienzl statt.

18. November 1901: Der zweite Hay-Pauncefote-Vertrag mit Großbritannien sichert den USA die alleinigen Rechte am Panamakanal. Der Clayton-Bulwer-Vertrag von 1850 wird damit nichtig.

18. November 1903: In Washington D.C. wird der Hay-Bunau-Varilla-Vertrag zwischen den USA und Panama geschlossen, der den USA die Panamakanalzone samt Hoheitsrechten verschafft.

18. November 1905: Am Apollo Theater in Berlin erfolgt die Uraufführung der Operette Prinzess Rosine von Paul Lincke.

18. November 1905: An der bretonischen Küste rammt das britische Dampfschiff Hilda in einem Schneesturm vor der Insel Cézembre ein Riff und sinkt. 125 Menschen sterben.

18. November 1907: Im Motu Proprio Praestantia Scripturae verhängt Papst Pius X. die Strafe der Exkommunikation gegenüber Modernisten. Unter dem Schlagwort Modernismus fasste man in der römisch-katholischen Kirche bis in die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil innerkirchliche Strömungen und wissenschaftliche Meinungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen, die theologische Lehren mit dem jeweiligen Erkenntnisstand der modernen Wissenschaften und Philosophie in einer Weise zu verbinden suchten, die Widersprüche zwischen katholischem Glauben und modernem Weltbild aufheben und der kirchlichen Lehre den Anschluss an die Moderne ermöglichen sollte.

18. November 1908: Die erste Ausgabe der deutsch-französischen Tageszeitung Osmanischer Lloyd erscheint in Konstantinopel.

18. November 1916: Die Schlacht an der Somme, die verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs, endet unentschieden. Sie war eine der größten Schlachten an der Westfront des Ersten Weltkrieges. Sie begann am 1. Juli 1916 im Rahmen einer britisch-französischen Großoffensive gegen die deutschen Stellungen. Sie wurde am 18. November desselben Jahres abgebrochen, ohne eine militärische Entscheidung herbeigeführt zu haben. Mit über einer Million getöteten, verwundeten und vermissten Soldaten war sie die verlustreichste Schlacht der Westfront während des Ersten Weltkriegs, an Verlusten nahe jenen der Brussilow-Offensive der Ostfront.

18. November 1916: Der Kauf von vermeintlichem Walfleisch aus Norwegen löst den Haakjöringsköd-Fall aus, der als Muster­beispiel für den juristischen Grund­satz falsa demonstratio non nocet gilt.

18. November 1916; P. G. Wodehouse: In der US-amerikanischen Zeitung The Saturday Evening Post erscheint erstmals Jeeves übernimmt das Ruder, die Kurzgeschichte, die das erste Zusammentreffen von Bertie und Jeeves schildert.

18. November 1919: Paul von Hindenburg gibt mit seiner Aussage vor dem öffentlich tagenden Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung über die Ursachen der Niederlage im Ersten Weltkrieg der Dolchstoßlegende neue Nahrung.

18. November 1927: An der Hamburgischen Staatsoper wird die Oper La Campana sommersa (Die versunkene Glocke) von Ottorino Respighi uraufgeführt.

18. November 1928: In dem Zeichentrickfilm Steamboat Willie, einem der ersten mit Ton, hat Walt Disneys Micky Maus seinen ersten großen Auftritt.

18. November 1934: Richard Evelyn Byrd entdeckt vom Flugzeug aus den erloschenen Schildvulkan Mount Sidley in der Antarktis.

18. November 1939: Der niederländische Ozeandampfer Simon Bolivar läuft bei Harwich in ein deutsches Minenfeld und sinkt nach zwei schweren Explosionen. 102 Menschen sterben.

18. November 1943: Beginn der Luftschlacht um Berlin. Die Luftangriffe der Alliierten auf Berlin im Zweiten Weltkrieg wurden von Einheiten der britischen Royal Air Force (RAF), der US-amerikanischen USAAF, den sowjetischen Luftstreitkräften und der französischen Armée de l’air geflogen. Den ersten Luftangriff flog in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni 1940 ein einzelnes Flugzeug der Armée de l’air; im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs führte den Hauptteil der Angriffe das britische RAF Bomber Command während der von Luftmarschall Arthur Harris ausgerufenen Battle of Berlin von November 1943 bis März 1944 durch. Die drei schwersten Großangriffe auf die Stadt flogen die USAAF in den letzten drei Monaten vor Kriegsende am 3. und 26. Februar sowie am 18. März 1945.

18. November 1943: Der Roman Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse wird veröffentlicht.

18. November 1959: In New York City hat der Film Ben Hur des Regisseurs William Wyler Premiere.

18. November 1974: 5000 Menschen kommen zur Beerdigung des RAF-Mitglieds Holger Meins in Hamburg-Stellingen.

18. November 1978: Das US-amerikanische Kampfflugzeug F-18 Hornet absolviert seinen Erstflug.

18. November 1978: Im guyanischen Urwald kommt es im Nordwesten des Landes zur Massenselbsttötung von über 900 Anhängern der Peoples Temple Christian Church von Jim Jones. James Warren „Jim“ Jones (* 13. Mai 1931 in Crete, Indiana, USA; † 18. November 1978 in Jonestown, Guyana) war ein US-amerikanischer Sektenführer.

18. November 1981: Zum Ende der zweiten Friedensdekade in der DDR werden Schwerter-zu-Pflugscharen-Aufnäher verteilt, die das Symbol auch außerhalb kirchlicher Kreise populär machen.

18. November 1985: In den Vereinigten Staaten wird der erste Comicstrip über Calvin und Hobbes veröffentlicht. Er macht seinen Zeichner Bill Watterson einem breiten Publikum bekannt.

18. November 1987: Im Londoner U-Bahnhof King’s Cross St. Pancras entfacht ein Streichholz einen Großbrand, bei dem 31 Menschen sterben und über 60 Menschen verletzt werden.

18. November 1988: In der DDR wird die Auslieferung der sowjetischen Zeitschrift Sputnik unterbunden. Im Rahmen der sowjetischen Glasnost- und Perestroika-Politik werden der DDR-Führung unerwünschte Informationen in der Zeitschrift verbreitet.

18. November 1993: Für die Sendung MTV Unplugged spielt die Grunge-Band Nirvana ein Konzert in New York, das später auf CD veröffentlicht wird.

18. November 1994: Das Europäische Patentamt München erteilt ein Patent für eine in den USA entwickelte gentechnisch veränderte „Anti-Matsch-Tomate“. Die Flavr-Savr-Tomate ist eine gentechnisch veränderte Tomate. Dabei wird das Gen, das für das Enzym Polygalacturonase codiert und für den Abbau des Stützgewebes verantwortlich ist, auf der RNA-Ebene mit Antisense-RNA blockiert. Durch die Hemmung bestimmter Enzyme, die bei der Reifung Zellwände abbauen, kann die Flavr-Savr-Tomate länger reifen und dadurch mehr Aromastoffe bilden.

18. November 1996: Auf Nauru, der kleinsten Republik der Welt, gewinnt bei den Parlamentswahlen Bernard Dowiyogo gegen Lagumot Harris. Er beendet aufgrund der fortgesetzten französischen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll auch gleich die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich.

18. November 1996: Der erste Börsengang der Deutschen Telekom AG verfolgt einerseits das Ziel, die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft zu verbessern, andererseits Leistungsfähigkeit und Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland zu demonstrieren. Durch die Abgabe von rund 713,7 Mio. Aktien fließen der Telekom etwa 10 Mrd. Euro „frische Mittel“ zu.

18. November 2002: In Europas größter Plattenbausiedlung Berlin-Marzahn beginnt der Abriss des ersten Hochhauses aus DDR-Zeiten, das in den 1970er Jahren errichtet wurde.

18. November 2013: Die Raumsonde MAVEN, zur Erforschung der Atmosphäre des Planeten Mars, wird gestartet.

18. November 2021: Unter Verwendung neu freigegebener Verschlusssachen kommt unter anderem in Deutschland Oliver Stones Dokumentarfilm JFK Revisited – Die Wahrheit über den Mord an John F. Kennedy in die Kinos, der in den USA keinen Verleih fand.

https://de.wikipedia.org/wiki/18. November

19. November 1367: Bei einer Tagung im Langen Saal (heute Hansasaal) im Kölner Rathaus beschließt die Hanse die Bildung einer Konföderation gegen den dänischen König Waldemar IV., die schließlich in einen Krieg gegen Dänemark mündet.

19. November 1404: In der ersten Elisabethenflut werden in den Niederlanden etwa 3.000 Hektar Land weggespült. Die Städte Ijzendijke und Hugevliet gehen verloren.

19. November 1493: Der Seefahrer Christoph Kolumbus landet auf San Juan Bautista, dem späteren Puerto Rico. Christoph Kolumbus (italienisch Cristoforo Colombo, spanisch Cristóbal Colón, portugiesisch Cristóvão Colombo, latinisiert Christophorus Columbus; * um 1451 in der Republik Genua; † 20. Mai 1506 in Valladolid, Königreich Kastilien) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika wiederentdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte. Er wurde der erste Vizekönig der las Indias genannten Gebiete.

19. November 1494: Der Druck der Lübecker Bibel wird abgeschlossen. Sie gilt als bedeutendste volkssprachliche Bibel unter den vorlutherischen deutschen Bibeln.

19. November 1650: Zwei Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erlebte der Dresdner Hof eine Doppelhochzeit mit vierwöchigen Feierlichkeiten. Christian und Moritz, die letzten beiden ledigen Söhne des Kurfürsten Johann Georg I., heirateten die holsteinischen Schwestern Christiana und Sophie Hedwig.

19. November 1720: In London findet die Uraufführung der Oper Astarto von Giovanni Bononcini statt.

19. November 1739: An der Grand Opéra Paris erfolgt die Uraufführung der Oper Dardanus von Jean-Philippe Rameau.

19. November 1753: Im Château de Berny findet die Uraufführung der Oper La Fête de Cythère von Michel Blavet statt.

19. November 1768: Nahe Mauerkirchen ereignet sich ein Meteoritenfall.

19. November 1794: Großbritannien und die USA schließen den Jay-Vertrag ab und verhindern damit einen drohenden Krieg. Der Jay-Vertrag bereinigte aktuelle und aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg resultierende Spannungen und Streitfragen zwischen beiden Ländern.

19. November 1807: Humphry Davy berichtet vor der Royal Society über die ihm gelungene Gewinnung von Kalium und Natrium mittels Elektrolyse.

19. November 1808: Preußen ermöglicht seinen Städten und Gemeinden durch eine neue Städteordnung mehr Selbstverwaltung. Sie ist Ausfluss der Reformen des Freiherrn Heinrich Friedrich Karl vom Stein.

19. November 1814: In München erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Die Pflegekinder von Peter Joseph von Lindpaintner.

19. November 1816: Die Universität Warschau wird gegründet.

19. November 1819: Das Museo del Prado wird in Madrid eröffnet.

19. November 1825: Die Oper L’ultimo giorno di Pompei von Giovanni Pacini wird am Teatro San Carlo in Neapel uraufgeführt.

19. November 1837: Der Schienenverkehr hält auf Kuba Einzug. Die zwischen Havanna und Bejucal eingerichtete Eisenbahnlinie geht als erste in Lateinamerika in Betrieb.

19. November 1850: Alfred Tennyson wird von Königin Victoria zum Poet Laureate ernannt. Poet Laureate (von lateinisch poeta laureatus „lorbeergekrönter Dichter“) ist in einigen Staaten des Commonwealth, insbesondere im Vereinigten Königreich und Kanada, sowie in den USA ein jeweils von Staats wegen besonders ausgezeichneter Dichter. Die Bezeichnung kommt aus der antiken Tradition, hervorragende Dichter mit einem Lorbeerkranz zu schmücken.

19. November 1850: In Madrid wird das Opernhaus Teatro Real eröffnet.

19. November 1859: Die komische Oper Geneviève de Brabant von Jacques Offenbach wird am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris uraufgeführt.

19. November 1862: Der Österreichische Alpenverein wird auf Anregung der Studenten Paul Grohmann, Edmund von Mojsisovics und Guido von Sommaruga als erster Bergsteigerverband des europäischen Festlands und damit als zweitältester der Welt nach dem britischen Alpine Club gegründet.

19. November 1863: Auf dem Schlachtfeld von Gettysburg wird mitten im noch andauernden Sezessionskrieg ein Soldatenfriedhof eingeweiht. Die dabei von US-Präsident Abraham Lincoln gehaltene Rede, die Gettysburg Address, wird später in die Südwand des Lincoln Memorials in Washington D.C. eingraviert.

19. November 1869: Basierend auf dem Rupert’s Land Act of 1868 verkauft die Hudson’s Bay Company das ihr gehörende nordamerikanische Gebiet Ruperts Land an Kanada.

19. November 1886: In Dessau erfolgt die Uraufführung der Oper Die Hochzeit des Mönchs von August Klughardt.

19. November 1886: An der Hofoper in Wien erfolgt die Uraufführung der Oper Merlin von Karl Goldmark.

19. November 1887: Im Ärmelkanal sinkt der niederländische Ozeandampfer W. A. Scholten nach der Kollision mit einem britischen Kohlenfrachter. 132 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.

19. November 1892: Als private Bühne wird in Berlin das Theater am Schiffbauerdamm eröffnet und ist die heutige Spielstätte des Berliner Ensembles. Das Theater befindet sich am Bertolt-Brecht-Platz im Ortsteil Mitte. Der neobarocke Bau des Architekten Heinrich Seeling gilt als eines der prächtigsten Theater Deutschlands und steht heute unter Denkmalschutz.

19. November 1905: Die Allgemeine Berliner Omnibus AG (ABOAG) lässt die beiden ersten motorisierten Omnibusse (Kraftomnibusse) in Berlin verkehren.

19. November 1916: Das Filmunternehmen Goldwyn Picture Corporation wird von Samuel Goldfish und seinen beiden Partnern Edgar und Archibald Selwyn in Hollywood gegründet.

19. November 1918: Während des Rückzugs des deutschen Heeres nach dem Waffenstillstand von Compiègne explodiert im belgisch-niederländischen Grenzbahnhof Hamont ein Munitionstransportzug. Über 1000 Menschen kommen dabei ums Leben.

19. November 1919: Das Gebiet um den Zion-Canyon in Utah wird zum Nationalpark erklärt.

19. November 1922: Die Freikorpsoffiziere Gerhard Roßbach, Heinz Hauenstein und Albert Leo Schlageter halten im Berlin-Kreuzberger Restaurant „Zum Reichskanzler“ die Gründungsversammlung der Großdeutschen Arbeiterpartei ab, einer Tarnorganisation der gerade verbotenen NSDAP.

19. November 1923: Hyperinflation in Deutschland: Der Preis für ein Kilogramm Brot beläuft sich auf rund 233 Milliarden Mark. Die deutsche Inflation von 1914 bis November 1923 war eine der radikalsten Geldentwertungen in großen Industrienationen. Die Vorgeschichte dieser Hyperinflation findet sich in der Finanzierung des Ersten Weltkrieges. Mit dem Ende des Krieges 1918 hatte die Mark bereits offiziell mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren, genauer: ihrer Kaufkraft im Innen- und Außenverhältnis. Eigentliche Ursache der ab 1919 anziehenden Inflation, die ab Mitte 1922 in eine Hyperinflation überging, war die massive Ausweitung der Geldmenge durch den Staat in den Anfangsjahren der Weimarer Republik.

19. November 1931: Earle Haas beantragt für den von ihm entwickelten Tampon mit Einführhilfe Patentschutz. Earle Cleveland Haas (* 6. März 1885 im McPherson County, Kansas, Vereinigte Staaten; † im November 1981) war ein amerikanischer Osteopath. Er ist vor allem als Erfinder des modernen Damentampons (1929) bekannt. Er promovierte 1918 am Kansas City College of Osteopathy und verbrachte zehn Jahre in Colorado als Landarzt. Im Jahre 1928 ging er nach Denver.

19. November 1935: Das Musikalische Lustspiel Das kleine Hofkonzert von Edmund Nick wird in München uraufgeführt.

19. November 1937: Konrad Henlein, der Führer der Sudetendeutschen Partei in der Tschechoslowakei, bittet Adolf Hitler um Unterstützung bei der Verstärkung des Minderheitenschutzes der Deutschen, nachdem mehrere Gesetzesanträge in Prag gescheitert sind. Die Sudetenkrise dämmert herauf.

19. November 1941: Bei einem Seegefecht zwischen dem zum Hilfskreuzer umgerüsteten deutschen Handelsschiff Kormoran und dem australischen leichten Kreuzer HMAS Sydney vor der Westküste Australiens werden beide Schiffe so stark beschädigt, dass sie kurze Zeit später sinken, bzw. aufgegeben werden müssen. Es handelt sich um den bis heute größten Verlust der australischen Marine an einem einzigen Tag.

19. November 1942: In der Schlacht von Stalingrad während des Zweiten Weltkrieges beginnt die Rote Armee die Operation Uranus, die zur Einkesselung und in weiterer Folge zur Niederlage der deutschen 6. Armee führt.

19. November 1953: In Frankfurt am Main wird der Bundesrechnungshof eingeweiht.

19. November 1958: In Stuttgart wird das 1941 im finnischen Exil entstandene epische Theaterstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bertolt Brecht in der Inszenierung von Peter Palitzsch uraufgeführt, die Rolle des Arturo Ui spielt Wolfgang Kieling.

19. November 1962: Im Verlauf der Spiegel-Affäre treten die fünf Bundesminister der FDP aus Protest gegen den Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zurück.

19. November 1969: Pete Conrad, Kommandant von Apollo 12, betritt als dritter Mensch den Mond, kurz darauf gefolgt von Alan LaVern Bean.

19. November 1973: Anlässlich der bestehenden Ölkrise ordnet der Deutsche Bundestag das erste Sonntagsfahrverbot für den 25. November an.

19. November 1976: In Wildbad Kreuth fassen die CSU-Abgeordneten für die kommende Legislaturperiode den Kreuther Trennungsbeschluss zur Auflösung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU.

19. November 1977: Der ägyptische Staatspräsident Anwar as-Sadat trifft zu seinem Staatsbesuch in Tel Aviv ein, wo er vom gesamten Kabinett unter Menachem Begin feierlich empfangen wird. Es ist der erste Staatsbesuch eines arabischen Staatsoberhaupts in Israel.

19. November 1977: Auf dem TAP-Flug 425 überrollt eine Boeing 727 der Transportes Aéreos Portugueses das Ende der Landebahn in Funchal und stürzt einen Abgrund hinunter. 131 Menschen kommen ums Leben.

19. November 1984: Der Hamburger Chaos Computer Club wird in der Öffentlichkeit bekannt. Es gelingt seinen Hackern, rund 135.000 DM zu Lasten der Hamburger Sparkasse auf sein Konto zu leiten, weil das Bildschirmtext-System gegenüber Manipulationen Schwächen aufweist.

19. November 1984: Bei Explosionen in einem Öllager des mexikanischen Mineralölkonzerns PEMEX nahe Mexiko-Stadt und den dadurch verursachten Großbrand kommen etwa 500 Menschen ums Leben.

19. November 1985: Zum ersten Mal nach sechs Jahren treffen mit Ronald Reagan und Michail Gorbatschow Vertreter der beiden Supermächte im Kalten Krieg zu einem Gipfeltreffen zusammen.

19. November 1996: Das Space Shuttle Columbia startet zur Mission STS-80, bei der zwei Satelliten ausgesetzt und später wieder eingefangen werden sollen. Wegen schlechter Wetterbedingungen gegen Ende der Mission entsteht der bislang längste Flug in der Shuttle-Geschichte.

19. November 1999: Die Volksrepublik China startet mit Shenzhou 1 ihren ersten noch unbemannten Raumflug vom Raketenstartplatz Jiuquan aus.

19. November 1999: Der US-Amerikaner John Carpenter gewinnt als erster Kandidat des TV-Formats Who Wants to Be a Millionaire? die Million. Mit dem Gewinn von 1 Million US-Dollar hielt Carpenter den Rekord der höchsten im US-amerikanischen Fernsehen erzielten Spielsumme. Er ist zudem der erste Millionengewinner eines Who-Wants-to-Be-a-Millionaire?-Formats. Durch seinen Sieg wurde er international bekannt und trat später in mehreren Talkshows und Quizsendungen auf.

19. November 2002: Das erste Mathematikmuseum der Welt wird in Gießen eröffnet. Es ist das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt. Es wurde von Albrecht Beutelspacher gegründet und befindet sich im ehemaligen Hauptzollamt. Das Mathematikmuseum bietet Exponate rund um die Mathematik an.

19. November 2002: Der am 13. November leck geschlagene Tanker Prestige bricht auseinander und sinkt vor der galicischen Küste. 64.000 t Schweröl laufen aus und verpesten 2.900 km der französischen und spanischen Küste. Rund 250.000 Seevögel verenden.

19. November 2005: Soldaten des United States Marine Corps verüben als Vergeltung für den Tod eines Kameraden ein Massaker in der irakischen Stadt Haditha, bei dem 24 Zivilisten getötet werden.

19. November 2020: Die Spielkonsole PlayStation 5 erscheint auf dem europäischen Markt.

https://de.wikipedia.org/wiki/19. November

20. November 1194: Der deutsche Kaiser Heinrich VI. zieht auf seinem Feldzug gegen Sizilien unter Wilhelm III. in das eroberte Palermo ein. Damit lösen die Staufer die Normannen endgültig als Herrscher von Sizilien ab.

20. November 1274: Den ersten Invasionsversuch der Mongolen unter Kublai Khan in Japan wehren die zahlenmäßig überlegenen Samurai in der Schlacht von Bun’ei ab.

20. November 1371: In Köln endet eine Schlacht der Bürger im Kölner Weberaufstand zwischen ratstreuen Bürgern und Gaffeln einerseits und der Zunft der Weber andererseits in einer Flucht der Weber beim Erkennen ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit.

20. November 1606: Der englische König Jakob I. weist in einem Schreiben die Geschäftsführer der Virginia Company of London an, die amerikanischen Ureinwohner gewaltsam zum Anglikanismus zu bekehren.

20. November 1645: Papst Innozenz X. erhebt das bisherige Priesterseminar in Manila zur Universität Santo Tomas. Die katholische Hochschule ist heute die älteste Universität Asiens.

20. November 1695: Der gefangene und zuvor gegen die Sklaverei kämpfende Zumbi wird in der portugiesischen Kolonie Brasilien hingerichtet. Er war letzter Anführer der Sklavensiedlung Palmares, die den von Plantagen geflohenen afrikanischen Sklaven jahrzehntelang eine Heimstatt bot.

20. November 1719: Im Großen Nordischen Krieg schließt die schwedische Königin Ulrike I. Eleonore in Stockholm einen Präliminarfrieden mit dem Kurfürstentum Hannover. Gegen die Zahlung von 1 Million schwedischen Reichstalern tritt Schweden das Herzogtum Bremen-Verden an Hannover ab.

20. November 1757: Die Uraufführung der Oper L’Isola disabitata von Domenico Scarlatti findet am Teatro San Samuele in Venedig statt.

20. November 1759: Der preußische General Friedrich August von Finck kapituliert vor den Österreichern unter Leopold Joseph Graf Daun im Gefecht von Maxen. Dafür wird er nach Ende des Siebenjährigen Krieges zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt.

20. November 1759: In der Seeschlacht in der Bucht von Quiberon gelingt einem britischen Geschwader ein entscheidender Sieg im Siebenjährigen Krieg gegenüber einem Pulk französischer Linienschiffe. Die französische Flotte kann sich von dieser Niederlage bis Kriegsende nicht mehr erholen.

20. November 1789: New Jersey ratifiziert als erster US-Bundesstaat die Bill of Rights der Vereinigten Staaten.

20. November 1803: Nach einem mehrwöchigen Prozess wird der Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, mit 19 Kumpanen von den französischen Behörden des Département Donnersberg in Mainz zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet. Johannes Bückler, französisch Jean Buckler, genannt Schinnerhannes oder Schinderhannes (* vermutlich Herbst 1779 in Miehlen oder Weidenbach im Taunus; † 21. November 1803 in Mainz), war ein deutscher Räuber, dem mindestens 211 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle, aber auch Raubmord und Mord nachgewiesen werden konnten. Die Gesamtzahl seiner Mittäter betrug 94. Der Name Schinderhannes verweist auf die Tätigkeit des jungen Bückler, der bei zwei Abdeckern, die mancherorts auch Schinder genannt werden, als Lehrjunge gearbeitet und dort den Spitznamen erhalten hatte; so seine Aussage im späteren Ermittlungsverfahren 1802 und 1803.

20. November 1805: Die Uraufführung von Fidelio, Ludwig van Beethovens einziger Oper, findet im Theater an der Wien in Wien statt.

20. November 1811: Friedrich Krupp gründet in Essen eine Fabrik zur Produktion von Gussstahl, aus der sich in der Folge die Friedrich Krupp AG entwickeln wird.

20. November 1820: Das Walfangschiff Essex wird mehrmals von einem Pottwal gerammt und sinkt; der Vorfall wird später Element in Melvilles Roman Moby Dick.

20. November 1834: In Brüssel nimmt die Freie Universität, 1970 aufgespalten in eine französisch- und eine niederländischsprachige Einrichtung, ihre Lehrtätigkeit auf.

20. November 1837: Der Kölner Erzbischof Clemens August Droste zu Vischering wird im Streit mit Preußen um die Akzeptanz von Mischehen verhaftet. Am 17. und 18. September 1837 verhandelten der Regierungspräsident von Düsseldorf und der preußische Gesandte am päpstlichen Hof mit ihm persönlich wegen der Berliner Konvention von 1834, die sein Vorgänger von Spiegel mit Preußen als Kompromissregelung in der Mischehen-Frage abgeschlossen hatte; Clemens August weigerte sich, die Konvention anzuerkennen. Am Abend des 20. November 1837 wurde der Erzbischof verhaftet und zusammen mit seinem Sekretär Eduard Michelis in Minden unter Hausarrest gestellt.

20. November 1849: Széchenyi Lánchid, die erste feste Donaubrücke zwischen Buda und Pest, wird ihrer Bestimmung übergeben.

20. November 1853: Die Uraufführung der Oper Giulia oder die Corsen von Peter Joseph von Lindpaintner findet in Stuttgart statt.

20. November 1886: Johann Hinrich Köser führt mit seiner Firma H. Köser die erste deutsche Fischauktion in Hamburg durch und begründet damit das Auktionswesen der deutschen Fischindustrie.

20. November 1889: Die 1. Sinfonie von Gustav Mahler wird in Budapest uraufgeführt.

20. November 1890: Die Enzyklika Catholicae ecclesiae richtet Papst Leo XIII. an die Missionare in Afrika und formuliert darin Aussagen wider Sklaverei.

20. November 1896: Die Schauerleute in Hamburg beschließen einen Hafenarbeiterstreik, der sich in der Folge zur ersten großen Arbeitsniederlegung im Deutschen Reich entwickeln wird.

20. November 1901: Die Uraufführung der Oper Grisélidis von Jules Massenet findet an der Opéra-Comique in Paris statt.

20. November 1906: Unter der Regie von Max Reinhardt findet an den Berliner Kammerspielen die Uraufführung von Frank Wedekinds Drama Frühlings Erwachen statt, das von diesem bereits 1891 fertiggestellt worden ist.

20. November 1908: Die Komödie Moral von Ludwig Thoma wird in Berlin uraufgeführt.

20. November 1910: Die Uraufführung der Oper Semirama von Ottorino Respighi findet in Bologna statt.

20. November 1911: Ein halbes Jahr nach dem Tod des Komponisten wird in München Gustav Mahlers Das Lied von der Erde unter der Leitung von Bruno Walter uraufgeführt. Unter Vermeidung des Wortes Sinfonie hat Mahler das Werk als „sinfonischen Liederzyklus“ bezeichnet, aus Angst, eine 9. Sinfonie könnte – wie bei seinen Vorbildern Ludwig van Beethoven und Anton Bruckner – seine letzte sein.

20. November 1913: Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verbietet das Tanzen von Tango in Uniform wegen Unschicklichkeit.

20. November 1917: Die Schlacht von Cambrai im Ersten Weltkrieg beginnt mit einem massiven britischen Panzerangriff. Sie war die erste große Panzeroffensive der Geschichte und begann am 20. November 1917, nahe dem strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Cambrai in Frankreich, 1917 eine Schlüsselversorgungsstellung für die deutsche Siegfriedstellung. Die Schlacht, in der insgesamt rund 95.000 Soldaten verwundet, getötet oder gefangen genommen wurden, endete am 7. Dezember 1917 und brachte für keine Partei größere Erfolge oder eine Veränderung der Gesamtsituation.

20. November 1919: Der Geiger Ben Selvin spielt bei Victor Records das Instrumentalstück Dardanella ein, das in der Folge als erste Single der Musikgeschichte die Grenze von 3 Millionen verkauften Exemplaren überschreiten wird.

20. November 1920: Pierre Cérésole organisiert mit dem Service Civil International das erste Workcamp als Friedensprojekt im kriegszerstörten Esnes-en-Argonne. Pierre Cérésole (* 17. August 1879 in Lausanne; † 23. Oktober 1945 in Le Daley bei Lausanne) war ein Schweizer Pazifist, Quäker, Mathematiker und Gründer des Service Civil International (SCI).

20. November 1923: Die Uraufführung der Oper Die Höhle von Salamanca von Bernhard Paumgartner findet an der Staatsoper in Dresden statt.

20. November 1925: Der Münchner Dolchstoßprozess endet im Gerichtsurteil mit der Erkenntnis, dass der beklagte Paul Nikolaus Cossmann bei der Verbreitung der Dolchstoßlegende einem Irrtum erlegen sei.

20. November 1926: Dorothea Angermann von Gerhart Hauptmann wird an siebzehn deutschsprachigen Bühnen gleichzeitig uraufgeführt.

20. November 1928: Die deutsche Reichspost führt probeweise erste Bildfunkübertragungen über ihren Sender Königs Wusterhausen mit Hilfe eines Fultographen durch. Sie testet damit eine Vorstufe in der deutschen Geschichte des Fernsehens.

20. November 1935: In Stockholm wird die Västerbron eingeweiht. Die zwei Bogenkonstruktionen der Brücke verbinden die Stadtteile Södermalm und Kungsholmen.

20. November 1936: Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges wird der Anführer der faschistischen Partei Falange, José Antonio Primo de Rivera, von den Republikanern hingerichtet. Sein Nachfolger wird Francisco Franco. Von Anhängern des Franquismus wird dieser Tag bis heute als 20-N begangen.

20. November 1941: Der Leichte Kreuzer HMAS Sydney wird von dem deutschen Hilfskreuzer Kormoran rund 220 Kilometer vor der australischen Westküste versenkt.

20. November 1942: Der bereits im Oktober fertiggestellte Alaska Highway wird offiziell eröffnet. Der Bau der Straße wurde nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor von den USA unter militärischen Aspekten forciert. Die Straße verbindet das in der kanadischen Provinz British Columbia gelegene Dawson Creek mit Delta Junction im US-Bundesstaat Alaska.

20. November 1943: Im Zweiten Weltkrieg beginnt die Schlacht um die Gilbertinseln. Es handelt sich um die erste Station beim „Island Hopping“ der Alliierten.

20. November 1945: Im Justizpalast in Nürnberg beginnt mit der Verlesung der Anklage der Prozess gegen zwanzig führende Persönlichkeiten des „Dritten Reichs“, darunter Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop und Julius Streicher, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

20. November 1947: Der Saar-Franken wird im Saarland eingeführt. Er war der volkstümliche Name der Münzprägungen, die das autonome Saarland 1954 und 1955 ausgab. Von 1921 bis 1935 und von 1947 bis 1959 war der Französische Franc die Währung des unter Völkerbundverwaltung stehenden Saargebietes (1920–1935), des autonomen Saarlandes (1947–1956) sowie des deutschen Bundeslandes Saarland (1957 bis Juli 1959). Die französischen Münzen wurden 1954/55 durch eigene saarländische Prägungen ergänzt – eine eigene Währung stellten diese sogenannten „Saar-Franken“-Münzen rechtlich jedoch nie dar.

20. November 1947: Die britische Prinzessin Elisabeth heiratet in London Philip, Duke of Edinburgh.

20. November 1947: Auf die Liturgische Bewegung geht Papst Pius XII. mit der Enzyklika Mediator Dei ein, in der er das Wesen der heiligen Liturgie im Gottesdienst erläutert.

20. November 1953: Albert Scott Crossfield fliegt mit einer Douglas Skyrocket als erster Mensch mit zweifacher Schallgeschwindigkeit (Mach 2).

20. November 1955: Der Aufstand von Klaksvík erreicht mit dem Attentatsversuch auf Kristian Djurhuus, den Ministerpräsidenten der Färöer, in Tvøroyri einen seiner dramatischsten Höhepunkte. Djurhuus bleibt unverletzt, doch für die Färöer wird es eine der gravierendsten innenpolitisch motivierten Gewalttaten ihrer Geschichte bleiben.

20. November 1956: Als Reaktion auf ein geplantes Bundespressegesetz wird der Deutsche Presserat als freiwilliges Selbstkontrollorgan gegründet.

20. November 1959: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die Deklaration über die Rechte des Kindes, welche die vergleichbare Genfer Deklaration des Völkerbundes aufgreift und sie ergänzt. Dreißig Jahre später wird die Deklaration von der Kinderrechtskonvention abgelöst.

20. November 1962: Nach Erreichen ihrer Kriegsziele proklamiert die Volksrepublik China im Indisch-Chinesischen Grenzkrieg einen einseitigen Waffenstillstand. Durch die Zustimmung Indiens am Folgetag endet der am 20. Oktober begonnene Konflikt.

20. November 1965: Der Schwammtaucher Andreas Karolou entdeckt vor der Nordküste Zyperns das aus der vorrömischen Eisenzeit stammende Schiff von Kyrenia.

20. November 1966: Der Schweizer Kanton Zürich stimmt in einer Volksabstimmung gegen das Frauenwahlrecht.

20. November 1966: Das Musical Cabaret von John Kander und Fred Ebb erlebt am Broadhurst Theatre am New Yorker Broadway seine Premiere.

20. November 1975: In Madrid stirbt der spanische Diktator General Franco. Mit dem zweiten 20-N endet die Zeit des Franquismus.

20. November 1976: In Mexiko wird die Universidad Autónoma de Tlaxcala gegründet.

20. November 1977: In einer Rede vor der Knesset erkennt der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels an.

20. November 1979: In Mekka beginnt die Besetzung der Großen Moschee, der heiligsten Stätte des Islam. Etwa fünfhundert bewaffnete Islamisten bringen die Moschee in ihre Gewalt, nehmen Tausende von Besuchern als Geiseln und rufen einen ihrer Führer zum Mahdi aus.

20. November 1982: Zwischen Hamburg und Berlin wird die fertiggestellte Transitautobahn für den Verkehr freigegeben. Auf DDR-Seite öffnet der innerdeutsche Grenzübergang bei Zarrentin am Schaalsee.

20. November 1984: Das SETI-Institut zur Suche nach intelligentem außerirdischem Leben wird gegründet.

20. November 1985: Microsoft veröffentlicht die erste Version des Betriebssystems Windows und ist ursprünglich eine von Microsoft entwickelte grafische Benutzeroberfläche, aus der später eine Reihe von eigenständigen Betriebssystemen entstanden ist. Der englische Name Windows bedeutet (Plural:) „(mehrere) Fenster“ und rührt daher, dass die Benutzeroberflächen von Anwendungen auf dem Bildschirm als rechteckige Fenster dargestellt werden.

20. November 1989: Die UN-Generalversammlung nimmt die Kinderrechtskonvention an. Sie wird am 20. September 1990 in Kraft treten.

20. November 1992: In der Privatkapelle der englischen Königin Elisabeth II. auf Windsor Castle bricht ein Feuer aus, bei dem ein Fünftel der Gebäudefläche des Schlosses beschädigt wird.

20. November 1993: Nordmazedonien: Eine Jakowlew Jak-42 der Avioimpex auf dem Avioimpex-Flug 110 von Genf nach Skopje wird wegen schlechten Wetters nach Ohrid umgeleitet, wo sie gegen einen Berg prallt. Bei dem Unfall kamen alle 116 Personen an Bord ums Leben.

20. November 1998: Galina Starowoitowa, russische Reformpolitikerin und stellvertretende Vorsitzende der Partei Demokratisches Russland, wird in Sankt Petersburg ermordet. Galina Wassiljewna Starowoitowa (* 17. Mai 1946 in Tscheljabinsk; † 20. November 1998 in Sankt Petersburg) war eine russische Menschenrechtsaktivistin, Ethnologin und Politikerin. Sie war Vorsitzende der Bewegung „Demokratisches Russland“ und setzte sich aktiv für demokratische Reformen in Russland ein. Am 20. November 1998 wurde sie im Treppenhaus zu ihrer Wohnung in St. Petersburg erschossen. Die Umstände der Tat sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

20. November 1998: Sarja, das erste Modul der Internationalen Raumstation (ISS), wird mit einer russischen Proton-K Rakete von Baikonur aus gestartet.

20. November 2000: Honda stellt den humanoiden Roboter ASIMO der Öffentlichkeit vor.

20. November 2003: Bei zwei Anschlägen auf britische Einrichtungen in Istanbul werden mindestens 27 Menschen getötet.

20. November 2006: Ein 18-jähriger ehemaliger Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten verletzt bei einem Amoklauf in seiner früheren Schule 37 Menschen. Anschließend tötet er sich selbst.

20. November 2016: Bei einem schweren Eisenbahnunglück nahe Kanpur im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh sterben mindestens 142 Menschen.

https://de.wikipedia.org/wiki/20. November

21. November 1620: Die Pilgerväter, die mit der Mayflower in den englischen Kolonien in Amerika angekommen sind, unterzeichnen in der Nähe von Cape Cod den Mayflower-Vertrag, die Verfassung der Kolonie Plymouth. Die Siedler, die die „Plymouth Colony“ gründeten, waren sich durchaus darüber im Klaren, dass frühere Niederlassungen in der Neuen Welt aufgrund von fehlender zentraler Führung fehlgeschlagen waren. Der Mayflower-Vertrag war also im Grunde ein Gesellschaftsvertrag (jedoch kein contrat social im Sinne Jean-Jacques Rousseaus), in dem die Siedler zustimmten, dass sie sich an ihre selbstgeschaffenen Regeln des Regierens halten würden – um ihres eigenen Überlebens willen. Im Gegenzug würde die Regierung ihre Macht aus der Zustimmung der zu Regierenden schöpfen, ein Prinzip, das einige Jahrzehnte später John Locke wieder aufgriff und das für die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von entscheidender Bedeutung war.

21. November 1676: Der dänische Astronom Ole Rømer stellt der Pariser Académie des sciences seine These vor, dass die Lichtgeschwindigkeit eine endliche Größe sei. Er stützt sich auf Beobachtungen der Verfinsterungen der vier Monde des Jupiter.

21. November 1783: Der erste bemannte freifliegende Heißluftballon der Gebrüder Montgolfier mit den Passagieren Jean-François Pilâtre de Rozier und François d’Arlandes startet in Paris. Die Fahrt dauert 25 Minuten und führt in die Randbezirke von Paris.

21. November 1806: Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte verhängt mit dem Berliner Dekret eine Kontinentalsperre gegen Großbritannien.

21. November 1818: Der Aachener Kongress endet mit einer Deklaration der fünf europäischen Großmächte Frankreich, Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland. Der Monarchenkongress verkündet darin die Solidarität der Teilnehmer zur Gewährleistung der Ruhe, des Glaubens und der Sittlichkeit.

21. November 1827: Die einaktige Farsa Viva la Mamma von Gaetano Donizetti wird im Teatro Nuovo in Neapel uraufgeführt. Vier Jahre später erweiterte sie Donizetti auf zwei Akte.

21. November 1831: In Lyon beginnt der Aufstand der Seidenweber. Sie protestieren gegen die Nichtanwendung erst im Oktober zwischen den Tarifpartnern verabredeter Mindestlöhne seitens der Unternehmer. Schüsse der Ordnungskräfte in die Demonstration führen zu offenem Aufruhr.

21. November 1831: Die Oper Robert le diable von Giacomo Meyerbeer wird an der Pariser Opéra uraufgeführt. Die Oper mit dem Libretto von Eugène Scribe und Germain Delavigne begründet den Ruhm des Komponisten in Frankreich.

21. November 1847: Das Märchenspiel Der Dudelsackpfeifer von Strakonice oder Das Fest der Waldfrauen von Josef Kajetán Tyl wird in Prag uraufgeführt.

21. November 1848: Abgeordnete der Fraktionen Donnersberg, Deutscher Hof und Westendhall in der Deutschen Nationalversammlung gründen in Frankfurt den Centralmärzverein mit dem Ziel, die Errungenschaften der Märzrevolution zu schützen. Der Verein gilt als die erste moderne Partei Deutschlands.

21. November 1862: Im Covent Garden in London erfolgt die Uraufführung der Oper Blanche de Nevers von Michael William Balfe.

21. November 1872: Otto von Bismarck lässt sich aus Gesundheitsgründen bis auf Weiteres vom Amt des preußischen Ministerpräsidenten entbinden. Sein Wunsch auf Entlassung wird abgelehnt.

21. November 1874: Mit der Götterdämmerung beendet Richard Wagner in Bayreuth den letzten Teil des Rings des Nibelungen.

21. November 1877: Erfinder Thomas Alva Edison kündigt den Phonographen an, ein Gerät zur Tonaufnahme und -wiedergabe, das er acht Tage später vorführt.

21. November 1901: Das Singgedicht Feuersnot von Richard Strauss wird in Dresden uraufgeführt.

21. November 1902: Am Theater an der Wien in Wien findet die Uraufführung der Operette Wiener Frauen von Franz Lehár statt.

21. November 1905: Der Dozent John Ambrose Fleming erhält in Großbritannien ein Patent auf die Röhrendiode, die er Kenotron nennt.

21. November 1910: Die im Zuge der Aufrüstung nach dem Vorbild der Marienburg errichtete Marineschule Mürwik wird offiziell durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

21. November 1916: Das britische Lazarettschiff HMHS Britannic, ein Schwesterschiff der Titanic, sinkt im Ersten Weltkrieg, vermutlich aufgrund einer Minenexplosion. Das Unglück fordert 30 Tote und 40 Verletzte; die meisten davon in vorschnell zu Wasser gelassenen Rettungsbooten, die von den noch laufenden Propellern des Schiffes zerschlagen werden.

21. November 1918: Am Ende des Ersten Weltkrieges verlassen die deutschen Truppen das Elsass. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Versailler Vertrag festgelegt, dass das 1871 abgetretene Gebiet wieder Frankreich angegliedert wurde. Das Territoire de Belfort, das bis 1871 Teil des nun wiedererrichteten Département Haut-Rhin gewesen war, wurde nicht wieder mit diesem vereinigt. Das politische Leben formierte sich weitgehend anhand der Muster aus der Vorkriegszeit.

21. November 1920: Am irischen Blutsonntag werden im Irischen Unabhängigkeitskrieg nach der Ermordung mehrerer britischer Agenten durch die Irische Republikanische Bruderschaft bei einem Gaelic-Football-Match mehrere Menschen von den paramilitärischen Truppen der Black and Tans erschossen.

21. November 1925: Der zwischen New York City und Floridas Ostküste pendelnde Luxus-Reisezug Orange Blossom Special verkehrt erstmals nach Fahrplan.

21. November 1931: Der Film Frankenstein, mit Boris Karloff in der Rolle des Monsters unter der Regie von James Whale, wird uraufgeführt.

21. November 1934: Am Alvin Theatre in New York City wird die Musical Comedy Anything Goes von Cole Porter uraufgeführt.

21. November 1935: Wladimir Kokkinaki stellt mit einer abgespeckten Polikarpow I-15 einen neuen Höhenweltrekord für Flugzeuge auf.

21. November 1936: Das Schkeuditzer Kreuz wird als erstes Autobahnkreuz Europas in Betrieb genommen. Es ist das älteste Autobahnkreuz Europas und liegt in Sachsen in der Metropolregion Mitteldeutschland. Es verbindet die Bundesautobahn 9 (Berlin–Leipzig–München) mit der Bundesautobahn 14 (Wismar–Magdeburg–Dresden).

21. November 1942: In den USA erreicht der Interpret Bing Crosby mit Irving Berlins Lied White Christmas erstmals Platz 1 der Charts und bleibt dort zehn Wochen lang.

21. November 1945: Der Rundfunksender RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) wird in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg von der US-amerikanischen Militärverwaltung gegründet. Von 1946 bis 1993 strahlte er zunächst ein, von 1953 an zwei lokale Hörfunkprogramme und von 1988 bis 1992 zudem ein Fernsehprogramm aus.

21. November 1947: Am Tag nach dem Tod Wolfgang Borcherts wird sein Stück Draußen vor der Tür an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt.

21. November 1948: Die Rundfunkanstalt Radio Bremen wird geschaffen.

21. November 1953: Das Britische Museum enthüllt, dass die Knochenfunde des zu den frühen Menschen gezählten Piltdown-Menschen gefälscht sind.

21. November 1963: Mit einer Aufführung der Oper Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss wird das nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute Nationaltheater München wieder eröffnet.

21. November 1964: In New York wird die Verrazzano-Narrows-Brücke (damals noch als Verrazano-Narrows-Brücke) über den Hudson, die zu diesem Zeitpunkt längste Hängebrücke der Welt, für den Verkehr freigegeben.

21. November 1974: Zwei der IRA zugerechnete Bombenanschläge von Birmingham verursachen 21 Tote und 182 Verletzte.

21. November 1975: Die britische Rockband Queen veröffentlicht ihr viertes Studioalbum namens A Night at the Opera. Das Album gilt als eine der größten Leistungen der Band.

21. November 1980: Die Folge Who Done It? (Wer schoß auf J. R.?) der Serie Dallas erreicht die bis dahin höchste Zuschauerquote der US-Fernsehgeschichte.

21. November 1987: Die ARD strahlt nach über 23 Jahren die 82. und letzte Folge der Spieleshow Einer wird gewinnen (EWG) mit Hans-Joachim Kulenkampff aus.

21. November 1990: In der Charta von Paris wird die Spaltung Europas in Ost und West im Kalten Krieg für beendet erklärt. 32 europäische Länder sowie die USA und Kanada bekennen sich zu einer auf Menschenrechten und Grundfreiheiten beruhenden Demokratie, Wohlstand durch wirtschaftliche Freiheit und soziale Gerechtigkeit sowie gleiche Sicherheit der Vertragsstaaten.

21. November 1990: Nintendo bringt das SNES, damals noch Super Famicom, in Japan auf den Markt.

21. November 1991: Nach 133 Tagen auf See erreicht Gérard d’Aboville nach seiner Pazifiküberquerung mit seinem Einmann-Ruderboot die amerikanische Westküste.

21. November 1995: In Dayton, Ohio, einigen sich die Verhandler Bosniens, Kroatiens und Rest-Jugoslawiens, über die künftige Gestaltung Bosniens und der Herzegowina und paraphieren den Dayton-Vertrag.

21. November 1995: Der Aktienindex Dow Jones Industrial Average schließt erstmals über der Marke von 5000 Punkten.

21. November 1997: Bei einer Pressekonferenz der deutschen Pop-Rap-Gruppe Tic Tac Toe in München kommt es zum offenen Streit: Vor laufenden Kameras bezichtigen sich die drei Mitglieder gegenseitig der Lüge und verlassen schließlich weinend das Podium.

21. November 1998: The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint in Japan

21. November 1999: Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass Shenzhou 1, das zwei Tage vorher gestartete erste unbemannte Raumschiff der VR China planmäßig wieder gelandet sei.

21. November 2004: Die Stichwahl der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zwischen Wiktor Juschtschenko und Wiktor Janukowytsch wird von massiven Manipulationsvorwürfen begleitet. Die Auszählung dauert bis zum 24. November.

21. November 2005: Nach dem Chemieunfall von Jilin vom 13. November wird die Wasserversorgung in der flussabwärts am Songhua Jiang gelegenen chinesischen Metropole Harbin abgestellt.

21. November 2011: In Washington, D.C. verhängen die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Kanada und dem Vereinigten Königreich verschärfte Sanktionen gegen den Iran, der weiterhin am umstrittenen Atomprogramm festhält.

21. November 2013: Beginn politischer Proteste in der Ukraine. Euromaidan, in der Ukraine rückblickend Revolution der Würde, bezeichnet Proteste in der Ukraine zwischen Ende November 2013 und Februar 2014. Auslöser war die überraschende Erklärung der ukrainischen Regierung (Kabinett Asarow II) im November 2013, das geplante Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterzeichnen zu wollen. Die Proteste nahmen ab dem 1. Dezember 2013 Massencharakter an, nachdem einen Tag zuvor friedliche Studentenproteste durch die Spezialeinheit Berkut der ukrainischen Polizei mit exzessiver Gewalt auseinandergetrieben worden waren. Hunderttausende von Menschen nahmen an Demonstrationen auf dem Majdan Nesaleschnosti („Platz der Unabhängigkeit“) in Kiew teil.

https://de.wikipedia.org/wiki/21. November

22. November 1307: In der Bulle Pastoralis praeeminentiae fordert Papst Clemens V. die weltlichen Herrscher in Europa auf, die Mitglieder des Templerordens zu verhaften und deren Eigentum zu beschlagnahmen.

22. November 1365: Die Hanse schließt mit König Waldemar IV. von Dänemark den Frieden von Vordingborg, um ihre ungünstige Situation im Ersten Waldemarkrieg zu mildern. Die Hanse war nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf politischem und kulturellem Gebiet ein wichtiger Faktor. Eine Entwicklung von der „Kaufmannshanse“ zu einer „Städtehanse“ lässt sich spätestens Mitte des 14. Jahrhunderts mit erstmaligen nahezu gesamthansischen Tagfahrten (Hansetagen) festmachen, in denen sich die Hansestädte zusammenschlossen und die Interessen der norddeutschen Kaufleute vertraten.

22. November 1412: Bei der Cäcilienflut im Bereich der Unterelbe kommen bis zu 30.000 Menschen ums Leben. Die Cäcilienflut war am 21. November 1412 eine verheerende Sturmflut im Bereich der Unterelbe. Der Name der Sturmflut ist vom Namenstag der Heiligen Cäcilia abgeleitet. Im Alten Land ertrank das Dorf Zesterfleth und die Elbinsel Hahnöfersand wurde vom Festland abgetrennt.

22. November 1497: Vasco da Gama umsegelt auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien das Kap der Guten Hoffnung. Dom Vasco da Gama, Graf von Vidigueira (* um 1469 in Sines, Portugal; † 24. Dezember 1524 in Cochin, Indien), war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker des Seewegs um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien, das er im Mai 1498 erstmals erreichte, sowie der 2. Vizekönig Portugiesisch-Indiens.

22. November 1574: Der spanische Seefahrer Juan Fernández entdeckt die später nach ihm benannte Inselgruppe im Pazifik. Eine der Inseln ist die heutige Robinson-Crusoe-Insel, auf der im Jahr 1704 Alexander Selkirk ausgesetzt wird. Juan Fernández (* 1536; † 1604) war ein spanischer Seefahrer und Entdecker. Im Jahre 1563 segelte er in nur 30 Tagen von Callao in Peru nach Valparaíso in Chile. Schnell machten ihn seine seefahrerischen Kenntnisse in Spanien berühmt. Am 22. November 1574 entdeckte er die später nach ihm benannten Juan-Fernández-Inseln, ein Archipel 700 km westlich der chilenischen Küste. Fernández ließ auf diesen Inseln einige Ziegen zurück, die als Nahrungsreserve dienen sollten. Als Alexander Selkirk, der das Vorbild für den Roman Robinson Crusoe von Daniel Defoe lieferte, dort im Jahre 1704 strandete, fand er diese Ziegen vor. Sie hatten in der Zwischenzeit eine eigene Rasse herausgebildet, die kleiner war als die ausgesetzten Ziegen, und eine braune Farbe angenommen. Es waren die sogenannten Juan-Fernández-Ziegen. Die Insel, auf der Selkirk strandete, hieß bis 1966 Isla Más a Tierra, dann wurde sie zu Isla Robinson Crusoe umbenannt. Um 1574 entdeckte Fernández die heute ebenfalls zu Chile gehörenden Inseln San Ambrosio und San Félix.

22. November 1712: Am Queen’s Theatre in London findet die Uraufführung der Oper Il Pastor fido (Der treue Hirte) von Georg Friedrich Händel statt. Das Stück fällt in seiner Erstfassung durch und wird bereits nach sieben Vorstellungen abgesetzt.

22. November 1716: Constantia von Cosel, Mätresse Augusts des Starken, wird im preußischen Halle (Saale) verhaftet und im Tausch gegen Deserteure nach Sachsen ausgeliefert. Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel, geb. von Brockdorff (* 17. Oktober 1680 in Depenau; † 31. März 1765 in Stolpen) war neben Aurora von Königsmarck die bekannteste Mätresse Augusts des Starken.

22. November 1718: Leutnant Robert Maynard, Kapitän der HMS Pearl, tötet im Kampf den berüchtigten Piraten Blackbeard, als dieser mit seiner Crew das britische Schiff in den Gewässern vor North Carolina entert. Edward Teach, auch Thatch, Thack (* vermutlich um 1680 in Bristol, Königreich England; † 22. November 1718 in der Province of North Carolina) war ein britischer Pirat, der weltweit als Blackbeard bekannt wurde. Er war vor allem im Nordwestatlantik im Bereich der amerikanischen Ostküste und der Bahamas aktiv.

22. November 1757: Das österreichische Heer unter Prinz Karl Alexander von Lothringen gewinnt die Schlacht von Breslau im Siebenjährigen Krieg. Drei Tage später kapitulieren die in der Festung Breslau verbliebenen Preußen unter Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Bevern, bei denen viele zum Militärdienst gepresste Soldaten flüchten.

22. November 1776: Anhaltende finanzielle Probleme führen zur Auflösung der Dänischen Westindien-Kompanie.

22. November 1795: Der österreichische Feldmarschall Dagobert Sigmund von Wurmser erobert mit seinen Soldaten im Ersten Koalitionskrieg die Festung Mannheim von den Franzosen zurück.

22. November 1847: Auf dem Raddampfer Phoenix setzen überhitzte Dampfkessel die Holzverkleidung des Dampfers in Brand, der daraufhin in Flammen aufgeht und fünf Kilometer vor Sheboygan auf dem Michigansee ausbrennt. Etwa 250 Menschen sterben bei einem der schwersten Schiffsunglücke auf den Großen Seen.

22. November 1873: Der französische Transatlantikdampfer Ville du Havre der Reederei Compagnie Générale Transatlantique kollidiert auf dem Nordatlantik mit dem Klipper Loch Earn, bricht auseinander und sinkt innerhalb von zwölf Minuten. Dabei verlieren 226 Menschen ihr Leben.

22. November 1897: Am Teatro Lirico in Mailand erfolgt die Uraufführung des Dramas L’Arlesiana von Francesco Cilea.

22. November 1902: Nach seinem Eindruck eines Abfalls vom Glauben und religiösen Zeremonien in der Kirche Böhmen und Mährens beruft Papst Leo XIII. mit der Enzyklika Quae ad nos dort eine Bischofskonferenz ein. Unter Leitung des Prager Kardinals Leo Skrbenský von Hříště sollen Wege zur Mängelbeseitigung gefunden werden.

22. November 1908: In Bitola endet der Kongress von Monastir, auf dem sich zahlreiche Vertreter unterschiedlicher Bereiche auf ein Alphabet für die Albanische Sprache geeinigt haben.

22. November 1912: In Oslo wird Det Norske Teatret gegründet, das Stücke in Nynorsk und norwegischen Dialekten aufführt.

22. November 1918: Französische Truppen ziehen nach dem Ersten Weltkrieg in Straßburg ein und beenden damit die erst am 11. November ausgerufene Republik Elsaß-Lothringen.

22. November 1928: Der Boléro von Maurice Ravel wird in der Pariser Oper uraufgeführt. Er ist ein Orchesterstück des französischen Komponisten Maurice Ravel der gleichnamigen Tanzgattung. Ursprünglich als Ballett gedacht und für die Bühne konzipiert, gilt es als eines der meistgespielten Werke der Orchesterliteratur. Die Komposition entstand in der Zeit von Juli bis Oktober 1928 und ist Ida Rubinstein gewidmet. Die Tänzerin hatte 1927 Maurice Ravel gebeten, für sie ein Musikstück in der Form eines spanischen Balletts zu entwerfen. Zunächst plante Ravel, einige Tänze aus dem Klavierwerk Ibéria von Isaac Albéniz für Orchester umzuschreiben. Da die Erben des spanischen Komponisten die Transkriptionsrechte bereits dem Dirigenten Enrique Fernández Arbós übertragen hatten, entschloss sich Ravel zu einer ganz einzigartigen Komposition: „Ein einsätziger Tanz, sehr langsam und ständig gleich bleibend, was die Melodie, die Harmonik und den ununterbrochen von einer Rührtrommel markierten Rhythmus betrifft. Das einzige Element der Abwechslung ist das Crescendo des Orchesters.“

22. November 1942: Durch das Zusammentreffen der beiden Stoßkeile der Roten Armee wird die 6. deutsche Armee unter General Friedrich Paulus im Zweiten Weltkrieg im Kessel von Stalingrad eingeschlossen.

22. November 1943: Nachdem der Libanon bereits am 26. November 1941 seine Unabhängigkeit proklamiert hat, erhält das bisherige französische Mandatsgebiet endgültig seine Unabhängigkeit.

22. November 1943: Die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird in der Nacht auf den 23. November bei einem Bombenangriff getroffen, wodurch es zu einem Brand kam, der die Spitze des Hauptturms einknicken ließ. Die Turmruine wurde nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg als Mahnmal für den Frieden in ihrem zerstörten Zustand belassen. Sie befand sich im Laufe der Zeit in einem bautechnisch schlechten Zustand und bedurfte einer umfassenden Sanierung. Zur Ausstattung des Kirchenraumes gehört unter anderem die Zeichnung Madonna von Stalingrad, die Kurt Reuber zu Weihnachten 1942 als Arzt der Wehrmacht in der Schlacht von Stalingrad (heute: Wolgograd) anfertigte.

22. November 1943: Während der Konferenz von Kairo verhandeln Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill mit Chiang Kai-shek über die chinesische Nachkriegsordnung.

22. November 1949: Die Alliierten Hohen Kommissare und Konrad Adenauer unterzeichnen das Petersberger Abkommen, das die Rechte der deutschen Bundesregierung über das nur einige Wochen vorher in Kraft getretene Besatzungsstatut hinaus erweitert.

22. November 1950: Die als Verursacher des Zweiten Weltkriegs vom internationalen Spielverkehr im Fußball bislang ausgeschlossenen Deutschen tragen ihr erstes Nachkriegsländerspiel aus. Die DFB-Elf gewinnt 1:0 gegen die Schweiz, während in Saarbrücken die saarländische Auswahl die B-Mannschaft der Schweiz mit 5:3 besiegt.

22. November 1955: Im Atomwaffentestgelände Semipalatinsk zündet die Sowjetunion erneut eine Kernwaffe, eine transportable Wasserstoffbombe.

22. November 1956: Ungarns früherer Ministerpräsident Imre Nagy wird beim Verlassen der jugoslawischen Botschaft, in die er nach dem Scheitern des Volksaufstands geflüchtet war, mit seinen Begleitern – trotz Zusicherung von Straffreiheit durch seinen Nachfolger János Kádár – vom sowjetischen KGB verhaftet und nach Rumänien verschleppt.

22. November 1957: Der US-amerikanische Sänger Harry Belafonte gelangt als erster Schwarzer auf Rang 1 der britischen Hitparade. Seine Interpretation des Weihnachtsliedes Mary’s Boy Child des Afroamerikaners Jester Joseph Hairston bleibt dort sieben Wochen.

22. November 1959: Im Fernsehen der DDR wird die erste Folge von Unser Sandmännchen ausgestrahlt.

22. November 1963: The Beatles veröffentlichten das Album With The Beatles im Vereinigten Königreich.

22. November 1963: Der Präsident der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, kommt bei einem Attentat in Dallas ums Leben. Vizepräsident Lyndon B. Johnson wird am Nachmittag als neuer Präsident vereidigt.

22. November 1965: Das Musical Der Mann von La Mancha von Mitch Leigh, nach dem Text von Dale Wasserman wird am Anta Washington Square Theatre in New York City uraufgeführt.

22. November 1967: Der UN-Sicherheitsrat beschließt die Resolution 242, mit der der Rückzug Israels aus den im Sechstagekrieg eroberten Gebieten gefordert wird.

22. November 1968: The Beatles veröffentlichen das Weiße Album. Das Album wird wegen seines schlichten weißen, von Richard Hamilton entworfenen Covers auch als The White Album (deutsch: „Das weiße Album“) bezeichnet. Es war das erste Album der Beatles, das auf ihrem eigenen Label Apple Records erschien.

22. November 1969: Die Südtiroler Volkspartei (SVP) stimmt mit knapper Mehrheit für die Annahme des Südtirol-Pakets. Unter der Autonomie Südtirols versteht man die Summe der Rechtsnormen, die der Region Trentino-Südtirol im Allgemeinen und der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol im Besonderen eine weitreichende Selbstverwaltung des öffentlichen Lebens ermöglichen. Die Autonomie Südtirols leitet sich aus den Grundsätzen des ethnischen Minderheitenschutzes ab, der in der Existenz einer deutsch- und einer ladinischsprachigen Bevölkerungsgruppe in italienischem Staatsgebiet begründet ist.

22. November 1975: Zwei Tage nach Francos Tod wird Juan Carlos zum König von Spanien proklamiert, was in der Folge zum Übergang vom Franquismus zur Demokratie führt.

22. November 1977: Die Concorde startet zu ihrem ersten Überschallflug von Paris nach New York City.

22. November 1983: Der Deutsche Bundestag billigt die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen vom Typ Pershing 2 in der Bundesrepublik.

22. November 1989: Nach siebzehn Tagen im Amt wird der libanesische Präsident René Moawad in Beirut bei einem Bombenattentat getötet. Die Explosion einer 250 Kilogramm schweren Autobombe beim Passieren der Wagenkolonne des Präsidenten kostet insgesamt 24 Menschen das Leben. Die Verantwortlichen und die Hintergründe bleiben im Dunkeln.

22. November 1990: Die seit 1979 regierende Margaret Thatcher gibt ihren Rücktritt als britische Premierministerin bekannt. Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven, LG PC OM (* 13. Oktober 1925 als Margaret Hilda Roberts in Grantham, Lincolnshire; † 8. April 2013 in London) war eine britische Politikerin und Staatsfrau. Vom 4. Mai 1979 bis zum 28. November 1990 war sie als erste Frau Premierministerin des Vereinigten Königreichs.

22. November 1993: Der mexikanische Senat stimmt dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zu, das zum 1. Januar 1994 in Kraft treten wird und u. a. zahllose Zölle abschaffen wird.

22. November 1997: Der Bau des Drei-Schluchten-Staudamms in der Volksrepublik China beginnt. Das Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generator-Leistung von 22,5 Gigawatt das größte der Erde, auch wenn es höhere und längere Talsperren und größere Stauseen gibt. Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten über 663 km bis weit nach dem 500 km entfernten Hafen von Chongqing.

22. November 1999: Das im Zuge der deutschen Einheit nach Erfurt verlegte Bundesarbeitsgericht nimmt seinen Dienstbetrieb auf.

22. November 2000: Bei einem Felssturz bricht etwa ein Drittel des Kletterfelsens Wartturm unterhalb der Bastei im Klettergebiet Sächsische Schweiz ab.

22. November 2004: Mehr als 100.000 Menschen demonstrieren auf dem Majdan in Kiew gegen Mani­pulationen in Zusammen­hang mit der Präsident­schafts­wahl in der Ukraine – der Beginn der Orangen Revolution. Die Orange Revolution (manchmal auch Kastanienrevolution wegen der Kastanienbäume in Kiew) war im Herbst 2004 eine Serie aus Protesten und Demonstrationen sowie ein geplanter Generalstreik in der Ukraine. Auslöser war die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2004, bei welchen auf beiden Seiten Wahlfälschungen der jeweiligen Gegenseite gemeldet wurden. Die Orange Revolution und die bei dem Umbruch erzielten Ergebnisse werden auch zu den sogenannten Farbrevolutionen gezählt. Bei der unblutigen Orangen Revolution von 2004 starben, im Gegensatz zu den späteren Protesten vom November 2013 bis 2014 am Euromaidan, keine Menschen.

22. November 2005: Angela Merkel (CDU) wird vom Bundestag als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in das Amt des Bundeskanzlers gewählt. Angela Dorothea Merkel (geb. Kasner; * 17. Juli 1954 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie war vom 22. November 2005 bis zum 8. Dezember 2021 achter Bundeskanzler und als Frau die erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie war im Amt des Bundeskanzlers die erste Person aus Ostdeutschland und die erste nach der Gründung der Bundesrepublik geborene Person. Von April 2000 bis Dezember 2018 war sie Bundesvorsitzende der CDU. Merkel wuchs in der DDR auf und war dort als Physikerin am Zentralinstitut für Physikalische Chemie tätig. Erstmals politisch aktiv wurde sie während der Wendezeit in der Partei Demokratischer Aufbruch, die sich 1990 der CDU anschloss.

22. November 2005: Der Europäische Gerichtshof entscheidet in der Rechtssache Mangold, dass § 14 Absatz 3 des deutschen Teilzeit- und Befristungsgesetzes gegen die EG-Richtlinie 2000/78/EG über die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf verstößt.

22. November 2006: Nach den niederländischen Parlamentswahlen zieht erstmals eine Tierschutzpartei, die Partij voor de Dieren, mit zwei Abgeordneten in ein Parlament ein.

22. November 2010: Beim traditionellen Wasserfest in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh bricht eine Massenpanik aus. Mindestens 339 Menschen sterben bei Gedränge auf einer Brücke.

22. November 2013: Die von Microsoft entwickelte Spielkonsole XBox One, als Nachfolger der XBox 360, wird in Europa veröffentlicht.

22. November 2018: Der seit 1950 erschienene Otto-Katalog wird zum letzten Mal zum Druck auf Papier gegeben. Im August 1949 gründete der 40-jährige Werner Otto in Hamburg-Schnelsen das Unternehmen Werner Otto Versandhandel. Im Folgejahr 1950 erschien der erste Katalog, in dem auf 14 handgebundenen Seiten 28 Paar Schuhe präsentiert wurden. Die Auflage betrug 300 Exemplare. Als Erster der Versender führte Otto den Kauf auf Rechnung ein. 1951 umfasste der erste gedruckte Katalog 28 Seiten und bot ein erweitertes Sortiment, das unter anderem aus Schuhen, Aktentaschen, Regenmänteln und Hosen bestand. Bis 1953 verfünffachte Otto in weniger als zwei Jahren den Umsatz. Die Auflage des Katalogs betrug bereits 37.000 Exemplare. 1958 gehörte der Otto-Versand als Universalversender mit einem Umsatz von 100 Millionen DM zu den Großunternehmen in Deutschland.

22. November 2018: Das Anne-Frank-Haus in Amsterdam wird nach zweijähriger Renovierung und Erweiterung wiedereröffnet. Das Anne-Frank-Haus (niederländisch Anne Frank Huis) ist ein Museum, das dem jüdischen Holocaust-Opfer Anne Frank gewidmet ist. Es besteht seit dem 3. Mai 1960 im Haus Prinsengracht 263–267 in Amsterdam.

https://de.wikipedia.org/wiki/22. November

23. November 1248: Ferdinand III. von Kastilien vertreibt die Mauren aus Sevilla und setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung der Reconquista der Iberischen Halbinsel.

23. November 1334: Bei der Clemensflut genannten Sturmflut geht das Kirchspiel Arngast im Jadebusen unter.

23. November 1407: Agenten von Johann Ohnefurcht von Burgund ermorden Louis de Valois, duc d’Orléans, und lösen dadurch den Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons aus, der neun Jahre dauern und Frankreich verwüsten wird.

23. November 1476: Papst Sixtus IV. billigt das Errichten der Universität Mainz. Sixtus IV. (Francesco della Rovere; * 21. Juli 1414 in Celle bei Savona, Ligurien; † 12. August 1484 in Rom) war vom 9. August 1471 bis zum 12. August 1484 der 212. römisch-katholische Papst.

23. November 1641: Das später als Langes Parlament bekannte englische House of Commons verfasst eine Beschwerdeschrift, die in 204 Artikeln alle Verfehlungen auflistet, die König Charles I. seit seinem Regierungsantritt nach Ansicht der Parlamentarier begangen hat. Die von John Pym mit Unterstützung von John Hampden und Oliver Cromwell initiierte sogenannte Große Remonstranz wird zu einem der Auslöser des Englischen Bürgerkrieges.

23. November 1644: John Milton erstveröffentlicht in London sein Prosawerk Areopagitica, eine Kritik gegen die Zensur. Areopagitica; A Speech of Mr. John Milton for the Liberty of Unlicenc’d Printing, To the Parlament of England ist ein 1644 von John Milton verfasstes Traktat. Es ist an die Adresse des Englischen Parlaments gerichtet und wendet sich gegen die von diesem 1643 wieder eingeführte Praxis der Vorzensur (licensing), welche die Zustimmung staatlicher oder religiöser Autoritäten zur Voraussetzung von Druck und Publikation eines Buches machte.

23. November 1791: Unabhängig voneinander entdecken am selben Tag Kapitän George Vancouver auf dem Schiff Discovery und Leutnant William Robert Broughton auf dem Schiff Chatham die Snaresinseln südlich von Neuseeland.

23. November 1837: Das Dampfeisenbahnzeitalter in Österreich beginnt mit der Fahrt eingeladener Gäste auf der Strecke der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram.

23. November 1839: Romeo und Julia, eine dramatische Symphonie von Hector Berlioz, wird in Paris uraufgeführt.

23. November 1863: Im Amerikanischen Bürgerkrieg beginnt die Schlacht von Chattanooga zwischen den Unionstruppen unter General Ulysses Simpson Grant und den Konföderierten unter General Braxton Bragg, die bis zum 25. November dauern wird.

23. November 1869: Im schottischen Dumbarton läuft der Klipper Cutty Sark vom Stapel, heute das letzte erhaltene Schiff dieses Typs.

23. November 1870: Während der Belagerung von Paris im Deutsch-Französischen Krieg tritt das Königreich Bayern zur Gründung des Kaiserreichs dem Norddeutschen Bund bei, handelt aber Reservatrechte aus. Die Novemberverträge gestatten ihm unter anderem eigenes Heer, eigenes Postwesen und eigene Eisenbahnen.

23. November 1889: In San Francisco kommt erstmals ein umgebauter Edison-Phonograph als Musikautomat mit Münzeinwurf öffentlich zum Einsatz.

23. November 1899: Die Teufelskäthe, eine Oper von Antonín Dvořák, wird in Prag uraufgeführt.

23. November 1911: An der Volksoper Wien wird das musikalische Schauspiel Der Kuhreigen von Wilhelm Kienzl unter der Regie von Rainer Simons uraufgeführt. Das Libretto stammt von Richard Batka frei nach der Novelle Die kleine Blanchefleur von Rudolf Hans Bartsch.

23. November 1914: Mit einer Truppenparade im eingenommenen Basra schließt im Ersten Weltkrieg die British Army ihren Sieg über osmanische Einheiten in der Schlacht von Basra ab. Die Schlacht von Basra war eine Schlacht an der Mesopotamienfront des Ersten Weltkrieges, die im November 1914 südlich der Stadt Basra im heutigen Irak zwischen britischen und osmanischen Truppen ausgetragen wurde. Sie endete mit einem osmanischen Rückzug und der Einnahme Basras durch die Briten.

23. November 1921: Die Oper Katja Kabanowa von Leoš Janáček wird in Brünn uraufgeführt.

23. November 1923: General Hans von Seeckt verbietet nach Aufstandsversuchen in Deutschland die KPD, die NSDAP und die Deutschvölkische Freiheitspartei.

23. November 1925: Der Film Go West von Buster Keaton wird in den USA uraufgeführt.

23. November 1927: Das Musical Funny Face von George Gershwin wird in New York City uraufgeführt.

23. November 1932: Am Theater am Kurfürstendamm in Berlin erfolgt die Uraufführung der Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke.

23. November 1936: Das Norwegische Nobelkomitee erkennt dem vom nationalsozialistischen Regime gefangen gehaltenen Carl von Ossietzky den Friedensnobelpreis des Jahres 1935 sowie Argentiniens Außenminister Carlos Saavedra Lamas den des Jahres 1936 zu.

23. November 1936: Die erste Ausgabe des fotojournalistischen Magazins Life erscheint in den USA.

23. November 1938: Die deutschen Feuerwehren werden der Polizei unterstellt und ihre Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn gekennzeichnet.

23. November 1939: In einer Ansprache Hitlers vor den Oberbefehlshabern informiert er Generäle und Offiziere der Wehrmacht in der Neuen Reichskanzlei über seinen Entschluss, Frankreich und Großbritannien anzugreifen.

23. November 1939: Die Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau versenken südöstlich von Island den britischen Hilfskreuzer Rawalpindi. 265 Menschen sterben, 37 überleben.

23. November 1942: Der britische Passagier- und Frachtdampfer Tilawa wird im Indischen Ozean von dem japanischen U-Boot I-29 durch zwei Torpedos versenkt. 280 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.

23. November 1943: Das Deutsche Opernhaus in Berlin wird bei einem Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört.

23. November 1946: Mit dem Bombardement von Haiphong durch französische Kriegsschiffe beginnt der Indochinakrieg.

23. November 1958: Die Lebenshilfe wird im hessischen Marburg als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen gegründet. Sie versteht sich als Selbsthilfevereinigung, Eltern-, Fach- und Trägerverband für Menschen mit insbesondere geistiger Behinderung und ihre Familien. Die Lebenshilfe begleitet Menschen mit Behinderung, gleichberechtigt am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen.

23. November 1963: An Unearthly Child, die erste Episode der am längsten laufenden Fernsehserie der Welt, Doctor Who, wird gesendet. Das Kind von den Sternen (An Unearthly Child) ist der erste Handlungsstrang der britischen Science-Fiction-Fernsehserie Doctor Who. Er besteht aus 4 Episoden, die zwischen dem 23. November 1963 und dem 14. Dezember 1963 ausgestrahlt wurden. Doctor Who (nach der titelgebenden Frage [engl.] „Doktor wer?“) ist eine britische Science-Fiction-Fernsehserie, die seit 1963 von der BBC produziert wird. Doctor Who handelt von einem mysteriösen Zeitreisenden, der nur als „Der Doktor“ bekannt ist. Er reist mit seinen Begleitern in der Zeit-Raum-Maschine TARDIS (Time And Relative Dimensions In Space), die als eine alte Polizei-Notrufzelle getarnt ist, und wird dabei in verschiedene Abenteuer verwickelt. Die Serie wurde von 1963 bis 1989 durchgehend ausgestrahlt; 1996 gab es einen Fernsehfilm; seit 2005 wird die Serie in einer Neuauflage mit neuen technischen Möglichkeiten fortgesetzt.

23. November 1969: Dem Forscher Jonathan Beckwith und seinem Team gelingt an der Harvard University das Isolieren eines einzelnen Gens der Bakterienart Escherichia coli. Er setzt damit einen Meilenstein in der Genetik.

23. November 1973: Nach einem halben Jahr beenden die Fluglotsen in Deutschland ihren Streik.

23. November 1976: Der französische Apnoe-Taucher Jacques Mayol stößt als erster Mensch ohne Atemgerät nachweislich in eine Meerestiefe von 100 Metern vor.

23. November 1977: Mit Meteosat-1 wird der erste einer Serie von geostationären Wettersatelliten von der ESA gestartet. Dies ist Europas Beitrag zum Aufbau des globalen Wettersatelliten-Systems.

23. November 1978: Der 1974/75 ausgearbeitete Genfer Wellenplan zur Neuordnung der Sendefrequenzen der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich tritt in Kraft. Er wurde nötig, da es durch die Vielzahl der Sender in diesen Rundfunkbändern zu immer mehr gegenseitigen Störungen kam.

23. November 1980: Das Irpinia-Erdbeben in der italienischen Region Irpinia fordert mindestens 2.916 Menschenleben. Das Epizentrum liegt bei Neapel und richtet auch in den Ruinenstädten Pompeji und Herculaneum große Schäden an.

23. November 1989: Der Rocksänger Udo Lindenberg erhält in Berlin im Namen des Bundespräsidenten für seine Verdienste um die Verständigung zwischen Ost und West vom regierenden Bürgermeister Walter Momper das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

23. November 1992: Bei rechtsextremistisch motivierten Brandanschlägen auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln sterben zwei Mädchen und ihre Großmutter. Neun Menschen werden zum Teil schwer verletzt.

23. November 1993: In Zürich endet die größte Hausbesetzung der Schweizer Geschichte, jene zweieinhalb Jahre andauernde des Wohlgroth-Areals.

23. November 1995: Der Brite Nick Leeson, dessen Börsenspekulationen den Zusammenbruch der Barings Bank ausgelöst haben, wird von Deutschland an Singapur ausgeliefert.

23. November 1996: Eine sich auf Ethiopian-Airlines-Flug 961 befindliche, entführte Boeing 767-200ER zerbricht nach der Notwasserung bei den Komoren und sinkt. 125 der 175 Insassen kommen ums Leben.

23. November 1996: Der Boxer Henry Maske verliert seinen Abschiedskampf gegen Virgil Hill. Der zu diesem Anlass aufgenommene Schlager Time to Say Goodbye von Andrea Bocelli bleibt 12 Wochen auf Platz 1 der Charts.

23. November 2001: Die Staaten des Europarats, die USA, Kanada, Japan und Südafrika unterzeichnen in Ungarn die Budapester Konvention gegen Datennetzkriminalität.

23. November 2003: Nach wochenlangen Massenprotesten im Zuge der Rosenrevolution gegen die Amtsführung Eduard Schewardnadses und einer politischen Dauerkrise muss dieser von seinem Amt als georgischer Staatspräsident zurücktreten.

23. November 2006: Der ehemalige Oberstleutnant des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Litwinenko stirbt, vermutlich durch einen Mordanschlag mit der radioaktiven Substanz Polonium-210.

23. November 2006: Die deutschsprachige Wikipedia überschreitet mit dem Artikel Janina Korowicka die 500.000-Artikel-Grenze

23. November 2006: Im Bagdader Stadtteil Sadr City explodieren nahezu gleichzeitig sechs Autobomben. Der terroristische Anschlag verursacht 202 Tote und 255 Verletzte.

23. November 2009: Bei einem Massaker in der philippinischen Provinz Maguindanao sterben mindestens 57 Menschen. Bis 2008 stellte Sadr City eines der größten Sicherheitsrisiken für die amerikanische Besatzungsmacht dar. In Sadr City befindet sich eine Joint Security Station der irakischen Streitkräfte und der Polizei.

23. November 2010: Beim Bombardement von Yeonpyeong durch Artillerie der nordkoreanischen Volksarmee kommen 2 Soldaten und 2 Zivilisten ums Leben, 19 weitere werden verletzt; auf nordkoreanischer Seite wird ein Soldat getötet und ein weiterer verletzt. Noch am selben Tag wird die Mobilmachung der Südkoreanischen Streitkräfte angeordnet.

23. November 2013: Exakt 50 Jahre nach An Unearthly Child zeigen Kinos weltweit zeitgleich und einmalig den 3D-Jubiläums-Spielfilm Der Tag des Doktors. Mit der gleichzeitigen Ausstrahlung des Filmes in 94 Ländern auf sechs Kontinenten stellten Doctor Who und die British Broadcasting Corporation einen bislang ungebrochenen Guinness World Record auf. Der Tag des Doktors (engl. Originaltitel The Day of the Doctor) ist die 15. Episode der siebten Staffel der Neuauflage der britischen Science-Fiction-Serie Doctor Who. Bei der Episode handelt es sich um das Jubiläumsspecial zum 50-jährigen Bestehen der Serie in Spielfilmlänge.

https://de.wikipedia.org/wiki/23. November

24. November 1248: Im Chartreuse-Massiv in Savoyen ereignet sich am Mont Granier in der Nacht zum 25. November ein Bergsturz, der mehrere Orte im Weinbaugebiet Savoie unter 150 Millionen Kubikmeter Geröll verschüttet und den Tod von geschätzt bis zu 5.000 Menschen verursacht.

24. November 1408: Der Altstadtmarktbrunnen in Braunschweig wird gegossen. Neben dem Braunschweiger Löwen gehört der Altstadtmarktbrunnen zu den wenigen freistehenden Monumenten internationalen Ranges in der Stadt. Es ist ein spätgotischer Drei-Schalen-Brunnen, der, wie auf dem Rand der untersten Schale in lateinischer Sprache zu lesen ist, im Jahre des Herrn 1408 am Vorabend von St. Katharinen, das heißt am 24. November 1408 gegossen wurde

24. November 1411: Die Appenzeller schließen während der Appenzellerkriege mit den acht alten Orten der Alten Eidgenossenschaft einen Schutzvertrag, in dem sie als Zugewandter Ort eingeschränkte Rechte in der Eidgenossenschaft haben.

24. November 1562: Maximilian II. wird in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König gewählt. Maximilian II. (* 31. Juli 1527 in Wien; † 12. Oktober 1576 in Regensburg), zeitgenössisch auch Maximilian der Ander[e], war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Erzherzog zu Österreich von 1564 bis 1576.

24. November 1642: Abel Tasman entdeckt als erster Europäer die Insel Van Diemen’s Land, die später nach ihrem Entdecker in Tasmanien umbenannt wird.

24. November 1758: Wegen ihrer verzweifelten Lage verlassen die Franzosen das von den Briten belagerte Fort Duquesne, setzen es in Brand und retten sich über den Ohio River. Das stellt einen Wendepunkt im Franzosen- und Indianerkrieg dar.

24. November 1759: In Wien findet die Uraufführung der Oper Der neue krumme Teufel von Joseph Haydn statt.

24. November 1793: In Frankreich tritt der Revolutionskalender rückwirkend ab dem 22. September 1792, dem Tag der Abschaffung der Monarchie, in Kraft. Das heutige Datum ist damit der 4. Frimaire II. In Beschreibungen der Revolution werden einzelne Daten zur Bezeichnung bestimmter Ereignisse nach dem Revolutionskalender eingesetzt, so etwa der 9. Thermidor (das Ende der jakobinischen Schreckensherrschaft) oder der 18. Brumaire (die Machtergreifung Napoleons).

24. November 1812: Am Teatro San Moisè in Venedig erfolgt die Uraufführung der Oper L’occasione fa il ladro von Gioachino Rossini.

24. November 1832: Das Parlament von South Carolina beschließt die Aufhebung der Zollgesetze des Bundes von 1828 und 1832 in seinem Staatsgebiet zum 1. Februar des Folgejahres und löst damit die Nullifikationskrise aus. Anlass der Krise waren die Zollgesetze von 1828 und 1832, die zugunsten der vor allem im Norden wachsenden Industrie hohe Schutzzölle für Industrieprodukte einführten und im landwirtschaftlich geprägten Süden auf Widerstand stießen. Widerstand gegen die Zölle und eine politische Tradition, die die Union als Bündnis souveräner Einzelstaaten ansah, führten dazu, dass die Nullifikationsdoktrin in South Carolina großen Anklang fand.

24. November 1835: Die texanische Regierung gestaltet die 1823 von Stephen F. Austin gegründeten Texas Rangers zur regulären staatlichen Organisation um und unterstellt sie der texanischen Armee.

24. November 1841: Die Posse mit Gesang Das Mädl aus der Vorstadt von Johann Nestroy hat seine Uraufführung am Theater an der Wien bei Wien. Die Musik stammt von Adolf Müller senior. Das Stück läuft mit Erfolg bis 1862.

24. November 1858: Die Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauss hat in einem Wiener Gasthaus ihre Uraufführung.

24. November 1859: Charles Darwin veröffentlicht mit dem Werk On the Origin of Species seine Evolutionstheorie. Über die Entstehung der Arten (englisch On the Origin of Species) ist das Hauptwerk des britischen Naturforschers Charles Darwin. Er legte in diesem Werk zahlreiche Belege für seine Theorie vor, dass sich Tier- und Pflanzenarten durch natürliche Selektion im Laufe langer Zeiträume verändern und dass alle heute existierenden Lebewesen von gemeinsamen Vorfahren abstammen.

24. November 1860: Die Operette Das Pensionat von Franz von Suppè hat ihre Uraufführung am Theater an der Wien in Wien. Das Stück nach dem Vorbild der Pariser Operette gilt als erste Wiener Operette. Der Librettist wird nur mit den Initialen C. K. angegeben und ist bisher nicht identifiziert.

24. November 1874: Der US-Amerikaner Joseph Farwall Glidden erhält auf den von ihm erfundenen Stacheldraht ein Patent.

24. November 1875: Mit Hilfe des Barons Lionel Nathan Rothschild kann die britische Regierung die Sueskanal-Aktien des bankrotten ägyptischen Khediven Ismail Pascha kaufen.

24. November 1876: Der Steiner Ruderclub wird als einer der ersten in Österreich gegründet. Er ist seit der Eingemeindung des Gründungsortes in Krems an der Donau beheimatet.

24. November 1877: Die britische Schriftstellerin Anna Sewell veröffentlicht ihren Roman Black Beauty. Die Auto­bio­grafie eines Pferdes, später eines der bekann­testen Jugend­bücher im 20. Jahr­hundert.

24. November 1887: Die deutsche Ausgabe des ersten Esperanto-Lehrbuchs erscheint in Warschau. Autor ist Ludwik Lejzer Zamenhof.

24. November 1906: Das Drama Feinde von Maxim Gorki wird unter der Regie von Victor Barnowsky am Kleinen Theater in Berlin uraufgeführt. Das Stück, das in Russland Aufführungsverbot hat, wird nach der letzten Vorstellung am 7. Dezember auch in Deutschland verboten.

24. November 1911: Am Theater an der Wien in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Eva von Franz Lehár. Das Libretto stammt von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky.

24. November 1916: Mitropa, die Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft, wird gegründet. Gegründet wurde das Unternehmen 1916 während des Ersten Weltkriegs unter Beteiligung verschiedener Banken und Eisenbahngesellschaften der damaligen Mittelmächte. Es sollte die weitgehende Monopolstellung der französisch kontrollierten Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL) beim Betrieb von Schlaf- und Speisewagen sowie Luxuszügen brechen.

24. November 1918: In Basel wird die Oper Frutta di mare von Hans Huber uraufgeführt.

24. November 1919: In der Enzyklika Paterno iam diu beklagt Papst Benedikt XV. die Not von Kindern in Zentraleuropa. Er ordnet das Sammeln von Geld- oder Sachspenden am 28. Dezember 1919 an.

24. November 1920: In Vaduz konstituiert sich die Bank in Liechtenstein (heute LGT Group) zunächst als Tochterunternehmen der Anglo-Österreichischen Bank, die als Pionier des Holdinggeschäfts in Liechtenstein gilt.

24. November 1933: Das erste deutsche Tierschutzgesetz wird verabschiedet. Es umfasst die wesentlichen Vorschriften zur Tierhaltung, zur Tötung von Tieren (Schlachtung), Eingriffe und Versuche an Tieren sowie zahlreiche Regelungen zur Zucht und zum Handel mit Tieren. Das Gesetz ist vor allem verwaltungsrechtlich gestaltet, so dass es die Tierhaltung von Nutztieren teilweise unter Erlaubnisvorbehalt stellt.

24. November 1933: Das von den Nationalsozialisten verabschiedete Gewohnheitsverbrechergesetz sieht schärfere Strafen und die obligatorische Anordnung der Sicherungsverwahrung für gefährliche Täter vor. Es tritt mit dem Jahreswechsel in Kraft.

24. November 1937: In Kassel findet die Uraufführung der Oper Tobias Wunderlich von Joseph Haas statt. Das Libretto schrieb Ludwig Strecker der Jüngere unter dem Pseudonym Ludwig Andersen. Als Vorlage diente ein Text des österreichischen Schriftstellers Hermann Heinz Ortner.

24. November 1938: An der Staatsoper Unter den Linden in Berlin erfolgt die Uraufführung der Oper Peer Gynt von Werner Egk nach dem gleichnamigen Stück von Henrik Ibsen.

24. November 1943: Die Schlacht um die Gilbert-Inseln im Pazifikkrieg endet mit der vollständigen Einnahme der Inseln durch die Alliierten.

24. November 1944: Die USA beginnen im Zweiten Weltkrieg mit der dritten Phase einer Reihe schwerer Luftangriffe auf Tokio, um den Kriegswillen der japanischen Bevölkerung zu brechen.

24. November 1946: Rettung der Passagiere nach dem Flugzeugabsturz auf dem Gauligletscher – Geburtsstunde der alpinen Luftrettung.

24. November 1949: Bei Bränden in Uranminen bei Johanngeorgenstadt sterben laut dem Telegraaf über 2000 Menschen. Die DDR-Nachrichtenagentur Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst berichtet hingegen von einem Stollenbrand, bei dem lediglich 19 Arbeiter leichte Rauchvergiftungen erlitten hätten.

24. November 1951: Die Boulevardkomödie Gigi nach einem Roman von Colette wird mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle am Broadway uraufgeführt.

24. November 1954: Theodor Blank, Konrad Adenauers Beauftragter zur Wiederbewaffnung, wird in Augsburg von Protestierern niedergebrüllt. Sie bezeichnet die erneute Einführung militärischer Strukturen in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er Jahren. Das Thema wurde von 1949 bis 1956 in der Öffentlichkeit und Politik im Hinblick auf den erst wenige Jahre zurückliegenden Krieg sehr kontrovers diskutiert.

24. November 1955: Walter Ulbricht wird erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR. Walter Ernst Paul Ulbricht (* 30. Juni 1893 in Leipzig; † 1. August 1973 in Groß Dölln) war ein deutscher Kommunist. Von 1950 bis zu seiner Entmachtung 1971 war er der maßgebliche Politiker der Deutschen Demokratischen Republik. Unter seiner Führung entwickelte sie sich zum sozialistischen Staat.

24. November 1955: Das zweimotorige Verkehrsflugzeug Fokker F-27 absolviert seinen Erstflug.

24. November 1956: Mit der Jungfernfahrt eines in den Trumpf-Werken gebauten Prallluftschiffes setzt der Schokoladenhersteller seine Luftwerbung für Trumpf Schokolade in der Nachkriegszeit fort.

24. November 1961: In der Bundesrepublik Deutschland wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegründet.

24. November 1963: Der Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschießt in Dallas vor laufender TV-Kamera Lee Harvey Oswald, den mutmaßlichen Mörder von US-Präsident John F. Kennedy, bei dessen Überstellung in das Gefängnis und fügt damit dem Attentat auf John F. Kennedy ein weiteres Rätsel hinzu.

24. November 1967: Auf dem Gelände von Radio Bremen wird die Bronzeplastik Der Rufer von Gerhard Marcks eingeweiht. Sie steht an der Schlachte in Bremen vor dem Weserhaus von Radio Bremen. Für den Standort des neuen Fernsehgebäudes in Bremen-Osterholz wollte Radio Bremen 1966 unbedingt ein Werk von Gerhard Marcks haben, der schon mit seiner Plastik der Bremer Stadtmusikanten ein Symbol für die Stadt geschaffen hatte.

24. November 1969: Apollo 12 mit den Astronauten Charles Conrad, Alan Bean und Richard Gordon an Bord wassert nach ihrem Mondflug sicher im Pazifik.

24. November 1974: In Hadar in der äthiopischen Afar-Senke wird mit Lucy ein gut erhaltenes Skelett eines Australopithecus afarensis gefunden, das in der Folge weitere Aufschlüsse über die Geschichte der Menschwerdung zulässt.

24. November 1976: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Türkei und im Iran fordert ca. 5.000 Todesopfer.

24. November 1979: Die erste Media-Markt-Filiale wird in München eröffnet.

24. November 1979: In Ost-Berlin findet die Uraufführung des Lustspiels Leonce und Lena von Paul Dessau statt. Paul Dessau (* 19. Dezember 1894 in Hamburg; † 28. Juni 1979 in Königs Wusterhausen bei Berlin) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

24. November 1980: Der Malawisee-Nationalpark wird errichtet. An dessen Südufer gelegen, erstreckt er sich auch über einen Teil des Malawisees, der über den weltweit größten Artenreichtum von Fischen verfügt.

24. November 1983: Am Kammertheater der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart wird die Märchenoper Fanferlieschen Schönefüßchen von Kurt Schwertsik uraufgeführt.

24. November 1985: Papst Johannes Paul II. eröffnet in Rom die zweite außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode. Sie soll sich mit dem Erstellen eines Katechismus der römisch-katholischen Kirche befassen.

24. November 1988: Auf dem Wiener Albertinaplatz wird das errichtete Mahnmal gegen Krieg und Faschismus des Bildhauers Alfred Hrdlicka der Öffentlichkeit übergeben.

24. November 1989: Bei einem Bombenattentat in Peschawar werden Abdallah Yusuf Azzam, palästinensischer islamistischer Theologe und Ideologe des modernen bewaffneten Dschihad, und zwei seiner Söhne getötet. Abdallah Yusuf Azzam (* 14. November 1941[1] in Silat al-Harithiyya, Palästina, im heutigen Westjordanland; † 24. November 1989 in Peschawar) war ein palästinensischer islamistischer Ideologe, Vordenker von al-Qaida und Mentor von Osama bin Laden. Er gilt als Vater des islamischen Dschihad in seiner modernen Form und war eine der zentralen Figuren in der Finanzierung und Organisation des afghanischen Widerstandes der 1980er-Jahre.

24. November 1992: Guilin, Volksrepublik China: Beim Absturz einer aus Guangzhou kommenden Boeing 737 der China Southern Airlines beim Landeanflug 20 km vor dem Ziel kommen alle 141 Menschen an Bord ums Leben.

24. November 1995: Die NASA empfängt ein letztes Mal Telemetrie-Daten der Raumsonde Pioneer 11, danach bricht der Funkkontakt endgültig ab.

24. November 2000: Die Spielkonsole PlayStation 2 von Sony erscheint auf dem europäischen Markt. Sie gilt bis heute als kommerziell erfolgreichste Spielkonsole aller Zeiten. Sie ist die zweite Spielkonsole der PlayStation-Marke. Die Produktion wurde nach über 12 Jahren am 29. Dezember 2012 in Japan eingestellt. Die PlayStation 2 stand in direkter Konkurrenz zum Nintendo GameCube, der Sega Dreamcast und Microsofts Xbox.

24. November 2000: Der erste BSE-Fall bei einem in Deutschland geborenen Rind wird gemeldet. Bovine spongiforme Enzephalopathie, kurz BSE (deutsch: „bei Rindern auftretende schwammartige Veränderung von Gehirnsubstanz“), umgangssprachlich auch Rinderwahn genannt, ist eine Tierseuche. Die tödliche Erkrankung des Gehirns, vor allem bei Hausrindern, wird durch Prionen (atypisch gefaltete Proteine) verursacht.

24. November 2002: Ein Fledermausbiss verursachte den ersten Tollwutfall bei einem Menschen in Schottland seit 100 Jahren. Am häufigsten ist die Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) infiziert. Die erste tollwütige Fledermaus wurde 1954 in Hamburg entdeckt. Bis 1985 wurden in Europa nur sehr wenige infizierte Fledermäuse gefunden. Seitdem hat sich die Fledermaustollwut stark ausgebreitet. Zwei Drittel aller tollwütigen Fledermäuse wurden in Dänemark und den Niederlanden registriert. Ungefähr 20 Prozent der in Europa infizierten Tiere wurden in Deutschland erfasst.

24. November 2005: Mit Inkrafttreten des Licensing Act wird die bisherige Sperrstundenregelung für Pubs (Der Begriff leitet sich von Public House, einem der Öffentlichkeit zugänglichen Haus, ab) in England und Wales aufgehoben.

24. November 2005: Der Giftteppich des Songhua Jiang nach dem Chemieunfall von Jilin erreicht die chinesische Stadt Harbin. Dabei starben im Chemiewerk fünf Arbeiter, Dutzende wurden verletzt und mehrere Tausend Bewohner der Stadt mussten evakuiert werden. Der Songhua-Fluss wurde mit Benzol und Nitrobenzol stark verseucht.

24. November 2006: Der Faust-Theaterpreis des Deutschen Bühnenvereins, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste wird im Aalto-Theater in Essen, Nordrhein-Westfalen, erstmals verliehen.

24. November 2011: Auf ProSieben wird die erste Folge der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany ausgestrahlt.

https://de.wikipedia.org/wiki/24. November

25. November 1120: Bei einer geplanten Übersetzung von der Normandie nach England sinkt das Weiße Schiff bei Barfleur. Unter den zahlreichen Todesopfern befindet sich der englische Thronfolger William Ætheling, einziger legitimer Sohn von König Heinrich I. Der daraus resultierende Streit um die ungeklärte Nachfolge mündet 1135 in einen jahrelangen Bürgerkrieg.

25. November 1343: Ein durch ein Erdbeben ausgelöster Tsunami verwüstet Amalfi und andere Küstenorte am Tyrrhenischen Meer. Amalfi liegt am Golf von Salerno am Tyrrhenischen Meer 26 km westlich von Salerno und 73 km südöstlich von Neapel. Die Stadt liegt an einer steilen Felsenküste, der Amalfiküste, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und erstreckt sich von der Küste in ein enges Tal der Monti Lattari hinein, die die Halbinsel von Sorrent einnehmen. Ein durch ein Erdbeben ausgelöster Tsunami, den Francesco Petrarca in seinen Epistolae familiares beschrieb, ließ Teile der Stadt buchstäblich im Meer versinken.

25. November 1491: Der Vertrag von Granada besiegelt das Ende des Emirats von Granada, der letzten muslimisch kontrollierten Region auf der Iberischen Halbinsel.

25. November 1500: Christoph Kolumbus’ dritte Reise endet mit seinem Abtransport in Ketten nach Spanien. Francisco de Bobadilla, sein Nachfolger als Gouverneur, hat ihn in Santo Domingo unter Missmanagementvorwürfen verhaften lassen.

25. November 1610: Nicolas-Claude Fabri de Peiresc entdeckt den Orionnebel.

25. November 1722: Am Theater am Gänsemarkt in Hamburg erfolgt die Uraufführung der Oper Die betrogene und nachmals vergötterte Ariadne von Reinhard Keiser.

25. November 1731: Die Choralkantate Wachet auf, ruft uns die Stimme von Johann Sebastian Bach, basierend auf dem bekannten gleichnamigen Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahre 1599, wird uraufgeführt.

25. November 1758: Die Briten nehmen im Franzosen- und Indianerkrieg das am Vortag von den Franzosen verlassene und zerstörte Fort Duquesne ein und beginnen unter dem Namen Fort Pitt mit dem Wiederaufbau.

25. November 1766: In Leipzig findet die Uraufführung der romantischen und komischen Oper Lisuart und Dariolette oder Die Frage und die Antwort von Johann Adam Hiller statt.

25. November 1783: Nach dem Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges verlassen in New York City die letzten britischen Truppen die Vereinigten Staaten.

25. November 1809: Der britische Diplomat Benjamin Bathurst verschwindet in Perleberg, wo er eine Rast auf seiner inkognito geführten Rückreise eingelegt hat, am Abend auf ungeklärte Weise.

25. November 1839: Über Indien tobt ein Zyklon, der Flutwellen mitbringt. Das Desaster fordert geschätzt 300.000 Tote. Die Hafenstadt Coringa wird total zerstört und hinterher nicht mehr aufgebaut.

25. November 1847: Martha oder Der Markt zu Richmond, eine romantisch-komische Oper in 4 Akten von Friedrich von Flotow und Friedrich Wilhelm Riese, wird im Theater an der Wien in Wien uraufgeführt.

25. November 1853: Der US-amerikanische Kapitän John Heard entdeckt die nach ihm benannte Insel im südlichen Indischen Ozean.

25. November 1863: Die Unionstruppen unter General Ulysses Simpson Grant besiegen in der Schlacht von Chattanooga während des Amerikanischen Bürgerkrieges die Konföderierten unter General Braxton Bragg. Sie erringen damit die Herrschaft über Tennessee und können weiter nach Süden vordringen.

25. November 1881: Im Wiener Theater an der Wien wird Johann Strauss’ Operette Der lustige Krieg uraufgeführt. Das Libretto stammt von dem bewährten Gespann F. Zell und Richard Genée.

25. November 1885: In der Provinz Alberta wird mit dem Banff-Nationalpark das erste derartige Schutzgebiet in Kanada gegründet.

25. November 1898: Der deutschen Valdivia-Expedition zur Tiefsee-Erforschung gelingt die Wiederentdeckung der Bouvetinsel. Sie gehört zu den am schwierigsten erreichbaren und einsamsten Inseln der Erde. Der nächstgelegene Kontinent ist das südlich gelegene, gut 1700 km entfernte Antarktika (Kap Sedow, Königin-Maud-Land), der südamerikanische Kontinent (östlichste Spitze von Feuerland) ist 4200 km entfernt.

25. November 1870: Der Reservatrechtevertrag mit dem Königreich Württemberg während der Belagerung von Paris im Deutsch-Französischen Krieg schließt den Reigen der Novemberverträge vor Gründung des Deutschen Kaiserreichs ab.

25. November 1915: Am Stone Mountain im US-Bundesstaat Georgia wird der Ku-Klux-Klan neu gegründet. Der Klan bestand 1865 bis 1875 und 1915 bis 1944 als einheitliche Organisation. Seit 1950 existieren unter diesem Namen wieder mehrere voneinander unabhängige Gruppen. Ziel des Klans war nach der Gründung am 24. Dezember 1865 vor allem die Unterdrückung der Schwarzen. Seine Gewalttaten richteten sich zunächst gegen Schwarze und deren Beschützer sowie gegen die zahlreichen ehemaligen Nordstaatler, die vom Wiederaufbau des Südens (Reconstruction) nach dem Sezessionskrieg profitieren wollten. Es handelte sich um eine paramilitärische Gruppierung, die versuchte, ihre politischen Ziele mit Terror und Gewalt zu erreichen, und die um 1870 aufgelöst wurde. 1915 wurde der Klan als eine nativistische Massenorganisation neu gegründet. Mit bis zu vier Millionen Mitgliedern (1924) verfolgte dieser Klan eine Politik weißer Vorherrschaft insbesondere gegenüber Afroamerikanern, aber auch einen militanten Antikatholizismus und Antisemitismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg formierten sich verschiedene, voneinander unabhängige Gruppen als Ku-Klux-Klan, die verschiedene Gewaltakte, von verbalen Einschüchterungsmaßnahmen über diverse körperliche Angriffe bis hin zur Ermordung tatsächlicher oder vermeintlicher Vertreter der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, verübten.

25. November 1915: Albert Einstein stellt seine Allgemeine Relativitätstheorie bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften vor. Die allgemeine Relativitätstheorie erweitert die spezielle Relativitätstheorie und das Newtonsche Gravitationsgesetz und geht in diese über bei hinreichend kleinen Raumzeitgebieten bzw. Massedichten und Geschwindigkeiten. In zahlreichen Tests der allgemeinen Relativitätstheorie wurde sie experimentell bestätigt und gilt in der von Einstein formulierten Form als einzige allgemein anerkannte Gravitationstheorie.

25. November 1917: Bei der Wahl zur konstituierenden Versammlung nach der Oktoberrevolution in Russland erleiden die Bolschewiki unter Lenin eine schwere Niederlage. Die Sozialrevolutionäre erhalten die absolute Mehrheit.

25. November 1918: Erster Weltkrieg außerhalb Europas: Zwei Wochen nach dem offiziellen Waffenstillstand in Europa ergibt sich Paul von Lettow-Vorbeck mit der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika den Briten.

25. November 1918: Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt dankt im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen ab. 16 Tage nach der Abdankung des Kaisers und der meisten anderen deutschen Fürsten endet damit die letzte Monarchie in Deutschland.

25. November 1920: Der Maler Paul Klee wird von Walter Gropius zunächst als Formmeister an das Bauhaus in Weimar berufen.

25. November 1936: Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges in Europa: In Berlin wird der Antikominternpakt zwischen dem Deutschen Reich und dem Japanischen Kaiserreich unterzeichnet.

25. November 1940: Das britische Mehrzweckflugzeug de Havilland DH.98 Mosquito wird im Erstflug erprobt.

25. November 1940: Der Mittelstreckenbomber Martin B-26 hebt in den USA zu seinem Erstflug ab.

25. November 1940: Woody Woodpecker erscheint erstmals in dem Zeichentrickfilm Knock Knock, in dem er noch eine Nebenfigur spielt.

25. November 1944: Die Schlacht um Peleliu während des Zweiten Weltkriegs endet mit der Einnahme der Insel durch die Amerikaner unter schweren eigenen Verlusten. Von den rund 10.000 japanischen Verteidigern überleben nur rund 150.

25. November 1944: Das brasilianische Expeditionskorps Força Expedicionária Brasileira in den Reihen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg eröffnet mit einem Angriff auf Stellungen der Wehrmacht bei Bologna die Schlacht von Monte Castello.

25. November 1945: Die ÖVP unter Leopold Figl gewinnt bei der ersten demokratischen Nationalratswahl in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg die absolute Mehrheit.

25. November 1947: Mit der Zustimmung zum Statut von Westminster (1931) durch das Parlament erhält Neuseeland durch den Statute of Westminster Adoption Act 1947 die völlige gesetzgeberische Unabhängigkeit von Großbritannien und wird damit auch Mitglied im Commonwealth of Nations.

25. November 1952: Im Ambassadors Theatre in London findet die Uraufführung des Bühnenstücks Die Mausefalle (orig. The Mousetrap) von Agatha Christie statt, das in der Folge zum längstlaufenden Bühnenstück der Welt werden wird.

25. November 1953: Die englische Fußballnationalmannschaft verliert erstmals ein Heimspiel gegen eine kontinentaleuropäische Mannschaft. Ungarn fügt den Engländern im Wembley-Stadion eine 3:6-Niederlage zu.

25. November 1956: Fidel Castro und Ernesto Che Guevara verlassen Mexiko mit 81 Revolutionären der Movimiento 26 de Julio auf der Motoryacht Granma mit dem Ziel Kuba, wo sie am 2. Dezember ankommen.

25. November 1960: Die drei Schwestern Mirabal werden in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst ermordet. Nachdem Patria, Minerva und Maria Teresa am 25. November 1960 ihre immer noch inhaftierten Männer im Gefängnis in Puerto Plata besucht hatten, wurden sie auf Geheiß Trujillos auf der Heimfahrt von dessen Schergen in den Bergen überfallen und zusammen mit ihrem Chauffeur zu Tode geprügelt. Um den Mord zu vertuschen, wurde ein Autounfall fingiert, jedoch konnte das Verbrechen aufgedeckt werden.

25. November 1963: An der Trauerfeier für den am 22. November ermordeten John F. Kennedy auf dem Nationalfriedhof Arlington nehmen nach einer Schätzung der New York Times eine Million Menschen teil.

25. November 1964: Die DDR teilt mit, dass sie ab 1. Dezember von Besuchern aus dem Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet einen Mindestumtausch frei konvertierbarer Währungen gegen heimische Mark der Deutschen Notenbank verlangen werde. Rentner und Kinder bleiben vom Zwangsumtausch ausgenommen.

25. November 1970: Der Schriftsteller Mishima Yukio dringt mit Mitgliedern seiner Privatarmee Tatenokai ins Hauptquartier der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte ein, nimmt den Kommandanten als Geisel und ruft die Soldaten zur Besetzung des Parlaments auf. Als der versuchte Staatsstreich fehlschlägt, begeht er zusammen mit einem seiner Anhänger Seppuku.

25. November 1973: Das erste Sonntagsfahrverbot für den Individualverkehr in Deutschland und in der Schweiz soll die Auswirkungen der ersten Ölkrise lindern helfen.

25. November 1975: Die Geheimdienste der südamerikanischen Diktaturen Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay und Uruguay beschließen die grenzübergreifende Operation Condor mit dem Ziel, linke politische und oppositionelle Kräfte weltweit zu verfolgen. CIA und FBI unterstützen die Operation logistisch und Frankreich stellt erprobte Unterdrückungsmechanismen zur Verfügung.

25. November 1976: The Band gibt ihr 5-stündiges Abschiedskonzert, das von Martin Scorsese unter dem Titel The Last Waltz verfilmt wird und als das Ende einer musikalischen Epoche gesehen wird. Bill Graham, einer der größten Konzertveranstalter von San Francisco, stellte ihnen seine Winterland-Halle mit 5.400 Plätzen zur Verfügung. Dies war die Halle, in der The Band im April 1969 ihr Bühnendebüt als The Band gegeben hatte. Graham, der The Band auf ihrer 1974er Tour promoted hatte, besorgte für das Konzert am Thanksgivingday u. a. 200 Truthähne, 140 kg Lachs und 180 kg Kürbiskuchen. Er organisierte auch ein klassisches Orchester, das Walzer spielen sollte, sowie professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Graham hatte auch die Idee, während des Essens Gedichte vorlesen zu lassen. Er organisierte dazu Poeten aus San Francisco, darunter Lawrence Ferlinghetti, Michael McClure und Frank Reynolds von den Hells Angels. Nach dem Dinner mussten Grahams Leute in wenigen Minuten die Tische und Stühle von 5000 Zuschauern verschwinden lassen, bevor The Band die Bühne betrat.

25. November 1984: Auf Initiative von Bob Geldof und Midge Ure nimmt in London Band Aid Do They Know It’s Christmas? auf, um Geld gegen die Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Das Lied entstand als Reaktion auf eine Reportage von Michael Buerk über die Hungersnot in Äthiopien, die der Fernsehsender British Broadcasting Corporation am 15. November 1984 ausgestrahlt hatte. Nach anfänglichen Überlegungen bei einem ersten Treffen am 19. November, ein Weihnachtslied zu covern, kam beiden der Gedanke, selbst ein Lied zu schreiben und alle Tantiemen zu spenden. Geldof knüpfte noch am gleichen Tag Kontakt zu Sting, Gary Kemp von Spandau Ballet und Simon Le Bon von Duran Duran. Einen Tag nach dem Treffen hatte Geldof die ersten Zeilen geschrieben und Ure eine Hookline auf einem Casio-Keyboard komponiert. Beide trafen sich in Ures eigenem Studio in Chiswick, um das erstellte Material aufzunehmen.

25. November 1986: US-Justizminister Edwin Meese gibt offiziell die Verwicklungen hoher Beamter des Nationalen Sicherheitsrates in die Iran-Contra-Affäre bekannt. John Poindexter tritt als US-Sicherheitsberater zurück.

25. November 1986: Der King Fahd Causeway wird eröffnet. Die kombinierte Brücken- und Dammverbindung verbindet auf einer Länge von 26 Kilometern Saudi-Arabien mit dem im Persischen Golf gelegenen Inselstaat Bahrain.

25. November 1993: Das LWL-Römermuseum in Haltern am See wird direkt am Römerlager eröffnet. Das Römerlager Haltern war während der Feldzüge in Germania magna einer der wichtigsten Stützpunkte des Römischen Reiches. Zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. waren hier mehr Legionäre stationiert als irgendwo sonst im römischen Reich.

25. November 2000: Der vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete Bahnhof in Uelzen wird eröffnet.

25. November 2001: Bei einer Revolte inhaftierter Taliban-Kämpfer in der Stadt Masar-i-Scharif werden 600 Menschen getötet. Übersetzt bedeutet der Name der Stadt Wallfahrtsort des Edlen und bezieht sich auf die u. a. hier vermutete Grabstätte von ʿAlī ibn Abī Ṭālib, Cousin und Schwiegersohn Mohammeds, der sowohl von Sunniten, Schiiten als auch Aleviten geehrt wird. Masar-e Scharif gilt hierdurch als bedeutendster Wallfahrtsort Afghanistans und als heilige Stadt des Islam. In Masar-e Scharif waren bis Mitte 2021 Einheiten der Bundeswehr stationiert.

25. November 2002: Als Maßnahme nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wird in den Vereinigten Staaten das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten gegründet. Es entwickelt sich zur drittgrößten Bundesbehörde der USA.

25. November 2003: Die am 27. Januar erschienene Scharon-Karikatur von Dave Brown wird von der britischen Political Cartoon Society als Political Cartoon of the Year ausgezeichnet.

25. November 2005: Die deutsche Archäologin Susanne Osthoff wird im Irak entführt. Ihre Freilassung erfolgt am 18. Dezember. Sie ist eine deutsche Archäologin und Beraterin im Gesundheitswesen. Einer größeren Öffentlichkeit wurde sie bekannt, als sie am 25. November 2005 im Irak entführt wurde und bis zum 18. Dezember 2005 in Geiselhaft war. Dennoch hat Susanne Osthoff den Irak nach ihrer Entführung erstmals am 15. Februar 2006 wieder bereist.

25. November 2005: Innerhalb von 24 Stunden fallen im Münsterland 30 bis 50 Zentimeter Schnee, woraufhin viele Strommasten unter den Schneelasten umknicken. 250.000 Menschen sind ein bis mehrere Tage ohne Strom.

25. November 2005: Im Münchner Stadtmuseum wird eine Ausstellung zum Werk Thomas Höpkers eröffnet, in der erstmals das Foto Blick von Williamsburg, Brooklyn, auf Manhattan, 11. September 2001 gezeigt wird.

25. November 2009: Starkregen verursacht innerhalb von vier Stunden Überschwemmungen in Dschidda, bei denen mehr als 100 Menschen sterben. Die Überflutungen geschehen zur Zeit des Haddsch, als sich viele Pilger in der saudi-arabischen Stadt aufhalten.

https://de.wikipedia.org/wiki/25. November

26. November 1553: Am Conraditag wird im Zweiten Markgrafenkrieg die Residenzstadt Kulmbach von den bundesständischen Truppen unter dem Oberbefehl von Herzog Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel erobert und alle männlichen Bewohner getötet. Die Eroberung Kulmbachs bildet den tragischen Höhepunkt der Kriege des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach.

26. November 1648: Papst Innozenz X. legt mit dem Breve Zelo domus Dei Protest gegen die religionsrechtlichen Bestimmungen des Westfälischen Friedens ein. Er bleibt wirkungslos.

26. November 1718: Am Teatro dei Fiorentini in Neapel erfolgt die Uraufführung der Oper Il trionfo dell’onore von Alessandro Scarlatti.

26. November 1721: Am Teatro San Bartolomeo in Neapel findet die Uraufführung des musikalischen Dramas Arianna e Teseo von Leonardo Leo statt.

26. November 1778: James Cook navigiert auf seiner dritten Reise mit seinem Schiff vor der zuvor keinem Europäer bekannten Hawaiiinsel Maui, findet aber keinen geeigneten Landeplatz.

26. November 1801: Charles Hatchett berichtet über das von ihm entdeckte chemische Element Columbium, das später den Namen Niob erhält.

26. November 1805: Das Pontcysyllte-Aquädukt in Wales wird eröffnet. Es ist das seitdem sowohl das längste als auch höchste Aquädukt in Großbritannien. Es ist nach britischen Denkmalschutzkriterien als „Kulturdenkmal 1. Klasse“ eingestuft und steht seit Juni 2009 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

26. November 1812: Beim Rückzug aus Moskau während des Russlandfeldzuges erreicht die Grande Armée die Beresina. Das beim Überqueren des Flusses ausbrechende Chaos nutzen die Russen zum Angriff, was am 28. November zur Schlacht an der Beresina führt.

26. November 1832: Die erste Straßenbahn der Welt geht in New York City mit Pferden in Betrieb.

26. November 1847: An der Académie Royale de Musique in Paris wird Giuseppe Verdis erste französische Grand opéra Jérusalem uraufgeführt.

26. November 1860: An der Pariser Oper wird Jacques Offenbachs Ballett-Pantomime Le Papillon in der Choreographie von Marie Taglioni uraufgeführt. Die Aufführung gerät zu einem Triumph, was auch dem Können der jungen Ballerina Emma Livry zu danken ist.

26. November 1864: Lewis Carroll schickt das handgeschriebene Manuskript von Alice’s Adventures Underground an die Zehnjährige Alice Liddell.

26. November 1865: Im Spanisch-Südamerikanischen Krieg kommt es zum Seegefecht bei Papudo, bei dem die chilenische Flotte unter Juan Williams Rebolledo einen Sieg über die Spanier feiert.

26. November 1872: Die Erstausgabe von Charles Darwins Werk The Expression of the Emotions in Man and Animals (Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren) erscheint.

26. November 1898: In einem schweren Sturm, der die Küste von Neuengland heimsucht und mehr als 450 Menschenleben fordert, sinkt vor Cape Ann der amerikanische Passagierdampfer Portland. Alle 192 Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Sturm wird daher The Portland Gale (in etwa „Der Portland-Sturm“) genannt.

26. November 1914: Das britische Schlachtschiff Bulwark wird vor Sheerness durch eine Munitionskammerexplosion zerstört. Von den 750 Besatzungsmitgliedern kommen 738 Mann ums Leben.

26. November 1922: Howard Carter und Lord Carnarvon betreten erstmals das Grab des Pharaos Tutanchamun.

26. November 1925: In der russischen Luftfahrt absolviert ein Prototyp des Bombers und Ganzmetallflugzeugs ANT-4 seinen Erstflug.

26. November 1930: Der erste Band von Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften erscheint.

26. November 1937: Mehr als 80 Jahre nach seiner Entstehung wird das Violinkonzert von Robert Schumann in Berlin uraufgeführt.

26. November 1941: Der Außenminister der USA übergibt dem japanischen Botschafter die Hull-Note, die das Ende der diplomatischen Beziehungen und die Kriegserklärung Japans zur Folge hat. Noch am gleichen Tag läuft der japanische Angriffsverband unter dem Kommando von Admiral Yamamoto Isoroku unter strengster Geheimhaltung aus, um die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor anzugreifen.

26. November 1942: Der Film Casablanca von Michael Curtiz hat seine Premiere am Hollywood Theater in New York City.

26. November 1943: Der Sieg der USA in der Schlacht bei Kap St. George im Pazifikkrieg bedeutet sowohl das Ende des Tokyo Express als auch des japanischen Widerstandes auf den Salomonen.

26. November 1943: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 in der Türkei kommen ca. 4.000 Menschen ums Leben.

26. November 1945: Das Kinderbuch Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren erscheint.

26. November 1948: Sowjetunion. In einem Erlass werden Sondersiedler, vor allem Russlanddeutsche, in Kommandanturen dazu verurteilt, „auf ewig“ im Verbannungsort zu bleiben. Sie dürfen nicht in ihre ursprünglichen Wohnorte zurückkehren.

26. November 1965: Frankreich startet von Hammaguir in Algerien mit einer Rakete vom Typ Diamant A den Satelliten Asterix. Dies ist der erste Satellitenstart ohne Beteiligung der USA oder der UdSSR.

26. November 1966: Das Gezeitenkraftwerk Rance, das erste und bis 2011 größte Gezeitenkraftwerk der Welt, wird in Frankreich in Betrieb genommen.

26. November 1976: Der Dissident Robert Havemann wird vom Kreisgericht Fürstenwalde zu Hausarrest verurteilt. Zum Missfallen der DDR-Spitze hat er sich öffentlich für den mit ihm befreundeten und ausgebürgerten Liedermacher Wolf Biermann eingesetzt.

26. November 1979: Eine Boeing 707 der Pakistan International Airlines, voll besetzt mit Pilgern aus Mekka, stürzt kurz nach dem Start in Dschidda, Saudi-Arabien, ab. Alle 156 Menschen sterben.

26. November 1983: Die beiden ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten Franz Handlos und Ekkehard Voigt gründen in München die Partei Die Republikaner.

26. November 1983: Bei einem Raubüberfall auf ein Lagerhaus beim Flughafen London-Heathrow erbeuten mehrere Täter 6.800 Goldbarren im Gesamtgewicht von drei Tonnen sowie Diamanten. Es ist mit einem geschätzten Beutewert von 25 Millionen Pfund Sterling der gegenwärtig größte Raub in der britischen Kriminalgeschichte.

26. November 1985: In Österreich bricht sich der Intertrading-Skandal Bahn. Eine Tochtergesellschaft des staatlichen VÖEST-Konzerns hat hoch spekulative Geschäfte am Ölmarkt getätigt, die zu Verlusten von mindestens 5,7 Milliarden Schilling (814 Millionen Deutsche Mark / 414 Millionen Euro) führen.

26. November 1985: Der ICE-Vorläufer InterCityExperimental wird der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Am gleichen Tag stellt er mit 317 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Schienenfahrzeuge in Deutschland auf.

26. November 1988: In Berlin werden erstmals die Europäischen Filmpreise verliehen, die als Felix tituliert werden.

26. November 1990: Die nach der Challenger-Katastrophe weiterentwickelte Delta II-Rakete absolviert ihren ersten Flug.

26. November 1991: Die Vereinigten Staaten übergeben den Philippinen ihren Militärstützpunkt Clark Air Base auf der Insel Luzon. Der philippinische Senat hatte vorher eine Verlängerung des Abkommens mit den USA abgelehnt.

26. November 1992: Ein Großbrand in der Wiener Hofburg in der Nacht auf den 27. November zerstört Teile des Gebäudes.

26. November 1993: Nach einer Reihe von Anschlägen auf türkische Einrichtungen wird die PKK durch das deutsche Innenministerium verboten.

26. November 2000: Der erste Fall von BSE in Deutschland wird offiziell bestätigt. Bereits Anfang der 1990er Jahre wurden im Kreis Segeberg erste Verdachtsfälle von BSE registriert. Die bis 1994 auf 24 angestiegenen Fälle wurden jedoch nicht eingehend untersucht; die Tierkörper wurden zur Weiterverarbeitung freigegeben. Als 1994 die damals dort amtierende Fleischhygiene-Tierärztin Margrit Herbst mit ihren Befunden an die Öffentlichkeit trat, wurde sie durch ihren Arbeitgeber fristlos entlassen und – zunächst erfolgreich – darauf verklagt, die betreffenden Tatsachen nicht weiterhin verbreiten zu dürfen. Auf dem Instanzenweg wurde das Urteil später in vollem Umfang aufgehoben. Für ihre Zivilcourage wurde sie unter anderem 2001 mit dem Whistleblower-Preis ausgezeichnet. Der Lebensmittelskandal wurde von den Medien stark thematisiert.

26. November 2000: Papst Johannes Paul II. verkündet das Grundgesetz des Staates der Vatikanstadt, das ab 22. Februar 2001 die bisherige Verfassung aus dem Jahr 1929 ablöst.

26. November 2003: Der letzte Concorde-Flug findet unter Leitung von Chefpilot Mike Bannister von Flughafen London Heathrow zum Luftfahrt-Museum in Filton statt.

26. November 2005: Mit einem Heißluftballon fährt der indische Millionär Vijaypat Singhania auf eine bis dahin unerreichte Höhe von 21.291 Meter.

26. November 2011: Die NASA-Mission Mars Science Laboratory, mit dem Rover Curiosity an Bord, wird gestartet.

26. November 2018: Der stationäre Lander der NASA-Raumsonde InSight setzt erfolgreich auf der Marsoberfläche auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/26. November

27. November 1095: 1095: Auf der Synode von Clermont ruft Papst Urban II. in einer flammenden Rede zum Kreuzzug ins Heilige Land auf. Bei seiner Predigt antwortet die Menschenmenge mit Deus lo vult („Gott will es“).

27. November 1431: Herzog Philipp III. von Burgund erlässt die Statuten des von ihm ins Leben gerufenen Ritterordens vom Goldenen Vlies. Der Orden vom Goldenen Vlies (französisch Ordre de la Toison d’or, spanisch Orden del Toisón de Oro) ist ein 1430 gegründeter burgundischer Ritterorden. Die Aufnahme in diesen wurde nach dem Vorbild der ritterlichen Ordensgemeinschaft zu einer vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, dem Haus Habsburg und seit 1700 dem spanischen Königshaus verliehenen Auszeichnung für Verdienste. Das Ordensabzeichen, ein an einer Collane hängendes goldenes Widderfell, erhielt selbstständige Bedeutung und wurde zum Urbild des modernen Verdienstordens.

27. November 1582: Das Aufgebot zur Heirat des 18-jährigen William Shakespeare mit Anne Hathaway wird bestellt. William Shakespeare [ˈwɪljəm ˈʃeɪkspɪə] (getauft am 26. April 1564jul. in Stratford-upon-Avon; † 23. Apriljul. / 3. Mai 1616greg. ebenda) war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur und sind die am häufigsten aufgeführten und verfilmten. Das überlieferte Gesamtwerk umfasst 38 (nach anderer Zählung 37) Dramen, epische Versdichtungen sowie 154 Sonette. Am 26. Mai 1583, sechs Monate nach Eheschließung, wurde ihr erstes Kind getauft. Sie hatten insgesamt drei Kinder. Von Anne Hathaway weiß man, dass sie die Tochter eines Freisassen war und dass sie ihren Mann um sieben Jahre überlebt hat.

27. November 1838: Im Kuchenkrieg beschießt die französische Flotte das mexikanische Fort San Juan de Ulúa und die nahe Stadt Veracruz.

27. November 1844: Die Oper The Daughter of St. Mark von Michael William Balfe wird im Theatre Royal Drury Lane in London uraufgeführt.

27. November 1849: Bernhard Wolff gründet das Telegraphische Correspondenz-Bureau in Berlin als Nachrichtenbüro für die Presse. Es ist die erste deutsche und eine der ersten Nachrichtenagenturen Europas.

27. November 1868: Ein US-amerikanisches Kavallerieregiment unter George Armstrong Custer überfällt ein schlafendes Dorf der Südlichen Cheyenne unter Häuptling Black Kettle und tötet beim folgenden Massaker am Washita über 100 Menschen.

27. November 1886: Der Richter Emil Hartwich und Baron Armand von Ardenne tragen ein Duell mit Pistolen nach einer Affäre Hartwichs mit Ardennes Ehefrau Elisabeth aus. Am 1. Dezember stirbt Hartwich an der erlittenen Schusswunde. Der Dichter Theodor Fontane greift den Vorgang später im Roman Effi Briest auf.

27. November 1895: Alfred Nobel unterzeichnet sein Testament und vermacht sein Vermögen einer Stiftung, die heute die Nobelpreise vergibt. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden.

27. November 1896: In Leipzig findet die Uraufführung des lyrischen Dramas Kukuška von Franz Lehár statt.

27. November 1896: Die symphonische Dichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss wird durch das Frankfurter städtische Orchester unter Leitung des Komponisten im Rahmen der Museumskonzerte an der Frankfurter Oper uraufgeführt.

27. November 1905: In Berlin konstituiert sich der Deutsche Städtetag. Die Vereinigung vertritt aktiv die kommunale Selbstverwaltung. Sie nimmt als kommunaler Spitzenverband die Interessen der Städte gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen wahr. In der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände haben sich der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund zusammengeschlossen, um zu übergreifenden kommunalpolitischen Themen gemeinsam Stellung zu nehmen.

27. November 1909: Norwegens König Haakon VII. eröffnet die Bergenbahn als Verbindung zwischen der Hauptstadt Oslo und der zweitgrößten Stadt Bergen.

27. November 1910: Die Revolta da Chibata endet in Rio de Janeiro nach fünftägigem Straßenkampf. Dunkelhäutige brasilianische Seeleute hatten wegen Bestrafungen per Auspeitschung durch hellhäutige Vorgesetzte den Aufstand von vier Kriegsschiffsbesatzungen seit mehr als zwei Jahren vorbereitet.

27. November 1920: Der Degenfilmheld Zorro erscheint erstmals im Spielfilm Das Zeichen des Zorro auf der Kinoleinwand. Es ist der erste Film von United Artists und macht den die Hauptrolle spielenden Schauspieler Douglas Fairbanks senior populär.

27. November 1926: Die Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin von Béla Bartók wird in Köln uraufgeführt. Wegen angeblicher Unmoral lässt der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer weitere Aufführungen verbieten.

27. November 1933: Im nationalsozialistischen Deutschen Reich wird die Freizeitorganisation Kraft durch Freude gegründet. Die Organisation mit Sitz in Berlin bestand von 1933 bis 1945, wobei die meisten Aktivitäten mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 auf die Frontbetreuung und „kulturelle Zerstreuung“ der deutschen Truppen umgestellt wurden. Mit dem Amt für Reisen, Wandern und Urlaub war KdF der größte Reiseveranstalter in der Zeit des Nationalsozialismus.

27. November 1933: Das Amt für Schönheit der Arbeit wird als Gliederung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) gegründet. Es kümmert sich um die Schaffung von Kantinen, Aufenthaltsräumen, Werksbibliotheken sowie Sport- und Sanitäranlagen durch Unternehmen. Diese werden außerdem angehalten, sportliche und kameradschaftliche Betriebsveranstaltungen durchzuführen.

27. November 1934: Bei einem Schusswechsel zwischen dem als Mitglied der Dillinger-Bande gesuchten George „Babyface“ Nelson und zwei FBI-Beamten bei Barrington nahe Chicago werden alle drei tödlich verwundet.

27. November 1940: Mehr als 60 ehemalige rumänische Funktionäre und Anhänger des abgedankten Königs Carol II. werden von Ion Antonescus Eiserner Garde im Gefängnis von Jilava ermordet, während sie auf ihren Prozess warten.

27. November 1942: Nach der Besetzung von Vichy-Frankreich beginnt das Deutsche Reich die Operation Lila, um die französische Atlantikflotte in Toulon in seine Gewalt zu bekommen. Diese reagiert darauf mit ihrer Selbstversenkung.

27. November 1944: Die Innenstadt von Freiburg im Breisgau wird durch einen Bombenangriff im Rahmen der Operation Tigerfish fast vollständig zerstört. Das Freiburger Münster bleibt wie durch ein Wunder unversehrt.

27. November 1944: Bei Burton upon Trent explodieren große Teile des Munitionslagers Fauld der Royal Air Force. Es war eine der größten künstlichen, nichtnuklearen Explosionen der Geschichte und die größte im Vereinigten Königreich.

27. November 1945: Im Rahmen der Operation Deadlight beginnen die britische Royal Navy und die polnische Marine mit der Zerstörung aller funktionsfähigen deutschen U-Boote; dieses Unternehmen dauert bis zum 12. Februar 1946 an.

27. November 1945: In Washington gründen 22 US-amerikanische Wohlfahrtsverbände die private Hilfsorganisation CARE, die Cooperative for American Remittances to Europe, die die Hilfslieferungen für Europa koordinieren soll.

27. November 1957: fs 24 Phönix, das erste Segel­flugzeug in glasfaserverstärkter Kunststoffbauweise, absolviert seinen Erstflug.

27. November 1958: Die Sowjetunion richtet ihr Berlin-Ultimatum an die Westmächte, mit dem sie die Umwandlung von West-Berlin in eine Freie Stadt und den Abzug der Westalliierten fordert.

27. November 1959: In Karlsruhe wird die von Studenten erarbeitete Ausstellung Ungesühnte Nazijustiz – Dokumente zur NS-Justiz eröffnet.

27. November 1961: Einen Tag nach einem Zeitungsartikel über den Verdacht, dies sei für Missbildungen an Neugeborenen verantwortlich, nimmt die Grünenthal GmbH das thalidomidhaltige Arzneimittel Contergan vom Markt.

27. November 1963: An der Bayerischen Staatsoper in München erfolgt die Uraufführung der Oper Die Verlobung in San Domingo von Werner Egk.

27. November 1968: In den Niederlanden wird das Gesetz zur Einführung eines Mindestlohns verabschiedet.

27. November 1971: Die sowjetische Raumsonde Mars 2 erreicht als erster irdischer Raumkörper einen Marsorbit. Aufgrund von Störungen konnte die Sonde aber keine Daten erfolgreich zur Erde übermitteln.

27. November 1977: Beim Kesselzerknall in Bitterfeld erfolgt die bisher letzte Kesselexplosion einer Dampflokomotive in Deutschland.

27. November 1978: Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) wird gegründet. Die PKK ist eine kurdische Untergrundorganisation mit sozialistischer Ausrichtung, die sich militanter Methoden bedient. Ihren Ursprung hat sie in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei. Sie kämpft in der Türkei und teilweise auch in den angrenzenden Ländern für die politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete. Ihr militärischer Arm verübt Anschläge auf militärische und zivile Ziele. Ziel der PKK ist je nach Lesart die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates oder ein „demokratisches autonomes Kurdistan“ innerhalb der bestehenden Staatsgrenzen mit eigenen „nichtstaatlichen Administrationen“. Die Organisation und ihre Nachfolger werden unter anderem von der Türkei, der Europäischen Union (seit 2002), den Vereinigten Staaten als terroristische Vereinigungen eingestuft.

27. November 1983: Auf dem Avianca-Flug 011 unterschreitet eine Boeing 747 die Sicherheitsflughöhe und verunglückt vor der Landung in Madrid, Spanien. Von den 192 Insassen kommen 181 ums Leben.

27. November 1989: Mit der Rhön-Klinikum AG geht erstmals ein Klinikkonzern in Deutschland an die Börse, mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale, ist eine private börsennotierte Betreibergesellschaft von Krankenhäusern, Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ).

27. November 1990: Im Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden wird per Beschluss des Bundesgerichts als letztem Schweizer Kanton das aktive und passive Frauenstimmrecht eingeführt, nachdem die (männlichen) Stimmbürger dies am 29. April an der Landsgemeinde noch abgelehnt haben.

27. November 1990: In seiner Mutzenbacher-Entscheidung zur Auslegung der Kunstfreiheitsgarantie des deutschen Grundgesetzes stellt das Bundesverfassungsgericht fest, dass auch Pornographie Kunst sein könne. Josefine Mutzenbacher oder Die Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt ist ein 1906 im Privatdruck in Wien erschienener Roman, der in den 1960er Jahren von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in den Ausgaben zweier kleiner Verlage in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufgenommen worden war, nachdem zwei Strafgerichte ihn wegen seines pornografischen Inhalts für unzüchtig erklärt hatten. Ende 1978 nahm der Rowohlt Verlag das Werk in sein Programm auf, fügte dem Roman ein Vorwort und im Abspann ein Glossar zur wienerischen Dirnensprache hinzu und beantragte, weil er das Buch ungehindert vertreiben wollte, im Januar 1979 bei der Bundesprüfstelle die Streichung der indizierten Fassungen aus der Liste der jugendgefährdenden Schriften mit der Begründung, der Roman sei nach heutiger Auffassung ein Kunstwerk.

27. November 2000: In Norwegen wird der längste Straßentunnel der Welt, der 24,5 Kilometer lange Lærdalstunnel zwischen Aurland und Lærdal, eröffnet. Damit wird eine durchgehende winterfeste Straßenverbindung von Oslo nach Bergen geschaffen.

27. November 2001: Die Afghanistan-Konferenz UN Talks on Afghanistan auf dem Petersberg bei Königswinter beginnt. Die erste Konferenz fand vom 27. November bis zum 5. Dezember 2001 auf dem Petersberg in Königswinter bei Bonn statt. An der Konferenz nahmen vier Delegationen verschiedener afghanischer Gruppierungen mit insgesamt 28 Delegierten teil. Sie endete mit der Verabschiedung des Petersberger Abkommens, das einen Stufenplan zur Machtübergabe an eine demokratisch legitimierte Regierung nach der Entmachtung der Taliban vorsah. Mit dem Abkommen wurde der sogenannte Petersberg-Prozess eingeleitet, der zur Demokratisierung und Befriedung des Landes führen sollte.

27. November 2002: Das sogenannte Gipsplattenkartell wird von der EU-Kommission zu einer Zahlung von insgesamt 478 Mio. Euro Bußgeld verpflichtet, weil die betreffenden Firmen unerlaubte Absprachen im Bereich des Rigipsplattenherstellung zum Schaden der Kunden getroffen haben. Insgesamt ist es die zweithöchste Strafe, die die EU-Kommission bislang ausgesprochen hat.

27. November 2004: Papst Johannes Paul II. übergibt die seit dem Jahr 1204 im Petersdom aufbewahrten Gebeine des im Jahr 407 verstorbenen Erzbischofs von Konstantinopel und Predigers Johannes Chrysostomos dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I.

27. November 2005: Den Ärzten Jean-Michel Dubernard und Bernard Devauchelle gelingt in Amiens (Hauptstadt des französischen Départements Somme in der Region Hauts-de-France) die erste Gesichtstransplantation. Die Patientin ist Isabelle Dinoire, deren Gesicht durch einen Hundeangriff völlig entstellt worden ist.

27. November 2005: Das Lucas Cranach d. Ä.-Denkmal wird im Cranachhof der Lutherstadt Wittenberg feierlich eingeweiht. Lucas Cranach der Ältere (* vermutlich um den 4. Oktober 1472 in Kronach, Oberfranken; † 16. Oktober 1553 in Weimar) war einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance. Er war ab 1505 Hofmaler am kursächsischen Hof unter Friedrich dem Weisen, Johann dem Beständigen und Johann Friedrich dem Großmütigen. Neben zahlreichen Altarwerken und allegorischen Gemälden fertigten er und seine Werkstatt vor allem auch eine große Zahl an Porträts seiner Dienstherren sowie der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Die Cranach-Werkstatt, die mutmaßlich rund 5000 Gemälde hinterlassen hat, wurde von seinem gleichnamigen Sohn Lucas Cranach dem Jüngeren fortgeführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/27. November

28. November 1520: Vier Wochen nach ihrer Entdeckung gelingt Ferdinand Magellan die Durchfahrt durch die später nach ihm benannte Magellanstraße an der Südspitze Amerikas; er erreicht mit drei Schiffen den Pazifik.

28. November 1660: Zwölf Gelehrte, unter ihnen Christopher Wren, William Petty, Robert Boyle und John Wilkins, beschließen im Gresham College die Gründung einer wissenschaftlichen Gesellschaft, der späteren Royal Society in London.

28. November 1729: Der Natchez-Aufstand beginnt mit einem Angriff der Natchez-Indianer auf französische Siedler am Fort Rosalie in Natchez. Im Tagesverlauf werden 229 Kolonisten von den Angreifern getötet und mehr als 300 Frauen, Kinder und Sklaven gefangen genommen.

28. November 1812: Britische Truppen wehren in der Schlacht am Frenchman’s Creek im Britisch-Amerikanischen Krieg einen US-amerikanischen Invasionsversuch in Kanada ab.

28. November 1848: Bern gewinnt die Abstimmung zur Hauptstadtfrage der Schweiz in der Bundesversammlung gegen Zürich und Luzern und wird damit zur Bundesstadt erhoben.

28. November 1894: Im Deutschen Reich erscheint zum ersten Mal die Deutsche Tageszeitung.

28. November 1895: Das erste Autorennen der USA findet in Illinois statt und geht über 54 Meilen von Chicago bis Evanston.

28. November 1905: Arthur Griffith gründet in Dublin die Partei Sinn Féin mit dem Ziel eines eigenen irischen Parlaments innerhalb des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland.

28. November 1905: Am Theater an der Wien in Wien erfolgt die Uraufführung der Operette Der Rebell von Leo Fall.

28. November 1918: Im Zuge der Novemberrevolution unterzeichnet Kaiser Wilhelm II. in seinem niederländischen Exil auf Schloss Amerongen die Abdankung vom deutschen und preußischen Thron. Wilhelm II., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Albert Viktor von Preußen (* 27. Januar 1859 in Berlin; † 4. Juni 1941 in Doorn, Niederlande), aus dem Haus Hohenzollern war von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen. Im sogenannten Dreikaiserjahr folgte der 29-jährige Wilhelm II. seinem nur 99 Tage herrschenden, 56-jährigen Vater Friedrich III. und seinem 90-jährigen Großvater Wilhelm I. auf den Thron Preußens und des Deutschen Reiches. Durch seine Mutter Victoria von Großbritannien und Irland war er Enkel der britischen Königin Victoria.

28. November 1919: Das Große Schauspielhaus in Berlin wird mit einer Aufführung der Orestie von Aischylos in der Bearbeitung von Karl Gustav Vollmoeller eröffnet.

28. November 1922: In New York City wird das Medienunternehmen Time Inc. gegründet, das im Laufe der Zeit zum größten Verleger in den Vereinigten Staaten aufsteigt.

28. November 1924: Raymond Dart, ein Anatom der University of the Witwatersrand in Johannesburg, erhält von einem Vorarbeiter des Buxton-Kalksteinbruchs einen bei Taung gefundenen fossilen Schädel. Das sogenannte Kind von Taung ist der erste Fund eines Australopithecus africanus.

28. November 1925: In Dortmund wird die in sieben Monaten in Holzbauweise errichtete erste Westfalenhalle, eine der größten in Europa, eröffnet.

28. November 1925: In Nashville strahlt die Radiostation WSM zum ersten Mal die Barn Dance Show aus. Die später als Grand Ole Opry bekanntgewordene Country-Sendung ist heute die älteste noch existierende amerikanische Radio-Musiksendung. Ende der 1930er-Jahre manifestierte die Opry ihren Ruf und Erfolg endgültig. Die Konzerte waren ständig ausverkauft und die Quote des Radiosenders stets zufriedenstellend. Trotz der Konkurrenz anderer Shows konnte die Opry sich immer behaupten. Sie förderte die jungen Talente sehr, die dort auftraten. Roy Acuff, Hank Williams oder Bill Monroe waren nur einige der Künstler, die durch ihre Auftritte in der Sendung berühmt wurden. In den 1950er-Jahren nahm die Beliebtheit unter den jungen Hörern stark ab. Der um 1954 einsetzende Rock ’n’ Roll raubte der Country-Musik das jugendliche Publikum, und auch die Opry musste Verluste hinnehmen. Viele Künstler aus der „goldenen Ära“ bestritten aber weiterhin Stammauftritte. An die früheren Erfolge konnte jedoch nicht mehr angeknüpft werden; die Musikszene hatte sich zu stark verändert.

28. November 1928: Das über Weltausstellungen und internationale Messen befindende Bureau International des Expositions wird in Paris gegründet.

28. November 1943: Die Konferenz von Teheran der drei Hauptalliierten im Zweiten Weltkrieg, Großbritannien, USA und Sowjetunion, beginnt. Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin beraten über die weitere Vorgangsweise im Zweiten Weltkrieg und die Neuordnung Europas nach dessen Beendigung.

28. November 1946: Mit der Verfassung von Württemberg-Baden tritt die erste Landesverfassung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Kraft.

28. November 1964: In Hannover wird die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) gegründet. Nach Einschätzung zahlreicher Politikwissenschaftler, Historiker sowie des Bundesverfassungsgerichts weist sie eine programmatische und sprachliche Nähe zur NSDAP auf und vertritt eine völkisch-nationalistische und revanchistische Ideologie. Auf europäischer Ebene ist sie Mitglied der Allianz für Frieden und Freiheit.

28. November 1964: Die NASA-Raumsonde Mariner 4 wird gestartet. Sie wird die erste irdische Raumsonde sein, die den Mars passiert.

28. November 1966: Die Dominikanische Republik erhält eine Verfassung.

28. November 1966: Unter der Tarnbezeichnung Kosmos 133 wird von der Sowjetunion das noch unbemannte Sojus-Raumschiff zu einem Testflug gestartet. Technische Probleme führen in der Folge zu einem Misserfolg des Tests.

28. November 1967: Auf der Suche nach Radioquellen im Universum entdeckt Jocelyn Bell Burnell den ersten Pulsar, der später als PSR B1919+21 bekannt wird.

28. November 1969: Der Atomwaffensperrvertrag wird von der deutschen SPD/FDP-Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt unterschrieben.

28. November 1971: Die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September ermordet den jordanischen Premierminister Wasfi Tell, der für eine Tagung der Arabischen Liga in Kairo weilt.

28. November 1979: Eine neuseeländische McDonnell Douglas DC-10 der Air-New-Zealand auf einem Rundflug über die Antarktis prallt gegen den Mount Erebus. Alle 257 Menschen an Bord sterben. Damit endet die Ära der kommerziellen Touristenflüge über den Kontinent.

28. November 1982: In der Schweiz wird eine Volksinitiative für die Einführung eines Preisüberwachers angenommen.

28. November 1983: Als erster (West-)Deutscher startet Ulf Merbold mit der US-Raumfähre Columbia in den Weltraum. Mit an Bord ist das europäische Weltraumlabor Spacelab unter dem Gesamtkommando von John Young, der als erster Mensch einen sechsten Weltraumflug unternimmt.

28. November 1983: An der Grand Opéra Paris findet die Uraufführung der Oper Saint François d’Assise von Olivier Messiaen statt.

28. November 1986: In der Republik China (Taiwan) wird der Taroko-Nationalpark eingerichtet.

28. November 1987: Auf dem South-African-Airways-Flug 295 bricht ein Feuer an Bord einer Boeing 747 aus. Das Flugzeug stürzt nahe Mauritius in den Indischen Ozean. Alle 159 Insassen kommen ums Leben. Die Brandursache bleibt ungeklärt und ist Gegenstand verschiedener Verschwörungstheorien.

28. November 1989: Während der friedlichen Revolution in der DDR wird der Aufruf „Für unser Land“ von 31 bekannten Intellektuellen auf einer Pressekonferenz veröffentlicht, der etwa 1,17 Mio. Zustimmungen erhielt.

28. November 1994: In Norwegen wird bei einer Wahlbeteiligung von 79,2 % ein Beitritt zur EU mit 46,5 % Ja-Stimmen im zweiten Volksentscheid neuerlich abgelehnt.

28. November 1995: In Barcelona wird das vom US-amerikanischen Architekten Richard Meier entworfene Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) eröffnet, eine Sammlung zeitgenössischer Kunst.

28. November 1996: Mit der Strafrechtsreform in Österreich ist u. a. Ehebruch nicht mehr strafbar.

28. November 2000: Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Oleksandr Moros veröffentlicht Tonbandaufnahmen, aus denen die Planung des Mordes am Journalisten Heorhij Gongadse hervorgeht. Als mögliche Teilnehmer an dem Gespräch werden Präsident Leonid Kutschma und Innenminister Jurij Krawtschenko angenommen.

28. November 2000: Im Pechtropfenexperiment, das seit dem Jahr 1927 läuft, fällt der achte Tropfen. Es ist ein Langzeitversuch zur Beobachtung des Tropfverhaltens von Pech, einem bei Zimmertemperatur superzähen Stoff, der augenscheinlich ein Feststoff ist.

28. November 2001: Der Energieversorger E.ON Bayern entsteht mit Sitz in Regensburg aus dem Zusammenschluss der regionalen Unternehmen Isar-Amperwerke, Energieversorgung Oberfranken, OBAG, Überlandwerk Unterfranken und dem Großkraftwerk Franken.

28. November 2004: Bei einem Grubenunglück in der Volksrepublik China werden in der Chenjiashan-Grube nahe Tongchuan in der Provinz Shaanxi 166 Bergleute ohne Hoffnung auf Rettung eingeschlossen.

28. November 2005: In Montreal wird die 11. UN-Klimakonferenz eröffnet, die erste nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls.

28. November 2012: Die Beta-Version der Deutschen Digitalen Bibliothek wird für die Allgemeinheit freigeschaltet. Sie ist eine virtuelle Bibliothek, die 30.000 deutsche Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen vernetzen und über eine gemeinsame Plattform öffentlich zugänglich machen soll. Die DDB ist auf europäischer Ebene in die Europeana integriert worden.

https://de.wikipedia.org/wiki/28. November

29. November 528: Ein Erdbeben bei Antiochia am Orontes und Seleukia Pieria verursacht 4.870 Tote.

29. November 533: Ein Erdbeben in Syrien nahe Aleppo führt zum Tod Zehntausender von Menschen. Es sollen in der Region 130.000 umgekommen sein.

29. November 1223: Die Franziskaner werden durch Papst Honorius III. in der Bulle Salet annuere nach der zweiten Fassung der Ordensregeln durch Franz von Assisi akzeptiert. Hinsichtlich des Quellenumfangs zu Leben und Wirken gehört Franziskus zu den am besten dokumentierten Persönlichkeiten des Mittelalters. Franziskus lebte nach dem Vorbild Jesu Christi (sogenannte imitatio Christi). Diese Lebensweise zog gleichgesinnte Gefährten an, was zur Gründung der Minderen Brüder führte, deren Orden rasch wuchs.

29. November 1500: Aus der Mainzer Kirche St. Stephan wird das Annahaupt gestohlen. Die Reliquie der Heiligen Anna gelangt in der Folge in die Annakirche nach Düren. Das Annahaupt ist eine Reliquie der heiligen Anna, die in einem Schrein in der Annakirche in Düren aufbewahrt wird. Die Reliquie besteht aus einem etwa handtellergroßen Stück der Schädelplatte. Dieses Knochenstück ist in eine Büste eingearbeitet.

29. November 1612: Eine kleine portugiesische Flotte greift im Indischen Ozean vier Galeonen der Britischen Ostindien-Kompanie unter Kapitän Thomas Best an. Das zweitägige Seegefecht vor Suvali beginnt.

29. November 1705: Die Uraufführung des musikalischen Trauerspiels Lucretia von Reinhard Keiser findet am Theater am Gänsemarkt in Hamburg statt.

29. November 1802: Nach der Annexion des Hochstifts Bamberg durch bayerische Truppen legt Fürstbischof Christoph Franz von Buseck seine Herrschaft nieder und entbindet Beamte und Untertanen von ihren Eiden.

29. November 1814: The Times wird in London als erste Tageszeitung der Welt mit der von Friedrich Koenig erfundenen Schnellpresse hergestellt. Dies markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Drucktechnik, der die Produktion von 1100 Exemplaren pro Stunde erlaubt und damit die Ära der Massenblätter einläutet.

29. November 1830: In Warschau beginnt, orientiert am Beispiel der französischen Julirevolution, der Novemberaufstand in Polen gegen die russische Herrschaft. Die russischen Truppen und Großfürst Konstantin ziehen sich überrascht aus Polen zurück.

29. November 1840: Die Uraufführung der Oper Saffo von Giovanni Pacini findet am Teatro San Carlo in Neapel statt.

29. November 1847: Beim Whitman-Massaker werden der Arzt und Missionar Marcus Whitman und seine Frau Narcissa gemeinsam mit 15 weiteren weißen Siedlern durch Indianer der Stämme Cayuse und Umatilla in der Nähe des heutigen Walla Walla im Oregon-Gebiet ermordet.

29. November 1854: Unter der Führung Peter Lalors setzen sich protestierende australische Bergleute des Lagers Eureka Stockade für die Freilassung von Gefangenen und demokratische Reformen ein. Als Eureka Stockade (engl.; eureka: Heureka; stockade: Palisade) wird ein bewaffneter Aufstand im Jahr 1854 in Ballarat im heutigen australischen Bundesstaat Victoria bezeichnet. Es gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der australischen Geschichte und schuf die Rahmenbedingungen zur Gründung eines souveränen australischen Staates.

29. November 1864: Die Ermordung von 133 Cheyenne und Arapaho, die sich unter dem Schutz der US-Regierung wähnen, durch Truppen der Colorado-Milizen unter John M. Chivington geht als Sand-Creek-Massaker in die Geschichte der USA ein.

29. November 1877: Thomas Alva Edison führt seinen Phonographen vor. Der Begriff bezeichnet eine am 21. November 1877 von Thomas Alva Edison angekündigte, 8 Tage später vorgeführte und von ihm am 24. Dezember 1877 als Patentanmeldung eingereichte „Sprechmaschine“. Das Patent wurde ihm am 19. Februar 1878 erteilt. Ein gleichzeitiger Erfinder war der Franzose Charles Cros, der Pläne zur Konstruktion eines sogenannten „Paléophons“ anstellte. Ihm fehlten jedoch die finanziellen Mittel, um seine Erfindung patentieren zu lassen.

29. November 1896: Der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci konzipiert ein Sphygmomanometer, ein Gerät zur Blutdruckmessung.

29. November 1902: Der Schiedsgerichtshof in Haag entscheidet mehrere Differenzen zwischen Großbritannien und den USA im Beringmeer zugunsten der Vereinigten Staaten.

29. November 1902: „Der Arme Heinrich“, Drama von Gerhart Hauptmann, wird im Hofburgtheater Wien uraufgeführt.

29. November 1904: Der deutsche Staatssekretär des Innern, Arthur Graf Posadowsky-Wehner, kehrt nach erfolglosen Gesprächen über einen Handelsvertrag aus Wien zurück.

29. November 1904: Mehrere Gewerkschaften beschließen am Ersten Mai keinen Umzug mehr zu gestalten.

29. November 1904: In russischen Universitätsstädten wie Petersburg und Moskau demonstrieren Studenten und Studentinnen unter Beteiligung von Arbeitern gegen den Krieg in Ostasien. Dabei werden rote Fahnen entfaltet. Polizei und auch Kosaken gehen gegen die Demonstration vor.

29. November 1906: Vincenzo Lancia und sein Freund Claudio Fogolin gründen in Turin den Kraftfahrzeughersteller Lancia.

29. November 1909: Die Gebirgsbahn zwischen Oslo (Christiania) und Bergen („Bergensbanen“) wird dem Verkehr übergeben.

29. November 1912: Zwischen dem Bahnhof Zürich Stadelhofen und dem 15 km südöstlich gelegenen Esslingen ZH geht die Forchbahn auf Schmalspur in Betrieb.

29. November 1929: Auf seiner ersten Antarktisexpedition gelingt dem US-amerikanischen Admiral Richard E. Byrd der erste Überflug des Südpols.

29. November 1935: Die Deutschlandhalle in Berlin wird in Anwesenheit von Adolf Hitler eingeweiht. Sie war ein Veranstaltungsort im Berliner Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, direkt am S-Bahnhof Messe Süd (Eichkamp) gelegen. Nach einem Beschluss des Berliner Senats wurde die denkmalgeschützte Halle abgerissen. Mit der Sprengung der Hallendecke am 3. Dezember 2011 begann die letzte Phase der Abrissarbeiten.

29. November 1945: Jugoslawien wird eine „Föderative Volksrepublik“.

29. November 1946: In Mainz wird mit französischer Lizenz die Allgemeine Zeitung gegründet. Aus ihrer Redaktion wechselt ein Teil der Crew im Jahr 1949 zur Gründung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

29. November 1947: Die UN-Vollversammlung beschließt den UN-Teilungsplan für Palästina, der den arabisch-jüdischen Konflikt auf dem Gebiet des Britischen Mandats Palästina lösen soll.

29. November 1951: In den USA wird auf dem Gelände der Nevada Test Site erstmals ein unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt.

29. November 1961: Im Rahmen der Mission Mercury-Atlas 5 wird mit dem Schimpansen Enos an Bord ein Orbitalflug der NASA mit einer Atlas-Rakete gestartet. Nach zweimaliger Umkreisung der Erde wassert die Mercury-Kapsel mitsamt Tier erfolgreich.

29. November 1962: Sprengstoffanschlag der Kroatischen Kreuzer-Bruderschaft auf die jugoslawische Vertretung in Bad Godesberg. Die Kroatische Kreuzerbruderschaft (kroatisch Hrvatsko križarsko bratstvo, kurz HKB) war ein im Januar 1959 gegründeter eingetragener Verein von Exilkroaten mit Sitz in Bensberg bei Köln. Leiter des Vereins mit etwa 200 Mitgliedern war der katholische Priester Rafael Medić (1914–1973), der ehemalige Hauskaplan des Ustascha-Führers Ante Pavelić (1889–1959).

29. November 1967: Der Sempor-Staudamm bei Kebumen in der gleichnamigen Provinz auf Java, Indonesien, bricht in seiner Bauzeit. Durch die Flutwelle kommen 160 bis 200 Menschen um.

29. November 1969: Die Rolling Stones veröffentlichen das Studioalbum Let It Bleed.

29. November 1970: Die erste Folge der Krimireihe Tatort, Taxi nach Leipzig mit Walter Richter als Kommissar Trimmel, wird vom NDR ausgestrahlt.

29. November 1971: Der Aldi-Mitinhaber und Multimillionär Theo Paul Albrecht wird entführt. Theodor Paul „Theo“ Albrecht (* 28. März 1922 in Essen; † 24. Juli 2010 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Gründer von Aldi Nord.

29. November 1974: Ulrike Meinhof wird als Mitglied der Rote Armee Fraktion zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ulrike Marie Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg (Oldb); † 9. Mai 1976 in Stuttgart-Stammheim) war eine deutsche Journalistin und radikale Linke, die später zur Linksterroristin wurde. In den 1950er Jahren war sie in der Bewegung Kampf dem Atomtod engagiert, seit 1959 als Redakteurin der Zeitschrift konkret, ab 1965 in der Außerparlamentarischen Opposition (APO). 1970 nahm sie an der Baader-Befreiung teil, gründete die Rote Armee Fraktion (RAF) mit und verfasste deren ideologisches Konzept.

29. November 1978: In Bonn wird ein Protokoll über den Verlauf der innerdeutschen Grenze unterzeichnet, das die strittigen Abschnitte an der Elbe und der Bode ausklammert. Die gemeinsame Grenzkommission beider deutscher Staaten beendet mit diesem Ergebnis ihre Tätigkeit. Seit November 1989, nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR, erfolgte ihr Rückbau und eine Umwandlung zu einer besonderen Ökozone als Grünes Band zwischen den Teilen Europas.

29. November 1987: In einer Boeing 707 der Korean Air (Korean-Airlines-Flug 858) explodiert über Burma eine von angeblich nordkoreanischen Agenten an Bord gebrachte Bombe und führt zum Tod von 115 Menschen. Bei der Untersuchung des Vorfalles werden aber viele Aspekte rätselhaft bleiben.

29. November 1990: Mit der Resolution 678 droht der UN-Sicherheitsrat dem Irak militärische Vergeltungsmaßnahmen an, falls Kuwait bis zum 15. Januar 1991 nicht wieder freigegeben wird. Die Resolution ermächtigte eine von den USA geführte Koalition, ab dem 16. Januar 1991 Militäroperationen (US-Bezeichnung: „Operation Desert Storm“) gegen den Irak durchzuführen, in deren Verlauf Kuwait befreit wurde.

29. November 1990: Arielle, die Meerjungfrau von der Walt Disney Company wird im deutschsprachigen Raum erstmals aufgeführt.

29. November 1995: Das US-amerikanische Mehrzweckkampfflugzeug F/A-18E/F Super Hornet, der US Navy, absolviert seinen Erstflug.

29. November 2013: Die Spielkonsole PlayStation 4 kommt in Europa auf den Markt.

29. November 2020: Beim Großen Preis von Bahrain kommt es zum schwersten Unfall seit mehreren Jahren in der Formel 1; Romain Grosjean erleidet dabei Verbrennungen an den Händen.

https://de.wikipedia.org/wiki/29. November

30. November 1601: Die englische Königin Elisabeth I. richtet im Palace of Whitehall die Goldene Rede an die versammelten Parlamentsmitglieder, die sich bei ihr wegen ihrer Verteilung von Handelsrechten beschweren wollten. Der Name Goldene Rede entstand Jahre später. In einer Flugschrift des Commonwealth, in der die Rede zitiert wurde, hieß es in der Überschrift, dass diese es wert sei, in Gold geschrieben zu werden. Noch heute wird auf die Goldene Rede Bezug genommen.

30. November 1609: Galileo Galilei beobachtet zum ersten Mal den Mond mit seinem Teleskop und fertigt Zeichnungen von Gebirgen, Kratern und Ozeanen an.

30. November 1612: Im zweitägigen Seegefecht vor Suvali an der Küste von Gujarat (Indien) siegen vier Galeonen der English East India Company über vier Naos der Portugiesischen Indien-Armada. Dies läutet das Ende der seit der Seeschlacht von Diu am 3. Februar 1509 andauernden portugiesischen Seeherrschaft im westlichen Indischen Ozean ein.

30. November 1676: In Hamburg wird die weltweit erste Feuerversicherung, die Hamburger Feuerkasse, gegründet.

30. November 1782: Zwischen den siegreichen nordamerikanischen Kolonien und der britischen Krone wird in Paris ein vorläufiges Friedensübereinkommen zur Beendigung des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges unterzeichnet.

30. November 1786: Der spätere Kaiser (1790 bis 1792) Leopold II. von Habsburg-Lothringen schafft in seinem Stammland Toskana als erstem Land der Welt die Todesstrafe sowie die Folter ab.

30. November 1809: In Paris findet die Uraufführung der Oper Pimmalione von Luigi Cherubini statt.

30. November 1815: In Stuttgart erfolgt die Uraufführung der Oper Der Herr und sein Diener von Conradin Kreutzer.

30. November 1838: Im Kuchenkrieg erklärt Mexiko Frankreich nach dem Angriff der französischen Flotte auf Veracruz den Krieg. Es gab viele Plünderungen, und die Geplünderten konnten kaum auf Entschädigung durch die mexikanische Republik hoffen. Deshalb wandten sich ausländische Bewohner Mexikos oft an die Regierungen ihrer Heimatstaaten und forderten Entschädigung für erlittenes Unrecht. So gab es in Tacubaya, einem Vorort von Mexiko-Stadt, auch einen französischen Bäcker, Monsieur Remontel. Seine Bäckerei war 1832 von plündernden mexikanischen Offizieren verwüstet worden, und er wandte sich an den französischen König Louis-Philippe um Hilfe; er wollte 600.000 Pesos Entschädigung für seine zerstörte Bäckerei. Als der mexikanische Präsident Anastasio Bustamante nicht zahlte, schickte Louis-Philippe eine Flotte unter Konteradmiral Charles Baudin nach Mexiko, um alle mexikanischen Häfen im Golf von Mexiko zu blockieren, die Festung San Juan de Ulúa zu beschießen (27. November 1838) und den Hafen von Veracruz zu besetzen. Mexiko erklärte daraufhin Frankreich am 30. November 1838 den Krieg. Im Dezember 1838 wurde von den Franzosen in Veracruz die gesamte mexikanische Marine festgesetzt. Die Blockade währte acht Monate. Dies war der erste transatlantische Einsatz von Dampfschiffen, da die Raddampfer Phaeton und Metéore zu Baudins Flotte gehörten.

30. November 1846: Das Kaisertum Österreich schafft den diskriminierenden Judeneid in Rechtsstreitigkeiten zwischen Juden und Christen ab. Er war in Teilen Europas vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verbreitet. In Frankreich und Österreich wurde der Judeneid 1846, in Preußen am 15. März 1869 abgeschafft. Der Judeneid ist zu unterscheiden vom jüdischen Eid, der Anwendung im innerjüdischen Geschäftsverkehr fand.

30. November 1848: Am Teatro di S. Carlo in Neapel erfolgt die Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti.

30. November 1853: In der Seeschlacht bei Sinope während des Krimkrieges vernichtet die russische Schwarzmeerflotte unter Vizeadmiral Pawel Stepanowitsch Nachimow die osmanische Flotte. In unmittelbarer Folge entschließen sich Großbritannien und Frankreich zum Beistand des Osmanischen Reiches und treten wenige Monate später in den Krieg ein.

30. November 1854: Ferdinand de Lesseps erhält vom ägyptischen Vizekönig Muhammad Said die Konzession zum Bau und Betrieb des Sueskanals für 99 Jahre für die noch zu gründende Compagnie universelle du canal maritime de Suez.

30. November 1861: Im Covent Garden in London wird die Oper The Puritan’s Daughter von Michael William Balfe uraufgeführt.

30. November 1872: Das erste Fußballländerspiel der Welt wird im Stadion Hamilton Crescent in Partick bei Glasgow ausgetragen. Schottland und England trennen sich 0:0.

30. November 1880: In Budapest findet die Uraufführung der Oper Névtelen hősök (Anonyme Helden) von Ferenc Erkel statt.

30. November 1885: An der Grand Opéra Paris erfolgt die Uraufführung der Oper Le Cid von Jules Massenet.

30. November 1886: In Paris stellt das Etablissement Les Folies Bergère seine erste Revue auf die Beine.

30. November 1901: Frank Hornby erhält in Großbritannien ein Patent auf den von ihm erfundenen Metallbaukasten. Unter dem Namen Meccano wird das Spielzeug zum Erfolg.

30. November 1904: Am Teatro Vittorio Emanuele in Turin erfolgt die Uraufführung des Dramas Risurrezione (Auferstehung) von Franco Alfano.

30. November 1910: Die Deutsche Hollerith Maschinen Gesellschaft m. b. H. (DEHOMAG) wird gegründet. Sie war Hersteller und Vermieter von elektromechanischen Maschinen zum Be- und Verarbeiten von Lochkarten.

30. November 1910: An der Opéra-Comique in Paris erfolgt die Uraufführung der Oper Macbeth von Ernest Bloch.

30. November 1919: In der ersten freien Volksabstimmung in Deutschland votieren über 88 % der Stimmberechtigten im Freistaat Coburg gegen den Zusammenschluss mit den thüringischen Staaten. Daraufhin kommt es 1920 zur Vereinigung mit dem Freistaat Bayern.

30. November 1922: In Oslo wird die private Aktiengesellschaft Vinmonopolet gegründet, die unter Staatsaufsicht steht. Das Unternehmen erhält das norwegische Alkoholmonopol. Norwegen kauft in den Jahren bis 1939 alle privaten Anteile auf und steuert seither über die Preise den Alkoholkonsum im Land.

30. November 1935: In Zürich wird die Operette Hopsa von Paul Burkhard uraufgeführt.

30. November 1936: Der Londoner Kristallpalast, ein gläsernes Ausstellungsgebäude aus dem Jahr 1851, wird durch einen Brand zerstört.

30. November 1939: In Brasilien wird der Nationalpark Serra dos Órgãos im Bundesstaat Rio de Janeiro gegründet. Seine gegen Ende des Präkambriums entstandenen Felsformationen erinnern aus der Ferne an Orgelpfeifen oder die Finger einer Hand.

30. November 1939: Mit dem Überfall sowjetischer Truppen auf Finnland beginnt der Winterkrieg, der bis zum 13. März 1940 dauern wird und dem etwa 127.000 sowjetische Soldaten und 25.000 Finnen zum Opfer fallen.

30. November 1942: Die Seeschlacht bei Tassafaronga während des Zweiten Weltkriegs zwischen den USA und Japan endet mit einem Sieg für die Japaner.

30. November 1942: Der Hungerkost-Erlaß des Bayerischen Staatsministers des Inneren legalisiert die Unterernährung und führt damit zum Tod vieler tausender Psychiatrie-Patienten in Bayern.

30. November 1945: In Österreich wird durch eine Währungsreform die 1938 eingeführte Reichsmark wieder vom Schilling abgelöst.

30. November 1945: Im Alliierten Kontrollrat akzeptiert die Sowjetunion das Einrichten dreier Luftkorridore zwischen Berlin und den westlichen Besatzungszonen in Deutschland für alliierte Flugzeuge.

30. November 1943: Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin einigen sich bei der Konferenz von Teheran im Zweiten Weltkrieg auf die Durchführung der militärischen Operationen Overlord und Anvil im Juni 1944.

30. November 1945: Im Alliierten Kontrollrat akzeptiert die Sowjetunion das Einrichten dreier Luftkorridore zwischen Berlin und den westlichen Besatzungszonen in Deutschland für alliierte Flugzeuge.

30. November 1948: Eine von der SED-Fraktion einberufene „Stadtverordnetenversammlung“ erklärt den Berliner Magistrat für abgesetzt und wählt Friedrich Ebert zum Oberbürgermeister. Im sowjetischen Sektor hat die Besatzungsmacht eine für den 5. Dezember geplante gemeinsame Wahl zur Berliner Stadtverordnetenversammlung verboten. Die Teilung der Stadt konkretisiert sich.

30. November 1948: Am Somerton Beach in Adelaide, Australien, taucht ein Mann auf, der am nächsten Tag an einem unbekannten Gift verstirbt. Der Somerton-Mann, dessen Identität und exakte Todesursache nie geklärt wird, gibt bis heute zahlreiche Rätsel auf. Seine Identität und Herkunft konnten erst im Jahr 2022 durch eine DNA-Analyse geklärt werden. Da das Opfer in seiner Hosentasche einen Zettel mit den Worten Tamam Shud darauf bei sich trug, wird der Fall, insbesondere im Englischen, auch Tamam Shud Case (Tamam-Shud-Fall) genannt. Die falsche Schreibweise Taman Shud ist ebenfalls weit verbreitet.

30. November 1950: Mit der Aufführung des Rosenkavaliers wird das wiederaufgebaute Opernhaus Hannover eröffnet.

30. November 1956: Der 21-jährige US-Amerikaner Floyd Patterson wird durch einen KO-Sieg über seinen Landsmann Archie Moore der bis dahin jüngste Boxweltmeister im Schwergewicht.

30. November 1964: In Frankfurt am Main erfolgt die Uraufführung der komischen Oper Das Ende einer Welt von Hans Werner Henze.

30. November 1965: In Frankfurt am Main wird die Oper Das Wundertheater von Hans Werner Henze uraufgeführt.

30. November 1966: Barbados erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien.

30. November 1967: Die bisherige britische Kolonie Südjemen wird unter dem Namen Republik Südjemen unabhängig.

30. November 1970: Die Republik Südjemen wird in Demokratische Volksrepublik Jemen umbenannt.

30. November 1972: Papst Paul VI. genehmigt mit der Apostolischen Konstitution Sacram Unctionem Infirmorum den ab 1. Januar 1974 anzuwendenden, modifizierten Ritus der Krankensalbung, bekannt als Letzte Ölung.

30. November 1975: In Westafrika wird die Volksrepublik Benin ausgerufen, die auf die Republik Dahomey folgt.

30. November 1975: Keith Jarretts Album The Köln Concert erscheint. The Köln Concert ist die Albumaufnahme des Improvisations-Solokonzertes des Pianisten Keith Jarrett, das in der Kölner Oper am 24. Januar 1975 stattfand. Es ist die meistverkaufte und bekannteste Veröffentlichung von Jarrett, außerdem die meistverkaufte Jazz-Soloplatte und meistverkaufte Klavier-Soloplatte.

30. November 1977: In Rom wird der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet.

30. November 1979: The Wall, ein Album der englischen Rock-Band Pink Floyd erscheint in Großbritannien. Es gilt als eines der meistverkauften Alben einer britischen Band. The Wall ist ein Konzeptalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Es wurde am 30. November 1979 in Großbritannien veröffentlicht. The Wall stellte nach den Vorgängeralben Wish You Were Here und Animals eine neue Ausrichtung der Musik der Band dar. Zugleich ist es das letzte Studioalbum der Band, das in der „klassischen“, seit 1968 bestehenden Besetzung eingespielt wurde, da Richard Wright nach Ende der Aufnahmen veranlasst wurde, die Band zu verlassen. The Wall zählt mit etwa 30 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten Alben.

30. November 1982: Das Album Thriller von Michael Jackson erscheint. Es wird das meistverkaufte Album der Musikgeschichte. Thriller ist das sechste Studioalbum des US-amerikanischen Sängers Michael Jackson. Es erschien am 30. November 1982 bei Epic Records. Wie beim Vorgängeralbum Off the Wall (1979) war Quincy Jones der Produzent, während Jackson bei dessen selbstgeschriebenen Titeln als Produzent fungierte und bei ihrer zweiten Zusammenarbeit einen deutlich stärkeren Einfluss auf das Album ausübte. Mit Thriller avancierte er zum weltweit kommerziell erfolgreichsten Popsänger der 1980er Jahre. Das Album verbindet Genres wie Pop, R&B, Rock, Post-Disco und Funk. Die Aufnahmen fanden zwischen April und November 1982 in den Westlake Recording Studios in Los Angeles mit einem Produktionsbudget von 750.000 US-Dollar statt. Von den neun Titeln auf dem Album wurden vier Stücke von Jackson geschrieben. Es wurden sieben Singles aus Thriller ausgekoppelt, die alle die Top 10 der Billboard Hot 100 erreichten; zwei davon, Billie Jean und Beat It sogar die Spitze der Charts.

30. November 1984: An der innerdeutschen Grenze werden die letzten Selbstschussanlagen von Soldaten der Grenztruppen der DDR abgebaut.

30. November 1988: Die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. wird schlagartig weltbekannt, als sie für 25 Milliarden US-Dollar den Mischkonzern RJR Nabisco erwirbt.

30. November 1988: Alois M. Schader gründet in Darmstadt die Schader-Stiftung zur Förderung des Dialogs zwischen Gesellschaftswissenschaften und Praxis. Die Stiftung will die Kommunikation und Kooperation zwischen den Gesellschaftswissenschaften und der Praxis sowie die Praxisorientierung in den Gesellschaftswissenschaften fördern. Die Schader-Stiftung versteht sich als Dialogplattform, die wissenschaftliche, öffentliche und zivilgesellschaftliche Projekte ermöglicht, durchführt, moderiert und teilweise auch publiziert.

30. November 1989: Der Bankier Alfred Herrhausen wird in Bad Homburg vor der Höhe bei einem Bombenattentat getötet.

30. November 1990: Der Abriss der Berliner Mauer ist offiziell vollendet. Sechs kleine Abschnitte bleiben als Mahnmal stehen.

30. November 1990: Die Spielkonsole Sega Mega Drive wird in Europa veröffentlicht. Es ist die erste Videospielkonsole, welche auf einer 16-Bit-Architektur basiert.

30. November 1998: Die Deutsche Bank gibt die Übernahme von Bankers Trust für rund neun Milliarden US-Dollar bekannt. Sie wird somit das größte Geldinstitut der Welt.

30. November 1999: In Seattle scheitert – auch an allen weiteren Tagen – an blockierenden Demonstrationen von Globalisierungskritikern die bis zum 2. Dezember geplante Ministerkonferenz der Wirtschafts- und Handelsminister der Welthandelsorganisation (WTO).

30. November 1999: Atomausstieg. Der Kernreaktor Barsebäck I des Kernkraftwerkes Barsebäck in der Nähe des schwedischen Malmö wird stillgelegt.

30. November 1999: In den USA wird die Fusion von Exxon und Mobil Oil zur ExxonMobil Corporation vollzogen. Es entsteht damit eines der größten Unternehmen unseres Planeten.

30. November 1999: Der britische Rüstungskonzern BAE Systems wird gegründet. Neben der Rüstungsproduktion ist der Konzern auch in der Luft- und Raumfahrt tätig.

30. November 2001: Der später verurteilte Serienmörder Gary Ridgway wird in den USA festgenommen, nachdem DNA-Spuren bei vier Opfern mit seiner Speichelprobe übereinstimmen. Dem Green River Killer sind letztlich 49 Menschen zum Opfer gefallen.

30. November 2001: Der erste Mensch, dessen Herz vollständig durch ein Herzimplantat ausgetauscht wurde, stirbt am 152. Tag nach Einpflanzen des künstlichen Organs in einem Hospital in Louisville (Kentucky).

30. November 2002: Die sterblichen Überreste des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas werden 132 Jahre nach seinem Tod im Pariser Ruhmestempel Panthéon beigesetzt. Alexandre Dumas (* 24. Juli 1802 als Dumas Davy de la Pailleterie in Villers-Cotterêts, Département Aisne; † 5. Dezember 1870 in Puys bei Dieppe, Département Seine-Maritime), im Deutschen auch bekannt als Alexandre Dumas der Ältere, war ein französischer Schriftsteller. Heute ist er vor allem durch seine zu Klassikern gewordenen historischen Romane bekannt, etwa Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo.

30. November 2006: Auf seinem Türkeibesuch unterzeichnet Papst Benedikt XVI. eine gemeinsame Erklärung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., eine Erklärung, in der die Einheit der katholischen und der orthodoxen Kirche als Ziel genannt werden. Anschließend besucht er die Hagia Sophia und als erstes katholisches Kirchenoberhaupt die Sultan-Ahmed-Moschee.

30. November 2006: Bei einer durch den Taifun Durian ausgelösten Schlammlawine des Vulkans Mayon auf den Philippinen kommen über 300 Menschen ums Leben.

30. November 2012: Die Spielkonsole Wii U von Nintendo, Nachfolger der Wii, wird in Europa veröffentlicht.

30. November 2015: Die UN-Klimakonferenz (COP21) in Paris beginnt. Dieser Konferenz wurde eine zentrale Bedeutung zugemessen, da hier eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden sollte.

30. November 2021: Barbados verlässt die Britische Krone und wird Republik.

https://de.wikipedia.org/wiki/30. November

 

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